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Rezension - Komm, wir entdecken ein Insekt! von Roberta Gibson

Rezension von Sabine Ibing Den Krabbeltieren auf der Spur Rund zwei Drittel der fast 1,2 Millionen bekannten Tierarten sind Insekten – aber kennen wir sie wirklich? Wie hören, sehen und fühlen Insekten eigentlich? Und wie atmen sie? In diesem Kindersachbuch wird anschaulich mit Vergleichen gearbeitet: Wir bauen uns ein Insekt. Beginnen wir mit dem Kopf, weiter geht es zum Thorax usw. Hat ein Insekt ein Skelett? Im Prinzip ja – aber keine Knochen, ein Außenskelett. Vergleichen! Mit dem Menschen mit anderen Insekten. Alle Menschen haben zwei Beine; aber wie sieht es bei den Insekten aus? Interessantes über Insekten erfahren, selbst eins basteln oder malen ab 5 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Komm, wir entdecken ein Insekt! von Roberta Gibson 

Rezension - Die Rache der Bücher von Tom Gauld

  Satiriker, Comiczeichner und Kinderbuchautor Tom Gauld zeichnet seit 14 Jahren wöchentlich für die Literaturbeilage des britischen «Guardian» kleine bitterböse Comic-Strips über Autor:innen, den Literaturbetrieb und über die Lesen:den. Mit herrlich britischem Humor, trocken und bissig macht er sich lustig über das Lotterleben von Schriftsteller:innen, über fiese Verleger:innen, Buchhändler:innen, Bibliothekar:innen, Kritiker:innen, und über Booknerds, SuBs und Katzen. Hier bekommt jeder sein Fett ab – aber mit viel Liebe verteilt! Selbst über KI macht er sich lustig. Weiter zur Rezension:   Die Rache der Bücher von Tom Gauld

Rezension - Die Welt der Pflanzen von Stefano Mancuso

  Und wie sie Geschichte machen Pflanzen sind die zahlreichsten Lebewesen der Erde. Sie bewirken nicht nur, dass wir auf der Erde leben können, sondern sind auch die Grundlage unserer Zivilisation: Nur durch sie ist Kultur überhaupt möglich. In diesem erzählenden Sachbuch veranschaulicht Stefano Mancuso den Zusammenhang der Pflanzen und unserem Leben, was die Zeitmessung und die Französische Revolution mit der Flora  unserer Kulturgeschichte zu tun habe. Jede Geschichte beginnt mit einer Pflanze.  Weiter zur Rezension:    Die Welt der Pflanzen von Stefano Mancuso

Rezension - Aus der Balance von Megan Abbott

  Dieser Kriminalroman bringt schonungslos die Seifenblase um rosafarbene Tutus und Ballettträume zum Platzen, indem er die gnadenlose Schufterei dieser Kunstrichtung offenlegt. Eine geschlossene Gemeinschaft, die eigenen Regeln und Gesetzen folgt. Ehre und Ruhm, Neid, Boshaftigkeit, Verrat – Schuhspitzen behämmert, kaputte Zehen, blaue Nägel, hinknallen auf den Boden, später diverse Probleme mit den Füßen, mit dem Skelett, der Wirbelsäule, den Körper kaputtgeschuftet. Der Ballettsaal einer Schule ist hier das Setting, mit «Schweiß und Pubertät», der Geruch von «Urin und Angst» – geschundene Körper, zerplatzte Träume. Es beginnt mit einem Brand, der alles aus der Balance bringt. Prima Ballerinas im Zeichen des Nussknackers … spannend, voller Atmosphäre. Weiter zur Rezension:    Aus der Balance von Megan Abbott

Rezension - 'Ndrangheta von Sanne de Boer

  Wie die mächtigste Mafia Europas unser Leben bestimmt Der bisher größte Prozess gegen die 'Ndrangheta, die mächtigste Mafia Europas, läuft seit Januar 2021 in Italien und zieht Aufmerksamkeit aus aller Welt auf sich. Und vielleicht wacht Europa endlich auf. Denn die 'Ndrangheta ist schon lange kein rein italienisches Problem mehr, sondern betrifft ganz Europa. Und damit unser aller Leben. Die «Krake aus Kalabrien» in Italien hat ihre Finger überall im Spiel: illegale Müllentsorgung, ein lohnendes Geschäft, Drogengeld, das in Immobilien, Restaurants, Luxusartikelverkauf und überall, wo viel Bargeld fließen kann, sauber gewaschen wird. Mutig berichtet die Journalistin Sanne de Boer über das System die Verflechtung der mafiösen Gruppe aus Kalabrien. Prima geschrieben – ein Sachbuch, das uns alle angeht, weil es uns alle betrifft! Weiter zur Rezension:   'Ndrangheta von Sanne de Boer

Rezension - Fische, die in Sonnensprenkeln schwimmen von Riku Onda

  Eine letzte Nacht wollen Aki und Hiro in ihrer gemeinsamen Wohnung in Tokio zusammensein, reden, über das, was passiert ist, bevor ihre Wege sich endgültig trennen. Nach einer Bergwanderung, bei der ihr Führer auf ungeklärte Weise vom Fels stürzte und ums Leben kam, ist ihre Beziehung zerbrochen. Alles, was ihnen bleibt, ist ihre Erinnerung. Zwei abwechselnde Perspektiven: Beide halten sich gegenseitig des Mordes an dem Wanderführer für schuldig und sind entschlossen, in dieser Nacht die Wahrheit herauszufinden. Roman ist für mich gut zu lesen, japanische Literatur – aber dass ich in Entzückung ausbreche, dafür reicht es nicht. Auch kein Thriller für mich. Weiter zur Rezension: Fische, die in Sonnensprenkeln schwimmen von Riku Onda

Rezension - Otto fährt los von Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich

  Ein Sommer in Schweden Ein Sommerferienabenteuer, ein Kinderbuch: Mit dem Campingbus durch Schweden – für alle Fernweh-Geplagten. Aber von vorn: OTTO ist zwar ein klassischer Campingbus, aber ein besonderer Bus. Mama, Papa und ihre beiden Kinder, Juli und Gusti und Hündin Anni fahren nach Schweden! Zuerst geht es ans Packen. Doch oh Schreck, nicht alle Kuscheltiere passen hinein. Aber als Papa nicht guckt, macht OTTO sich breiter, schon passt es. Am frühen Morgen geht es los. Es ist noch dunkel. Und endlich ist die Familie an der großen Fähre angekommen. Der Wind «fühlt sich an wie küssende Gespenster.». Hygge, ein Bilderbuch ab 4 Jahren für alle Campingfans, Naturfreunde, für alle, die sich nach Urlaub sehnen, sich auf den Urlaub freuen, sich an ihren Urlaub erinnern wollen, als Reiseliteratur – oder die, die schlicht urlaubsreif sind. Weiter zur Rezension:    Otto fährt los von Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich

Rezension - Der Tag, an dem Lotto-Werner verhaftet wurde von Jutta Wilke

  Finja ist sauer! Ihr Papa hat überhaupt keine Zeit mehr für sie, denn er ist verliebt, und ihr bester Freund Emil hat nur noch Augen für seine neue Freundin Juma. Überhaupt scheinen alle im Viertel den Verstand verloren zu haben. Kreuz und quer wird sich verliebt – es ist Frühling. Lotto-Werner hat sich ein Herz gefasst und plant, Gerda Wischnewski vor dem Büdchen einen Heiratsantrag zu machen. Werner fällt auf die Knie, und als er den Ring aus der Jackentasche zieht, springen zwei Polizisten hinzu – Werner ist verhaftet! Zum Glück ist Finja eine echte Detektivin und nimmt sich vor, diesen Fall lösen. Denn Werner ist garantiert kein Dieb. Eine humorvoll gut geschriebene Geschichte ab 10 Jahren – mit dem Krimiplot hatte ich allerdings Probleme.  Weiter zur Rezension:    Der Tag, an dem Lotto-Werner verhaftet wurde von Jutta Wilke

Rezension - Das Haus der Schwestern von Charlotte Link

  Gesprochen von Tessa Mittelstaedt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 23 Std. und 38 Min. Westhill House, ein einsames Farmhaus im Hochmoor Yorkshires, in dem das deutsche Ehepaar Barbara und Ralph Amberg die Weihnachts- und Silvestertage verbringen will. Die Anfahrt durch ein einsetzendes Schneegestöber ist anstrengend und sie kaufen im örtlichen Laden nur das Wichtigste ein. Doch am Morgen sind sie eingeschneit – unerreichbar sogar der nächste Nachbar. Barbara findet durch Zufall das versteckte Manuskript eines Romans – die Memoiren der verstorbenen Besitzerin dieses Hauses. Turbulente Zeiten: Suffragetten, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, rivalisierende Schwestern, eine konservative Landbevölkerung, Liebe, falsch geschlossene Ehen, verstoßene Kinder, Hass, Verrat und ein Familiengeheimnis, das nicht ans Licht kommen sollte … ein spannender Kriminalroman, zwei Geschichten, die sich am Ende vereinen. Tiefgründig, vielschichtig, historisch die gesellschaftliche Schicht prima dar...

Rezension - Boris, Babette und lauter Skelette von Tanja Esch

  Boris hätte gern ein Haustier, aber seine Eltern erlauben das nicht: stinkt, macht Dreck. Als eine Nachbarin ihn bittet, ihr Haustier Babette für ein Jahr in Pflege zu nehmen, da sie verreisen muss, zögert er nicht lange. Die Sache hat nur einen Haken: Er muss Babette vor den Eltern verstecken. Wer oder was ist Babette eigentlich? Sie ist gelb, läuft auf zwei Beinen, hat einen langen schmalen Schwanz (hat optisch was von einer Katze) und sie liebt Fernsehen, Flips und Grusel. Das Verrückteste: Babette kann sprechen - mit leichtem Sprachfehler! Boris informiert sich. So ein Wesen findet man nirgendwo. Die Graphic Novel ist ziemlich witzig, spannend und nerdig ausgefallen - das macht sie liebenswert. Babette wächst einem schnell ans Herz. Klasse Comic für Kinder ab 8 Jahren. Weiter zur Rezension:   Boris, Babette und lauter Skelette von Tanja Esch