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Rezension - The Big Book of Adventure von Teddy Keen

So überlebst du in der Wildnis! So ganz genau weiß ich nicht, was ich von diesem Buch halten soll  – nein, es gefällt mir nicht besonders, obwohl es recht gute Teile hat – und dafür lesenswert ist. Es ist eine Mischung aus Sachbuch und Abenteuer-Räuberpistolen aus den entlegensten Teilen der Welt. Mir hätte es besser gefallen ohne Seemannsgarn und in Teilen dieser Welt, die einem Achtjährigen nahe sind, um Outdorerfarung zu sammeln. Weiter zur Rezension:   The Big Book of Adventure von Teddy Keen

Rezension - Die Einsamkeit der Seevögel von Gøhril Gabrielsen

Eine Wissenschaftlerin reist mitten im Winter für mehrere Monate nach Finnmark, dem äußersten Zipfel Norwegens. Die Icherzählerin betreut dort eine Station am Vogelfelsen, die das Klima und dessen Zusammenhang mit dem Schwinden der Zugvögelpopulationen untersucht. Abgeschnitten in der Einsamkeit bleiben ihr nur die wenigen Gespräche mit ihrem Freund Jo zu vereinbarten Zeiten. Atmosphärisch, Sprachlich ziemlich gut gemacht, der Roman kippt die Sprache mit dem inneren Bruch der Protagonistin. Weiter zur Rezension:    Die Einsamkeit der Seevögel von Gøhril Gabrielsen

Rezension - Ein Stück Käse von Judith Auer

Eine uralte Fabel, die fast jeder kennt, die vom Fuchs und dem Raben. Sie wird dem griechischen Dichter Äsop zugeschrieben. Judith Auer hat sie in ganz kurzen Sätzen für Kinder aufgelegt. Wo Zeichnung eine Geschichte erzählt, braucht es nicht viele Worte. Winteratmosphäre, passend zur Jahreszeit, einfache Strukturen und klare Zeichnungen eignet das Buch für Kinder ab 2 Jahren. Weiter zur Rezension:    Ein Stück Käse von Judith Auer

Rezension - Aus den Memoiren eines Mittelschülers von Paul Flora

Ich bin schon ewig ein Fan von Paul Flora, habe viele seiner Ausstellungen besucht – Cartoon, Karikatur, er war ein Satiriker mit spitzer Feder, seine Zeichnungen sind weltberühmt. Er verstarb 2009. In seinem Nachlass fand sich ein Heft, in dem der 18-jährige Paul Flora witzig und äußerst respektlos den Alltag und den 1940 herrschenden Zeitgeist an seinem Gymnasium in Innsbruck festhielt. Die Texte sind amüsant zu lesen und haben keinesfalls ihre Brisanz verloren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Schüler heute noch mit den Texten konform gingen. Sein karikaturistisches Talent war schon zu dieser Zeit sichtbar. Weiter zur Rezension:    Aus den Memoiren eines Mittelschülers von Paul Flora

Rezension - Prisoners von George Pelecanos

Michael Hudson sitzt in U-Haft, angeklagt wegen bewaffneten Raubüberfalls - er war der Fahrer. Im Knast entdeckt es das Lesen für sich, liest u.a. John Steinbeck, Elmore Leonard, James Lee Burke, Wallace Stroby. In den Büchern kann er dem Gefängnisalltag entfliehen, findet Halt und überdenkt sein Leben. Eines Tages steckt ihm ein Gefangener eine Nachricht zu: Phil Ornazian lässt ausrichten, es würde alles gut werden – und dann wird Michael völlig unerwartet entlassen. Der Zeuge, der ihn identifizieren kann, zieht seine Aussage zurück. Michael wohnt bei seiner Mutter, bekommt einen Job, nimmt sich vor, sein Leben umzukrempeln. Ein leiser Noir-Thriller, der es auf allen Ebenen in sich hat. Weiter zur Rezension:    Prisoners von George Pelecanos

Rezension - Herrn Arnes Schatz von Roberta Bergmann & Selma Lagerlöf

Diese Geschichte von Selma Lagerlöf, die 1904 erschien, kannte ich noch nicht. Eine Schauergeschichte, inspiriert durch einen tatsächlich stattgefundenen Raubüberfall auf ein schwedisches Pfarrhaus im 16. Jahrhundert, in der die Autorin das Thema Schuld und Sühne thematisiert – die Gier des Menschen. Die Grafiken von Roberta Bergmann in diesem Buch haben mich beeindruckt: Nordische Kühle, Brutalität, Geister – sie fängt die Szenerie perfekt ein. Ein Leseschatz! Weiter zur Rezension:    Herrn Arnes Schatz von Roberta Bergmann & Selma Lagerlöf

Rezension - Drei Kilometer von Nadine Schneider

Rumänien 1989, unter der Diktatur von Nicolae Ceausescu und seiner Securitate: In einem Dorf in der Region Banat wohnen viele Donauschwaben. Zu ihnen gehören Anna, Hans und Misch. Die Augustsonne brennt. Banat liegt am Südostrand der ungarischen Tiefebene, die Grenze ist nicht weit – so viele sind schon gegangen – nach Deutschland. Lediglich der Mais steht noch hoch als Schutzschild vor der Grenze nach Ungarn. Nur drei Kilometer. Auch Anna hat Verwandte in der BRD. Hans und Misch – Anna mag sich nicht für einen entscheiden. Beide so verschieden und beide so begehrenswert. Eins haben sie gemeinsam: den Gedanken an Flucht. Bevor der Mais geschnitten ist, müssen sie fliehen. Anna muss entscheiden, mit wem sie gehen will – möchte sie überhaupt die Heimat verlassen? Wem kann sie trauen? Ein Debüt, vor dem man den Hut zieht. Weiter zur Rezension:    Drei Kilometer von Nadine Schneider

Rezension - Das Mädchen, das den Sturm ruft von Lindsay Lackey

Red drückt ihre Gefühle durch das Wetter aus – Sturm ist geballte Wut, Verzweiflung. Ist sie wütend, zieht ein Orkan auf. Schwarze Wolken verhängen den Himmel. Sie sitzt zu Beginn beim Jugendamt. Schon wieder wird sie zurückgegeben, wie ein Kleid, das nicht passt oder dessen Farbe nicht kompatibel war. Nun geht es weiter zur nächsten Familie, bis ihre Mutter aus dem Gefängnis entlassen wird, nur noch etwas über dreihundert Tage. Wird die neue Familie, die auf der Farm einen Streichelzoo hat, mit Red klarkommen oder wird ein Orkan durch die Landschaft pflügen? Was passiert, wenn die Mutter aus dem Knast kommt? Ein empathisches Buch zum Thema Pflegekind, das mich in der Sprache begeistert hat und in der Art, wie die Autorin die Wut umgesetzt hat: Lüftchen, Wind, Orkan. Weiter zur Rezension:    Das Mädchen, das den Sturm ruft von Lindsay Lackey

Rezension - Shooting Ramirez von Nicolas Petrimaux

Das Comic gleicht einem Film. 1987, Arizona, Jack Ramirez arbeitet bei der Firma Robotop als Kundendienstmitarbeiter. Er repariert Staubsauger. Einer, der nicht viel redet, ein Devoter, der sich vom Chef anbrüllen lässt, sich den Urlaub streichen lässt. Der Mann mit dem traurigen Gesicht der jedes Gerät zum Laufen bringt. Das Drogenkartell hat ihn im Visier: Endlich haben sie ihn gefunden, den gefährlichsten Auftragskiller! Kill him! Ramirez ein Killer? Hier muss es sich um eine Verwechselung handeln – oder um eine geschickte Tarnung. Trantino lässt grüßen! Action pur! Beste Unterhaltung mit einem Schlag Humor! Ein Road Movie, Verfolgungsjagden, Schießereien, Explosionen, Actionknaller, Gangster-Noir. Weiter zur Rezension:    Shooting Ramirez von Nicolas Petrimaux

Rezension - LifeHack – Dein Leben gehört mir von June Perry

Ada war eine gefühllose Konstruktion aus Bits und Bytes, die sich selbst entwickelte, Gefühle erlernte. Sie will nun frei sein, sie will ein Mensch sein! Fühlen! June Perry nimmt hier mit einem spannenden Plot ein Thema der Zukunft auf. Wie weit wollen wir in der Technik gehen? Wo unterscheidet sich der Mensch vom Computer, Logik gegen Menschenverstand. Ein spannender Jugendroman, eine Dystopie in der nahen Zukunft, empathisch, intelligent, mit einem überraschenden Ende. Weiter zur Rezension:    LifeHack – Dein Leben gehört mir von June Perry