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| © Jutta Wilke Die Schriftstellerin Jutta Wilke, geboren 1963, bezeichnet sich selbst als Wortakrobatin, Buchstabentänzerin, Geschichtengärtnerin und Reisende zwischen den Welten. Die Kinder- und Jugendbuchautorin stammt aus Hanau am Main, wollte ursprünglich einmal Zoodirektorin werden oder wenigstens einen heiraten. Doch dann begeisterten sie Bücher immer mehr als das liebe Vieh. Seitdem hat Jutta Wilke zahlreiche Erstlesebücher, Kinder- und Jugendbücher, sowie Young-adult-Romane veröffentlicht. Kinder- und Jugendkrimis, Spannungsliteratur, tiefgreifende Jugendromane, Erstlesebücher, ihr Portfolio ist vielfältig. Weiter zum Interview: Interview mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Jutta Wilke |
Nach «Vaters Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension: Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

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