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Rezension - Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch

  1893: Inspektor Leopold von Herzfeldt wird von Graz nach Wien versetzt. In Graz hatte man sich bereits mit der modernen Kriminaltechnologie aus Paris beschäftigt, in Wien ist man noch lange nicht so weit. Und so setzt er sich am ersten Tag gleich in die Nesseln, als er ungebeten am Tatort erscheint, etwas von Spurensicherung erzählt und seinen Fotoapparat aufbaut, um die Szenerie auf Bildern festzuhalten. Kein einfacher Stand; man setzt ihn aufs Abstellgleis. Eine atmosphärische Mischung aus historischer Stimmung und einem intelligenten Krimiplot, bei dem die Charaktere überzeugen. Weiter zur Rezension:    Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch

Rezension - 88 Namen von Matt Ruff

  Gesprochen von: Simon Jäger Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 7 Std. und 58 Min. Wer die Bücher von Matt Ruff kennt, weiß, dass er sich immer wieder ungewöhnliche Themen vornimmt und in allen Genres zu Hause ist. Warnung: Wer noch nie ein Abenteuer-PC-Spiel, ein Onlinespiel gespielt hat, noch nie gegen Orks und Monster kämpfte, Rätsel- und Such-Aufgaben erfüllen musste, für den ist dieser Roman wahrscheinlich nichts. Denn hier geht es um Onlinespiele. John Chu liebt seinen Job. Als Sherpa begleitet er zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspielen, wie das populäre Call to Wizardry und zeigt ihnen die Kniffe des Games. Doch dieser neue anonyme Kunde hat es in sich – es könnte gefährlich werden im realen Leben ... Weiter zur Rezension:    88 Namen von Matt Ruff 

Rezension - Kurs auf die Freiheit von Ralph Roger Glöckler

  Dieser Reisebericht von R.R. Glöckler ist eine Neuauflage (Erstauflage 1980). Der Ethnologe reiste Ende der 1970er Jahre nach Portugal, nach der Nelkenrevolution 1974, als das Volk sich von seinen Diktatoren Salazar und Caetano befreit hatte. Portugal nannte man damals das Armenhaus Europas. Er berichtet von den Wäldern, Küsten, Dörfern, von der Hauptstadt Lissabon und er erlebt große Gastfreundschaft, erzählt von den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Fischer und Bauern.  Weiter zur Rezension:   Kurs auf die Freiheit von Ralph Roger Glöckler

Rezension - Tiefer Fjord von Ruth Lillegravens

  Die Ärzte Haavard und Sabiya müssen einen kleinen Jungen behandeln, der bewusstlos in eine Klinik in Oslo eingeliefert wird. Aber er stirbt am gleichen Abend an den Folgen seiner Verletzungen. Die beiden befreundeten Ärzte kämpfen gegen Mühlen der Kindesmisshandlung, sind verzweifelt über das, was sie täglich zu sehen bekommen. Der Vater des Jungen wird auf dem Krankenhausgelände erschossen. Die engagierten Ärzte geraten unter Verdacht. Noch mehr, als kurz darauf eine Frau erschossen wird, die ebenfalls ihre Kinder misshandelte. Die Struktur dieses Thrillers ließ für mich leider keine Spannung aufkommen. Nette Unterhaltung, mehr nicht.  Weiter zur Rezension:   Tiefer Fjord von Ruth Lillegravens 

Bis die Steine leichter sind als Wasser von António Lobo Antunes - Abbruch

  Interesse am Thema war vorhanden, Kolonialismus, die Nelkenrevolution; ich lese gern gute Literatur. Der portugiesische Altmeister António Lobo Antunes stand mehrfach auf der Liste für den Literaturnobelpreis. Hohe literarische Kunst. Aber wie es bei Kunst so ist, sie trifft nicht immer den Geschmack. Ich verneige mich – aber es tut mir leid, ich mochte nach 50 Seiten nicht weiterlesen.  Weiter zur Begründung:  Bis die Steine leichter sind als Wasser von António Lobo Antunes 

Rezension - Wer ist eigentlich dieser Picasso? von Britta Benke

  Dies ist ein feines, sehr anspruchsvolles Kinderbuch über den Maler Pablo Picasso. Kunstpädagogin Britta Benke stellt zunächst mit ein paar bekannte Werken von Picasso vor und stellt Fragen dazu, um das Sehen und Verstehen, von Kunstobjekten zu aktivieren. Formen, Farben, Dreiecke, ausgelöste Objekte, Verfremdung. Und es gibt Ideen, selbst kreativ zu werden. Ab 6-8 Jahren. Weiter zur Rezension:    Wer ist eigentlich dieser Picasso? von Britta Benke

Rezension - PhänoMINT Physik-Bastelbuch von Nicola Berger, Marc Schumann und Peter Zickermann

  PhänoMINT – Das bedeutet: phänomenale Experimente für neugierige Entdecker im Schulkindalter. In bzw. mit diesem Buch wird es kreativ, denn es muss gemalt und geschnippelt werden. Es ist ein Bastelbuch für Grundschüler, bei dem ganz nebenbei physikalische Gesetze beim Basteln und Spielen erklärt werden. Bastele dir Robohunde und schickt sie an den Start. Wir basteln mit einer Kapsel (Überraschungsei) einen Pop-up-Pinguin. Naturwissenschaftliche Gesetze ganz nebenbei erklärt, durch Anwendung vertieft. So einfach kann Mathe und Physik sein. Weiter zur Rezension:    PhänoMINT Physik-Bastelbuch von Nicola Berger, Marc Schumann und Peter Zickermann

Rezension - Paradais von Fernanda Melchor

  Zwei junge Deppen agieren hier als Protagonisten in einer abgeriegelten Urbanisation nahe Veracruz in Mexiko, einer bewachten Wohnanlage – arm gegen reich prallt hart aufeinander, Existenzminimum gegen extreme Dekadenz. Polo ist Gärtner. Seine Freizeit verbringt er mit Franco Andrade, einem Bewohner der Anlage, den er nur deshalb erträgt, weil er Geld hat, um Alkohol zu kaufen. Oberschichtssprössling Franco ist ein psychisch gestörter Jugendlicher, fettleibig, einsam und pornografiesüchtig, gibt sich obsessiven Vergewaltigungsfantasien hin: Die unerreichbare Nachbarin Señora Marián will er sich vornehmen. Seine perversen, gewalttätigen Gedanken teilt der masturbationssüchtige Widerling mit dem frustrierten Polo. Mit der ziemlich fäkalen Sprache und den Gewaltobsessionen dieses Kriminalromans konnte ich mich sprachlich nicht anfreunden.  Weiter zur Rezension:   Paradais von Fernanda Melchor

Rezension - Der Ursula-Effekt von Mercedes Rosende

  Die Montevideo-Romane (3) Ursula López hat mit einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter eine gewaltige Menge Geld erbeutet. Sie hat nach einem Raub die Räuber überfallen. Ricardo hat sie mit der Pistole niedergestreckt, der nämlich seinen Komplizen Germán erschießen wollte, ist mit Letzterem und dem Geld getürmt. Der angeblich feine Anwalt Antinucci ist der Kopf der Gangster, weiß nicht, wer diese Frau ist. Ursula und Germán kennen sich nicht, aber sie müssen sich nun vertrauen. Das Geld landet im Wagen von Ursula, sie schickt Germán damit fort, er soll sich verstecken, sich später bei ihr melden. Anwalt Antinucci, der mit dem Polizeichef gemeinsame Sache macht, wird hinter den beiden her sein, ebenso die ganze Polizei von Montevideo. Doch niemand weiß, wer diese Frau ist. Ein literarischer Krimi mit ungewöhnlicher Erzähltechnik, ein Gangsterkrimi, der einfach Spaß macht! Weiter zur Rezension:    Der Ursula-Effekt von Mercedes Rosende

Rezension - Glorias Finale von Giuseppe Gracia

  Dies hätte ein guter Roman werden können, wenn er sich auf den Stoff hinter den Kulissen mit einer Castingshow eingelassen hätte. Leider wird auch der gesamte Inhalt im Klappentext verraten. Gloria ist die jüngste Finalistin der europaweiten Castingshow «Eurostar». Sie ist am Ziel. Und wir erfahren gleich am Anfang, dass dieses Finale anders enden wird, es wird keinen Sieger geben, sondern Tote. Gloria hat eine Pistole versteckt, die sie mit auf die Bühne nehmen wird. Und so plätschert der Roman dahin – ab der Mitte habe ich nur noch quergelesen. Wir wissen, was passieren wird. Ende. Gute Idee, aber für mich  zu flach ausgearbeitet, einschließlich der Charaktere. Weiter zur Rezension:   Glorias Finale von Giuseppe Gracia