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Rezension - Der Papierpalast von Miranda Cowley Heller

  Gesprochen von: Vera Teltz Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 41 Min. Der Papierpalast, ein Ferienhaus mit eigenem See in den Wäldern von Cape Cod, eine Halbinsel in Massachusetts, in dem die Familie von Elle Bishop ihre Sommerferien verbringt. Elle ist Anfang 50, glücklich verheiratet, sie hat drei Kinder, der Familie geht es gut – doch innerlich ist Elle zerrissen. In den nächsten 24 Stunden muss Elle entscheiden, ob sie bei ihrem wundervollen Ehemann bleibt, oder ob sie mit Jonas geht. Sie liebt beide! Jeden auf seine Art- doch keiner von beiden würde es akzeptieren, sie zu teilen. Jonas kennt sie seit ewigen Zeiten - denn beide Familien sind mit Cape Cod verbunden, mit den Sommerferien am Meer. Die beiden Jugendlichen waren unzertrennlich – bis diese schreckliche Sache geschah, an die niemand erinnert werden wollte, über die man nicht reden kann, weil man Schuld auf sich geladen hat – und der andere einen an diesen Tag erinnert. Großartig, eine Familien- und Liebesg...

Rezension - Der Welt zu Diensten von Oliver Bullough

  Wie Großbritannien zum Butler von Oligarchen, Kleptokraten, Steuerhinterziehern und Verbrechern wurde Ein erschütterndes Sachbuch, das Oligarchen garantiert nicht mögen werden, denn es zeigt auf, wie Großbritannien der Diener von Milliardären, Finanzbetrügern, Kleptokraten und Kriminellen wurde. Es beginnt mit der Suezkrise in 1956, die als der Tiefpunkt der britischen Geschichte im 20. Jahrhundert gilt. Die Kolonialzeit war zu Ende, in der sich GB den Wohlstand durch die Ausbeutung der Kolonien sichern konnte. Doch neue Märkte taten sich auf. Der Finanzjournalist Oliver Bullough enthüllt in diesem Buch, wie Großbritannien zu einem der zentralen Orte der globalen Offshore-Ökonomie und zum Handlanger der Oligarchen, Kleptokraten und Kriminellen dieser Welt wurde. Weiter zur Rezension:    Der Welt zu Diensten von Oliver Bullough

Rezension - Ducks – Zwei Jahre in den Ölsanden von Kate Beaton

  Ein sozialkritischer, autobiografischer Comic, aufgebaut wie ein Tagebuch: Kanada, 2005, in den die Ölsanden kann man verdammt viel Geld verdienen. Die junge Historikerin Katie aus Nova Scotia hat ihr Studium beendet. Doch sie kann sich ausrechnen, dass sie es mit einem Job in ihrem Berufsfeld schwer haben wird, ihr Studentendarlehen abzubezahlen, und so beschließt sie, zunächst einen harten Job zu absolvieren, um den Kredit zu tilgen. Auf den Ölsanden Kanadas, wo die Industrie seit Jahren die Landschaft abträgt und die Erde durch Fracking vergiftet, lernt Katie eine harsche Wirklichkeit unter Männern kennen, tägliche Belästigung, #metoo. Schonungslos gibt sie den Alltag im Fracking-Camp wieder, der von Übergriffen, Einsamkeit und extremer körperlicher und seelischer Belastung und Umweltverschmutzung geprägt ist. Eine Ein beeindruckende Grafic Novel – Abteilung Lieblingsbuch! Weiter zur Rezension:    Ducks – Zwei Jahre in den Ölsanden von Kate Beaton

Rezension - Die Regeln des Spiels von Colson Whitehead

  Die wilden Siebziger im schwarzen Viertel Harlem, New York: Ray Carney will von krummen Geschäften nichts mehr wissen, hat die Hehlerei aufgegeben, um als ehrlicher Möbelhausbesitzer auf den rechten Weg zurückzugelangen, der Laden brummt. Alles läuft rund, bis er an den Polizisten Munson kommt, der ihm Karten für das Konzert der Jackso Fife besorgen will; gegen einen Gefallen. Und damit kommt ein Stein ins Rollen, der sich als gefährlicher Felsbrocken entpuppt … Drei miteinander verwobene Geschichten. Die schwarze Community in Harlem in den Siebzigern wird hier in allen Facetten dargestellt, der Verfall New Yorks. Missmanagement in der Stadt- und Bauplanung, Korruption, Bandenkriege, Immobilienhaie, Arbeitslosigkeit, eine schwächelnde Wirtschaft, Kriminalität an jeder Straßenecke prägen das eine Bild von Harlem, ein swingendes, lebenslustiges Harlem ist der Gegenpol. Großartige Erzählkunst, eine Gauner-Komödie, Hardboiled, ein Noir-Thriller, bei dem es ordentlich zur Sache geht u...

Rezension - Der Stein fällt, wenn ich sterbe von Joe Wilkins

  Ein Roman, in den man hineinfällt, ein literarischer Thriller, ein Western, ein Epos, das zu meinen Lesehighlites des Jahres gehört. Bull Mountains, Montana, zwei Stränge, die unheilvoll miteinander verbunden sind. Der vierundzwanzigjährige Wendell Newman hat vor kurzem seine Mutter verloren, sein Vater Verl ist seit Jahren verschwunden, nachdem er in unbändiger Wut auf den verhassten Staat einen Wildhüter erschossen hatte. Die Lehrerin Gillian lebt allein mit ihrer Tochter Maddy, ihr Mann, ein BLM-Ranger, wurde von Verl niedergestreckt. Blaues gegen rotes Amerika, Hillbillys gegen Naturschützer, ein unsagbar guter Westen, ein Western-Thriller, ein Roman, der so tief und empathisch in die Auseinandersetzung seiner Protagonisten hineingeht. Mehr als eine Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Stein fällt, wenn ich sterbe von Joe Wilkins

Rezension - Die Werkzeugkiste der Tiere von Angelika Huber-Janisch und Jana Walczyk

  Hausbau, Verteidigung, Schlammbaden, Handwerkszeug, Materiallager, Medizin herstellen … Der Mensch? Weit gefehlt! Viele Tiere verwenden Werkzeuge. Sie benutzen sie, um an leckeres Futter heranzukommen, um auf die Jagd zu gehen, zur Herstellung von Medizin, bei der Partnersuche oder zum Schutz. Und manchmal auch einfach nur aus Spaß! Ein hervorragendes Sachbilderbuch über Verhaltensbiologie ab 8 Jahren, dass nebenbei Spaß macht. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Werkzeugkiste der Tiere von Angelika Huber-Janisch und Jana Walczyk

Rezension - Kind zu verschenken! von Hiroshi Ito

  Seit der kleine Bruder auf der Welt ist, kümmern sich die Eltern nur noch um ihn. Dabei sieht Daichi doch aus wie ein Äffchen und kann nichts weiter als schlafen, schreien und in die Windel machen. Der Schwester reicht es. Sie packt einen kleinen Rucksack und sagt Mama, dass sie geht, um sich eine neue Familie zu suchen. Mama sagt jaja und Tschüß – und im Hinausgehen, das Mädchen möge nicht vergessen zum Abendessen zurück zu sein. Ein Pappkarton wird beschriftet: «Kind zu verschenken», und sie setzt sich am Straßenrand hinein und wartet … Wundervolles Bilderbuch ab 6 Jahren über die Gefühle zu sprechen, wenn vom Thron des Einzelkinds gestoßen wird. Weiter zur Rezension:    Kind zu verschenken! von Hiroshi Ito

Rezension - Tage ohne Cecilia von Antonio Muñoz Molina

  Handwerker beaufsichtigen, die Wohnung einrichten, mit dem Hund die Stadt erkunden: Voller Vorfreude erwartet ein Mann die Ankunft seiner Frau in Lissabon. Während Cecilia, eine Neurowissenschaftlerin der Traumataforschung, die Verlegung ihres wissenschaftlichen Projekts in New York vorantreibt, organisiert er den Umzug. Doch je länger der verbitterte Mann wartet und aus der gemeinsamen Vergangenheit mit Celia erzählt, desto mehr drängt sich ein Verdacht auf, dass sein Warten vergeblich sein wird. Ein Einpersonenstück – ein Selbstgespräch letztendlich, ein Gedankenspiel zum Zustand der Welt. Eine literarische Perle, kraftvoll geschrieben! Weiter zur Rezension:    Tage ohne Cecilia von Antonio Muñoz Molina 

Rezension - Billy und der geheimnisvolle Riese von Jamie Oliver und Mónica Armiño

  Niemand darf Waterfall Woods betreten, das wissen Billy und seine Freunde ganz genau. Die Leute im Dorf erzählen sich Schauergeschichten von dem Wald, der hinter der alten Mauer am Dorfrand liegt, und schon seit Jahrzehnten hat sich kein Mensch mehr in seine Nähe gewagt. Hängt das Fischesterben im Fluss etwa mit dem Wald zusammen? Elfen, böse, stinkende Boonas, ein Riese – und eine Menge leckeres Essen erwartet uns in diesem Fantasy – Kinderroman. Spannender, lustiges Kinderbuch ab 8 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Billy und der geheimnisvolle Riese von Jamie Oliver und Mónica Armiño

Rezension - CRAFTBOOK - UHRZEIT LERNEN von Gabriele André, Wolfgang André und Anton

  Craftbook Band 21 Dies ist ein Mal-Bastel-Lernbuch, um die Urzeit zu erlernen. Auch für Eltern gibt es am Anfang einige kurze Begleittexte. Spielerisch die Uhrzeiten zu bestimmen, ist hier das Ziel. Neben den Übungen sind zeichnerische Erholungsaufgaben gesetzt, in Form von Ausmalbildern oder ein paar Bastelaufgaben. Wir basteln eine Uhr: Schnippeln, zusammensetzen und abgedruckten Urzeiten vom unteren Bildrand nachstellen. Leider sind die Begleittexte schlicht eine Katastrophe … Die Ausmalbilder und Übungen sind witzig und ansprechend. Weiter zur Rezension:    CRAFTBOOK - UHRZEIT LERNEN von Gabriele André, Wolfgang André und Anton