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Rezension - Die Lotsin von Mathijs Deen

  Was geschah auf dem Forschungsschiff? Kaum hat vor Helgoland eine Übung des niederländischen, deutschen und dänischen Grenzschutzes begonnen, geht bei der Küstenwache ein Notruf ein. Eine Klimaforscherin , die mit einem US-Forschungsschiff auf dem Weg von Grönland nach Kiel war, wird vermisst. Xander Rimbach , Ermittler der Bundespolizei See , geht an Bord. Zunächst weist alles auf einen Suizid hin. Rimbach drückt aber das Bauchgefühl, dass hier ordentlich gemauert wird. Irgendetwas stimmt nicht auf diesem Schiff. Ein literarischer Krimi, Kriminalliteratur vom Feinsten. Weiter zur Rezension:    Die Lotsin von Mathijs Deen

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann

Rezension - Wenn das Wasser steigt von Dolores Redondo

  1983 , der Polizist Noah Scott ist besessen davon, den Serienmörder Bible John zu erwischen. Er steht im Verdacht, Frauen, die aus Diskotheken verschwanden, nie wieder auftauchten, ermordet zu haben. Seit Jahren ist Noah an dem Fall dran, und er glaubt, den Täter identifiziert zu haben. Er folgt John Clyde und es gelingt ihm, auf seinem persönlichen Friedhof die Handschellen anzulegen – doch dann krampft sich etwas in seiner Brust zusammen und es wird schwarz vor seinen Augen … Ein spanischer literarischer Thriller vom Feinsten! Weiter zur Rezension:    Wenn das Wasser steigt von Dolores Redondo

Rezension - Die Grille in der Geige von Anna Haifisch

  Eines Sommers findet eine wandernde Grille im Wald eine alte Geige . «Wie praktisch!», ruft sie und zieht in das geräumige Instrument ein. Sie töpfert und zieht Nudeln und des Nachts zupft sie die Saiten, erfreut alle Insekten und Mäuse in der Umgebung mit ihrer Musik. Doch als ein bitterkalter Winter das Land überzieht, stürmen die Insekten das Heim der Grille , zerhacken es und zünden es an … Ein humorvolles Bilderbuch ab 4 Jahren – Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Grille in der Geige von Anna Haifisch 

Rezension - Ein ungezähmtes Tier von Joë Dicker

  gelesen von Torben Kessler Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 9 Std. und 56 Min. Zwei befreundete Ehepaare mit je zwei Kindern, die in Genf wohnen sind in diesem Thriller die Hauptpersonen: Arpad und Sophie Brown , beide 40 Jahre alt, mit guten Jobs im Finanzwesen und als Anwältin, mit einem schicken Haus, dem « Glashaus »; ein betuchtes Paar. Greg und Karine Liégean , geringfügig älter, sie Verkäuferin, er Polizist, bei der Spezialeinheit Tigris . Doch diese heile Welt ist brüchig, denn an Apard klebt eine kriminelle Vergangenheit, die mit einem Juwelenraub in Verbindung steht. Und dann taucht eines Tages ein Mann auf, der an der Vergangenheit der Browns kratzt… Spannender Krimnalroman! Weiter zur Rezension:    Ein ungezähmtes Tier von Joë Dicker 

Rezension - Was danach kommt von Anika Suck

  Karmen passt einen Moment beim Autofahren nicht auf und verursacht einen Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang – ein Kind ist tot. Es sind nur ein paar Sekunden, die Karmens Leben in seinen Grundfesten erschüttern. Denn im darauffolgenden Prozess muss sie sich einer Schuld stellen. Von der Presse Kindsmörderin getauft und von der Empörungsgesellschaft vorverurteilt, wird sie auch von ihrem sozialen Netz fallen gelassen. Am Ende muss Karmen selbst entscheiden, ob sie schuldig ist oder nicht. Mich konnte das Buch nicht überzeugen, da für mich die Darstellung der Geschichte absoluter Gerichts-Nonsens ist. Weiter zur Rezension:    Was danach kommt von Anika Suck  

Rezension - Moonfleet von J. Meade Falkner

  Ein Klassiker der englischen Literatur (1898 erstmals veröffentlicht) – atmosphärisch dicht, spannend erzählt und voller moralischer Zwischentöne. Ein abgelegener Küstenort im südlichen England , Mitte des 18. Jahrhunderts. Der junge John Trenchard entdeckt das Geheimnis der Schmuggler im Dorf und gerät mitten hinein in das gefährliche Geschäft. Und er löst das Geheimnis um einen Schatz. Zwischen Gräbern, Höhlen und stürmischer See entwickelt sich ein Netz aus Gier, Loyalität und Verrat: und auch die Liebe findet ihren Platz. Nicht alles, was glänzt, ist Gold und John muss seinen Preis zahlen.  Weiter zur Rezension:   Moonfleet von J. Meade Falkner

Interview - Viola Eigenbrodt von Sabine Ibing

                                                                                                                                          © Viola Eigenbrodt Viola Eigenbrodt, freie Journalistin aus dem Kulturbereich , ihr Genre ist der Cosy-Krimi , Geschichten, die im Alpenraum angesiedelt sind, phantastische Geschichten und Entwicklungsromane . Und neuerdings ist Viola Eigenbrodt in die Kinder- und Jugendliteratur eingestiegen. Hier das Interview mit ihr:     Inte...

Rezension - Kalte Füße von Francesca Melandri

  Im Winter 1942/43 flohen italienische Soldaten in Schuhen mit Pappsohlen vor der Roten Armee, Zehntausende erfroren. Der «Rückzug aus Russland» hat sich als Trauma im kollektiven Gedächtnis Italiens eingebrannt - auch in der Familie von Francesca Melandri, einer der wichtigsten Autorinnen Italiens. Ihr Vater hat ihn überlebt. Doch erst als Anfang 2022 Bilder und Orte des Kriegs in der Ukraine omnipräsent sind, wird ihr klar: Der Vater ist vor allem in der Ukraine gewesen. Sie tritt mit ihrem verstorbenen Vater in ein Zwiegespräch, wobei sie den Krieg damals mit dem Heutigen in der Ukraine vergleicht. Und es ist eine Abrechnung mit der italienischen Linken. Empfehlung, unbedingt lesen! Weiter zur Rezension:    Kalte Füße von Francesca Melandri 

Rezension - Ein Mann namens Loprete von Mariana Travacio

  ‹Ich suche Pepa.› Mit diesen Worten betritt ein Mann namens Loprete die Bar von El Tano in der staubigen Einöde Argentiniens. Fünf Gläser Gin später liegt der Fremde tot am Boden – erstochen im Eifer des Gefechts. Hastig wird er verscharrt. Der junge Manoel hofft, die Sache sei damit erledigt, doch kurz darauf tauchen Lopretes Brüder auf, wollen wissen, wo er steckt. Als sie keine befriedigende Antwort erhalten, kehren sie um, mit der Androhung, mit der ganzen Sippe zurückzukehren. Eine poetisch-brutale Geschichte – und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich diese Vendetta liebe oder grotesk finde – irgendwas von beidem.  Weiter zur Rezension:    Ein Mann namens Loprete von Mariana Travacio