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Rezension - Der Tomatenrebell von Michael Beisteiner und Alex Nemec

Eine Parabel für Kinder zum Kapitalismus. Michael Beisteiner hat diese Geschichte als Reportage gestaltet. Der Anfang gleicht einer Kameraperspektive aus dem Vogelflug. Landen, umschauen und in das Dorf hineinspazieren. Gemütlich geht es hier zu. Tomaten, Tomaten, Tomaten – Das Dorf der Paradulli strahlt Ruhe und Zufriedenheit aus. Eines Tages taucht ein Mann namens Bissl Bissi auf. Er behauptet, ein Allheilmittel gegen Unkraut zu haben: Unkrautnix. Viel Zeit für die Menschen, sich in Ruhe in die Sonne zu legen. Und noch etwas! Der Ertrag vom Feld würde sich verdreifachen! Bissl Bissi wird bejubelt. Nur einer vermutet, dass hier nicht die ganze Wahrheit gesagt wird: Der Tomatenrebell. Weiter zur Rezension:    Der Tomatenrebell von Michael Beisteiner und Alex Nemec

Rezension - Bretonisch mit Meerblick von Gabriela Kasperski

Ein urlaubsträchtiger Regiokrimi mit Charme! Die Mieten in Zürich sind teuer. Tereza Berger, vierzig, geschieden, die Kinder sind ausgezogen, erbt von ihrer Tante eine Villa in der Bretagne, auf der malerischen Halbinsel Crozon. Die Gelegenheit, sich in eine Wabe in Zürich einzukaufen. Nach Frankreich reisen, verkaufen – sich in Zürich mit dem Erlös einkaufen – so der Plan. Die sogenannte Villa entpuppt sich als neobretonische Bruchbude an der Dorfstraße von Camaret-sur-Mer. Von wegen Meerblick! Den kann man nur aus dem Dachfenster genießen. Kein Wasser, Stromleitung gekappt, die Treppe ist morsch. Als ein Kölner Künstler ihr ein phänomenales Kaufangebot macht, ihr einen Scheck für die Anzahlung über den Tisch reicht, rückt die Wabe in Zürich wieder näher. Der attraktive Severin füllt Teresa ab. Am nächsten Morgen liegt er tot am Strand, Teresa kann sich an nichts mehr erinnern. Sie gerät unter Mordverdacht. Weiter zur Rezension:    Bretonisch mit Meerblick von Gabriela K...

Rezension - Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn

Ein Krimi, der mich als solcher enttäuscht hat. Erstens ist der Roman kein Krimi, zweitens entpuppt sich die Story letztendlich als unglaubwürdig und konstruiert und drittens ist mir persönlich die Geschichte ein wenig schwülstig, aber Letztes ist Geschmack. Was man über die Herstellung von Gin erfährt, ist interessant, drum habe ich auch bis zum Ende durchgehalten. Neben der Story gibt es feine Infoseiten: Geschichte der Ginherstellung, Botanicals, Ginrezepte. Weiter zur Rezension:     Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn

Rezension - Paul allein auf der Welt von Jens Sigsgaard und Arne Ungermann

Ein dänisches Kultbuch, Kultbilderbuch, aus den Fünfzigern! Paul wacht auf, seine Eltern sind nicht Zuhaus. So zieht er sich an und geht hinaus. Komisch, kein Mensch ist auf der Straße zu sehen. Prima, niemand da, der der ihm Vorschriften macht! Nun nascht er in Geschäften nach Herzenslust. Endlich mal die Straßenbahn selbst lenken – oh je, das endet mit einem Crash. Auf dem Spielplatz überkommt ihn plötzlich die Einsamkeit. Paul macht noch einigen Blödsinn … Puh! Das alles war ein schrecklicher Alptraum! Ein wundervolles Retro - Bilderbuch ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Paul allein auf der Welt von Jens Sigsgaard und Arne Ungermann

Rezension - Ohne Wasser geht nichts! – von Christina Steinlein und Mieke Scheier

Alles über den wichtigsten Stoff der Welt Wasser, die Grundlage allen Lebens! Ein Sachbuch für Kinder mit dem umfangreichen Thema Wasser: Die Entstehung der Erde, Klimawandel, Erderwärmung, Dürre, Überschwemmung, Treibhauseffekt,  Umweltschutz, Wetter, Regen, Wasserkreislauf, Trinkwasser, Wasserverbrauch, Wasserwerke, Wasserknappheit, Wasserrechte, Klimawissen. Hier wird alles kindgerecht erklärt! Weiter zur Rezension:    Ohne Wasser geht nichts! – von Christina Steinlein und Mieke Scheier

Rezension - Die Abenteuer-Box von Claudia Boldt

Erfinde deine eigenen Tiergeschichten Ein Sprachspiel, das Fantasie und Kreativität herauslockt, Spaß macht! Liebe Eltern, liebe Erzieher, schaut es euch an – ich finde, dieses Spiel ist perfekt! 20 beidseitig bedruckten Puzzleteile, die völlig variabel zusammengefügt werden – also eine ziemlich große Möglichkeit, 40 verschiedene Teile zu neuen Geschichten zusammenzufügen und sie zu erzählen. Kurzgeschichten oder eine lange Story von 2,5 m Länge, Märchen, abenteuerliche Storys, witzige, kuriose, traurige … der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mit einem Kind gemeinsam spielen, in der Gruppe zum Besten geben (Größe völlig offen), allein für sich agieren. Das Spiel ist ideal zur Förderung von Sprache, Kreativität und Fantasie. In der Gruppe eignet es sich auch, die Sozialkompetenz zu fördern: erzählen, keine Angst dabei zu haben, zuhören lernen, gemeinschaftlich etwas zu erarbeiten. In der Vorschulerziehung für Sprachkompetenz und Fremdsprachenentwicklung ideal. Weiter zur Reze...

Gabriela Kasperski - Was sind Regiokrimis?

In diesem Beitrag zum Thema, Krimis und Thriller - eigentlich ein kunterbuntes Genre, geht es um ein typisch deutsches Subgenre: Der Regiokrimi. Gabriela Kasperski schreibt selbst in diesem Bereich und hat sich Gedanken dazu gemacht, war etwas erstaunt, was Wikipedia dazu zu erklären hat. Gibt es überhaupt einen Regiokrimi? In irgendeinem Ort muss eine Geschichte schließlich spielen – und sei es auf dem Mond. Meine Definition sieht so aus: Wie für jeden anderen Krimi braucht es für einen Regiokrimi vielschichtige Figuren, einen Plot mit überraschenden Wendungen und eine Auflösung, die alles nochmal in Frage stellt. Es braucht eine passende Atmosphäre und ein überzeugendes Setting. Neugierig? Hier geht es zum Artikel:    Was sind Regiokrimis? - von Gabriela Kasperski

Rezension - Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor von Ruth Rahlff

l Literatur für Kinder ab elf, so könnte man diesen Roman bezeichnen, denn Ruth Rahlff schreibt mit allen Sinnen, bildhaft und dabei noch spannend. Die dreizehnjährige Ruby darf die Sommerferien in Redmoor Garden bei ihrem Onkel, Leo, in Cornwall verbringen. Gleich nach ihrer Ankunft wird ihr eine Kindergruppe aufs Auge gedrückt, eine Kinderrally durch den Garten. Ruby erhält den Plan und, auf geht es. Wer wird schneller sein? Ihre Gruppe oder die von Paul – der es in Kürze geschafft hat, ihr völlig unsympathisch zu sein. Ein riesiger Park, der seit 60 Jahren nicht mehr gepflegt wurde, geheimnisvoll, mit interessanten Ecken  – und natürlich, man kann sich darin verlaufen, das Zuhause von Eulen. Weiter zur Rezension:     Eulennacht - In den Bäumen von Redmoor von Ruth Rahlff

Rezension - Zum Greifen nah von Wallace Stroby

Deputy Sara Cross wohnt in der Kleinstadt Hopedale in Florida, beginnt ihre erste Nachtschicht seit neun Monaten. Dann bekommt sie die Funkansage: Cop hat in Notwehr einen Mann erschossen, auf dem einsamen Highway, auf dem sie unterwegs ist. Sie ist zuerst am Tatort. Der Polizist, der den farbigen 22-jährigen Derek Willis erschossen hat, ist ihr Exfreund. Im Kofferraum des Wagens vom Opfer findet sich eine ansehnliche Waffensammlung. Durch die Verkehrskontrolle geriet er scheinbar in Panik, stieg aus, zog seine Waffe – doch der Polizist Billy Flynn kam ihm zuvor. Kann so gewesen sein, denkt sich Sara. Aber andererseits drückt sie das Gefühl im Bauch, hier sei einiges faul. Weiter zur Rezension:    Zum Greifen nah von Wallace Stroby

Rezension - Federball von John le Carré

Ein leiser Spionagethriller, der von Politikern erzählt, die ihre Bevölkerung belügen, was das Zeug hält, nur um des eigenen Vorteils und Ruhms willen. Der Plot zieht sich langsam und ausufernd, nichts für Actionliebhaber, das sei gleich gesagt, es braucht an die 200 Seiten, bis der Leser versteht, wohin die Marschrichtung laufen mag. Aber die Geschichte ist gut, ein bisschen langgezogen. Es geht letztendlich um die Zerrissenheit von Großbritannien, das sich dem großen Bruder in Übersee anbiedert, durch eine Regierung von Narzissten. Ein politischer Spionagethriller beim Badminton, ein intelligentes Thema mit aktuellen Bezügen. Weiter zur Rezension:  Federball von John le Carré