Direkt zum Hauptbereich

Posts

Rezension - Orient trifft Vegan von Serayi

  Serayi, damals selbst betroffen von falschen Essgewohnheiten, mit Übergewicht belastet, überlegte, wie sie ihre Ernährung ändern könne. Auf keinen Fall wollte sie ihre kulturellen Zutaten grundsätzlich ändern: Auch hatte sie keine Lust auf Diäten, die nicht schmackhaft sind. Und so entstand der Plan, die deftige, fette orientalische Küche abzuspecken. Das, ohne Kalorien zählen zu müssen. Sie hatte Erfolg mit sich selbst, die Kilos fielen. Und so startete Serayi ihren Blog, da sie ihre Erfahrungen und Rezepte mit anderen Menschen teilen wollte. Die orientalische Küche ist ja von Grund her relativ fleischlos – insbesondere die Armenküche der Bauern. So finden wir hier über 80 feine vegane Gerichte, in leuchtenden Farben, die gehaltvollen Düfte strömen aus den Seiten.  Weiter zur Rezension:    Orient trifft Vegan von Serayi 

Rezension - Porträt einer Ehe von Maggie O'Farrell

  Lucrezia di Cosimo de’ Medici wächst in Florenz im Haus Medici auf. Sie war das fünfte Kind von Großherzog Cosimo I. aus der Familie der Medici und Eleonora von Toledo. Sie wurde im Juni 1558 per procurationem mit dem Herzog von Mòdena und Ferrara Alfonso II. d’Este verheiratet, zog aber erst zwei Jahre später nach Ferrara. Da die Ehe kinderlos blieb, ihr Ehemann aus diversen Gründen einen Erben benötigte, ging das Gerücht um, ihr seltsamer Tod im Alter von nur 16 Jahren sei dem Ehemann zuzuschreiben, er hätte sie vergiftet. Über beide Personen weiß man heute nicht viel. Somit ist dieser Roman reine Fiktion. Insofern kein historischer Roman für mich. Die Geschichte ist wunderschön poetisch geschrieben, keine Frage – an manchen Stellen war sie mir in den Beschreibungen zu ausschweifend und ungenau. Ein Porträt einer Frau aus der besseren Gesellschaft in der Renaissance; sie lebten gefährlich. Weiter zur Rezension:    Porträt einer Ehe von Maggie O'Farrell

Rezension - In der Ferne von Hernan Diaz

  Anfang der 1850er Jahre, Håkan Söderström lebt zu einer Zeit in Schweden, in der die Menschen täglich ums Überleben kämpfen. Auszuwandern ins gelobte Land Amerika scheint eine Chance. So schickt der Vater die ältesten Jungen los. Zusammen mit seinem großen Bruder Linus steigt Håkan auf das Schiff nach England. Von dort soll es nach Nujårk, New York, weitergehen, doch im Hafen von Portsmouth verlieren sich die Brüder. Håkan fragt sich durch: Amerika! Doch der Bruder erscheint nicht auf dem Schiff – denn Håkan sitzt auf dem nach Buenos Aires. Das kapiert er zu spät, steigt in San Francisco aus. New York ist sein Ziel. Fest entschlossen, den Bruder zu finden, macht er sich zu Fuß auf den Weg, entgegen dem Strom der Glückssucher und Banditen, die nach Westen drängen. Sprachlich ausgefeilt, eine spannender, berührender Anti-Western, ein Drama mit einem feinen Ende. Die Epoche der Besiedlung Amerikas, Kaliforniens, wird hautnah eingefangen. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  In de...

Rezension - Leonard - Ein Traktor sucht das Abenteuer (Band 1) von Suza Kolb und Christine Faust

  Jeden Tag hilft der junge Traktor Leonard der Familie Janson fleißig bei der Arbeit auf dem Bauernhof. Doch wenn seine besten Freunde, Mähdrescher Matze und Milchwagen Michel, vorbeikommen, erzählen sie Geschichten von der großen Welt. Leonard hat viel zu tun, er muss transportieren, und eine Menge Gerätschaften werden an ihm angehängt. Eines Tages packt ihn die Abenteuerlust und geht er auf Abenteuerreise! Liebevoll erklärt dieses Bilderbuch, welche Arbeit auf den Feldern jeden Tag in der Landwirtschaft nötig ist. Weiter zur Rezension:    Leonard - Ein Traktor sucht das Abenteuer (Band 1) von Suza Kolb und Christine Faust

Rezension - Die zauberhaften Drei (2) – Hokus-Pokus, der Streit ist weg! von Stefanie Dahle

  Dieses Bilderbuch besticht durch seine zauberhaften Illustrationen! Fips, das Kaninchen, gibt frech mit seinem Zauberstab an, und Poki, dem Stinktier, gefällt das gar nicht. An der Angel von Bär Hoggs beißt kein Fisch an, sondern eine mysteriöse Flaschenpost verfängt sich am Haken. In einem Brief bittet die kleine Hexe um Hilfe. Sie sei im Drachenberg gefangen. Natürlich brechen die drei sofort auf – obwohl dort ja ein fieser Drachen wohnen soll. Unterwegs auf dem Floß streiten sich wie immer Fips und Poki. Dicke Luft im Zauberwald! Weiter zur Rezension:    Die zauberhaften Drei (2) – Hokus-Pokus, der Streit ist weg! von Stefanie Dahle

Rezension - Der Mann im Pyjama von Paco Roca

Was für eine herrliche Sammlung von Alterssituationen – beißende Satire in Comicform! Paco Roca kennt seine Schwächen. Er ist schüchtern, manchmal naiv und sehr häuslich. Und er hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt, einen Beruf gewählt, bei dem er den ganzen Tag den Pyjama tragen kann, zu Hause zu bleiben darf. Humorvoll zeichnet Paco Roca Alltagssituationen auf, kann über sich selbst lachen. Er schaut genau auf die Menschen, gibt seine Beobachtungen zeichnerisch wieder. Er bringt es auf den Punkt, witzig und geistreich, Empfehlung für den Comic aus der spanischen Literatur! Weiter zur Rezension:   Der Mann im Pyjama von Paco Roca

Rezension - Sherlock Holmes - Das Kochbuch von Silke Martin

  Auf den kulinarischen Pfaden Sherlock Holmes Nach 56 Kurzgeschichten und vier Romanen ist es nun an der Zeit, auch das kulinarische Leben des Sherlock Holmes in einem Buch festzuhalten. Inspiriert durch die Kriminalgeschichten von Arthur Conan Doyle hat Silke Martin 50 Rezepte in fünf Kapiteln präsentiert. So ganz konnte mich dieses Kochbuch nicht überzeugen – die Rezepte sind allgemein bekannt. Weiter zur Rezension:    Sherlock Holmes - Das Kochbuch von Silke Martin

Rezension - Todesspiel – Die Nordseite des Herzens von Dolores Redondo

Die junge Subinspectora Amaia Salazar aus Pamplona befindet sich zur Fortbildung in der FBI-Akademie in Quantico in den USA, als sie zur Beurteilung eines Falls gebeten wird. Nach einem heftigen Sturm wurde eine Familie ermordet, die in den Trümmern ihres Hauses stand. Es hätte fast ausgesehen, als wenn ein Familienvater aus Verzweiflung zuerst seine Familie erschossen hätte und zum Schluss sich selbst, wenn nicht ein unerkannter Zeuge das Geschehen miterlebt hätte. Ein unentdeckter Serienmörder, der ganze Familien auslöscht, die gerade eine Naturkatastrophe überstanden haben? Wo wird er wieder zuschlagen? Ein Hurrikane ist für New Orleans angekündigt: Katrina. Das Team begibt sich in die Stadt, die gerade evakuiert wird. Niemand ahnt, welches Ausmaß Katrina haben wird! Über 600 Seiten Hochspannung, ein Pageturner, spannender, intelligenter Noir-Krimi, Noir-Thriller, bis zur letzten Seite! Empfehlung!  Weiter zur Rezension:  Todesspiel – Die Nordseite des Herzens von Dolores R...

Rezension - Léon von Carlo Lucarelli

  Bologna, Grazia Negro liegt auf der Entbindungsstation, noch benommen von der Narkose des Kaiserschnitts. Sie ist nun Mutter von Zwillingen, verspürt keine Lust mehr, Mordfälle aufzuklären, Psychopathen zu jagen. Doch der Leguan, der Serienmörder Iguana, ist aus der psychiatrischen Einrichtung entflohen, hat seine Bewacher ermordet – und will sich an denjenigen rächen, die ihn hinter Gitter gebracht hat. Darum wird Grazia mit ihren Mädchen in ein Safehouse gebracht, und sie soll von dort aus die Ermittlung leiten. Grazia trifft dort auf Simone, ihren ehemaligen Lebensgefährten, der blind ist. Man nennt Iguana den Leguan, weil er sich wie ein Chamäleon anpasst, unauffällig agiert, bevor er zuschlägt – doch er ist blind.  Weiter zur Rezension:    Léon von Carlo Lucarelli

Rezension - Toubab – Zwei Münzen von Núria Tamarit

  Eine spanische Graphic Novel: Mar ist ein siebzehnjähriger Teenager aus Frankreich, die ihre Mutter zu einer humanitären Mission zur Entwicklungshilfe im Senegal begleitet. Sie ist mit dem Internet und den sozialen Medien aufgewachsen und wird nun mit einer Welt konfrontiert, die sich radikal von ihrer eigenen unterscheidet. Kein Netz! Die Senegalesen sind nett, freundlich und neugierig, manchmal ein wenig zu neugierig und aufdringlich für Mars Geschmack – und Eigentum ist ihnen fremd. Zwei Kulturen stoßen aufeinander und nähern sich an. Ein farbprächtiger, empfehlenswerter Comic ab 13 Jahren – Allage. Weiter zur Rezension:    Toubab – Zwei Münzen von Núria Tamarit