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Rezension - Eisiges Land von Tore Kvæven

  Gesprochen von Uve Teschner   Spieldauer: 14 Stunden und 10 Minuten  Grönland, 1293 : Ein Gesetz besagt, dass alle Höfe informiert müssen, wenn Walrösser in die Fjorde kommen. Der 15-jährige Arnar Vilhjalmsson , Sohn von Vilhjalm Rågsson , darf an seiner ersten Walrossjagd teilnehmen. An Bord trifft er auf  Sohn Hûnvarg , ihre Wege werden sich im Laufe der Handlung werden sich immer wieder blutig kreuzen. Das Land ist karg und unerbittlich, weshalb die Stämme sich strenge Verbote auferlegt haben, die Arnar stets im Weg stehen, ob Landrechte, Jagdrechte und Fischereirechte  – auch wenn es um die Frau geht, in die er sich verliebt hat. Ein Grönlandepos über die Zeit der Wikinger , historisch fundiert, angelegt an Erich den Roten . Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Eisiges Land von Tore Kvæven

Rezension - Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

  1980 im wohlhabenden Long Island: Carl Fletcher wird vor seinem Haus gekidnappt. Gegen die Zahlung eines üppigen Lösegeldes wird er freigelassen, und die Familie versucht, den Vorfall hinter sich zu lassen. Die Fletchers sind reich, enorm reich! Sie leben von ihren monatlichen Tantiemen aus der Styropor-Fabrik . Die hatte Zelig Fletcher , ein Holocaust-Überlebender, gegründet. Doch eines Tages versiegt diese Quelle … Eine Persiflage auf die amerikanische Gesellschaft – auf die der jüdischen Reichen. Ein Drama, eine Satire, mit Längen – trotzdem Leseempfehlung! Weiter zur Rezension:   Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

Rezension - Es war einmal ein Schneesturm von Richard Johnson

  Bei einem Spaziergang geraten Vater und Sohn in einen Schneesturm und verlieren sich aus den Augen. Der kleine Junge kann den Weg nach Hause nicht zurückfinden, er irrt umher, sucht Schutz in einer Höhle und legt sich am Abend schlafen. Ein Bilderbuch , das ohne Worte auskommt, bei dem der Lesende gefordert ist. Das Buch ist absolut sprachfördernd, fantasiefördernd und kulturübergreifend – klasse für den Kindergarten , in Gruppen zu lesen – zu Hause an einem schmuddligen Wintertag am warmen Ofen. Ein atmosphärisches Kinderbuch ab 4 Jahren. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:    Es war einmal ein Schneesturm von Richard Johnson

Rezension - Ländliches Requiem von Davide Longo

  Eric Delarue , Geschäftsführer eines Stahlwerks , wird durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Wer hat den attraktiven Kunstsammler , guten Ehemann, verlässlichen Chef, der sich immer für die Belange seiner Angestellten eingesetzt hat, töten wollen? Ein Gutmensch, der von allen verehrt wird, ein Mitglied der oberen Gesellschaft. Die Spur führt Bramard und Arcadipane zu einem ungelösten Fall: Nach einer Sportveranstaltung verschwand ein Elfjähriger. Damals geriet Delarue unter einen furchtbaren Verdacht. Ihm konnte aber nichts nachgewiesen werden. Und das haben manche Leute offenbar nicht vergessen ... ein feiner literarischer Krimi mit Längen.  Weiter zur Rezension:    Ländliches Requiem von Davide Longo

Rezension - Die Früchte des Meeres von Émile Zola

  Émile Zola ist einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts , bekannt für seine sozialkritischen Bücher . Einer meiner Lieblingsschriftsteller. Hier mit zwei humorvollen Novellen, die an der Atlantikküste spielen. Es ist ein Meisterwerk der Erzählungskunst und des feinen Humors. Ein Klassiker, den es sich lohnt, zu lesen. Weiter zur Rezension:    Die Früchte des Meeres von Émile Zola

Rezension - Aggie und der Geist von Matthew Forsythe

  Aggie freut sich darauf, endlich in ihr eigenes Haus einzuziehen – bis sie feststellt, dass dort bereits ein Geist wohnt. Das Zusammenleben läuft mehr schlecht als recht; nirgendwo hat sie ihre Ruhe. Also stellt Aggie Regeln auf. Doch der Geist hält sich leider nicht gerne an Regeln, bricht sie alle. Aggie fordert ihn völlig entnervt zu einem Wettkampf in Tic-Tac-Toe heraus – wer gewinnt, bekommt das Haus. Ein herrliches Bilderbuch an 4 Jahren, das mit viel Humor geschrieben ist und eine Menge Diskussionen zum Zusammenleben bietet. Weiter zur Rezension:    Aggie und der Geist von Matthew Forsythe

Rezension - Das Acryl-Praxisbuch von Anita Hörskens

  Acrylmalerei bietet viele Möglichkeiten und verschiedene Techniken, die dies vielseitige Medium in diesem Praxishandbuch präsentiert. Alle wichtigen Grundlagen und experimentelle Wege, um ausdrucksstarke Bilder zu erschaffen sind durch über 35 Motive, die Schritt für Schritt gut erklärt. Das Sachbuch führt systematisch in das Malen mit Acrylfarbe ein. Vom Material, über Werkzeuge und Hilfsmittel bis zur Farbenlehre kann auch ein Anfänger sich gut in die Thematik einfinden. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Das Acryl-Praxisbuch von Anita Hörskens

Rezension - Die Geschichte der Israelis und Palästinenser von Martin Schäuble

  Der Nahost-Konflikt aus Sicht derer, die ihn erleben, ein Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene , neu überarbeitet, das von der Gründung Israel bis heute den Konflikt verdeutlicht. Martin Schäuble schreibt chronologisch, sachlich, historisch über den Nahost-Konflikt, lässt dabei Zeitzeugen berichten, die sich teilweise konträr gegenüberstehen. Karten , Medienempfehlungen , Bildmaterial , Reden – ein sehr guter Überblick zum Problem. Ab 14 Jahren – Allage. Empfehlung – auch als Unterrichtsmaterial . Weiter zur Rezension:    Die Geschichte der Israelis und Palästinenser von Martin Schäuble

Rezension - So gehn wir denn hinab von Jesmyn Ward

  Erster Satz: Die erste Waffe, die ich je hielt, war die Hand meiner Mutter. Was für ein fantastischer erster Satz! Annis wird in Sklaverei geboren, Vater ist der Plantagenbesitzer . Sie führt ein hartes Leben als Haussklavin , muss bereits als Kind ihrer Mutter kräftig zur Hand gehen. Als sie jugendlich ist, wird ihre Mutter verkauft, und, ein paar Jahre später auch sie selbst. Es ist ein hartes Leben auf der Reisplantage in South Carolina , aber doch etwas wie Heimat. Nun werden Annis und ihre Mitgefangenen angekettet zu den Sklavenmärkten von New Orleans getrieben, wochenlang rennen sie durch Regen und Kälte mit blutigen Füßen über Stock und Stein – angekettet mühen sie sich in Todesangst durch Flüsse. Eine Geschichte, die mit afrikanischen Mythen durchzogen ist – eine inhaltliche und sprachliche Balance zur wilden Realität des Sklavendaseins. Das ist hohe Kunst. Ein Roman, der berührt, der die Geschichte der Südstaaten in den Mittelpunkt stellt, lyrisch, doch völlig unver...

Rezension - Die Lotsin von Mathijs Deen

  Was geschah auf dem Forschungsschiff? Kaum hat vor Helgoland eine Übung des niederländischen, deutschen und dänischen Grenzschutzes begonnen, geht bei der Küstenwache ein Notruf ein. Eine Klimaforscherin , die mit einem US-Forschungsschiff auf dem Weg von Grönland nach Kiel war, wird vermisst. Xander Rimbach , Ermittler der Bundespolizei See , geht an Bord. Zunächst weist alles auf einen Suizid hin. Rimbach drückt aber das Bauchgefühl, dass hier ordentlich gemauert wird. Irgendetwas stimmt nicht auf diesem Schiff. Ein literarischer Krimi, Kriminalliteratur vom Feinsten. Weiter zur Rezension:    Die Lotsin von Mathijs Deen