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Rezension - Harter Fall von Frank Göhre

Erstes Kapitel – Szenen aus einem jamaikanischen Kinofilm «The Harder They Come». Zweites Kapitel – Ein siebzehnjähriges Mädchen in Dänemark schleicht im Morgengrauen aus dem Haus,  macht sich auf, ihren Freund – eine Ferien-Sommerliebe – in Flensburg zu besuchen. Drittes Kapitel – Es sind die Monate nach der großen norddeutschen Schneekatastrophe im Winter 1978/79: In Hamburg wird eine unbekannte junge Frau tot aufgefunden. Zur selben Zeit brechen zwei Abiturienten mit einem ehemaligen Schulkameraden nach Jamaika auf. Ein Kult-Autor, dem ich in diesem Fall leider nichts abgewinnen konnte. Das ist eben Geschmack. Weiter zur Rezension:    Harter Fall von Frank Göhre 

Rezension - Tiohtiá:ke von Michel Jean

  Der junge Innu Élie Mestenapeo kommt nach einem zehnjährigen Gefängnisaufenthalt nach Montréal – Tiohtiá:ke, wie die Stadt in der Sprache der Mohawk genannt wird. Obdachlos, völlig auf sich allein gestellt, sucht er nach einem Platz, stößt er bei seiner Suche auf eine gemischte Gruppe von Innu, Inuit, Cree, Atikamekw, Nakotas, Mohawks, Anishinabes die am Square Cabot ein Camp aufgeschlagen haben – illegal, aber geduldet. Sie alle sind obdachlos, arbeitslos und viele von ihnen sind Alkoholiker. Hier wird er aufgefangen und geht seinen Weg. Eine abgeschobene, traumatisierte Bevölkerungsgruppe – den Blick auf die Autochthonen setzen! Das ist in diesem Roman gut gelungen. Denn trotz aller Widrigkeiten schwingt in diesem Buch ein positiver Ton der Gemeinschaft. Gut geschrieben, beeindruckend, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Tiohtiá:ke von Michel Jean

Rezension - Skandar und das Geheimnis des ersten Reiters von A. F. Steadman

  Kenna Smith ist traurig, denn sie wurde nicht auf der Einhorn-Akademie angenommen wie ihr Bruder Skandar, der nun auf der Insel mit seinem Einhorn Schlitzohr die Prüfung ablegen muss. Sie wird im Verlauf ihre Chance erhalten … Skandar hat es auch nicht leicht, denn er und Schlitzohr besitzen das von vielen gefürchtete Element Spirit. Niemand will bei der Prüfung mit den beiden kämpfen. Spannend und nichts für zarte Nerven … Fantasy ab 11 Jahren. Weiter zur Rezension:    Skandar und das Geheimnis des ersten Reiters von A. F. Steadman

Rezension - Sicher im Netz! Wie schütze ich mich vor Missbrauch und Betrug? von Dagmar Geisler und Nikolai Renger

  So surfe ich sicher durchs Netz! Ein wichtiges Sachbuch zur Förderung der Medienkompetenz bei Kindern ab 6 Jahren. Das Internet ist eine riesige Spielwiese: Mit Freunden kommunizieren, spielen, nach Informationen suchen, helfende Apps und vieles mehr. Was kann ich im Internet von mir selbst zeigen und was besser nicht? Wie geht man mit Beleidigungen um? Und wie achtsam muss man selbst sein. Darf ich alles glauben, was ich online sehe oder lese? Wie gehe ich mit Gewaltvideos um? Sind die Menschen wirklich immer die, die sie vorgeben zu sein? Und was tue ich, wenn mich jemand im Netz bedrängt? Mirja und Leon erleben nicht nur, was bei der Internetnutzung alles schiefgehen kann, sondern verraten auch, wie man sich sicher durchs Netz bewegt und vor Missbrauch und anderen problematischen Inhalten schützt. Gut gemacht, auch als Unterrichtsmaterial nutzbar – Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Sicher im Netz! Wie schütze ich mich vor Missbrauch und Betrug? von Dagmar Geisler ...

Abbruch - Demaskiert von Sascha Michael

  Kriminalroman mit Berner Lokalcolorit. So leid es mit tut, nach drei Seiten war Schluss! Ein Text der nur strotzt vor Ausdrucksfehlern und Grammatikfehlern – etwas, was ich nicht lesen mag. Hier fehlt jeder Sprachrhythmus und ein Gefühl für sprachlichen Ausdruck. Ich frage nun den Neptun Verlag, wie man solch einen Text herausgeben kann? Habt ihr keine Lektoren? Gut, hier hätte man fast an jedem Satz feilen müssen … Ich kann zumindest für mich sagen: Nein, solch einen Text mag ich nicht lesen! Zu Aufbau und Inhalt kann ich nach drei Seiten selbstverständlich keine Stellung nehmen. «Das Laub wirbelt spiralförmig über die Gräber, die Äste an den Bäumen biegen sich gleichzeitig hin und her.» «Das Pfeifen des Windes ist das einzige Geräusch weit und breit, ansonsten herrscht Totenstille.» «‹Du hesch wider groucht!› (Du hast wieder geraucht), begrüsste Therese ihren Mann jeweils zu Hause in tiefsten Berndeutsch. Sascha Michael Demaskiert
 Krimi, Kriminalliteratur, Kriminalroman, Bern,...

Rezension - Surwilo von Olga Lawrentjewa

  Eine russische Familiengeschichte In Olga Lawrentjewas Graphic Novel begleiten wir ihre Großmutter Walentina Surwilo wie sie beim Pilzesammeln aus ihren Jugendjahren erzählt. Sie beginnt, wie ihrer Mutter 1914 Wikenti Kasimirowitsch Surwila heiratet. Der Vater stammt aus Polen und er erklärt, in seinem Dorf heißen alle Surwilo, nach dem Dorf Surwily – und er ist überzeugter Kommunist, Mitglied der KPdSU. Darum versteht niemand, warum er mit einer Gruppe von polnischen Kollegen auf der Werft in Leningrad (heute St. Petersburg) 1937 verhaftet wird, als Volksfeind beschuldigt. Die Mutter wird mit den Kindern in das Dorf Baschkortostan östlich der Wolga verbannt. Stalinistische Säuberung, der Zweite Weltkrieg, die Blockade Leningrad sind das Thema – Kriegstraumata – ein eindrucksvoller Comic! Weiter zur Rezension:    Surwilo von Olga Lawrentjewa

Rezension - Die Spurenleserin von Patricia Wiltshire

  Die spektakulärsten Kriminalfälle einer biologischen Forensikerin Die Forensikerin Patricia Wiltshire berichtet von ihrer Arbeit als biologische Forensikerin und wie die Natur bei der Aufklärung von Verbrechen hilft, was die Spuren von Pollen, Sporen, Pilzen usw. verraten. Ich habe lange daran gelesen, immer wieder unterbrochen, darüber nachgedacht, das Sachbuch abzubrechen. Die Neugier zum Thema hat über den Schreibstil gesiegt. Bei jedem Kriminalfall werden Spuren aus der Natur hinterlassen – und die biologische Forensikerin Patricia Wiltshire ist eine Meisterin darin, sie zu lesen und berichtet in dieser True-Crime-Reportage von ihren spektakulärsten Fällen.  Weiter zur Rezension:    Die Spurenleserin von Patricia Wiltshire

Rezension - Sol von Sam & Sam Clark

  120 Rezepte aus der Sonnenküche. Einfach mediterran kochen Köstlichkeiten aus Südspanien, Nordafrika und der Levante – einfach und schnell zubereitet. Ich kannte weder das Ehepaar Clark noch ihr Restaurant Moro, ein Londoner Kult-Restaurant dass die Levanteküche Südspaniens und Nordafrikas auf den Teller bringt. Mit der Erstellung dieses Kochbuchs haben sie die unproduktive Coronazeit überbrückt. Das Buch ist unterteilt in die Kapitel: Brote, Eier und Milchprodukte, Salate, Gemüse, Reis, Körner und Hülsenfrüchte, Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, One Pot, Desserts. Das ist Sommerküche pur, Lieblingsrezepte erfrischend und schnell gemacht, unkompliziert in der Zubereitung – Empfehlung für das Kochbuch der mediterranen Küche! Weiter zur Rezension:   Sol von Sam & Sam Clark

Rezension - Schwachstellen von Yishai Sarid

  Sivs Vater ist ständig pleite, versenkt ein Geschäft nach dem anderen; seine Mutter geht mit einem Arzt fremd und seine jüngere Schwester ist in die Drogensucht abgerutscht. Auch bei den Frauen kann er nicht punkten. Nach seiner Ausbildung beim Militär als professioneller Hacker erhält er als der Beste Absolvent ein attraktives Jobangebot. Man erklärt Siv: In dieser Firma arbeitet man nur für gute Staaten, muss Terroristen aufspüren, um sie dingfest zu machen oder Cyberattacken gegen Bösewichte durchführen. Seine Aufträge in Israel und im Ausland werden politisch immer brisanter. Der Kriminalroman konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Weiter zur Rezension:    Schwachstellen von Yishai Sarid

Rezension - Die sieben Monde des Maali Almeida von Shehan Karunatilaka

  Gesprochen von Hans Löw Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 13 Std. und 26 Min. Sri Lanka, 1990. Maali Almeida, ein verkappt schwuler Kriegsfotograf und Zocker, erwacht in einer Art himmlischer Einwanderungsbehörde, in der es äußerst bürokratisch zugeht. Sein lebloser Körper versinkt gerade im Beira Lake, und Maali muss zunächst realisieren, dass er nicht mehr lebt, und er hat keinen Schimmer, wer ihn umgebracht hat. Im Jenseits gibt man Maali sieben Tage Zeit, um herauszufinden, was geschehen ist und um den beiden Menschen, denen er am meisten vertraut, mitzuteilen, wo sich die Negative seiner hochbrisanten Fotos befinden, die nicht nur Sri Lanka, sondern die ganze Welt erschüttern sollen. Literarisch bunt und sprühend, spannend, humorvoll und mit inhaltlicher Tiefe. Empfhlung! Weiter zur Rezension:    Die sieben Monde des Maali Almeida von Shehan Karunatilaka