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Rezension - Im tiefen, weiten Meer von Henrike Lippa und Katrin Dageför

  Hast du schon mal vom Tütenfisch gehört? Was ist ein Dosenkrebs oder ein Flaschenfisch? Diese Meeresbewohner haben ein riesiges Problem. Das Meer ist voll mit Dingen, die dort nicht hingehören. Ein Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren, das sehr witzig in Text und Grafik in Reimform gestaltet ist, hat mich etwas hilflos zurückgelassen. Die Idee ist prima, ebenso die Reime, die Gestaltung, doch das Buch macht es sich zu einfach – auch für Dreijährige und erzählt eigentlich die falsche Geschichte.  Weiter zur Rezension:   Im tiefen, weiten Meer von Henrike Lippa und Katrin Dageför

Rezension - Das Schiffebuch von Jan Van Der Veken

  Schiffe, Boote und ihre Geschichte Alles, was man über verschiedene Schiffstypen, über die Kommunikation und Navigation auf See und Mythen der Seefahrt wissen sollte, wird in diesem detailreich illustrierten Jugendsachbuch dargestellt. Weshalb geht ein Schiff nicht unter und was hält ein U-Boot in der Tiefe, wie taucht es auf? Wie kann sich ein Kapitän auf offener See orientieren und wie funktioniert der Morsecode? Ein Sachbilderbuch über Schiffe, Boote, historisches zu den vorgestellten Schiffen. Maritimes für Kinder ab 10 Jahren – Empfehlung für alle kleinen Seebären. Weiter zur Rezension:   Das Schiffebuch von Jan Van Der Veken

Rezension - Urwelten von Thomas Halliday

  Eine Reise durch die ausgestorbenen Ökosysteme der Erdgeschichte Tropische Wälder in der Antarktis – zwei Meter große Pinguine mittendrin. Ein Wasserfall von unvorstellbarer Größe, der das trockene Mittelmeerbecken mit Leben füllt. Eine Python, die in der kenianischen Savanne frühe Verwandte des Menschen auf Bäume jagt. Die Vergangenheit ist lebendig - und sie hinterlässt Spuren. Der Paläontologe Thomas Halliday erzählt spannend in sechzehn Kapiteln über die längst vergangenen Urzeiten, erklärt, wie Ökosysteme entstehen und verschwinden, wie alte Spezies durch neue verdrängt werden, wie Lebewesen wandern, sich anpassen und entwickeln. Der Autor stellt auf spannende Weise Tiere und Pflanzen vor, zusagen als würde dies alles gerade jetzt passieren. Genau das macht das Buch so interessant, seine Lebendigkeit und der Plauderton. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Urwelten von Tom Holland

Rezension - WEIL von Martin Muser

  Der Jugendroman in einem Satz: Gewaltfreudige Unterschichtsjugendliche reißen die heile Welt junger privilegierter Pazifisten ein. Kurz vor dem Abi wollen sie zusammen lernen, fünf privilegierte Jugendliche aus Frankfurt. Mit dem VW-Bus geht es los in Wochenendhaus an einen See. Unterwegs nehmen sie einen Tramper auf. Ein unangenehmer Typ, der den farbigen Philipp anstinkt und den Mädchen übel auffällt. Sie hatten miteinander geredet, erzählt, in welches Dorf sie fahren, was sie dort machen werden. Ein Stopp an einer Tankstelle. Der Tramper ist auf der Toilette. Kurzerhand lassen sie ihn stehen. Doch da ist seine Tasche! Sie werfen sie aus dem Fenster, ist kaum was drin, auch nichts Wertvolles. Eine fatale Entscheidung! Ein sehr feiner Jugendthriller ab 14 Jahren, spannend, mit sehr viel Tiefgang. Weiter zur Rezension:   WEIL von Martin Muser

Rezension - Sushi von Oof Verschuren

  Perfekt. Zuhause. Zubereiten. Sobald man es mit dem Sushi ernst meint, ist nichts mehr leicht, erklärt Oof Verschuren. Die Autor:innen führen uns ein in die Welt des Sushi und beginnen mit den verschiedenen Arten und den Kochutensilien. Grundlagen, das Messer als ein wichtiges Arbeitsutensil, Schneidetechniken, Schritt-für-Schritt-Anleitungen zeigen das Filetieren und Handgriffe zum Sushiformen. Neben den üblichen Sushirezepten, finden wir auch Außergewöhnliches, Brühen, Vorspeisen. Ich ordne dieses Sachbuch als Standardwerk ein, eins dieser Kochbibeln – die Sushi-Bibel. Sicher auch ein feines Geschenk für Sushifreunde! Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Sushi von Oof Verschuren

Rezension - Der Taucher von Mathijs Deen

  In der Deutschen Bucht sucht das niederländische Bergungsschiff Freyja nach einem Container. Dabei stoßen die Männer vor Amrum auf ein seit 1950 verschollenes Wrack, das Kupfer im Wert von circa einer Million Euro an Bord haben soll. Niemand weiß davon, man könnte die Ladung heimlich bergen und verkaufen. So leuchtet die Besatzung zunächst das Wrack mit einer Unterwasserkamera aus. Dabei machen sie eine erschreckende Entdeckung: Ein Taucher ist mit Handschellen an das Wrack gekettet – mit Sicherheit tot. Kommissar Liewe Cupido von der Bundespolizei See aus Cuxhaven übernimmt und taucht hinunter. Makaber: Der Schlüssel der Handfesseln hängt in Sichtweite des Tauchers. Hier hat jemand aus Rache getötet! Weiter zur Rezension:   Der Taucher von Mathijs Deen

Rezension - Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch

  Eine Frau will ihren Mann nach 31 Jahren verlassen. «Ich liebte dich sofort», berichtet die Icherzählerin und beschreibt schnörkellos, den Werdegang ihrer Ehe. Sprachgewaltig, mit wunderschönen Szenen filetiert sie ihre Beziehung, schildert mit feiner Beobachtungsgabe und schonungsloser Selbstreflexion. Das macht den Roman lesenswert, sprachlich ein Genuss. Gleichzeitig ist mir die Icherzählerin von der ersten bis zur letzten Seite auf die Nerven gegangen. Das liegt in der Persönlichkeit der Erzählerin. Der Roman ist keine Abrechnung, sondern die Beschreibung von einem Netz aus kleinen Rissen, die zum Sprung führen. Das Gegenstück aus seiner Sicht würde ich gerne lesen! Literarisch ist der Roman ein Meisterstück, aber für diesen Seelen-Striptees benötigt man Nerven – zumindest ging es mir so. Das trübsinnigste Liebespaar des Jahrhunderts! Weiter zur Rezension:    Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch

Rezension - Geheimnisvolle Himmelstiere von Aina Bestard

  Ein Sachbilderbuch, das sich spielerisch mit Astronomie beschäftigt, sich den Sternenhimmel vornimmt. Himmelstiere – Sternbilder, die nach Tieren benannt sind. Geheimnisse des Nachthimmels - und jede dieser Beobachtungen wird aus einem anderen Kinderzimmer auf der Welt gemacht, mit Datumsangabe – einmal rund um den Globus. Der Clou obendrauf ist der Taschenlampentrick ... Ein Sachkinderbuch ab 8 Jahren, Empfehlung für alle Sternengucker! Weiter zur Rezension:    Geheimnisvolle Himmelstiere von Aina Bestard

Rezension - Am Leuchtturm gibt es Erdbeereis von Constanze Spengler und Katja Gehrmann

  Papa und Mika machen Strandurlaub: Sonnenschirm aufbauen, baden, lesen, Federball spielen. Und Papa liest gern dicke Bücher ... Als der Eiswagen läutet, gibt Papa Mika Geld, um ein Eis zu holen. Doch abgelenkt kommt sie zu spät zum Stand, der Wagen ist bereits weitergefahren. Sie weiß, der Eiswagen fährt der Küste entlang. Also nichts wie hinterher! Sie muss vor ihm am nächsten Standort sein! Zu Fuß wird es schwierig – also überredet Mika einen Esel, ihr zu helfen. Eine turbulente Verfolgungsgeschichte mit diversen Transportmitteln, Abenteuer pur ab 4 Jahren. Eine lustiges Bilderbuch mit Ferienflair! Empfehlung für dies Kinderbuch! Weiter zur Rezension:    Am Leuchtturm gibt es Erdbeereis von Constanze Spengler und Katja Gehrmann

Rezension - Street Cop von Art Spiegelman und Robert Coover

  In dieser Dystopie wird die Welt von Robotern beherrscht: Robocops, Drohnen, die Waren ausliefern, fliegende Autos ... Und mittendrin zieht ein altmodischer menschlicher Streifenpolizist durch New York, der seine moderne Technik nur schwerlich bedienen kann. Unter Begleitung einer KI aus dem iPhone, in deren Stimme er sich ein bisschen verliebt hat, und einer seltsamen Untoten, macht er sich auf die Suche nach der Leiche eines Mordopfers, die verschwunden ist. Eine Novelle, die von dem berühmten Comic-Zeichner Art Spiegelman illustriert wurde. Eine durchgeknallte Groteske, abstruse und beunruhigende Erzählung in naher Zukunft. Man benötigt einen ziemlich schrägen Humor, um die Geschichte zu mögen. Mensch und Technik, wie passt das zusammen, diese Frage stellt sich der Autor, wobei er gleich dystopisch die Demokratie verschwinden lässt. Weiter zur Rezension:    Street Cop von Art Spiegelman und Robert Coover