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Rezension - Im Morgen wächst ein Birnbaum
 von Fikri Anýl Altýntaş

  Dieser Roman ist letztlich eine Autobiografie, in der Fikri Anýl Altýntaş Stereotypen der Männlichkeit untersucht und sich Stück für Stück von seinem kulturellen Erbe löst. Er wächst als Sohn türkischer Eltern in einer hessischen Kleinstadt auf. Es ist eine Kindheit inmitten von Sozialwohnblocks, später mit dem eigenen Haus, geprägt von dem drängenden Wunsch, «deutsch» zu sein und der bitteren Enttäuschung über die Realität in Deutschland. Ein Wechselbad der Kulturen. In Fikri Anýl Altýntaş wächst die Sehnsucht, gesehen zu werden und einen eigenen Weg als türkisch-muslimischer Mann zu finden, ganz ohne toxische Männlichkeit. Es ist aber auch eine Geschichte über Diskriminierung und Rassismus. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Im Morgen wächst ein Birnbaum
 von Fikri Anýl Altýntaş

Rezension - Was macht die Nacht? von Dirk Gieselmann und Stella Dreis

  Eine fantasievolle poetische Gutenachtgeschichte, eine Bilderbuch-Reise über das, was in der Nacht geschieht. Eine Tochter fragt den Papa: «Was ich dich schon immer mal fragen wollte ..... Was passiert eigentlich, wenn ich schlafe?» Und der Papa beginnt zu erzählen. Es beginnt um neun Uhr. Stunde um Stunde verändert sich die Nacht und zeigt uns ihr wahres, ihr traumgleiches Antlitz: Statuen spielen verstecken, Telefone rufen sich gegenseitig an, der Wal im Schwimmbad traut sich an die Wasseroberfläche, die Laternen trinken aus Pfützen… Ist das möglich, was Papa erzählt? Oder will er uns einen Bären aufbinden? Eine wunderschöne Gutenachtgeschichte ab 4 Jahren, die zu herrlichen Träumen einlädt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Was macht die Nacht? von Dirk Gieselmann und Stella Dreis

Rezension - Die Geschichte von Dunkel von Marit Kok

  Bilderbuch, das die Angst vor der Dunkelheit nimmt  Mich hat sofort die Machart begeistert! Marit Kok ist Trickfilmerin, und das sieht man auf den ersten Blick. Das kleine Dunkel mit seinen großen Kulleraugen liegt mitten im Wald in seinem Bett und kann nicht schlafen. Denn Dunkel hat Angst. Angst vor der Nacht. Aber als ein Lämpchen in der Ferne leuchtet, kann er nicht widerstehen und folgt ihm. Das Licht führt ihn an raschelnden Bäumen vorbei, in funkelnde Höhlen hinein und zu einem blinkenden Leuchtturm. So entdeckt Dunkel, wie wunderschön die Nacht ist, und kehrt beruhigt zurück in sein Bettchen und schläft ein. Gutenachtgeschichte ab 3 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Geschichte von Dunkel von Marit Kok

Rezension - Über den Dächern von Jerusalem von Anja Reumschüssel

  Dieser Jugendroman hat mich begeistert. Zwei Geschichten, die zusammenhängen. 1947/1948: Tessa kommt als Halbwaise nach Palästina und begegnet in Jerusalem Mo und sie freunden sich an. Mos Familie wird im Verlauf aus der Stadt vertrieben, so trennen sich ihre Wege nach der Staatsgründung Israels. 2023: Anat hat den Wehrdienst angetreten und verläuft sich bei einer Übung im Westjordanland, trifft auf Karim, einen jungen Palästinenser, der sie im Schutz der Dunkelheit zurück nach Jerusalem bringt. Als er selbst bei einer Demonstration festgenommen wird, hilft Anat. Zwei Freundschaften zwischen zwei verfeindeten Parteien. Der Konflikt zwischen Juden und Palästinensern – Yerushalayim oder Al-Quds – ist in diesem Jugendbuch gut recherchiert und berührt, weil sie lebendig und einfühlsam aus je zwei Perspektiven geschildert wird. Ab 14 Jahren – Allage, unbedingt lesen! Weiter zur Rezension:    Über den Dächern von Jerusalem von Anja Reumschüssel

Rezension - Lebensräume im Mittelmeer von Georg Glaeser und Daniel Abed-Navandi

  Das Mittelmeer ist reich an Lebewesen und es lohnt sich, dies beim Schnorcheln und Tauchen zu erkunden. Dieser Unterwasserführer begleitet auf eine Entdeckungsreise zu den Lebensräumen, lädt jeden ein, Unterwasserlebewesen, ihre Biosphäre kennenzulernen und als Teile eines komplexen ökologischen Systems zu begreifen. Tieren und Pflanzen des Mittelmeers, die sind hier nicht nach taxonomisch systematischen Gruppen gegliedert, sondern nach den acht Hauptlebensräumen, unterschiedlichen Meeres- und Meeresbodenzonen. 220 ökologisch bedeutende Tier- und Pflanzenarten, hervorragend bebildert. Klasse Sachbuch für alle Menschen, die an der Natur, Meeresbiologie und dem Mittelmeer interessiert sind – gute Geschenkidee.  Weiter zur Rezension:    Lebensräume im Mittelmeer von Georg Glaeser und Daniel Abed-Navandi

Rezension - Die höchstfamose Zoo-Schule von Jochen Till und Steffen Gumpert

  Schule kann nur Horror sein! Im Zoo beginnt ein neues Schuljahr. Sechs Schulgeschichten zum Vorlesen. Wie kann solch ein Buch auf der Longlist zum Deutschen Kinderbuchpreis stehen? Weil wir Geschichten witzig finden, die sich auf Kosten anderer lustig machen? Empathielose Lehrer, die nicht zuhören, einem etwas aufzwingen, ein Direktor, der als Volltrottel dargestellt wird, Kinder die gemobbt werden, weil sie etwas anders sind, der Stotterer, der nun singt, wenn er was zu sagen hat … Ich sage nur: Harte Vorbereitung auf die Schule; das kann nur übel für dich enden … Kann man lesen; ich bräuchte es nicht. Weiter zur Rezension: Die höchstfamose Zoo-Schule von Jochen Till und Steffen Gumpert

Rezension - Simone de Beauvoir von Julia Korbik und Julia Bernhard

  Ich möchte vom Leben alles Simone de Beauvoir, gilt heute als eine der einflussreichsten Denker:innen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Werken, ihrer Philosophie und Lebensweise forderte sie ihre Zeitgenoss:innen heraus und veränderte unsere Vorstellung von Liebe, Partnerschaft und dem Verhältnis der Geschlechter. Simone de Beauvoir war die bedeutendste Philosophin des 20. Jahrhunderts, eine Kämpferin für den Feminismus, für Frauenrechte; eine bedeutende Schriftstellerin und die Lebensgefährtin von Jean-Paul Sartre. Eine Graphic Novel von ihrem Leben berichtet; als Biografie ist es mir zu schwach, weil prägende Teile aus dem Leben fehlen. Comic, Jugendbuch ab 14 Jahren, bzw. Allage. Weiter zur Rezension:    Simone de Beauvoir von Julia Korbik und Julia Bernhard

Rezension - Die Einladung von Emma Cline

  Gesprochen von: Denise Monteiro Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 8 Std. und 26 Min. Der Sommer in den Hamptons neigt sich zum Ende, das 22-jährige Callgirl Alex rekelt sich am Pool des Sommerhauses ihres Sugardaddys Simon, träumt davon, dass er sie mit nach Hause nimmt. Eine unzuverlässige Erzählerin – der Leser ahnt gleich am Anfang, dass Alex lediglich der Ferienspaß für Simon ist und dass die Story böse für Alex enden wird. Alex hofft darauf, bei Simon zu bleiben, weil sie selbstverschuldet nirgendwo mehr hinkann. Und dann macht sie zwei Fehler und fliegt raus. Sie glaubt es retten zu können – eine Woche später. Bis dahin muss sie irgendwo unterkommen. Schicht ein langweiliger, oberflächlicher Roman für mich, der sprachlich nichts bieten hat. Weiter zur Rezension:    Die Einladung von Emma Cline

Rezension - Die Weltköche zu Gast im Ikarus von Uschi Korda, Martin Klein Ikarus-Team

  Wer sich fragt, warum ein Essen in einem 5*-Restaurant so teuer ist, der kann es hier erfahren. Haute Cuisine hautnah: Kulinarische Highlights aus dem Restaurant Ikarus im Hangar-7 in Salzburg! Die absolute Weltspitze der Gourmetküche verrät hier ihre Geheimnisse und visionären Ideen – das Resultat sind unvergessliche Menüs und exklusive Gerichte, die Koch-Profis und engagierte Hobbyköche mit diesem Kochbuch nachkochen können! Jeder dieser Spitzenköche ist ausführlich in Wort und Bild porträtiert, angereichert mit vielen großformatigen Fotos. Denn dieser Band ist ein Schwergewicht, keine Frage. Küchengeschichten und Rezepte auf hohem Niveau! Wer ein Geschenk für engagierten Hobbykoch sucht, oder einen exquisiten Feinschmecker, der liegt mit diesem Buch richtig. Weiter zur Rezension:    Die Weltköche zu Gast im Ikarus von Uschi Korda, Martin Klein Ikarus-Team

Rezension - 12 Grad unter Null von Anna Herzig

  Eine beinharte Dystopie, bei der man gleich auf den ersten Seiten Schnappatmung bekommt! Ein kleines Land namens Sandburg erlässt ein neues Gesetz, dass jedem Mann nach § 5.1 des «Weitmannsschuldengesetz» erlaubt, jeder Frau, mit der er in verwandtschaftlicher Beziehung steht, jemals mit ihr anderweitig in Beziehung gestanden hat, «jede geschenkte, geborgte und investierte Summe» in Geldwert zurückzuverlangen kann. Die Rechtmäßigkeit der Forderung wird nicht inhaltlich geprüft, guter Leumund (den hat man als Mann) reicht aus. Obendrauf gibt es für jede Forderung eine staatliche Prämie. Ein beklemmender Roman zum Thema Frauenrechte und Femizid.  Weiter zur Rezension:    12 Grad unter Null von Anna Herzig