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Der Atlas der Superlative von Emily Hawkins und Lucy Letherland - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing


Der Atlas der Superlative 


von Emily Hawkins und Lucy Letherland


Wunder der Natur, die größten, schnellsten, längsten, heißesten, stärksten, gefährlichsten Rekordhalter der Welt. Es gibt einen Gewitterrekordhalter, einen Ort, an dem es in 260 Nächten im Jahr gewittert! Eine unterirdische Stadt in 60 Metern Tiefe hält den Rekord. Manche Wale können bis zu 400 Jahre alt werden, und die Titanwurz blüht glücklicherweise nur paar Jahre für 36 Stunden. Die riesige Blume ist der Rekordhalter für den miesesten Gestank der Welt, den eine Blume absondert. 




Wer ist das schnellste Landtier, wo liegt der heißeste Ort, wo finden wir sie und die breitesten Wasserfälle? In Afrika. Der Atlas beginnt mit dem Kontinent Afrika. Auf der Karte sind die Ländergrenzen eingezeichnet, die Länder benannt und dort, wo es Rekordverdächtiges zu finden gibt, sind die nun folgenden Infos bereits durch kleine Grafiken zu entdecken. Und los geht es! Auf einer Doppelseite wird der Rekordhalter grafisch großflächig mit kleinen Textvignetten erklärt. In den Ecken gibt es kleine Ausschnittsvergrößerungen. Kontinent für Kontinent folgt. Die höchste Schachthöhle, das giftigste Tier, der größte Süßwassersee, der schnellste Fisch, das längste Pferderennen oder das härteste Langstreckenrennen.



 


Natürlich finden wir hier die üblichen Rekordhalter, aber ebenso unbekannte Wunder der Natur, Tier- und Pflanzenwelt und von Menschen geschaffene Meisterwerke. Hier gibt es viel zu entdecken. Mir hat die Ausrichtung auf die Kontinente gefallen, denn manche Dinge sind geografisch bedingt, können auch so erklärt werden. Die Texte sind kurz und kindgerecht, die Ausschnittsvergrößerungen erklären Details. Naturkunde und Geografie: Tiere, Pflanzen, Geografisches, Klimatisches und ein wenig Menschliches machen das Buch zu einer interessanten Kombination.



Höchstleistungen, die auf über 30 illustrierten Schaubildern, die Hunderte von spannenden Fakten preisgeben. Lucy Letherland bedienst sich bei ihren Grafiken der Computeranimation. Klare Bilder ohne Schnörkel, sachlich strukturiert präsentiert sie in diesem Sachbilderbuch die Fakten. Beim Verlag Kleine Gestalten finde ich keine Altersangabe und leider gibt es auch keine Info zum Übersetzer, zum Originaltitel oder Infos zur Text-Autorin. Im Handel gibt es die Empfehlung: ab 6 Jahren. Da die Texte kurz und verständlich sind, tendiere ich zu: ab 5 Jahren.



Lucy Letherland lebt und arbeitet in London. 2011 schloss sie ihr Illustrationsstudium an der Manchester School of Art mit Auszeichnung ab. Ihr Stil ist geprägt von Humor und dem Spiel mit Erzählformen und vereint moderne sowie traditionelle Elemente der Zeichnung.



Emily Hawkins, Lucy Letherland 
Der Atlas der Superlative
Originaltitel: Atlas of Record-Breaking Adventures
Übersetzt aus dem Englischen von Andreas Brendenfeld
Bilderbuch, Kindersachbuch, Atlas
Vollfarbig, Hardcover, 88 Seiten, 27 x 37 cm
Altersempfehlung: ab 6 Jahren
Verlag Kleine Gestalten, 2021




Kinder- und Jugendliteratur

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