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Rezension - Der Rausch der Tiefe von Kyle Perrys

  An der Küste der tasmanischen Halbinsel wird ein Junge angespült, übersät mit blauen Flecken und gebrandmarkt mit einem rätselhaften Tattoo, das ihn als Forest Dempsey identifiziert, jenen 13-jährigen Jungen, der vor sieben Jahren spurlos verschwand und seitdem für tot gehalten wurde. Die Dempsys, die reichste Familie in der südtasmanischen Stadt Shacktown, machen offiziell ihre Geschäfte mit der Abalonen-Fischerei, den Seeohren. Doch das dicke Geld verdienen sie seit Generationen als Drogenkartell, heute mit Crystal Meth. Forest war damals samt Mutter und Vater verschwunden; sein Vater hatte zu der Zeit die Fäden des Geschäfts in der Hand. Nie wieder hatte man etwas von der Familie gehört. Forests Auftauchen schlägt Fragen auf und bringt das Familienimperium ins Wanken. Spannender Noir-Thriller aus Australien. Empfehlung für den Kriminalroman! Weiter zur Rezension:   Der Rausch der Tiefe von Kyle Perrys

Rezension - Der Schleuser von Stéphanie Coste

  Der erste Satz:  Ich habe die Hoffnung zu meiner Handelsware gemacht. Ein schmales Buch, das mit großer Kraft einschlägt, bitterböser Noir! – Der Eritreer Seyoum ist einer der wichtigsten Schlepper an der Küste Libyens und er schickt verzweifelte Menschen, die den schweren Weg durch die Sahara geschafft haben, aufs offene Meer, mit dem Bewusstsein, dass von ihnen nur ein Teil die italienische Küste erreicht. 100.000 Dollar Gewinn verdienen sie pro Bootsüberfahrt nach Italien. Ein eindriglicher Roman zum Thema Flucht, Flüchtlinge … ein schmales Buch, das man unbedingt lesen sollte! Weiter zur Rezension:    Der Schleuser von Stéphanie Coste

Rezension - Lenny Hunter - Die magische Sanduhr von THiLO und Silvio Neuendorf

  Lenny Hunter und seine Freunde Cleo und Marvin fahren zu Opa Romulus. Er benötigt Hilfe! Die Rote Pfote, die gefährlichste Verbrecherbande der Welt, ist auf der Suche nach der magischen Sanduhr. Mit ihr kann man die Zeit für einen Moment zurückdrehen – nicht auszudenken, was passiert, wenn Don Wuff und seinen beiden Kumpanen Ka-Tze und Messerchen das wertvolle Artefakt in die Pfoten fällt! Opa führt die drei Freunde durch einen Geheimgang und übergibt ihnen sein Notizbuch (ein Buch im Buch). Sie müssen vor den Gangstern die magische Sanduhr finden und sie retten. Klasse Grafik aber an der Story und am Text gibt es einige zu bemängeln … nicht wirklich ab 3 Jahren geeignet. Weiter zur Rezension:   Lenny Hunter - Die magische Sanduhr von THiLO und Silvio Neuendorf

Rezension - Torte für alle! von Thé Tjong-Khing

  Neunzehn Jahre Torten-Geschichten vom niederländischen Bilderbuchkünstler Thé Tjong-Khing; und pünktlich zu seinem 90. Geburtstag: Eine Torte für alle! Eidadaus! Gleich auf der ersten Seite klaut ein Raubvogel – klar, wer sonst – die Geburtstagstorte. Aber dieser fiese Kerl greift sich gleich die gesamte Decke mit allen Sachen! Nicht nur die Torte, sondern auch Frau Pudels Spiegel, Frau Katzens Hut, das Püppchen vom Hasenkind usw. Die Aufregung ist groß! Die Tierschar nimmt die Verfolgung auf! Empfehlung zur Sprachförderung – natürlich zum Spaß –  ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:  Torte für alle! von Thé Tjong-Khing

Rezension - Yunus, Zocken, Liebeszeugs von Laura Melina Berling und Hannah Rödel

  Klassenfahrt und andere Katastrophen: Ein Jugendroman über alles, was Eltern peinlich ist, inklusive Aufklärungsboxen zum Thema Küssen, Gefühle usw. Yunus ist 12 Jahre alt und will eigentlich nur in Ruhe zocken – doch irgendwie kommt ihm immer etwas dazwischen, zum Beispiel eine Klassenfahrt. Streit mit seinem besten Freund Karim und obendrein Yunus Körper, der macht, was er will, Probleme über Probleme. Yunus hat noch nie auf Skiern gestanden, hoffentlich wird das keine peinliche Nummer. Apropos Nummer: Während der Skifreizeit erhält er von unbekanntem Absender eine Art Liebesnachrichten aufs Handy. Nur Stress! Zum Glück gibt es den Detektiv:innen-Club seiner besten Freundin Selma, der ihm hilft, das Rätsel um den geheimnisvollen Chats zu lösen. Ab 10 Jahren - Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Yunus, Zocken, Liebeszeugs von Laura Melina Berling und Hannah Rödel

Rezension - Zeit der Bronze von Linda Dielemans

  Schimmernde Schätze aus dunkler Vergangenheit Was ist das Wertvollste, das du besitzt? Das Teuerste, das Schönste, das Ausgefallenste? Würdest du es wegwerfen? Nein. Niemals im Leben. In der Bronzezeit, vor ungefähr 4.000 Jahren, haben die Menschen genau das getan. Bronze war unglaublich wertvoll. Und doch landeten absichtlich schöne Schmuckstücke und glänzende Schwerter in Sümpfen und Flüssen. Sie verschwanden dort auf Nimmerwiedersehen. Wir wissen nicht ganz genau, warum, aber es gibt einleuchtende Erklärungen dazu. Die Archäologin Linda Dielemans erklärt in diesem erzählenden Sachkinderbuch Geschichten über die Bronzezeit über Radnadel, Messer, Schwert usw.. Das erste Metall, seine erste Verwendung, Verarbeitung, die Weiterentwicklung und Verbreitung. Sachtexte und plastische Kurzgeschichten zu dieser Zeit. Ab 10 Jahren – Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Zeit der Bronze von Linda Dielemans

Rezension - Farm der Tiere von R. Daniel Jaquette Rodolphe und Patrice Le Sourd

  Auf der Farm von Mr. Jones sind die Tiere es leid, misshandelt und unterdrückt zu werden. Der charismatische Eber Old Major hält eine lange Ansprache zur Tyrannei durch den Menschen. Tagein, tagaus müssen die Tiere schuften, abends sie sind eingesperrt im Stall, haben kein Vergnügen. Kein Dank, maximal Prügel und obendrein beraubt man sie ihrer Eier, der Milch; und so ruft Old Major zur Rebellion auf. Die Farmtiere beschließen, den Bauern zu vertreiben und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. George Orwells politischer, gesellschaftskritischer Roman, hier adaptiert als eindrückliche Graphic Novel. Ich bin begeistert von der grafischen Umsetzung, die tief in die Charaktere geht, gekonnt über Mimik und Körperhaltung arbeitet. Wer den Roman liebt, dem wird der Comic gefallen; wer ihn noch nicht kennt, sollte mal hier hineinschnuppern! Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Farm der Tiere von R. Daniel Jaquette Rodolphe und Patrice Le Sourd

Rezension - Marokko von Abdel Alaoui

  100 einfache Rezepte Nach dem ersten Durchblättern bin ich bereits begeistert! Abdel Alaoui präsentiert die Rezepte seiner Mutter, die auf eine tausendjährige Tradition zurückgreifen. In Marokko wird gut gewürzt; es sind aromatische Gerichte, bei der neben Gewürzen und Kräutern auch das Obst als Beigabe zum Gemüse eine lange Tradition hat; sättigende Tajines und Couscous stehen auf dem Plan. Bei Lamm-Tajine mit Trockenpflaumen, Fenchel-Couscous mit Orangen oder Granatapfel-Mandel-Taboulé, steckt der Kopf gedanklich bereits in der Küche. Landestypische Küchentechniken erklären mit Step-by-Step-Anleitungen wie z.B. Brik-Taschen  richtig gefaltet werden, ein Baklava hergestellt wird bis hin zum marokkanischen Minztee. Weiter zur Rezension:    Marokko von Abdel Alaoui

Rezension - Garten der Engel von David Hewson

Der Antisemitismus lodert in der Weltgeschichte immer wieder auf. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Juden überall in Europa nicht gern gesehen. Und auch in Italien wurden sie unter Mussolini systematisch ausgeschlossen, später erfasst und nach Auschwitz deportiert. Dieser historische Roman spielt zum großen Teil im Herbst 1943 in Venedig, das von deutschen Truppen besetzt ist. Beginnen wir im Jetzt: Als der fünfzehnjährige Nico Uccello seinen Großvater Paolo im Krankenhaus besucht, vertraut ihm der todkranke Mann ein Manuskript an, das Nicos Leben am Ende radikal verändern wird. Paolo hat hier seinem Enkel einen wichtigen Rückblick auf sein Leben hinterlassen, damit diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät – und ein Familiengeheimnis nicht im Grab landet. Weiter zur Rezension:   Garten der Engel von David Hewson

Rezension - Die Cousinen von Aurora Venturini

  Yunas López Kindheit ist alles andere als einfach. Zu Hause ist das Geld knapp, ihre alleinerziehende Mutter ist streng und lieblos, die ein Jahr jüngere Schwester Betina ist eine Belastung für beide. «Meine Schwester litt an einer Wirbelsäulenverkrümmung, von hinten und im Sitzen sah sie aus wie ein buckliges Viech mit kurzen Beinen und sehr langen Armen.» Beide besuchen eine «Schule für Minderbemittelte», Betina bleibt drei Jahre, Yuna sechs. Wegen ihrer Lernschwäche wird Yuna als dümmlich abgestempelt. In der Malerei bringt sie alles zum Ausdruck, was sie bewegt und sie erhält Anerkennung und schafft es, sich selbst aus dieser Familie zu lösen, eigenständig zu werden. Weiter zur Rezension:    Die Cousinen von Aurora Venturini