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Rezension - Skelling von David Almond

  Der zwölfjährige Michael steht plötzlich vor einer Menge von Problemen. Nach dem Umzug in ein renovierungsbedürftiges Haus haben seine Eltern auf einmal kaum mehr Zeit für ihn, weil das frühgeborene Baby, seine Schwester, mit einem Herzfehler auf die Welt kam und kränkelt. Mama kümmert sich um das Baby, und Papa versucht dem Chaos im Haus Herr zu werden. Alte Möbel werden entsorgt, die Küche abgerissen, das Wohnen im Wirrwarr stresst die gesamte Familie. So erkundet Michael den verwilderten Garten und die baufällige Garage, die er eigentlich nicht betreten darf. Dort entdeckt er in der dunkelsten Ecke inmitten von Gerümpel und Dreck ein seltsames Wesen. Ein tiefgründiger, empathischer Jugendroman. Ein großartiger Klassiker ab 11 Jahren! Weiter zur Rezension:    Skelling von David Almond

Rezension - Barcelona – Eine literarische Einladung

  Katalanische und spanische Autoren, Kurzgeschichten zur Metropole: Barcelona. Ein Reiseführer zeigt uns die Sehenswürdigkeiten, Museen, gute Restaurants usw. Wer aber einen Eindruck in die Seele der Stadt sucht, in die Seele der Menschen, ist mit Literatur besser bedient. Kurzgeschichten als literarische Einladung für Barcelona, bzw. eine prima Reiselektüre. Die Hauptstadt am Meer, interessant in ihrer Geschichte, Weltstadt, politisch umkämpft, von Touristen zu Tode geliebt: Autor:innen laden ein, Barcelona zu entdecken.  Weiter zur Rezension:    Barcelona – Eine literarische Einladung

Rezension - Auf der Lauer liegen von Liz Nugent

  Der erste Satz:  Mein Mann hatte eigentlich nicht vor, Annie Doyle umzubringen, aber diese verlogene Schlampe hat es nicht anders verdient. Was für ein Anfang! Lydia Fitzsimons korrigiert sich ein paar Seiten später. Gut, ihr Mann hatte die Frau gewürgt und sie war fast am Ende. Er allerdings auch. Drum gab Lydia Annie den Rest, als sie ihr mit der Metallkralle auf den Kopf schlug. Dumm gelaufen. Man lässt sich von so einer nicht erpressen! Wohin nur mit der Leiche? Die Fitzsimons wohnen in einer vornehmen Villa in Dublins bester Gegend. Andrew Fitzsimons ist einen angesehenen Richter. Der große Garten eignet sich optimal zur letzten Ruhe von Annie Doyle. Hoffentlich hat Sohn Laurence nicht mitbekommen, wann sie nach Hause gekommen sind. Wieder ein großartiger Psychothriller von Liz Nugent! Ein glaubhaft konstruierter Plot mit feinen Charakterstudien und einer guten Portion schwarzen Humors. Ein Ritt auf der Rasierklinge auf dem Weg in die Hölle! Ein literarischer Thriller, ...

Rezension - Waldinneres von Mónica Subietas

  Ein jüdischer Kaufmann aus Linz macht sich während der Zeit des Nationalsozialismus auf den Weg nach Zürich. Auf der Flucht geht etwas schief, Fluchthelfer Hermann Messmer und sein Flüchtling, die voneinander den Namen nicht kennen, verlieren sich. Der Schleuser allerdings hat den Gehstock des Juden bei sich. Siebzig Jahre später findet Gottfried Messmer im Schließfach seines verstorbenen Vaters einen Gehstock, in dem ein echter Gustav Klimt versteckt ist. Anbei liegt ein Brief an den Sohn, er möge es dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben – der Name sei ihm unbekannt. Wechselnde Perspektive und zeitliche Sprünge, teilweise recht unlogische Handlungen werden dank eines in jeder Ecke lauernden Zufalls verbunden. Die Figuren sind ziemlich leblos, oberflächlich. Schade. Weiter zur Rezension:    Waldinneres von Mónica Subietas

Rezension - Kolosso von Jens Jörg Rieck und Agi Ofner

  In der Malingi-Savanne wohnt im einzigen Wasserloch weit und breit Kolosso – ein Krokodil. Für die Tiere ist es riskant, im Dunkel dort zu trinken – wer in der Nacht an diesem Ort verweilt, kommt nie wieder zurück. Nur die Erdmännchen entwischen jedes Mal. Eines Tages findet Lima, eins von ihnen, ein Ei. Und weil man das nicht durch 5 teilen kann, behauptet Lima, er wäre ihres, sie hätte es ja gefunden, und sie verschwindet damit. Das bringt sie in Lebensgefahr, denn in der Savanne lauern Räuber. Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Kolosso von Jens Jörg Rieck und Agi Ofner

Rezension - Der Code des Lebens von Carla Häfner und Mieke Scheier

  Alles über Gene, DNA, Gentechnik und warum du so bist, wie du bist Vererbung und Genetik, für Kinder verständlich erklärt Warum ähneln Kinder ihren Eltern und anderen Verwandten? Wieso sind manche Menschen blond und andere braunhaarig, und wie entsteht eigentlich unsere Augenfarbe? Dieses Sachkinderbuch erklärt, wie Vererbung funktioniert, welche Rolle dabei die Gene spielen, was Chromosomen sind, was die DNA. Eine spannende Reise durch die Wissenschaftsgeschichte bis hin zur aktuellen Genforschung und -technik von CRISPR und mRNA Impfung, bis zur Frage nach unserer eigenen Identität. Denn wer hätte gedacht, wie stark unsere Persönlichkeit bereits in unseren Genen angelegt ist? Genetik kindgerecht erklärt. Ein hochwertiges Sachbilderbuch für interessierte Kinder ab 10 Jahren, das unterrichtsbegleitend zum Thema hilfreich ist, geeignet als Unterrichtsmaterial. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Code des Lebens von Carla Häfner und Mieke Scheier

Rezension - Ein Haus für viele Sommer von Axel Hacke

  Ein Haus im Süden, der Traum von vielen Menschen. Doch ein Haus, wenn es einige Jahre auf dem Buckel hat, bringt manche Überraschung mit sich. Magische Momente ... die gibt es natürlich auch, aber genauso viel Arbeit. Axel Hacke erzählt in seinen Geschichten über die Menschen von Elba, beschreibt Landschaft, berichtet von Schlangen, Gottesanbeterinnen, Fakirtauben, Ziegendreck vor der Haustür, von olive und oliva und von einem Schreiner, der aus dem Ehebett heraus ein Wildschwein erschießt. Er erzählt von seiner Liebe zur Insel Elba im ligurischen Meer, gegenüber von Grosseto in der Toscana. Ein feines selbstironisches, humorvolles Buch für entspannte Stunden, Sommerfeeling. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:    Ein Haus für viele Sommer von Axel Hacke

Rezension - Vorbei ist eben nicht vorbei von Kirsten Boie

  Das muss das Paradies sein: Tagsüber baden sie in der Elbe, abends sitzen sie gemütlich vor dem neuen Fernsehgerät. Karin genießt den unbeschwerten Sommer 1961. Bis eine Freundin ihr den Buchtipp «Sternenkinder» gibt; es geht um jüdische Kinder, die während des Nationalsozialismus getötet wurden. Hat man wirklich die Juden umgebracht? Das ist gerade 20 Jahre zurück. Haben ihre Eltern wirklich nichts davon gewusst? Ein Zeitbild! Die inneren Konflikte der Nachkriegsjugend, die Probleme der heranwachsenden Generation werden sensibel dargestellt und auch die große Flut, die das neu aufgebaute Hamburg ein weiteres Mal zerstörte. Empfehlung für das Jugendbuch ab 12 Jahren! Aber auch für Erwachsene dieser Zeit interessant zu lesen, die mit dem kollektiven Totschweigen und den Lügen aufgewachsen sind. Gute Schullektüre. Weiter zur Rezension:    Vorbei ist eben nicht vorbei von Kirsten Boie

Rezension - 91 mathemagische Rätsel: Die Magie der Zahlen entdecken mit PhänoMINT von Anna Claybourne

  Dieses Sachkinderbuch will Kinder spielerisch an die Mathematik heranzuführen. Hier wird nicht gerechnet, sondern gespielt, gebastelt, geknobelt, gezaubert! 91 mathemagische Rätsel, erstaunliche Zaubertricks und coole Bastelaufgaben rund um Zahlen, die selbst Mathemuffel verblüfft zurücklassen. Wer schafft es, durch eine Postkarte zu klettern? Aus zwei Ringen ein Viereck zu basteln? Oder eine beliebige Zahl vorherzusagen, die das Gegenüber gerade im Kopf hat? Mit Spaß unbewusst der Mathematik begegnen. Naturwissenschaften im Mitmachbuch ab 8 Jahren – auch als Unterrichtsmaterial gut anwendbar. Weiter zur Rezension:    91 mathemagische Rätsel: Die Magie der Zahlen entdecken mit PhänoMINT von Anna Claybourne

Rezension - Das Grab in den Highlands von Douglas Skelton

  Ein Fall für Rebecca Connolly Auf dem historischen Schlachtfeld von Culloden wird eine Leiche gefunden. Zur selben Zeit befindet sich ein Stadtteil im nahegelegenen Inverness in Aufruhr: Die Bewohner protestieren gegen den Zuzug eines Sexualstraftäters in ihr Quartier. An vorderster Front stehen die Burkes, eine Familie mit zweifelhaftem Ruf, unterstützt durch Rechtspopulisten. Die Journalistin Rebecca Connolly findet sich mit ihren Recherchen inmitten der Geschehnisse wieder. Spannend, und wendungsreich werden die vielen Stränge zu einem großen Finale zusammengeführt. Hervorragender Tartan-Noir! Weiter zur Rezension:    Das Grab in den Highlands von Douglas Skelton