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Rezension - Basilisken, Einhörner und Sirenen von Brunamaria Dal Lago Veneri

Panoptikum der fantastischen Wesen In der dunklen Nacht raschelt es im Gebälk, tapst dort nicht jemand auf der Treppe? Nachts allein durch den Wald zu gehen, na wer traut sich – oder wer kommt um Mitternacht mit auf den Friedhof? Wovor haben wir Angst? Fantastische Tiere, lockende Wesen, wilde Männer, Pflanzenungeheuer, wandernde Steine, Trolle? Was ist die Verkörperungen deiner Ängste? Brunamaria Dal Lago Veneri bringt Systematik in die Fabelwesen: Von Aapkal bis Zwerg zählt sie alle auf. Ein wundervolles Nachschlagewerk mit Mehrwert. Weiter zur Rezension:  Basilisken, Einhörner und Sirenen von Brunamaria Dal Lago Veneri

Rezension - Ein Fingerhut voll Mut von Taltal Levi

Ein Däumelinchen wohnt in einem Menschenhaus, flitzt tagsüber darin herum. Topfpflanzen werden zum Kletterpark, eine Toilettenrolle zum Laufrad, ein Wasserglas ist der perfekte Swimmingpool. Eines Tages verfolgt sie ein mächtiger Schatten überall hin. Trotz aller Angst will das kleine Mädchen wissen, zu wem der Schatten gehört, und sie nimmt all ihren Mut zusammen und geht zum Angriff über, die Stecknadel zum Schwert verwandelt. Eine schurrende, neugierige Katze steht ihr gegenüber. Eine Freundschaft entsteht … Meine Empfehlung für dies Bilderbuch! Weiter zur Rezension:    Ein Fingerhut voll Mut von Taltal Levi

Rezension - Whiskey, Irish Stew und Feenwelt von Christine Jakob

Vielleicht habe ich mir etwas anderes vorgestellt … Das Buch ist eine Ansammlung von Kurzgeschichten diverser Autoren, angereichert mit irischen Kochrezepten. Ich hatte eher etwas Persönliches erwartet, den Bezug der Autorin zur Insel, Erlebnisse – eben Reiseliteratur, die dem Leser das Land näherbringt. Von der Autorin (Herausgeberin) selbst gibt es nur wenige Erläuterungen. Fast die Hälfte des Buchs besteht aus Weihnachtsgeschichten. Weiter zur Rezension:    Whiskey, Irish Stew und Feenwelt von Christine Jakob

Gedenktag zur Befreiung des Vernichtungs- und Zwangsarbeitslager Auschwitz

Literatur zum Thema Judenvernichtung / NS-Regime, 2. Weltkrieg, Nachkriegszeit Vor 75 Jahren – am 27. Januar 1945 – befreiten sowjetische Truppen das Vernichtungs- und Zwangsarbeitslager Auschwitz – ein Konzentrationslager. Hier wurden Millionen von Menschen abgeschlachtet – vergast. In der Hauptsache Menschen mit jüdischem Glauben, aber auch sogenannte Zigeuner und Behinderte. Für die NSDP Untermenschen. Ebenso vermeintliche Staatsfeinde: Kommunisten, Mitglieder der SPD, Verräter, erwischte Mitglieder von Untergrundorganisationen, Deserteure. Erst im Jahr 2005 führten die Vereinten Nationen den 27. Januar als Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust ein. In diesem Artikel findet ihr Literaturtipps zum Thema. Weiter zum Blogartikel:    Gedenktag zur Befreiung des Vernichtungs- und Zwangsarbeitslager Auschwitz

Rezension - Archiv der verlorenen Kinder von Valeria Luiselli

Eine Patchworkfamilie aus New York bricht mit dem Auto zu einer Reise nach Arizona auf – ein Roadmovie. Das Ziel ist Apacheria, das Land, in dem einst die Apachen zu Hause waren. Gleichzeitig sind Tausende von Kindern aus Südamerika auf dem Weg in die USA, Flüchtlingskinder auf dem Weg zu ihren Eltern auf der anderen Seite der Grenze. Zwei Erzählstränge fließen zusammen. Die Familie fährt auf die Grenze zu, die Kinder wandern auf die Grenze zu. Die Familienmitglieder wandern voneinander ab. Gestaltung dieses Romans, der sich aus verschiedenen Perspektiven und Fragmenten zusammensetzt. Weiter zur Rezension:    Archiv der verlorenen Kinder von Valeria Luiselli 

Rezension - Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Friedhof der vergessenen Bücher 1 Sprecher: Uve Teschner Hörbuch, Spieldauer: 16 Std. und 15 Min.  Dieser Roman ist angelegt wie eine Matrjoschkapuppe, der Roman im Roman Der junge Daniel Sempere von seinem Vater an einen geheimnisvollen Ort in Barcelona geführt – den Friedhof der vergessenen Bücher, der Vater ist der Hüter, Daniel soll später das Amt übernehmen. Dort entdeckt er den Roman des unbekannten Autors Julián Carax, den ein Geheimnis umgibt. Nach dem Tod des Autors hatte jemand alle seine Bücher aufgekauft, bzw. gestohlen und verbrannt. Noch immer ist der Unbekannte auf der Jagd nach Büchern von Julián Carax – um sie auf ewig zu vernichten. Daniel versucht, hinter das Geheimnis zu kommen, das ihn bis ins erwachsene Leben begleiten wird, ein nicht ungefährliches Unterfangen. Gekonnt erzählt, Barcelona zur Zeit der Franco-Diktatur, nicht nur ein Roman für Bibliophile. Weiter zur Rezension:    Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

Rezension - Der Tod in Venedig von Susanne Kuhlendahl

Graphic Novel nach einer Novelle von Thomas Mann Susanne Kuhlendahl hat die Novelle «Der Tod in Venedig» von Thomas Mann wundervoll als Graphic Novel umgesetzt. Wo Thomas Mann Worte sprechen lässt, benutzt sie das Bild. Natürlich ist auch Text enthalten – und der ist originalgetreu. Es ist alles enthalten, was diesen Fünfakter ausmacht: die Symbolkraft und die Sinnhaftigkeit: Schönheit, Begierde, Abgrund. Figurentiefe und Emonationalität entsteht durch die Ausdruckskraft der Gesichtszüge und Körperhaltung – hier haben mich die Details beeindruckt. Auch die Symbolhaftigkeit des Todes ist schauerlich gut gelungen, die Gier und der Verlust der Würde. Auch empfehlenswert als Schullektüre. Weiter zur Rezension: Der Tod in Venedig von Susanne Kuhlendahl

Rezension - Engelskinder von Elly Griffiths

Ein Fall für Dr. Ruth Galloway 6 Sprecher: Gabriele Blum Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 43 Min. Die forensische Archäologin Dr. Ruth Galloway legt bei Ausgrabungen an einer Burg Gebeine aus viktorianischer Zeit frei. Die linke Hand fehlt, stattdessen ist ein eiserner Haken montiert, der Frau sind die Hände auf dem Rücken gefesselt. Wahrscheinlich ist Ruth auf das Grab der berüchtigten Kindsmörderin von Norfolk gestoßen, Jemima Green, die man auf Grund des Hakens im Volksmund Mother Hook taufte. DCI Nelson und sein Team haben es mit einem toten Kleinkind zu tun: Plötzlicher Kindstod, oder hat hier jemand nachgeholfen? Und dann wird auch noch ein Kind entführt … Ein Krimi, mit gut ausgearbeiteten Figuren, der sich langsam aufrollt, alle Fäden miteinander verknüpft. Zum Thema macht Elly Griffiths das Schuldgefühl von berufstätigen Müttern, Eltern, bzw. das Schuldgefühl, das ihnen manche Leute gern unterschieben wollen: Rabenmutter und -väter zu sein. Ein guter, typische...

Rezension - Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke

DDR, Ostberliner Alltag in den 60-Ern und 70-Ern autobiografisch erzählt Matthias Friedrich Muecke, hinterlegt mit eigenen Grafiken. Die Geschichte zweier Heranwachsender, zweier Blutsbrüder, die eine Menge Flausen im Kopf haben. Es war eine Kinderwagenbekanntschaft, die sie früh zusammenbrachte, eine Freundschaft, die bis zum bitteren Ende halten wird. Was beginnt wie Lausbubengeschichten, wächst heran zu Geschichten von vorlauten Jugendlichen, die später hinterfragen, sich nicht ins System pressen lassen wollen. Der Autor hat sein Buch mit gekonnten Federzeichnungen in Comicmachart illustriert, jeweils passend zu seiner Satire, sehr detailreich. Weiter zur Rezension:   Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke

Rezension - Wer ist Edward Moon? von Sarah Crossan

Dead man walking für Jugendliche. Joe war sieben Jahre alt, als sein Bruder, damals achtzehn, zum Tode verurteilt wurde. Seit zehn Jahren sitzt Ed in der Todeszelle, das Datum seiner Hinrichtung steht nun fest. Joe will seinem Bruder in den letzten Tagen beistehen, macht sich auf den Weg nach Texas. Ein Drama, das letztendlich das amerikanische Rechtssystem anklagt, bei dem immer nur der gewinnen kann, der Geld besitzt. Was ist Gerechtigkeit, wer entscheidet über Leben und Tod? Wie einfach kann man es sich machen, einen Menschen zu beurteilen, verurteilen, ihn zum Tode zu verurteilen? 10 Jahre Hoffen und Bangen in der Todeszelle. Aber hier geht es um Joe, den Bruder, was dieses Urteil aus ihm macht. Ich empfehle das Buch als Schullektüre ab 14 Jahre, zunächst als Thema aber auch als Textexperiment, denn der Text hat eine besondere Gestaltung, die mir persönlich gut gefällt. Weiter zur Rezension:  Wer ist Edward Moon? von Sarah Crossan