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Bis die Steine leichter sind als Wasser von António Lobo Antunes - Abbruch

  Interesse am Thema war vorhanden, Kolonialismus, die Nelkenrevolution; ich lese gern gute Literatur. Der portugiesische Altmeister António Lobo Antunes stand mehrfach auf der Liste für den Literaturnobelpreis. Hohe literarische Kunst. Aber wie es bei Kunst so ist, sie trifft nicht immer den Geschmack. Ich verneige mich – aber es tut mir leid, ich mochte nach 50 Seiten nicht weiterlesen.  Weiter zur Begründung:  Bis die Steine leichter sind als Wasser von António Lobo Antunes 

Rezension - Wer ist eigentlich dieser Picasso? von Britta Benke

  Dies ist ein feines, sehr anspruchsvolles Kinderbuch über den Maler Pablo Picasso. Kunstpädagogin Britta Benke stellt zunächst mit ein paar bekannte Werken von Picasso vor und stellt Fragen dazu, um das Sehen und Verstehen, von Kunstobjekten zu aktivieren. Formen, Farben, Dreiecke, ausgelöste Objekte, Verfremdung. Und es gibt Ideen, selbst kreativ zu werden. Ab 6-8 Jahren. Weiter zur Rezension:    Wer ist eigentlich dieser Picasso? von Britta Benke

Rezension - PhänoMINT Physik-Bastelbuch von Nicola Berger, Marc Schumann und Peter Zickermann

  PhänoMINT – Das bedeutet: phänomenale Experimente für neugierige Entdecker im Schulkindalter. In bzw. mit diesem Buch wird es kreativ, denn es muss gemalt und geschnippelt werden. Es ist ein Bastelbuch für Grundschüler, bei dem ganz nebenbei physikalische Gesetze beim Basteln und Spielen erklärt werden. Bastele dir Robohunde und schickt sie an den Start. Wir basteln mit einer Kapsel (Überraschungsei) einen Pop-up-Pinguin. Naturwissenschaftliche Gesetze ganz nebenbei erklärt, durch Anwendung vertieft. So einfach kann Mathe und Physik sein. Weiter zur Rezension:    PhänoMINT Physik-Bastelbuch von Nicola Berger, Marc Schumann und Peter Zickermann

Rezension - Paradais von Fernanda Melchor

  Zwei junge Deppen agieren hier als Protagonisten in einer abgeriegelten Urbanisation nahe Veracruz in Mexiko, einer bewachten Wohnanlage – arm gegen reich prallt hart aufeinander, Existenzminimum gegen extreme Dekadenz. Polo ist Gärtner. Seine Freizeit verbringt er mit Franco Andrade, einem Bewohner der Anlage, den er nur deshalb erträgt, weil er Geld hat, um Alkohol zu kaufen. Oberschichtssprössling Franco ist ein psychisch gestörter Jugendlicher, fettleibig, einsam und pornografiesüchtig, gibt sich obsessiven Vergewaltigungsfantasien hin: Die unerreichbare Nachbarin Señora Marián will er sich vornehmen. Seine perversen, gewalttätigen Gedanken teilt der masturbationssüchtige Widerling mit dem frustrierten Polo. Mit der ziemlich fäkalen Sprache und den Gewaltobsessionen dieses Kriminalromans konnte ich mich sprachlich nicht anfreunden.  Weiter zur Rezension:   Paradais von Fernanda Melchor

Rezension - Der Ursula-Effekt von Mercedes Rosende

  Die Montevideo-Romane (3) Ursula López hat mit einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter eine gewaltige Menge Geld erbeutet. Sie hat nach einem Raub die Räuber überfallen. Ricardo hat sie mit der Pistole niedergestreckt, der nämlich seinen Komplizen Germán erschießen wollte, ist mit Letzterem und dem Geld getürmt. Der angeblich feine Anwalt Antinucci ist der Kopf der Gangster, weiß nicht, wer diese Frau ist. Ursula und Germán kennen sich nicht, aber sie müssen sich nun vertrauen. Das Geld landet im Wagen von Ursula, sie schickt Germán damit fort, er soll sich verstecken, sich später bei ihr melden. Anwalt Antinucci, der mit dem Polizeichef gemeinsame Sache macht, wird hinter den beiden her sein, ebenso die ganze Polizei von Montevideo. Doch niemand weiß, wer diese Frau ist. Ein literarischer Krimi mit ungewöhnlicher Erzähltechnik, ein Gangsterkrimi, der einfach Spaß macht! Weiter zur Rezension:    Der Ursula-Effekt von Mercedes Rosende

Rezension - Glorias Finale von Giuseppe Gracia

  Dies hätte ein guter Roman werden können, wenn er sich auf den Stoff hinter den Kulissen mit einer Castingshow eingelassen hätte. Leider wird auch der gesamte Inhalt im Klappentext verraten. Gloria ist die jüngste Finalistin der europaweiten Castingshow «Eurostar». Sie ist am Ziel. Und wir erfahren gleich am Anfang, dass dieses Finale anders enden wird, es wird keinen Sieger geben, sondern Tote. Gloria hat eine Pistole versteckt, die sie mit auf die Bühne nehmen wird. Und so plätschert der Roman dahin – ab der Mitte habe ich nur noch quergelesen. Wir wissen, was passieren wird. Ende. Gute Idee, aber für mich  zu flach ausgearbeitet, einschließlich der Charaktere. Weiter zur Rezension:   Glorias Finale von Giuseppe Gracia

Rezension - Die Seeschwalbe und der Buckelwal von Catherine Barr und Gerry Turley

  Wenn sich der arktische Sommer dem Ende neigt, beginnen eine Seeschwalbe – eines der kleinsten Lebewesen - und ein Buckelwal – eines der größten - ihre lange Reise in wärmere Gebiete auf der Welt. Sie haben fast den gleichen Weg. Der 35 Tonnen schwere Buckelwal zieht stoisch eine gerade Linie durch das Meer, während die Seeschwalbe ein paar Umwege nehmen muss und einen Aufenthalt zur Futteraufnahme nimmt. Der Wal hat am Ende 10.000 km zurückgelegt, die Schwalbe wesentlich mehr und ist damit der Rekordhalter unter den Tieren. Begleiten wir ihren Weg. Kindersachbuch, Bilderbuch ab 6 Jahren Weiter zur Rezension:    Die Seeschwalbe und der Buckelwal von Catherine Barr und Gerry Turley

Rezension - Escape School - Das Zauberbuch von Anne Scheller, Stefanie, Timo Müller-Wegner

  Tom, Anni und Katta, Toms Haustier, gehen in die Bibliothek, um Bücher für ihre Hausaufgaben zu suchen. Oh Schreck! Die Bücher sind aus den Regalen gerissen worden, sogar einige Seiten aus den Büchern, alles liegt verstreut am Boden. Katta findet eine interessante Buchseite. Jemand hat aus dem «Dunklen Buch» die Kobolde gerufen, die nun im Internat Espenstein Chaos und Unordnung anrichten. Wie wird man die Kobolde wieder los? Interaktiv, spannend und abwechslungsreich und auf Grund der farbigen Illustrationen macht es Spaß, den Spuren zu folgen. Texte erfassen, kombinieren ab 7 Jahren. Weiter zur Rezension:    Escape School - Das Zauberbuch von Anne Scheller, Stefanie, Timo Müller-Wegner

Rezension - Was Nina wusste von David Grossman

  Gesprochen von Julia Nachtmann und Maria Hartmann Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 29 Min. Vera, ihre Tochter Nina und ihre Enkelin Gili, beschließen an Veras 90. Geburtstag eine Reise zu machen, um Veras Spuren zu folgen, ihren Heimatort in Kroatien, wo sie ihren ersten Mann kennenlernte, seinen Heimatort, eben auch Ninas Kindheit – bis hin zur Gefängnisinsel Goli Otok, auf der Vera als Staatsverräterin unter Tito einige Jahre gefangen war. Ein Familienroman, ein Drama um eine dysfunktionale Familie. Ein historischer Stoff ist Hintergrund, die Gulags unter der Tito, die Geschichte der Eva Panic-Nahir. Nur leider weicht der Autor häufig von der realen Geschichte ab, pumpt die Figur mit viel Theatralik auf. Literarisch ist dieser Roman für mich pathetischer Kitsch, der mich einige Nerven gekostet hat. Für mich eher eine Enttäuschung. Jugoslawien, Shoa, Stalin, politische Verfolgung unter Tito – es hätte interessant werden können. Weiter zur Rezension:    Was ...

Rezension - Leise Wut von Cornelia Härtl

  Ein Lena Borowski-Krimi Lena Borowski, eine Sozialarbeiterin aus dem Landkreis Offenbach kommt  aus dem Urlaub zurück. Der erste Arbeitstag beginnt mit einem Schock: Ein totes Kind – übel zugerichtet, Kindesmissbrauch. Die Mitarbeiter des Jugendamts stehen am Pranger. Ein Schuldiger muss der Presse zum Fraß vorgeworfen werden: Lena. Sie wird suspendiert. In ihrer Verzweiflung beginnt Lena zu recherchieren und stößt auf einen möglichen Pädophielenring. Die Spur führt nach Menorca. Ich habe den Krimi in einem Rutsch gelesen. Er ist spannend geschrieben, ein Pageturner. Beste Noir-Kriminalliteratur. Weiter zur Rezension:    Leise Wut von Cornelia Härtl