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Rezension - Die Brandstifter von Annika Brockschmidt

  Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen «Die Brandstifter» zeichnet die Geschichte der Republikanischen Partei nach und stellt ihre wichtigsten Akteure vor. Spannend, erhellend und in der Kompaktheit schlüssig nachzuvollziehen. Gespenster der Vergangenheit, die bis heute nachwirken. Und wenn man heute Trump vorwirft, er rede rassistisches Zeug, verbreite Angst und Lügen, den Schrecken … dann ist das nichts anderes als das, was Goldwater, Reagan usw. vor ihm verbreitet haben. Und Reagan hat unter seiner Regierung später diese Hardliner und ihre Familien ins weiße Haus und in den Kongress geholt. Die waren nie anders, haben nur auf einen tumpen Messias gewartet. Und der tr(u)ampelte dann ins weiße Haus. Danach krochen sie aus der Versenkung der Gand Old Party (GOP)heraus. Sie waren nie weg! Ein fantastisches Sachbuch über die Grand Old Party. Es liest sich spannend wie ein Thriller und ist ebenso erschreckend. Unbedingt Lesen! Weiter zur Rezension:    Die Br...

Rezension - Groll von Gianrico Carofiglio

Carofiglio entwickelt eine Geschichte von Schuld und einem tiefen, menschlichen Groll. Ein einflussreicher Mailänder Chirurg und Universitätsprofessor stirbt unerwartet an einem Herzinfarkt; der Arzt bescheinigt den natürlichen Tod, die Leiche wird eingeäschert. Doch die Tochter, Marina Leonardi, geht von einem Verbrechen aus, wendet sich an Penelope Spada, eine ehemalige Staatsanwältin, heute Detektivin ohne Lizenz. Widerwillig übernimmt sie den schier aussichtslosen Fall, der zur dramatischen Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit wird. Als Krimi würde ich diesen Roman nicht bezeichnen, aber es ist Kriminalliteratur. Ein literarischer Kriminalroman mit starken Charakteren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Groll von Gianrico Carofiglio

Rezension - Abteilung für undamenhafte Aktivitäten von Robin Stevens

  Spionieren ist (k)ein Kinderspiel Der erste Fall für die elfjährige Nachwuchsspionin May Wong, ein Kinderkrimi auf hohem Niveau: gut durchdacht, ein spannender historischer Whodunnit, Mysterykrimi. 1940. Großbritannien befindet sich im Krieg und ein geheimes Ministerium der britischen Regierung, die Abteilung für undamenhafte Aktivitäten unter der Leitung von Wells & Wong, bildet Spione aus. May Wong ist mutig, neugierig und will unbedingt dazu beitragen, den Zweiten Weltkrieg zu beenden, damit sie nach Hongkong zurückkehren kann. Denn aus einem Urlaub wurde mehr. Sie und ihr Vater sitzen in London fest, weil der Krieg ausgebrochen war. Ihre große Schwester, Hazel, ist Spionin. Zusammen mit mit ihrem Freund Eric bewirbt sich May, doch die beiden werden abgewiesen. Empfehlenswerter Kinderkrimi ab 12 Jahren. Weiter zur Rezension:   Abteilung für undamenhafte Aktivitäten von Robin Stevens

Rezension - Zauber des Waldes - Tiergeschichten zum Träumen von Alicia Klepeis und Kristen Adam

  Ein stimmungsvolles Vorlesebuch mit Sachgeschichten über Waldtiere. Tiere hautnah erleben: 15 Sachgeschichten aus dem Tierreich, die Tiere in ihrem Lebensbereich beschreiben, untermalt mit atmosphärischen Bilden. Am Ende jeder Story gibt es zusammengefasst Sachwissen. Abgeschlossene Erzählungen, die von der Länge auch passend für eine Gutenachtgeschichte sind. Klasse Sachkinderbuch ab 5 Jahren zum Vorlesen oder Selbstlesen. Weiter zur Rezension:    Rezension - Zauber des Waldes - Tiergeschichten zum Träumen von  Alicia Klepeis und Kristen Adam

Rezension - Fungipedia - Die erstaunliche Welt der Pilze von Lawrence Millman

  Wer etwas über Pilze wissen möchte, der liegt mit diesem Buch völlig richtig. Informativ und tiefgehend, über die Biologie hinaus, bleiben wenige Fragen offen. Verständlich und teils recht witzig geschrieben, macht die Lektüre Spaß. Und trotzdem hadere ich mit dem Sachbuch. Weil es enzyklopädisch angelegt ist, von A-Z aufgebaut. Mir persönlich macht es keinen Spaß, mich von A-Z durchzulesen. Es geht aber nicht anders, da das Buch sehr viele Informationen hat, eben interessant und witzig ist. Es sich lohnt, durchzuhalten, weil ich eben nie auf diese Stichwörter gekommen wäre. Fazit: Prima Inhalt, gut geschrieben; die Darstellung ist mangelhaft, das Buch einzuordnen fällt schwer. Interessantes erzählendes Sachbuch mit Unterhaltungswert. Weiter zur Rezension:   Fungipedia - Die erstaunliche Welt der Pilze von Lawrence Millman 

Rezension - Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer von Francesca Maria Benvenuto

  Der fünfzehnjährige Zeno sitzt im Jahr 1991 auf der kleinen Insel Nisida im Jugendgefängnis ein, weil er ein Mörder ist. Er kann nicht schwimmen, und den Blick aus seiner Zelle über das unendliche, unüberwindbare Meer verabscheut er. Als ihm seine Lehrerin Anregungen zum Nachdenken über sein Leben gibt, hängt daran die Aufgabe, alles niederzuschreiben. Dies ist sein Bericht. Zeno ist in Forcella aufgewachsen, in einem der Quartieri in Napoli, in denen die Camorra so allgegenwärtig ist, wie die Armut. Als sein krimineller und prügelnder Vater ins Gefängnis kommt, wird der Zehnjährige zum Mann im Haus, zum Ernährer. Jugendkriminalität vorprogrammiert … Weiter zur Rezension:    Dieses Meer, dieses unerbittliche Meer von Francesca Maria Benvenuto

Rezension - Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes von Manuel Chaves Nogales

  Manuel Chaves, stellvertretender Direktor und Chefredakteur der Zeitung AHORA, reiste im Frühjahr 1934 als Sonderkorrespondent ins nationalsozialistische Deutschland - ein verblüffender Bericht über die ersten Konzentrationslager. Als journalistisches Bravourstück gilt sein Interview mit Propagandaminister Goebbels (das ihn jedoch auf die Todeslisten der Nationalsozialisten brachte). Für mich ist Chaves einer der besten Journalisten, die die Welt hatte und einer der besten Schriftsteller Spaniens. Seine Art zu kombinieren, seine Weitsicht und seine sarkastische, freche Art zu schreiben, erhellt das ernsteste Thema. Einige seiner Artikelserien wurden als Bücher zusammengefasst, wie auch dieses hier. Die Artikel sind authentische Momentaufnahmen dieser Zeit und mit seinen Analysen lag er völlig richtig. Ein sehr gutes Zeitdokument, das gerade heute wieder wichtig ist! Empfehlung! Weiter zur Rezension:     Deutschland im Zeichen des Hakenkreuzes von Manuel Chaves Noga...

Rezension - Sumpffieber von Vicente Blasco Ibáñez

  Schön, dass immer wieder alte Klassiker neu aufgelegt werden – denn diesen spanischen Roman sollte man kennenlernen. Wer das Gebiet um das valencianische Albufera kennt, ist gleich mittendrin in diesem Drama. Vicente Blasco Ibáñez beschreibt die Lagunenlandschaft Albufera, die heute ein Hauptanbaugebiet für Reis ist, sehr atmosphärisch. Allerdings befinden wir uns im späten 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt von steht die Familie Paloma, die in El Palmar lebt; Hauptfiguren sind der Spross Tonet und sein Großvater Paloma. Ein spannender, spanischer Bildungsroman, ein Drama. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Sumpffieber von Vicente Blasco Ibáñez

Rezension - Gras unter meinen Füßen von Kimberly Brubaker Bradley

  Das Jahr, als ich leben lernte  Die neunjährige Ada hat die Wohnung noch nie verlassen, denn ihre Mutter hat sie weggesperrt und behauptet, Ada sei zurückgeblieben. Dabei hat sie lediglich einen Klumpfuß. Ada darf nicht in die Schule gehen. Als ihr Bruder Jamie mit anderen Kindern 1939 während des Zweiten Weltkriegs aus London aufs Land evakuiert werden soll, um der Bombardierung zu entgehen, entscheidet Ada, dass sie gemeinsam gehen werden. Zusammen schleichen sie sich aus dem Haus zur Sammelstelle; der Weg ist eine Tortour für Ada. So beginnt ein großes Abenteuer für die Kinder wie auch für Susan Smith, die Frau, die gezwungen ist, die beiden bei sich aufzunehmen. Empfehlung für das hervorragende Jugendbuch ab 11 Jahren! Weiter zur Rezension:    Gras unter meinen Füßen von Kimberly Brubaker Bradley

Rezension - Scandor von Ursula Poznanski

  Die Lüge lässt deine schlimmsten Albträume wahr werden. Es ist eine Challenge der besonderen Art, auf die Philipp und Tessa sich einlassen: Hundert Menschen treten an, um einen einzigartigen, unfehlbaren Lügendetektor zu testen, der am Körper installiert wird: Scandor. Wer lügt, fliegt aus dem Rennen und muss sich seinen tiefsten Ängsten stellen. Die Person hingegen, die am Ende übrigbleibt, erhält ein Preisgeld von fünf Millionen Euro. Philipp und Tessa brauchen beide das Preisgeld – die anderen natürlich auch; und so fordern sich die Teilnehmer gegenseitig heraus. Doch irgendetwas stimmt hier nicht! Jugendroman ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:    Scandor von Ursula Poznanski