Direkt zum Hauptbereich

Posts

Rezension - Das Museum der unnützen Körperteile von Rachel Poliquin, Clayton Hanmer

  Warum du heute noch Weisheitszähne, Schluckauf oder Gänsehaut bekommst  Willkommen im kuriosesten Museum! Das über die Evolution des Menschen! Jedes Lebewesen passt sich über lange Zeit gesehen seiner Umgebung an, um zu überleben. Und auch der Mensch hat sich verändert, und im Laufe der Zeit sind Restposten, sogenannte Rudimente, in seinem Köper verblieben, die heute wohl wertlos sind. Das gibt es übrigens auch bei Tieren, wie uns «Weisheitszahn» berichtet, der uns durch das Museum führt. Wie viel Affe steckt noch in dir? Warum können Menschen Skorbut bekommen, Tiere aber nicht? Dieses Sachkinderbuch ab 8 Jahren hat mich vollends begeistert! Ein klasse Thema, interessant und humorvoll präsentiert.  Weiter zur Rezension:    Das Museum der unnützen Körperteile von Rachel Poliquin, Clayton Hanmer 

Rezension - Superbrain-Comics - Die Geheimnisse der Wale von Casey Zakroff und Pat Lewis

  Tauche ab in die unbekannte Welt der größten Säugetiere. Wusch! Plötzlich trifft den kleinen Cuvier-Schnabelwal Flitz ein Unterwassermikrophon am Rücken. Als er erfährt, dass die Menschen mit dem Hydrophon seine Wal-Geräusche aufnehmen möchten, kommt ihm eine geniale Idee: Er startet einen Podcast und interviewt seine Artgenossen. So hören die Menschen nicht nur, was er, sondern auch, was die anderen Wale über sich und ihren Lebensraum zu erzählen haben – und erfahren in diesem Comic alles, was es über Wale zu wissen gibt! Ein Science Comic mit hohem Anspruch; fast zu gut in den Fachtermini – ein gelungenes Sachkinderbuch ab 11/12 Jahren zum Thema Wale, Meerestiere, Meer und Ozeane. Weiter zur Rezension:     Superbrain-Comics - Die Geheimnisse der Wale von Casey Zakroff und Pat Lewis

Rezension - Stummer Schrei von Arne Dahl

  Gesprochen von: Peter Lontzek Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 48 Min.  Erst trifft es einen Konzernboss in der Stahlindustrie, dann einen Marketingmanager im Dienst der Autolobby: In Schweden töten selbstgebaute Bomben zwei Menschen, bevor der Attentäter Kontakt mit der Polizei aufnimmt und mit weiteren Anschlägen droht, die zu einem Desaster werden könnten. Einer dieser selbsternannten Klimaaktivisten scheint sich in seinen Briefen an die Polizei sprachlich zu enttarnen, wenn er von Sünde, heiligem Zorn und Rache redet. Das alles weist auf den Sprachduktus des ehemaligen Polizisten Lukas Frisell hin, der im Wald seit Jahren als Prepper lebt. Mittelmäßiger Mainstream und völlig unglaubwürdig. Weiter zur Rezension:    Stummer Schrei von Arne Dahl 

Rezension - Nacht von Yrsa Sigurdardóttir

  Island, ein abgelegener Fjord: An einem kalten Winterabend klopft ein Nachbar an das Haus einer Familie, von der es seit einer Woche kein Lebenszeichen mehr gibt. Er bemerkt Spuren, aber niemand öffnet. Als er ins Haus eindringt, sieht er, dass alle Frauen im Haus ermordet wurden. Der Polizist Týr und die Gerichtsmedizinerin Iðunn werden an den Tatort gerufen, um das schreckliche Verbrechen zu untersuchen. Durchschnittlicher Krimi. Weiter zur Rezension:   Nacht von Yrsa Sigurdardóttir

Rezension - Snöfrid aus dem Wiesental von Andreas H. Schmachtl

  Aufruhr im Land der Riesen (6) Björns Großtante Betsy feiert runden Kauz-Geburtstag. Und natürlich begleitet Snöfrid seinen allerbesten Kumpel dorthin. Doch bei der Familienfeier vermisst man die drei Riesenkäuze vermisst. Als auch noch der Pott, ein wertvolles Ausstellungsstück aus der Riesen-Pott-Burg, verschwindet, ist schnell klar, dass wieder einmal ein handfestes Abenteuer auf Snöfrid wartet. Snöfried wird gebeten, den Pott im Tal der Riesen zu suchen und natürlich gleich herauszufinden, was mit den Käuzen passiert ist. Weiter zur Rezension:    Snöfrid aus dem Wiesental von Andreas H. Schmachtl 

Rezension - Durch das Jahr mit der Natur von Lucy Brownridge, Margaux Samson Abadie

  Eine spannende Reise durch die Jahreszeiten zu Tieren und Pflanzen rund um den Globus. Das Jahr beginnt mit dem Januar – mit einem heißen Bad. In Japan baden die Japanmakaken mitten im Schnee in warmen Quellen, fühlen sich ziemlich wohl dabei. In Peru ist Paarungszeit für die Aras. Die Männchen wollen schön sein für die Damenwelt – und gehen vor der Balz für ihre Figur auf Diät: sie schlecken Schlamm. Auch in Afghanistan ist Paarungszeit mitten im Schnee für die Schneeleoparden. In der Antarktis schlüpfen Pinguine aus dem Ei. Und so geht es weiter durch das Jahr. Kleine Sachgeschichten aus der Natur ab 4 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Durch das Jahr mit der Natur von Lucy Brownridge, Margaux Samson Abadie

Rezension - Fenster in der Nacht von Shusterman und Andrés Vera Martínez

Rezension von Sabine Ibing Geschichten der Hoffnung - Graphic Novel über die Zuversicht im Holocaust Eine ergreifende Graphic Novel über die Hoffnung im Holocaust … wie es hätte sein können, wenn es die mythischen Gestalten unserer verschiedenen Kulturen gegeben hätte, und sie eingeschritten wären. Eine Mischung aus grausamer Wirklichkeit der Shoah und Fantasy. Reales vermischt mit Fiktivem, gute Geister gehen zur Hand. Neal Shusterman erzählt von Träumen, wo träumen nicht mehr möglich ist, und lässt Augenblicke echten menschlichen Mitgefühls aufleuchten. Denn die Kraft der Vorstellung ist unser mächtigstes Werkzeug für die Zukunft, auch wenn wir die Vergangenheit nicht ändern können. In einer Zeit des wiederauflebenden Antisemitismus setzt der Bestsellerautor, der selbst jüdischer Abstammung ist, ein Zeichen gegen Hass und Gewalt mit fünf bewegenden Geschichten über den Holocaust. Allage, Comic ab 12/14 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Fenster in der Nacht von Shusterman...

Rezension - Die Schuld, die man trägt von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

  Ein Fall für Sebastian Bergman Nachdem bei der Reichsmordkommission der Kollege Billy Rosén als Serienmörder entlarvt wurde, soll die Sondereinheit unter Leitung von Sebastians Tochter Vanja Lithner aufgelöst werden. Da erhält sie einen Anruf: Eine Frau wurde außerhalb von Västerås ermordet aufgefunden; sie liegt angeknabbert in einem Schweinestall. An die Stallwand hat jemand in blutroten Buchstaben geschrieben: «Löse den Fall, Sebastian Bergman!». Vanja trommelt die verbliebenen Mitglieder des Teams zusammen. Um jeden Preis will sie den Fall aufklären und den Ruf der Reichsmordkommission retten. Mir war die Story zu konstruiert – aber den Krimi kann man gut lesen. Kriminalliteratur aus Schweden. Weiter zur Rezension:    Die Schuld, die man trägt von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Rezension - Mein Name ist Estela von Alia Trabucco Zerán

  Gesprochen von: Heike Warmuth Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 6 Std. und 32 Min. Das Mädchen ist tot, die Haushälterin wird vernommen. Zum ersten Mal hören alle Estela zu – das hofft sie jedenfalls. Szene um Szene offenbart sie ein schwindelerregendes Kammerspiel unüberbrückbarer Klassenunterschiede, ohne das je anzusprechen, schon gar nicht anzuprangern. Estela hatte sich auf eine Stellenanzeige beworben, war sofort eingestellt worden. Sieben Jahre hat sie im Haus der Familie gelebt, hat tagein, tagaus für sie gesorgt. Die karierte Schürze ist zu einer zweiten Haut geworden. Doch sie ist nicht die einzige Gefangene in diesem Haus. Das Mädchen ist allein – es hat nur sich – und Estela, wäre da nicht die Mutter, die eifersüchtig jede aufkeimende Nähe zwischen dem Hausmädchen und dem Kind zerschlägt. Ein beeindruckender Roman. Alia Trabucco Zerán schaut genau hin und zerpflückt das Gesellschaftssystem in seine Einzelteile, blickt hinter alle schmutzigen Ecken. Empfehlung! Weiter z...

Rezension - Kunst! Forschen von Sigrid Eyb-Green

Ein Jugendbuch zum Kunstverständnis: Was ist Kunst, wer macht sie, wo ist sie zu Hause, woraus ist Kunst gemacht und wie verändert sie sich im Lauf der Jahre … Schon bei diesem Vorwort muss ich gestehen: Ich habe ein anderes Kunstverständnis … Ein gutgemeintes Kinderbuch, das für mich allerdings auf allen Ebenen nicht funktioniert. Wissenschaftlich theoretisch in der Sprache, angereichert mit langen historischen Exkursen und einer Auswahl von Bildern, die sicherlich Kinder weniger interessieren. Der Verlag empfiehlt ab 10 Jahren; ich frühstens ab 14 – ansonsten Kunst-Leistungskurs der Oberstufe. Weiter zur Rezension:    Kunst! Forschen von Sigrid Eyb-Green