Direkt zum Hauptbereich

Posts

Rezension - Gans Ernst von Jimmy Kimmel

  Schafft ihr es, diese schlecht gelaunte Gans zum Lachen zu bringen?, so lautet die Frage an die Kinder. Bis zur Hälfte des Kinderbuchs wird die Gans gezeigt, die einfach nicht lachen mag. Einfarbiger Hintergrund, immer dasselbe Gans-Gesicht. Der Verlag kündigt an: «einen Haufen Wortwitz, kreative Illustrationen und unkonventionelle Ideen gepackt.» Bitte wo sind die denn? Wenn «Pizza al (D) Ente» witzig für Dreijährige sein soll, dann habe ich etwas nicht verstanden. Das war es übrigens auch schon zum Wortwitz. Ich war enttäuscht. Bilderbuch, 3-6 Jahre Weiter zur Rezension:    Gans Ernst von Jimmy Kimmel 

Rezension - 299 Katzen und 1 Hund von Léa Maupetit

  Ein Katzenknäuel-Puzzle weiß, dass es sinnlos ist, Katzen hüten zu wollen, und dieses teuflische Puzzle ist nicht anders: Jedes Teil hat eine andere Form, und sie lassen sich nicht zusammenstecken wie bekannte Puzzleteile. Damit sie alle zusammenbleiben, bauen wir zunächst den Rahmen auf. Stück für setzt sich das Puzzle mit Katzenliebe zusammen, und mit Katzenglück gar nicht so schwer wie gedacht. Ich denke, ab 8 Jahren kann man beginnen. Ein Riesenspaß auch für Erwachsene, Katzenfans, das ist was für euch! Weiter zur Rezension: 299 Katzen und 1 Hund von Léa Maupetit

Rezension - Das Museum des Meeres von Loveday Trinick und Teagan White

  71 Prozent der Erdoberfläche ist von Meeren bedeckt, wie die aufgeklappte Erdkarte optisch zeigt; Ozeane und Meere, die miteinander verbunden sind. Verschiedenen Ökosysteme des Arktischen, Atlantischen, Indischen, Pazifischen und Südlichen Ozeans beherbergen eine Menge Tiere. Da dieses Kindersachbuch als Museum gestaltet ist, betreten wir Säle, die verschiedene Tiergattungen vorstellen: Plankton, Nesseltiere, Weichtiere und Stachelhäuter, Gliederfüßer, Fische, Säugetiere, Vögel, Reptilien. Am Ende folgt kurz das Meer als offener Lebensraum und eins zum Thema Mensch und Meer. Das Lexikon zur Meereswelt besticht in seiner Grafik. Ab 10 Jahren / Allage Weiter zur Rezension:    Das Museum des Meeres von Loveday Trinick und Teagan White

Rezension - Die Schuld der Väter von James Lee Burke

  Ich persönlich halte James Lee Burke für einen der besten Autoren im Genre literarische Krimis. Seine Dave-Robicheaux-Serie spielt im Süden der USA, in Louisiana, im Gebiet New Iberia und New Orleans. Neben seinen tiefgehenden Figurenzeichnungen hat man beim Lesen das Gefühl, sich in den Bayous zu befinden. Die Geschichte beginnt mit der Ermordung von Amanda Boudreau. Der Verdächtige ist der Musiker Tee Bobby Hulin. Doch Dave Robicheaux zweifelt an dessen Schuld und ermittelt weiter. Ein Gespräch mit der Großmutter von Tee Bobby führt in die Vergangenheit und zu dem dem Plantagenaufseher Legion Guidry, der Inkarnation des Bösen, bei dem es selbst Dave eiskalt den Rücken hinunterläuft. Ein exzellenter atmosphärischer Noir-Krimi, ein feiner literarischer Krimi. Weiter zur Rezension:  Die Schuld der Väter von James Lee Burke

Rezension - Oberkampf von Hilmar Klute

  Die langjährige Beziehung im Eimer, die Vermittlungsagentur pleite, so schließt Jonas Becker sein Leben in Berlin ab. Voll Enthusiasmus zieht er nach Paris, um seinen einstigen Traum vom Leben als Schriftsteller zu verwirklichen. Jonas soll ein Buch über einen Autoren schreiben, man stellt man ihm das kleine Verlags-Appartement in der Rue Oberkampf zur Verfügung. Kaum in Paris angekommen, erlebt Jonas am ersten Morgen das Desaster: 7. Januar 2015 - Attentat auf Charlie Hebdo. Seine Tage verbringt Jonas mit dem Autor, nachts trifft er sich mit der jungen Christine. Eine Selbstverwirklichung, die nicht so verläuft, wie er gehofft hatte. Literarisch gesehen ein ziemlich gutes Buch, inhaltlich fand ich es ein wenig langweilig. Weiter zur Rezension:    Oberkampf von Hilmar Klute

Rezension - Vermisst von Christiane Dieckerhoff

  Ein Spreewald-Krimi Der erste Satz hat mich gleich wieder aus dem Buch herauskatapultiert – die Frage war, ob ich weiterlesen soll. Der Himmel entlädt Sturzbäche, während Klaudia in der Nacht durch ländliches Gebiet fährt. Plötzlich rumpelt es und der Wagen bricht aus, landet im Gurkenacker. Sie steigt aus, findet eine tote Frau. Der erste Gedanke: Ich habe jemanden überfahren! Doch sie war bereits tot. Nun stellt sich heraus, die gerade erst Verstorbene ist angeblich bereits seit zwei Jahren tot; für den Mord wurde ihr damaliger Freund in einem Indizienprozess verurteilt. Leider ist von der von Auen- und Moorlandschaft des Spreewalds in Brandenburg nichts zu spüren. Das liest sich oberflächig gesehen spannend und logisch, eignet sich als Unterhaltung, wenn einem die Sprache egal ist. Weiter zur Rezension:  Vermisst von Christiane Dieckerhoff

Rezension - Schenk mir Flügel von Heinz Janisch und Selda Marlin Soganci

  Der kleine Junge malt einen Engel auf das Papier. Und der sagt ihm: «Schenk mir Flügel!» So beginnt er zu zeichnen: Flügel aus Meereswellen, Gras, aus schimmernden Glas, Sonnenlicht, blühenden Zweigen usw. Die Geschichte ist ganz einfach – die Bilder von Selda Marlin Soganci machen das Buch zum Highlight! Ein Bilderbuch mit poetischen Bildern, die einen fallen lassen. Anschauen und sich wohlfühlen! Ab 3 Jahren Weiter zur Rezension:    Schenk mir Flügel von Heinz Janisch und Selda Marlin Soganci

Rezension - Hey, hey, hey, Taxi! von Saša Stanišić und Katja Spitzer

  Saša Stanišić hat sein erstes Kinderbuch geschrieben – zusammen mit seinem Sohn! Gemeinsam haben sie sich verrückte Taxi-Abenteuer ausgedacht. Wir sollten öfter mal Taxi fahren, denn hier kann man die wildesten Dinge erleben! Taxifahrer sind Persönlichkeiten, die so einiges zu bieten haben! Autos, die bruffen, brukken und butschen, strickende Drachen, Gurken und Tomaten als Straßenampeln, ein Hexenbesen auf vier Rädern. Ein Bilderbuch voll phantastischer Abenteuer, und witziger Illustrationen, Kurzgeschichten kreativ, voll Fantasie  – absolute Empfehlung ab 4 Jahren! Weiter zur Rezension:    Hey, hey, hey, Taxi! von Saša Stanišić und Katja Spitzer

Rezension - Die Pflanzen und ihre Rechte von Stefano Mancuso

  Eine Charta zur Erhaltung unserer Natur Pflanzen entfalten sich seit 2 Milliarden Jahren auf der Erde. Sie haben den Blauen Planeten in eine Grüne Insel umgewandelt. Pflanzen können ohne den Menschen existieren, aber der Mensch nicht ohne sie. Leider vernichtet der Mensch immer mehr Lebensraum der Pflanzen, richtet mit Monokultur Umweltschäden an oder bringt Kurioses (Schädliches) durch Umverpflanzung zustande. Höchste Zeit, den Pflanzen Rechte einzuräumen, denn sie garantieren unser Überleben, sagt Stefano Mancuso. Eine neue geochronologische Epoche ist angebrochen: Anthropozän. Das Sachbuch ist ein Plädoyer für das Leben. Wer Bücher von Manescu bereits gelesen hat, weiß, wie mitreißend er schreibt, wie gut verständlich, übergreifend und humorig. Das ist ihm mit diesem Buch wieder gelungen. Weiter zur Rezension:    Die Pflanzen und ihre Rechte von Stefano Mancuso

Rezension - Blackbeard 1: Hängt sie höher! von Jean-Yves Delitte

  Edward Teach, auch Thatch, Thack oder Blackbeard genannt, lebte zwischen 1680 und 1718. Er war ein britischer Pirat, wobei man sagen muss, dass die Piraten damals oft auch für Könige und Gouverneure plünderten, und dieser hier unter dem Schutz des Gouverneurs von Carolina stand. Er trieb vor allem im Nordwestatlantik im Bereich der amerikanischen Ostküste und der Bahamas, in der Karibik, sein Unwesen. Atmosphärisch gestaltet und detailgetreu in der Zeichnung sind allein die Grafiken eine Pracht, in die man sich sofort verliebt. Wer Seeräubergeschichten und Maritimes mag, der liegt hier genau richtig.  Weiter zur Rezension:    Blackbeard 1: Hängt sie höher! von Jean-Yves Delitte