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Rezension - Zürcher Filz Gabriela Kasperski

  Die Zürcher Immobilienerbin Philomena Lombardi wird vermisst, einziger Hinweis auf ein Verbrechen ist ein Ohrring, der ihr möglicherweise vom Ohr gerissen wurde. Alfonso Lombardi ist tot und seine Tochter soll den Vorsitz der großen Lombardi-Stiftung übernehmen, die weltweit, insbesondere in Zürich Wohnraum zu günstigen Mieten zur Verfügung stellt. Ist sie auf Reisen, was sie meistens ist, ohne jemandem mitzuteilen, wo sie sich aufhält, oder hat sie irgendwer verschwinden lassen? Hat sie sich in der letzten Zeit überhaupt in Zürich aufgehalten? Einerseits ein spannender, lesenswerter Krimi – andererseits ein sehr überfrachteter Regiokrimi. Weiter zur Rezension:    Zürcher Filz Gabriela Kasperski

Rezension - Die Amazonas-Detektive von Antonia Michaelis

  Verschwörung im Dschungel Ein starker Kinderroman, ein absolut spannender Abenteuerroman mit einer guten Story, Message und dem Abtauchen in fremde Welten – das Ganze funktioniert sogar ohne Superhelden. Eine Gruppe Studenten ist in den Dschungel gereist, um gegen den Bau eines Staudamms zu protestieren, und seitdem sind sie verschwunden. Pablo und seine Freunde machen sich auf den Weg, sie zu finden und zu befreien – sie wollen den Staudamm verhindern. Doch schon sind ihnen die Häscher auf der Spur ... Der Auftakt einer Detektivreihe. Eintauchen in andere Klimazonen und Kulturen, Umweltschutz, dass alles nebenbei eingebunden in ein Kinderbuch ab 9 Jahren. Muss man lesen! Weiter zur Rezension:     Die Amazonas-Detektive von Antonia Michaelis

Rezension - Das Plapperküken von Janie Bynum

  Die Illustrationen haben mich begeistert. Farbenfreudige Zeichnungen im Aquarellstil, digital nachbearbeitet, lustig in der Darstellung, machen das Buch zum Hingucker. Aber damit ist die Begeisterung auch schon am Ende. Das Küken hat wahnsinnig viel zu erzählen und plappert pausenlos: Piep, Piep, Piep. Bereits die erste Seite zeigt, dass dieses Kind allen auf den Wecker fällt: «Mach, dass es aufhört!» Die gesamte Familie ist genervt. Niemand hat Zeit oder nimmt es ernst. Und irgendwann ist der Lesende ungehalten. Das Bilderbuch ist für mich für 2-3 Jahre (Verlag: ab 4 Jahren) Weiter zur Rezension:    Das Plapperküken von Janie Bynum

Rezension - Das Flüstern der Bäume von Michael Christie

  Mit hohen Erwartungen die Familiensaga begonnen und ziemlich schnell mit dem holzigen Stil des Autors in Konflikt geraten. So könnte man unsere erste Begegnung bezeichnen. Der Stil wird nicht besser, inklusive der Metaphern, die etwas für die Witzsammlung sind. Immer wieder tauchen Passagen auf, die mir nicht gefielen, holzig, pathetisch und Szenen, die wie eine Kaugummiblase aufgeblasen wurden. Wenn wir schon bei aufgeblasen sind – das ist die ganze hanebüchene Geschichte. Eine Familiengeschichte über vier Generationen, die in ein Waldstück verwoben sind. Der Nachwuchs im Baum zeigt sich durch den äußersten Ring im Querschnitt. Und so beginnt die Geschichte bei der Jüngsten und rückt Generation für Generation nach hinten. Weiter zur Rezension:    Das Flüstern der Bäume von Michael Christie

Rezension - Reiseführer Lissabon MM-City von Johannes Beck

  In Zeiten, in denen das Reisen ein Traum ist, können wir uns jedoch ganz real neuen Reisezielen zuwenden, z B. einer Städtetour. Die älteste Stadt Westeuropas, Lissabon, wäre ein Ziel. Johannes Beck ist seit seinem Zivildienst mit Lissabon verbunden, früher ortsansässig heute als regelmäßiger Besucher. Die Texte geben dem Reiseführer einen persönlichen Anstrich, wenn der Autor Hintergründe erläutert, etwas zur Stadtentwicklung erklärt, von Erfahrungen berichtet, Tipps zu Cafés, Restaurants, Hotels, Hostels und Bed and Breakfast gibt, zu Nachtleben und zum Shopping, Ziele neben dem touristischen Mainstream empfiehlt – kompetent mit Preisen und Öffnungszeiten. 12 Citytouren gespickt mit viel Information führen durch diesen Cityguide, der parallel über die App mmtravel elektonisch zu nutzen ist. Weiter zur Rezension:   Reiseführer Lissabon MM-City von Johannes Beck

Rezension - Federn lassen von Regina Dürig

Dieses Buch ist ungewöhnlich – es ist eine Novelle – aber die Form ist außergewöhnlich. Ein stark reduzierter Text, aufs Wesentliche verdichtet, zwischen die Zeilen in Leerstellen das Unsagbare versteckt oder ganz unverhohlen offeriert. Eine Menge Übergriffigkeit – auch seitens der Eltern gegenüber Kindern, Übergriffigkeit von Männern bis hin zu maßlosen Grenzüberschreitungen. Schon die Buchform ist ungewöhnlich: ein langes, schlankes Format. Auch ungewöhnlich gut! Weiter zur Rezension:    Federn lassen von Regina Dürig

Rezension - Der rote Apfel von Mi-Ae Seo

  Der Thrill unterliegt diesem Roman ab der ersten Seite. Aber wir haben es hier mit einem sanften Hinschaukeln bis zum bitteren Ende zu tun, perfide, realistisch und durchdringend. «Maxwell's Silver Hammer» macht clang, clang, bis hin zum Paukenschlag. Wer auf Action, Action steht, der wird enttäuscht sein. Ein feines Kammerspiel präsentiert sich hier, psychologisch durchdacht, rollt Stück für Stück die ganze Palette dessen auf, was Kinder ertragen müssen, etwas das ihre Charaktere zum dem werden lässt, was sie sind. Ganz ruhig reißt die Autorin dich in den Abgrund ... Weiter zur Rezension:    Der rote Apfel von Mi-Ae Seo  

Rezension - Louisa und die Schattenmonster

  Louisa hat Angst im Dunklen. Schaurige Schatten kündigen Monster an ... Ein Zauberspruch soll Louisa vor dem Schlafengehen helfen, Ungeheuer zu vertreiben. Doch kaum im Bett entdeckt sie ein Monster im dunklen Kinderzimmer. Doch Louisa nimmt all ihren Mut zusammen und fasst einen Plan, um die Monster loszuwerden … Ein schönes Bilderbuch, bei dem man zittern, raten und lachen kann. Schatten sind spielerisch erklärt, Ursachen aufgezeigt. Und es fordert Kinder auf, selbst Schattenspiele zu entwickeln. Ein Kinderbuch gegen die Angst im Dunkel. Ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Louisa und die Schattenmonster von Liliane Steiner

Rezension - Lügentochter von Megan Cooley Peterson

  Pipers Vater ist ein Prophet. Er ist der Auserwählte, der die Familie vor der Außenwelt schützen muss, vor der Regierung retten, vor DENEN. Doch nun ist sie eingesperrt in das Haus dieser Frau, die behauptet, dieses Zimmer, dieses Haus sei nun ihr neues Zuhause! Aber Piper wird wegrennen und ihre Eltern suchen! Der Vater hatte recht: Eines Tages werden Menschen kommen und Lügen verbreiten, DIE werden behauten, der Vater sei ein Schwindler. Doch Piper ist schlau, sie lässt sich von DENEN nicht brechen. Ein feiner Jugendroman zum Thema, Sekten, Sektenausstieg, zum Thema Indoktrinierung. Ab 14 Jahren Weiter zur Rezension:   Lügentochter von Megan Cooley Peterson

Rezension - Wir saßen auf der Wolke und ließen die Beine baumeln von Kurt Tucholsky

  Nachher Kurt Tucholsky schaut hier in kleinen Essays auf die Welt hinunter, auf einer Wolke sitzend mit einem Gesprächspartner. Ein distanzierter klarer Blick aus der Ferne. Man könnte es als Auszeit aus der Welt betrachten, sich zurücknehmen und resümieren. Natürlich sind die Texte mit dem typisch satirischen Blickwinkel des Publizisten unterlegt. In den 1920ern widmete er sich in 20 tiefsinnigen wie amüsanten Erzählungen in der Zeitschrift «Weltbühne», die als Kolumnen erschienen. Weiter zur Rezension:  Wir saßen auf der Wolke und ließen die Beine baumeln von Kurt Tucholsky