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Rezension - Paradais von Fernanda Melchor

 


Zwei junge Deppen agieren hier als Protagonisten in einer abgeriegelten Urbanisation nahe Veracruz in Mexiko, einer bewachten Wohnanlage – arm gegen reich prallt hart aufeinander, Existenzminimum gegen extreme Dekadenz. Polo ist Gärtner. Seine Freizeit verbringt er mit Franco Andrade, einem Bewohner der Anlage, den er nur deshalb erträgt, weil er Geld hat, um Alkohol zu kaufen. Oberschichtssprössling Franco ist ein psychisch gestörter Jugendlicher, fettleibig, einsam und pornografiesüchtig, gibt sich obsessiven Vergewaltigungsfantasien hin: Die unerreichbare Nachbarin Señora Marián will er sich vornehmen. Seine perversen, gewalttätigen Gedanken teilt der masturbationssüchtige Widerling mit dem frustrierten Polo. Mit der ziemlich fäkalen Sprache und den Gewaltobsessionen dieses Kriminalromans konnte ich mich sprachlich nicht anfreunden. 

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