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Rezension - Milchmann von Anna Burns

  Eine junge Frau zieht ungewollt die Aufmerksamkeit eines mächtigen und erschreckend älteren Mannes auf sich, Milchmann. Die Milch hat er noch nie geliefert – sondern Molotow-Cocktails und Waffen. Sie schlägt einen Bogen um ihn und versucht, alle in ihrem Umfeld über ihre Begegnungen mit dem Mann im Unklaren zu lassen. Doch Milchmann ist hartnäckig. Milchmann ist die Geschichte einer jungen Frau, die nach einem Weg für sich sucht - in einer Gesellschaft, die sich ihre eigenen dunklen Wahrheiten erfindet und in der jeglicher Fehltritt enorme Konsequenzen nach sich zieht. Eine sehr eigenwillige Sprache – daher meine Warnung, nicht jeder wird mit diesem Roman zum Irlandkonflikt klarkommen. Wer durchhält, wird belohnt. Weiter zur Rezension:    Milchmann von Anna Burns 

Rezension - Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy Chevalier

  Der Roman beginnt 1468 auf der Insel Murano, Venedig, die Wiege der Glaskunst Europas. Der tragische Tod des Glasmachermeisters Lorenzo Rosso durch einen Arbeitsunfall, bringt die Familie in Schwierigkeiten. Die Familie muss jetzt zusammenhalten, um zu überleben. Auch Tochter Orsola will ihren Teil dazu beitragen, lernt, wie man Perlen herstellt. Ein historischer Roman über die Herstellung von Glaskunst und die Entwicklung Venedigs über 500 Jahre. Gute Unterhaltung, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Das Geheimnis der Glasmacherin von Tracy  Chevalier

Rezension - Hold still von Nina LaCour

  Ingrid hat Suizid verübt. Die Familie, die Freunde, alle sind schockiert. Warum hat niemand gemerkt, wie schlecht es ihr geht? Auch Caitlin macht sich Vorwürfe. Sie ist ihre beste Freundin und hätte etwas merken müssen, oder? Sie ist völlig von der Rolle, und dann findet sie auch noch Ingrids Tagebuch unter ihrem Bett. Ingrid muss es mit Absicht dort hinterlassen haben, damit sie es liest. Jeden Tag nur ein Kapitel, nimmt sich Caitlin vor. Vielleicht wird sie am Ende verstehen, weshalb Ingrid nicht mehr leben wollte. Ein realistisches Jugendbuch über Freundschaft, Verlust, Trauer und das Erwachsenwerden ab 14 Jahren. Empfehlung für den Jugendroman! Weiter zur Rezension:    Hold still von Nina LaCour

Rezension - Affy und die große Neuigkeit von Mies van Hout

  Affy möchte etwas ganz Besonderes erzählen! Ganz aufgeregt macht sie sich früh am Morgen auf den Weg, um ihre großen Neuigkeiten in die Welt zu tragen - sie flitzt mit ihrem Roller durch die Savanne. Und was hat Affy eigentlich zu erzählen? Erdmännchen, Leopard, Eule, Krokodil und viele andere erfahren, das es etwas ganz Wichtiges gibt, das Allerschönste … und schon ist sie wieder weg!  Lustiges Bilderbuch ab 4 Jahren zum Thema Geschwister bekommen. Weiter zur Rezension:    Affy und die große Neuigkeit von Mies van Hout

Rezension - Brust von Anja Zimmermann

  Geschichte eines politischen Körperteils Obwohl als «sekundäres Geschlechtsmerkmal» bezeichnet, ist die weibliche Brust von primärem Interesse. Sie nährt, aber verführt auch, gilt als heilig oder verderbt - je nach Zeitalter und Kulturkreis, Kontext und Blickrichtung. Schaut man sich die Bedeutung an und vergleicht, wird der männliche Anspruch auf Kontrolle über den weiblichen Körper in vielfältiger Weise augenfällig. Frauenbrüste sind bis heute ein Politikum. Die Brust durch die Jahrhunderte: die Brust durch die Jahrhunderte: Es geht um Kunst und Pornografie, um Moden und Geschlechternormen, um Mutterideal und Heteronormativität, um Body Positivity und Selbstbestimmung, Sexismus und Protest.  Weiter zur Rezension:     Brust von Anja Zimmermann

Rezension - Sinnlos von Thomas Michael Glaw

  Eine Frau wird von einer Armbrust erschossen. Der Münchner Kriminalrat Benedict Schönheit und sein Team bearbeiten den ungewöhnlichen Mordfall. Die junge Deutsche, die aus dem Libanon stammt, hatte das Elternhaus verlassen, da sie einen Mann heiraten sollte, der ihr nicht gefiel und war zunächst in Köln, dann in München untergetaucht. Ein Ehrenmord liegt nahe – aber auch im privaten Umfeld geraten Verdächtige in den Focus des Ermittlerteams. Sprachlich konnte mich der Krimi auf keiner Ebene überzeugen. Keine Empfehlung. Weiter zur Rezension:     Sinnlos von Thomas Michael Glaw

Rezension - Der Frauenausborger von Joesi Prokopetz

  Rainer Caofal war zeit seines Lebens kein Kind von Traurigkeit. Die Damenwelt hatte es ihm angetan – freilich nur für kurze Affären. Längere Beziehungen mied der «Frauenausborger» wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen «lieh» er sich bevorzugt die Partnerinnen und Ehefrauen seiner Freunde und Bekannten «aus». Nun ist er tot, der Wiener Casanova, gestorben in der Seniorenresidenz «Juventus». War es Mord, wurde er hinterrücks mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen, oder war es schlicht ein Unfall? Der Roman, der garantiert kein Krimi ist, passte nicht in meine Leseschema - nicht mein Humor. Weiter zur Rezension:    Der Frauenausborger von Joesi Prokopetz

Happy New Year

 

Rezension - Munk von Jan Weiler

  Erfolgreich und allein - liegt der einundfünfzigjährige Architekt Peter Munk mit einem Herzinfarkt auf der Rolltreppe in der dritten Etage eines Kaufhauses. Geradeso überlebt er. Doch es gibt niemanden, den er vom Krankenhaus aus benachrichtigen möchte. In der Reha, einem Fünfsternehotel, trägt sein Therapeut ihm auf, in seiner Selbsterforschung bei den Menschen zu beginnen, die ihn zu dem Mann gemacht haben, der er ist. Und so blickt Peter Munk erstmals auf die dreizehn Frauen seines Lebens und auf die Lektion, die er von jeder Einzelnen gelernt hat. 13 Liebesgeschichten. Man kann den Roman gut lesen – aber wer es sein lässt, hat nichts verpasst. Weiter zur Rezension:    Munk von Jan Weiler
  Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr!