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Rezension - Sauerteig von Martina Goernemann

Kreatives Gestalten beruhigt die Seele, lässt ausspannen vom Alltagsgeschehen, gibt Kraft. Ob Stricken, Malen, Musizieren oder Kochen – Backen, mit allen Sinnen eintauchen, fühlen, wegtauchen. Dieses Buch ist mit Gefühl geschrieben, es ist kein Backbuch, sondern eine unterhaltsame Lektüre, eine Hommage ans Brot. Martina Goernemann berichtet uns von ihrem ersten Erlebnis, einen Sauerteig herzustellen und nimmt uns mit auf eine Reise durch Europa, bis in die USA, immer ihr Töpfchen Sauerteig in der Tasche dabei. Weiter:  Sauerteig von Martina Goernemann

Rezension - Eine gewöhnliche Familie von Sylvie Schenk

Heute kehrt sie zurück in die Vogesen, um Onkel und Tante zu beerdigen. Die Familie trifft zusammen. Céline, die Intellektuelle, ihre drei Geschwister, Aline die Schöne, Pauline die Lustige und Philippe der Sportliche (die Cardin-Geschwister, vom Vater mit Spitznamen bedacht), die boshafte alte Tante Catherine, die Schwester von Tante Tamara, ein Wirbelwind, genannt flotte Kati, mit ihrem faden Sohn, dem pensionierten Wirtschaftsanwalt – die andere Seite, die reichen Lyoner. Hier geht es zur Rezension:   Eine gewöhnliche Familie von Sylvie Schenk

Rezension - Abgefahren von Dirk Pope

Das Buch ist völlig abgefahren, durchgeknallt, der Titel berechtigt, denn auch der siebzehnjährige Viorel ist abgefahren, mit dem Opel Corsa seiner Mutter, die Verstorbene eingewickelt in einen Schlafsack im Kofferraum verstaut. Er will ihrem Wunsch entsprechen, sie in ihrer Heimat Rumänien begraben. Weiter:    Abgefahren von Dirk Pope

Rezension - Die man nicht sieht von Lucía Puenzo

Ich lese gern Literatur aus Südamerika, Argentinien steht hier für mich an erster Stelle. Lucía Puenzo legt einen Roman vor, den ich sogar in den Bereich Thriller einordnen würde und auch als Jugendbuch empfehle. Ein spannender Stoff um eine Kinderbande, die zu Einbrechern trainiert wird - sie kämpfen um ihr eigenes Überleben – es ist nur ein Job. Weshalb hat dieses gute Buch bisher keine Beachtung gefunden? Hier geht es zur Rezension:    Die man nicht sieht von Lucía Puenzo

Rezension - Dunkle Zahlen von Matthias Senkel

Gemischte Gefühle – ein guter Roman – aber wir beide passen nicht zusammen. Die chaotische Erzählstruktur mag etwas Außergewöhnliches sein, die Fülle der Stränge und Protagonisten. Aber genau das war nicht meins, insbesondere weil mir obendrauf der Russlandbezug fehlte, ich die vielen Andeutungen im Subtext nicht verstanden habe. Hier geht es zur Rezension:  Dunkle Zahlen von Matthias Senkel

Rezension - Lincoln im Bardo von George Saunders

Man muss sich auf diesen Text einlassen, denn Saunders hat das Schreiben neu erfunden. Mich jedenfalls hat Saunders schnell gefesselt. Wenn man sich einlässt, liest man einen wundervollen Roman. Präsident Lincoln auf dem Friedhof im Zwiegespräch mit seinem gerade verstorbenen Sohn – aber sie sind nicht allein – eine Menge Seelen quatschen ihnen hinein. Humorvoll, empathisch, zauberhaft – eine Form der Literatur ist neu erfunden. Hier geht es zur Rezension:    Lincoln im Bardo von George Saunders

Rezension - Keiner Menschenseele kann man noch trauen von Flannery O´Connor

Flannery O´Connor war zu Lebzeiten eine bekannte Schriftstellerin in den USA. Sie starb mit 39 Jahren viel zu früh an einer Immunkrankheit. Die Erzählungen stammen aus verschiedenen Kurzgeschichtenbänden aus den Jahren 1948 bis 1955 und Flannery O´Connor leuchtet den Süden aus einer ganz anderen Perspektive aus. Bitterböse, hinterhältig zeigt sie die Hillbillies, obendrein rassistisch, baptistisch und borniert. Im Stil von T.C. Boyle – aber wesentlich bissiger kommen ihre Geschichten daher. Im Nachwort finden wir auch eine Begründung, warum das N-Wort bei der Übersetzung stehenblieb – es war schon damals anstößig und genau so gemeint. Hier geht es zur Rezension:   Keiner Menschenseele kann man noch trauen von Flannery O´Connor

Rezension - Good Home. Stories von T. C. Boyle

T. C. Boyle gehört zu meinen Lieblingsautoren und natürlich – auch seine Kurzgeschichten konnten mich begeistern! Er schafft es immer wieder, mich bildhaft in Situationen hineinzuziehen, schöpft wundervolle Metaphern. Diese Geschichten sind menschlich, Alltagssituationen die eskalieren, Ausnahmesituationen, Entscheidungen, die wir treffen. Wie würden wir reagieren? Hier geht es zur Rezension:    Good Home. Stories von  T. C. Boyle

Eine neue Art einen Roman zu schreiben, wie kann das aussehen?

Das Feuilleton ist aus dem Häuschen, jubelt: Ein genialer Roman! Oft schaffen es genau diese Bücher nicht, den Durchschnittsleser anzusprechen. Warum das so ist, mag im Einzelfall liegen. Eine neue Art der Literatur zu finden, ein schwieriges Unterfangen. Doch der ein oder andere Schriftsteller schafft es mit seinem Experiment, die Herzen zu bewegen – zumindest die des Feuilletons. Wie sieht es mit dem Durchschnittsleser aus? Oft fällt genau dieser Roman durch. Heiß diskutiert – die Geschmäcker sind verschieden. Man muss sich darauf einlassen können, etwas Neues auszuprobieren. Nicht abschrecken lassen, was die anderen sagen, denn dann hätte ich manches Buch erst gar nicht gelesen. Eine neue Art einen Roman zu schreiben, wie kann das aussehen?  Ich stelle euch zwei Bücher vor, die sich an eine neue Form herangewagt haben. Das eine hat es geschafft, mein Herz zu erobern, das andere konnte mich nicht begeistern.  Lincoln im Bardo von George Saunders Man muss sich ...

Rezension - Eisiger Dienstag von Nicci French

Intelligent und psychologisch gut aufgebaut, spannend, in dunkle soziale Abgründe schauend - ein Thriller mit Niveau. Tief hineingeblickt in Gesellschaftsschichten und aufgeblättert in ein dämmergraues London. Die Psychotherapeutin Frieda Klein wird ins Team von Inspector Karlsson gebeten. Kann sie helfen, Licht in den Fall zu bringen? Hier geht es zur Rezension:   Eisiger Dienstag von Nicci French