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Rezension - Nordwasser von Ian McGuire

  Gesprochen von Wolfram Koch Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 44 Min. 1859: Jacob Baxter ist Eigner des Schiffs. Die Überfischung der Wale bringt keine guten Erträge mehr ein, die Schiffe müssen sich nun zu weit hinaus ins Nordmeer wagen. Kaptein Arthur Brownlee ist stinksauer, als er sieht, welche Matrosen auf dem Walfänger angeheuert wurden. Diese Fahrt ist als Ritt in die Hölle geplant: ein gut ausgeklügelter Versicherungsbetrug. Die Volunteer soll geschickt ganz langsam versenkt werden, so dass die Havarie im Packeis nicht als Betrug auffliegt. An Bord der Schiffsarzt Patrick Sumner, der sich eine gemütliche Reise durch das Nordmeer ausmalte – nun einen Mord aufzuklären hat. Aber das wird sein geringstes Problem werden ... Kopfkino, atmosphärisch und inhaltlich unter dem Gefrierpunkt, ein spannender Histo-Noir, ein Noir-Krimi und Abenteuerroman – nichts für schwache Nerven. Weiter zur Rezension:     Nordwasser von Ian McGuire

Rezension - Bertie Pom und das große Donnerwetter von Daniela Drescher

  Der Apfelwicht Bertie Pom lebt in seinem urgemütlichen Haus im Stamm eines Apfelbaums. Eines Morgens klopft der Dachs an seine Tür, zeigt auf die Wolken und er meint, ein dickes Unwetter würde bevorstehen. Am Himmel ballen sich dunkle Wolken, die Vorboten auf einen Sturm sind zu spüren. Doch halt! Berti muss seine Freunde warnen! Er geht hinüber zu der alten Krähe mit dem lahmen Flügel und lädt sie ein, in sein Haus zu kommen, wo es wohlig warm und sicher ist. Er geht von Freund zu Freund. Werden sie es schaffen, vor dem Orkan in Sicherheit zu kommen? Weiter zur Rezension:    Bertie Pom und das große Donnerwetter von Daniela Drescher 

Rezension - Die Bienen von Emily Bone und Jean Claude

  Aufklappen und Entdecken Was passiert in einem Bienenstock? Machen alle Bienen Honig? Warum sind Bienen pelzig? Warum sind Bienen für uns wichtig? Die doppelseitigen Illustrationen geben mit über 50 Klappen die Antwort. Das Klappen-Pappbuch ist in Unterthemen gegliedert. Das Sachbilderbuch ist ein guter Beitrag, um die vielfältige Verstrickung der Natur in der Welt zu erklären. Alles hängt zusammen im Naturkreislauf. Ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Bienen von Emily Bone und Jean Claude

Rezension - Kleine Grausamkeiten von Liz Nugent

  Der erste Satz:  Alle drei Drumm-Brüder waren auf der Beerdigung, einer von uns allerdings im Sarg. Dieser erste Satz ist perfekt und sagt bereits alles aus, was man über diese Familie wissen sollte. Drei gegen einen – wobei immer die Seiten wechseln, so beschreibt der Erzähler, einer der Brüder, das Verhältnis. Der Leichnam war zerschmettert und furchtbar zugerichtet, und es gibt Ermittlungen, erfährt der Leser. Dieser Faden wird erst am Ende wieder aufgenommen und aufgelöst. Die Geschichte einer Dubliner Familie, bösartig, mit toxischen Verbindungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern folgt. Doch letztendlich ist dies ein Familienroman aus dem Show-Buss, nicht Kriminalliteratur. Die Charaktere sind geschickt und glaubwürdig aufgebaut. Man mag keinen dieser Protagonisten, mit Luke hat man Mitleid – aber gerade darum sind die Figuren faszinierend – eine dysfunktionale Familie, die nicht mit dem Messer aufeinander losgeht, aber genauso scharf zusticht. Rette sich wer k...

Rezension - Das Pferd ist ein Hund von Tamara Bach

  In diesem Buch steckt eine Metapher: Es ist Winter und so kalt, dass alle Schulen geschlossen werden. Kein Virus, sondern Kälte – die wiederum für die innere Einsamkeit steht. Schulfrei – fast – natürlich gibt es ein wenig Onlineunterricht und Hausaufgaben, Clara kommt es zunächst vor wie ein langes Wochenende. Doch schnell fühlt es sich gar nicht mehr lustig an. Ein authentisches Buch im Mikrokosmus eines Mietshauses im Lockdown, das sich mit dem Thema Verlust als Hauptthema befasst. Der Carlsen Verlag gibt eine Altersempfehlung von 10 - 14 Jahren, ich bin hier eher bei 8 -11 Jahren. Weiter zur Rezension:    Das Pferd ist ein Hund von Tamara Bach

Rezension - Die Eloquenz der Sardine von Bill Francois

  Unglaubliche Geschichten aus der Welt der Flüsse und der Meere Stumm wie ein Fisch? Stimmt das? In diesen Essays erfahren wir unter anderem etwas über die Sprache der Fische – unter Wasser gibt es nämlich eine große Geräuschkulisse. Jedes Essay in diesem Buch unterliegt einem Thema. Bill Francois berichtet liebevoll über Meeresbewohner, über Sachverhalte, die den meisten Menschen unbekannt sind. Eingestreut sind Erlebnisse, Mythen und Sagen, Witziges, Unterhaltsames. Auch Muscheln, Tintenfische, Garnelen kommen zu Wort. Sardine, Umberfisch, Knurrhahn, Kaulbarsch, es gibt viel zu entdecken. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:    Die Eloquenz der Sardine von Bill Francois

Rezension - Das Meer von Mississippi von Beth Ann und Tom Franklin

  Ich bin sehr enttäuscht von diesem Roman und würde das Vorwort als das beste Kapitel im Buch bezeichnen. Weder haben mich Story, noch Figuren angesprochen. Das liegt einerseits an der Dramaturgie und andererseits an der Geschichte selbst. Zum Thema: 1927, die große Flut von Mississippi – eine Hochwasserkatastrophe von ungeahntem Ausmaß, bei der ein Deich brach und eine dreißig Meter hohe Flutwelle hernach etwa 70.000 Quadratkilometer überflutete, circa eine Million Häuser unter sich begrub. Ein Genremix ohne Spannungsbogen, eine Liebesgeschichte, wenig Historisches, ein wenig Crime. Weiter zur Rezension:    Das Meer von Mississippi von Beth Ann und Tom Franklin

Rezension - Familie Maus feiert den Herbst von Kazuo Iwamura

  Familie Maus ist im Herbstwald unterwegs und sammelt Beeren und Pilze. Nach getaner Arbeit kommt der Spaß: Versteckspielen. Alle wieder da. Nein, einer fehlt! «Mäusekinder warn’s zehn, jetzt sind nur noch neun zu sehen.». Wo ist Max? Die Mäusefamilie begibt sich auf die Suche. Sie durchkämmen den Wald, rufen nach ihm. So entdecken wir Seite für Seite die Schönheiten des Herbstwaldes. Und am Ende alles klar – ist der Max natürlich wieder da. Ein atmosphärisches Herbst-Bilderbuch ab 3 Jahren Weiter zur Rezension:    Familie Maus feiert den Herbst von Kazuo Iwamura

Rezension - Der Clown sagte Nein von Mischa Damjan und Torben Kuhlmann

  So was ist noch nie passiert! Jeden Abend stehen Petronius, der lustigste Clown der Welt und der störrischen Esel Theodor in der Manege und begeistern das Publikum mit ihren Späßen. Doch heute sagt der Clown: Nein! Er hat es satt, jeden Abend auf Kommando zu weinen und zu lachen. Es hat ihm eigentlich noch nie Spaß gemacht, den Narren zu spielen. Lieber will er Geschichten erzählen. Ein Bilderbuchklassiker – neu illustriert. Empfehlung für Kinder ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der Clown sagte Nein von Mischa Damjan und Torben Kuhlmann

Rezension - Der große Sommer von Ewald Arenz

  Gesprochen von Torben Kessler Ungekürztes Hörbuch Spieldauer: 7 Std. und 35 Min. Ein fluffiger Stoff mit Sommerfeeling – in tristen Wintertagen ein Hörspaß. Dieser nostalgische Coming-of-Age-Roman spielt im Sommer 1981. Der 17-jährige Frieder bekommt seine Strafe: Versetzung gefährdet – außer er besteht die Nachprüfung. Klotzen in den Sommerferien ist angesagt. Während die Familie in den Urlaub fährt, wird Frieder bei den Großeltern einquartiert. Latein und Mathe lernen mit dem mürrischen, strengen Großvater. Der erste Sprung vom Siebeneinhalber, die erste Liebe, Familiengeheimnisse, ein Trauerfall, eine Katastrophe ...  Weiter zur Rezension:    Der große Sommer von Ewald Arenz