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Rezension - Der Verehrer von Charlotte Link

  Gesprochen von: Tessa Mittelstaedt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 15 Std. und 36 Min. Als in einem Waldstück die Leiche einer kürzlich ermordeten Frau gefunden wird, stehen die Polizei und die Angehörigen vor einem Rätsel. Sie hatte sich vor sechs Jahren nach Südamerika aufgemacht, sich nie wieder gemeldet. Der zweite Strang handelt von Leona, deren Leben mit einem Ruck aus der Bahn geworfen wird. Zuerst fällt ihr eine Frau vor die Füße, Eva, die aus dem Fenster gesprungen ist, was Leona schwer zu schaffen macht und gleichzeitig verlässt ihr Ehemann das Haus, zieht zu einer anderen. An der attraktiven Leona finden gleich zwei Männer aus dem Umfeld von Eva Gefallen, was der seelisch angeschlagenen Frau guttut. Ein ruhiger, spannender Psychothriller. Weiter zur Rezension:    Der Verehrer von Charlotte Link

Rezension - Bewölkt aber trocken von Marion Zechner

  Die Geschichte einer Alkoholabhängigkeit und den Weg, hinaus aus der Sucht zu finden: Lucy, 35, ist schlicht überfordert. Eine pubertierende Tochter, ein zweijähriger Sohn, ein Mann, der zwar mit anpackt, aber sich oft tagelang im Ausland aufhält. Die Lehrerin ist getrieben, sie muss funktionieren: Kinder, Haushalt, Unterricht, Vorbereitung, Korrektur, Elternstammtisch, Elterngespräche, Konferenzen, den Referendar betreuen, Schülergespräche – sie hetzt durch den Tag, der immer zu kurz ist. Ein Glas Wein entspannt, es können auch eins mehr sein. Ein Wodka und noch einer – dann das Fläschchen Wodka in der Handtasche, Piccolo im Handschuhfach ... so kann man den Tag überstehen. Bis zu dem Tag an dem ein Unfall geschieht. Protokollartig geschrieben mit Humor unterlegt – ein gute zeitgenössische Literatur, ein wichtiges Thema. Weiter zur Rezension: Bewölkt aber trocken von Marion Zechner

Rezension - Anton Wassermanns Geburtstag von Gisela Cölle

  Ein Umweltbuch Anton Wassermann lädt zu seiner Geburtstagsfeier ein. Nach und nach kommen seine Gäste, allerdings haben alle einen Koffer dabei, wollen bei Anton einziehen. Rudi Eisbär ist wohnungslos, seine Wohnung ist geschmolzen «weil es auf der Erde wärmer wird». Den Orang-Utans geht es nicht besser, die Bäume, auf denen sie leben, wurden abholzt für Ackerflächen. Die Robben und der Fisch können nicht zurück, weil das Meer voller Plastik ist. Seite für Seite Statements -  bis hin zum Überfluss im Kleiderschrank, zum Bienensterben und Reisen mit dem KFZ ... erklärt wird leider nichts, Äpfel und Birnen zusammengelegt. Das Bilderbuch ließ mich ratlos zurück. Weiter zur Rezension:   Anton Wassermanns Geburtstag von Gisela Cölle

Rezension - English Monsters von James Scudamore

  Für Max beginnt es gleich hart, auf dem englischen Internat. Die Erziehung ist extrem hart, Zynismus und Hinterhältigkeit der Lehrkörper und Erzieher stehen an der Tagesordnung, Prügel hagelt es täglich. Die Schüler halten fest zusammen, bilden eine feste Gemeinschaft gegen die Lehrerfront, es entstehen Freundschaften, die die Schulzeit überdauern werden. Nach Jahren treffen sie sich wieder. Ein Skandal ging durch die Presse: Einer ihrer Lehrer kommt wegen Kindesmissbrauch vor Gericht. Max erfährt von einem Freund noch andere Dinge. – Jetzt begreift er manches. Einige seiner Freunde haben Geheimnisse. Er ist der Meinung, sie sollen auspacken, vor den Freunden, und in der Öffentlichkeit. Ein Drama, der zeitgenössischen englischen Literatur, gute Unterhaltung. Weiter zur Rezension:    English Monsters von James Scudamore 

Rezension - Die blaue Mauer von Louis-Philippe Dalembert

  Ein Roman, der unter die Haut geht, den man nicht aufhören mag zu lesen, obwohl dies alles grusliger ist als jeder Horrorfilm – denn es ist Realität. Ein Buch, das die Ursachen von Flucht und Migration erklärt, den blutigen Weg bis zur Küste in der Hand von Schlepperbanden, eine grausame Überfahrt im Boot nach Europa - die lockende Zukunft, aber nur für die Menschen, die es überhaupt bis hierher geschafft haben. Dem Roman liegt ein Flüchtlingsdrama auf dem Mittelmeer zugrunde. Aber das ist nur ein Teil von diesem Buch, alles, was vorher an Land passiert, ist auch nicht besser. Ein wichtiger Roman, spannend – soweit man das in diesem Zusammenhang überhaupt schreiben mag. Ein Buch, das jeder Europäer lesen sollte! Weiter zur Rezension:  Die blaue Mauer von Louis-Philippe Dalembert

Rezension - Die weite Leere von J. Todd Scott

  Deputy Chris Cherry wird auf eine ziemlich abgelegene Weide gerufen, Murfee, Texas, Grenzland zu Mexiko. Ein Skelett ist gefunden worden. Ein Mexikaner, der über die Grenze flieht, es nicht schafft – entkräftet, verdurstet, verstorben – ein Tagesgeschäft. Doch dieser Tote erweckt die Aufmerksamkeit von Cherry. Die Hände sind mit Kabelbinder gebunden – die Sorte, die die Polizei anstatt Handschellen verwendet. Wird der despotische Sheriff erlauben, die Leiche untersuchen zu lassen? Der Kriminalroman hat mich begeistert, ein Noir-Krimi, ein literarischer Krimi, ein Modern Western: Knurrige Rancher, denen das Gesetz egal ist, die ihre eigenen Gesetze stricken, Korruption, Rassismus und Drogen, eine staubig, geografisch isolierte Grenzstadt am culo del mundo, eine faszinierende Landschaft. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die weite Leere von  J. Todd Scott 

Rezension - Fang den Hasen von Lana Bastašić

  Sara, wohnt in Dublin, zusammen mit ihrem irischen Freund und einer selbstgezogenen Avocado, die vor sich hin dümpelt. Wie die Beziehung? Gehört sie hierher? In diesem Roman taucht immer wieder der Satz auf: «Wir sind immer in Bosnien.» Dieser Satz trägt die Geschichte – alles das, was unterschwellig vorhanden ist, aber nicht ausgesprochen wird. Eines Tages wird Sara von Lejla angerufen. 12 Jahre ist es her, seit Sara Bosnien verließ: «Du musst mich abholen!» - in Mostar, Lejla will nach Wien, weil Armin dort ist. Die Autofahrt beginnt in Mostar, geht durchs dunkle Bosnien, durch Kroatien, Slowenien, bis nach Österreich. Eine bedrückende Reise, Lejla wird wenig reden. Zwei Lebensläufe, eine Geschichte, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Präzise Sprache zeichnet dieses Roadmovie aus, wie auch seine unterliegende nie ausgesprochene Dunkelheit, die als eigenständiger Strang mitläuft – literarisch klug gestaltet, atmosphärisch, eine Geschichte, die berührt. Weiter zur...

Rezension - Expedition Natur: Das Wasserforscherbuch von Bärbel Oftring, Thomas Müller, Arno Kolb, Axel Nicolai und Angelika Neiser

  Alles über Wasser & Gewässer Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Woher stammt das Wasser aus der Leitung? Alle Fragen um das Thema Wasser beantwortet das Kindersachbuch: Gewässer, Flüsse, Seen und das Meer mit ihren unterschiedlichen Bewohnern und Eigenschaften werden vorgestellt und alle Themen rund um das Wasser, vom Gletscher und Meeresspiegel, über die Wolkenbildung, bis hin zur Kläranlage und Umweltschutz. Dazu gibt es eine Menge Experimente für die die Kinder. Ein prima Kinderbuch ab 8 Jahren mit Ringheftung. Weiter zur Rezension:    Expedition Natur: Das Wasserforscherbuch von Bärbel Oftring, Thomas Müller, Arno Kolb, Axel Nicolai und Angelika Neiser

Rezension - Spiel und Spaß mit der Hundebande von Dorothée de Monfreid

  Die Hundebande von Dorothée de Monfreids begeistert regelmäßig Kinder wie Erwachsene. Nun gibt es zu dieser Bilderbuch-Serie ein Mitmachbuch. Man muss nicht viel erklären: Rätseln, selbst malen, ausmalen, basteln, so wie man das kennt. Bei einigen Aufgaben allerdings benötigt man Fantasie: Was sieht man, wenn man aus dem Fenster schaut, was hängt an der Angel, welches Essen steht auf dem Tisch? Wie soll Zazas neue Frisur aussehen? Wovon träumen Nono und Omar? Mit ihren Ausmal- und Activity-Bildern bringt Dorothée de Monfreid Spaß für unterwegs oder zu Hause – eine prima Beschäftigung ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:    Spiel und Spaß mit der Hundebande  von Dorothée de Monfreid

Rezension - Der Tausch von Julie Clark

  Gesprochen von: Britta Steffenhagen Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 10 Std. und 14 Min. Claire lebt im goldenen Käfig, ihr schwerreicher Ehemann entpuppte sich als brutaler, emotionsloser Typ. Die Frage nach der Scheidung musste sie bitter bezahlen. Ihre Flucht ist lange vorgeplant, bis ins Detail. Doch gleich am Anfang geht alles schief. Nun sucht sie, in New York auf dem Flughafen stehend, nach einem Plan B. Eva hört zu, als Clair in Panik mit ihrer Freundin telefoniert. Ganz zufällig lässt sie es erscheinen, mit Claire ins Gespräch zu kommen, erzählt ihre Geschichte. Da hat Claire die Idee zu tauschen: die Bordkarten, Bekleidung, Handtaschen, Handys und Ausweise, um sich gegenseitig ein neues Leben zu schenken. In diesem Thriller fließt ein Fluss von der Mündung zur Quelle, vom reißenden Strom, zum plätschernden Bächlein. Vom spannenden Anfang zieht es sich vorhersehbar bis zum Ende dahin. Man kann den Roman lesen, nette Unterhaltung – aber mehr auch nicht. Weiter zur Rezensi...