Direkt zum Hauptbereich

Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 von Alex T.
 Smith - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 


von Alex T.
 Smith


Kennst du den Grumpel? Und seinen furchtbar fiesen Weihnachtsplan? Und weißt du von der fürchterlichen Sache, die am Weihnachtsabend am Nordpol passiert ist? Vielleicht sollte ich dir davon erzählen ... Wer ist eigentlich dieser Grumpel? Ein zottliger Typ, stets, grantig, eben unausstehlich – ein Kerl, der sich nicht benehmen kann. Die Leute verstummen und ziehen die Schultern ein, wenn er den Laden betritt. Und er hat eine lange Liste von Dingen, die er nicht mag. Ständig schreibt er was dazu: Socken, Spaß, Gelächter – und ganz besonders Weihnachten sind ihm ein Gräuel! Geschenke, Advent, Plätzchen, Gemütlichkeit und lustige Lieder kann er nicht ausstehen. Mag er eigentlich irgendetwas? Klar: Rosenkohl!



Der Grumpel liebt seine Ruhe. Er hasst Weihnachten. Und als in der Adventszeit sein Vorrat an Rosenkohl zu Ende ist, geht er ins Gemüsegeschäft. Rosenkohl ist ausverkauft. Den essen alle an Weihnachten! Grrrr, x@dw%s3¢#*, es raucht aus seinen Ohren, der Grumpel explodiert, die Leute sind entsetzt. Jetzt hält den Grumpel gar nichts mehr: Sein Plan, Weihnachten zu vernichten, wird umgesetzt. Er reist zum Nordpol, um Weihnachten zu verhindern! Kalt ist es im Wald, und so schläft der Grumpel während des Sturms im Schnee ein. Ein paar Hasen retten ihn, bitten ihn, ihnen zu helfen. Oma Bär schläft im Winter in ihrer Höhle und verschläft den Schnee. Die Aktion Schneekugel startet: Die Häschen wollen ihre selbstgebastelten Schneeflocken aus Papier in die Höhle hängen und mit Oma Bär einen So-tun-als-ob-Schneetag begehen. Warum machen die das und warum macht er auch nocht mit?, fragt sich der Grumpel. Die Oma ist glücklich, drückt den Grumpel ganz fest. Es wird ihm so komisch, so warm … aber er muss jetzt weiter, um seine Mission zu erfüllen. Der Hase mit der Brille – Puschelchen – klemmt sich an seine Hacken: Auf zum Weihnachtsmann, dem will er helfen. Hasen sollte der Grumpel auf seine Liste schreiben! Wenn der wüsste, was der Grumpel vorhat … Wie wird er diesen Plapperfratz wieder los?



Der Grumpel ist optisch eine Mischung aus Krampus und Grüffelo und im Herzen ein Ebenezer Scrooge. Ein versteinertes Herz, ein Individuum ohne Freunde. Und auf dieser Reise begegnet der Grumpel Wesen, die selbstlos helfen, die Freude daran haben, anderen eine Freude zu machen; und so langsam taut er auf … Es sind 24 Kapitel, man kann somit jeden Tag im Dezember bis Weihnachten vorlesen. Theoretisch … weil es aber eine spannende Geschichte ist, wird man wohl gleich mehrere Kapitel lesen. Anfangs muss man viel über den Grumpel lachen, dann gleitet die Geschichte mehr in die Abenteuerreise. Beim Weihnachtsmann macht die Geschichte eine Kehrtwende, denn der ist in Not … Und das Puschelchen ist ein richtiges Kuschelchen, das Herzen auftauen kann. Mehrere Kapitel bilden einen Abschnitt, der jeweils mit einem atmosphärischen Gedicht beginnt. Und die gefallen mir richtig gut! Illustriert hat der Autor das Kinderbuch selbst, detaillierte Zeichnungen über eine Seite, aber auch zwischendurch kleine Ausschnitte in den Text gelegt. Weihnachtliches Rot dominiert auf den Illustrationen – passend zur Geschichte. Neu ist die Story nicht, die Vorlage kommt von Charles Dickens mit der «Weihnachtsgeschichte» um Ebenezer Scrooge; es geht um Weihnachtshasser, Menschen, die grummelig sind, weil sie allein sind und keine Freunde haben. Weihnachten, das Fest der Nächstenliebe, anderen helfen, eine Freude machen – und da taut auch das garstigste Wesen auf. Eine schöne Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen. Der arsEdition Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 6 Jahren. Passt für mich: Allage.



Alex T. Smith, Jahrgang 1985, malt und schreibt Geschichten, seit er einen Stift halten kann. Er schloss sein Studium der Illustration an der University of Coventry mit Auszeichnung ab. Seitdem veröffentlichte er viele preisgekrönte Bilder- und Kinderbücher. Alex T. Smith schreibt und malt unter der Aufsicht von zwei strengen Chihuahuas und einem Yorkshire-Terrier.



Alex T.
 Smith
Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan

Originaltitel: The Grumpus And His Dastardly, Dreadful Christmas Plan

Übersetzt aus dem Englischen von Christine Spindle
 
Kinderbuch, Weihnachtsgeschichte, Weihnachten, Kinder- und Jugendliteratur 
Hardcover, 176
 Seiten
arsEdition Verlag, 2023

Altersempfehlung: ab 6 Jahren, Allage




Bilderbücher, Kinderbücher Vor- und Grundschule 5 - 10 Jahre







Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur










 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen von Katherine Rundell

Die Archipel-Serie, Band 1 Tiere werden von Christopher magisch angezogen, und durch Zufall findet er bei einem Besuch von seinem Großvater heraus, dass dies seinen Grund hat. Er ist der Hüter des Weges zwischen den Welten , und Christopher soll später seinen Job übernehmen. Der Junge hatte einen jungen Greif gerettet. Mit dem Greif gelangte auch Mal in die Welt der Menschen. Irgendetwas verändert sich auf der magischen Seite , sagt Mal. Der Greif muss zurück und die Kinder wollen herausfinden, was vor sich geht. So reist Christopher in einen verborgenen Lebensraum, in dem mystische Kreaturen real sind. Ein Jugendbuch ab 10 Jahren, das emotional mitnimmt, das die Mythen der gesamten Welt aufnimmt in den Kreaturen – endlich wieder ein Fantasybuch , das auf allen Ebenen voll überzeugt.  Weiter zur Rezension:     Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen von Katherine Rundell

Rezension - Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi

Die kleine Spitzmaus lebt ganz allein ein ziemlich strukturiertes Leben, funktioniert wie ein Uhrwerk. Jeden Morgen dieselben Rituale: Frühstück, ab zur Arbeit, wo die fleißige Angestellte ihren Job macht. Vom Morgen bis zum Abend ein strenger Zeitplan. Es gibt nur wenig Abwechselung. Die Maus ist mit diesem Leben zufrieden, lebt im Einklang mit ihrem Rhythmus. Die Geschichte beschreibt die japanische Lebensphilosophie Ikigai , die das Glück im Kleinen sucht und findet. Bilderbuch ab 5 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi 

Rezension - Genial! von Gareth Harmer, Katja Spitzer

  16 Erfinderinnen und ihre Geschichten Frauen, was haben sie erfunden? Viele kluge Frauen haben praktische Utensilien  erfunden, die wir noch heute nutzen, wie das zusammenklappbare Bügelbrett , Kaffeefilter , Eismaschine , Klappbett , Geschirrspüler , Papiertüte . Klar, Haushaltskram. Eben nicht nur, sondern auch Dinge wie das Frequenzsprungverfahren , elektrische Lampen , faltbarer Fallschirm , das erste Computerprogramm , die Nutzung von Sonnenenergie , das Aquarium und die Currywurst . Ein unterhaltsames und interessantes Sachkinderbuch ab 8 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Genial! von Gareth Harmer, Katja Spitzer

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Das gibt Streit! von Joseph Coelho und Allison Colpoys

Ein kleiner Streit auf dem Spielplatz beginnt ganz harmlos, doch der Streit sitzt zwischen den Kindern, aufgebläht und grimmig, legt sich wie ein Schatten über sie. Die Pyramide schraubt sich hoch und es kracht, dass sich die Balken biegen. Keiner wollte das. Nur, wie kommt man hier wieder heraus? Für ein Kind kann sich das wie das Ende der Welt anfühlen. Die Emotionen kochen hoch, oft gibt es Tränen, manchmal wird sogar geschubst. Wie schafft man es, diese emotionalen Ausnahmezustände zu bewältigen und vor allem – wie findet man am Ende wieder zueinander? Ein Bilderbuch ab 4-6 Jahren, das Kindern hilft, mit solchen Situationen umzugehen – auch gut zum Diskutieren zu Hause, im Kindergarten. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Das gibt Streit! von Joseph Coelho und Allison Colpoys 

Rezension - Ein ehrliches Leben von Joakim Zander

  Simon ist ein guter Schüler, fristet ein Kleinstadtleben bei seinen Eltern, die ein durchschnittliches Leben führen – und er will mehr! Er will in der Großstadt studieren, ein Fach, mit dem es sich viel Geld verdienen lässt: Jura . Er landet in einer WG von Jurastudenten, die aus Generationen von Juristen stammen, mit der Rolex am der Handgelenk. Simon findet hier mit seiner Mittelschicht-Herkunft seine ersten Grenzen, sprachliche Ausgrenzung , Dresscodes, die anderen behandeln ihn herablassend. Simon lernt die anarchistische Max kennen, die ihn mit in ihre Kreise nimmt. Spannender Thriller, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Ein ehrliches Leben von Joakim Zander

Rezension - Wasser von John Boyne

Vanessa Carvin ist vom Festland auf eine kleine irische Insel geflohen, versucht, ihrem alten Leben zu entkommen. Sie ändert ihren Namen in Willow Hale, schneidet sich die Haare kurz und hofft, dass niemand sie erkennen wird. Sie hat ein gutes Leben geführt, das endete, als ihre ältesteTochter Suizid begann und kurz darauf ihr Mann, des Missbrauchs an jungen Schwimmerinnen angeklagt wird. War sie blind oder ahnte sie etwas, was sie nicht wissen wollte? Sie weiß es nicht. Das Psychogramm einer Frau, die versucht herauszufinden, was Schuld bedeutet. Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Wasser von John Boyne