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Rezension - Der Mond und die Feuer von Cesare Pavese

Cesare Pavese, der bekannte piemontesische Romancier, wichtiger Vertreter des Neorealismo, ist nun in einer zeitgemäßen Neuübersetzung wiederaufgelegt worden. Der Icherzähler, Anguilla, ist ein Findelkind, aufgewachsen auf einem Bauernhof im Dorf Gaminella in den Hügeln des Langhe, zwischen Haselnusssträucher und Weinbergen des Barolo. Nach zwanzig Jahren kehrt aus den USA zurück an den Ort seiner Kindheit. Weiter zur Rezension:    Der Mond und die Feuer von Cesare Pavese

Rezension - Die Söhne der Winde von Gioacchino Criaco

Nach » Schwarze Seelen « ist dies wieder ein großartiger Roman von Gioacchino Criaco über das Dorf Africo in Kalabrien, hinter dem Aspromonte-Gebirge am Jonischen Meer, das so speziell ist. Es ist eine Hommage an die Mütter der Söhne der Winde, die für ein paar Lire zur Jasminernte die ganze Nacht auf den Feldern standen, sich täglich abrackerten, die Kinder durchzubringen, deren Väter auf die ganze Welt verteilt waren. Ein Noir-Roman über das Mezzogiorno, über Armut, Mafia und die ´Ndrangheta, über einen Staat, der seine Bürger im Stich lässt, über den »Moti di Reggio«, einen Aufstand von Müttern und Jugendlichen. Weiter zur Rezension:    Die Söhne der Winde von Gioacchino Criaco

Rezension - Wo Rauch ist von Gudrun Lerchbaum

Der türkische Journalist, Can Toprak, der in Wien wohnt, ist tot. Olga Schattenberg glaubt, dass ihr Ex-Mann ermordet wurde. Die Polizei hält das für ein Hirngespinst und so muss die Rollstuhlfahrerin, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, selbst ermitteln. Der Buchhändlerin zur Hand gehen Kiki, die bereits wegen Totschlags eingesessen hat und deren Ex-Mann, Adrian Roth, Grabredner von Beruf, der nicht nur von Berufs wegen alles schönredet. In Gudrun Lerchbaums Romanen wird es wie immer politisch. Fein gezeichnete Charaktere machen den Krimi liebenswert. Weiter zur Rezension:    Wo Rauch ist von Gudrun Lerchbaum

Rezension - Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel

Ein französischer Roman über das Schulsystem der Eliten in Frankreich. Geruhsam, unaufgeregt blickt der Icherzähler, der aus einfachen Verhältnissen stammt, auf seine Vorbereitungsklasse zurück, die berüchtigte »Concours« eines Lycées, die man bestehen muss, um an eine École supérieure zu gelangen, um zur Aufnahmeprüfung einer Eliteuni zugelassen zu werden. Man sieht und hört, woher er kommt und so nehmen ihn die Söhne und Töchter der höheren Gesellschaft nicht wahr. Bis ein Ereignis alle aufrüttelt. Weiter zur Rezension:    Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel

Rezension - Troll von Michal Hvorecky

Eine böse Satire, eine Dystopie, auf das Trolling, geschrieben 2015 – und war das zu der Zeit nicht eher Science Fiction? Was hier satirisch aufgelegt wird, ist heute fast Realität. Thema sind Trollfestungen – nicht die bei Tolkin – sondern jene Gruppen, die per Falschmeldungen die Meinung von Menschen beeinflussen wollen. Nachrichten und Meinungen kommen heute zum größten Teil aus dem Netz und unter den News finden wir jede Menge Fakenews. Trolle, die im Sekundentakt Lügen verbreiten, haben Erfolg, wenn sie Lügen so gut verpacken, dass sie möglich sind. Weiter zur Rezension:     Troll von Michal Hvorecky

Rezension - Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens von Oliver Bottini

Sprecher: Wolfgang Wagner  ungekürzte Hörbuch-Fassung, Spieldauer: 11 Std. und 53 Min. Oliver Bottini ist für mich der beste Thriller- und Krimi-Schriftsteller aus Deutschland und auch mit diesem Krimi hat er mich wieder voll überzeugt. Er schreibt nicht schlicht eine Geschichte - hinter jedem Buch steckt ein gewaltiges gesellschaftliches Problem, meist eins, das man vorher gar nicht so wahrgenommen hatte. In diesem Krimi geht es um Landgrabbing – der Aufkauf von Ackern durch Agrargesellschaften. Ergebnis: Ausbeutung der Erde, Zerstörung der Natur, Arbeitslosigkeit, Landflucht. Prenzlin und Neuprenzlin – Mecklenburg Vorpommern und ein Agrarbetrieb in Rumänien in Temeswar … Weiter zur Rezension:    Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens von Oliver Bottini

Rezension - Zärtlich Klagen von Yoko Ogawa

Ein Roman, der schön zu lesen ist, voller Ruhe und Gelassenheit. Letztendlich hat mich die Sprache überzeugt, aber die japanische Art der Stille war mir persönlich zu unaufgeregt. Wer zarte Klänge sucht, Symbolik und Worte zwischen den Zeilen, musikalisch versinken mag, für den ist das sicher ein ansprechendes Buch. Sprachlich schön, allein dafür lohnt es sich diesen Roman zu lesen. Weiter zur Rezension:    Zärtlich Klagen von Yoko Ogawa

Rezension - Nichts ist verloren von Cloé Mehdi

Unbedingt lesen! Ein Noir-Roman aus den Banlieures von Paris aus der Sicht eines Elfjährigen. Berührend, eine brutale Welt voller Gewalt und Depression. Ein Buch über Schuld und Sühne. Ein Junge, der altklug die Welt der Erwachsenen betrachtet, versucht herauszubekommen, was die Geschichte des toten Saïd, der bei einer Ausweiskontrolle erschossen wurde, mit seiner Familie zu tun hat. Weiter zur Rezension:    Nichts ist verloren von Cloé Mehdi

Rezension - Verborgen von Anna Simons

Ein Krimi ist es nicht, kein Thriller, nennen wir es kriminelles Umfeld, denn zum Noir-Bereich würde ich den Roman auch nicht zählen. Die Geschichte hat mich nicht begeistern können. Das hat mehrere Gründe. Eva Korell ist von Berlin nach München gezogen um ihr Leben neu zu sortieren. Die Ärztin ist geschieden und der Stress in der Klinik hatte ihr ordentlich zugesetzt. Ein anderer Ort und ein geruhsamer Job als Gefängnisärztin mit festgeschriebenen Arbeitszeiten in der Justizvollzugsanstalt Wiesheim soll sie in neue Bahnen lenken. Weiter:    Verborgen von Anna Simons

Rezension - Strafe von Ferdinand von Schirach

Neue Erzählungen von Ferdinand von Schirach, nach »Verbrechen« und »Schuld« hier sein neuer Band nach gewohnter Machart, mit tiefgründigen Geschichten aus dem Rechtssystem. Er schafft es wie kein anderer, berührend das Dilemma der Justiz darzustellen. Weiter:    Strafe von Ferdinand von Schirach