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Rezension - Am Leuchtturm gibt es Erdbeereis von Constanze Spengler und Katja Gehrmann

  Papa und Mika machen Strandurlaub: Sonnenschirm aufbauen, baden, lesen, Federball spielen. Und Papa liest gern dicke Bücher ... Als der Eiswagen läutet, gibt Papa Mika Geld, um ein Eis zu holen. Doch abgelenkt kommt sie zu spät zum Stand, der Wagen ist bereits weitergefahren. Sie weiß, der Eiswagen fährt der Küste entlang. Also nichts wie hinterher! Sie muss vor ihm am nächsten Standort sein! Zu Fuß wird es schwierig – also überredet Mika einen Esel, ihr zu helfen. Eine turbulente Verfolgungsgeschichte mit diversen Transportmitteln, Abenteuer pur ab 4 Jahren. Eine lustiges Bilderbuch mit Ferienflair! Empfehlung für dies Kinderbuch! Weiter zur Rezension:    Am Leuchtturm gibt es Erdbeereis von Constanze Spengler und Katja Gehrmann

Rezension - Street Cop von Art Spiegelman und Robert Coover

  In dieser Dystopie wird die Welt von Robotern beherrscht: Robocops, Drohnen, die Waren ausliefern, fliegende Autos ... Und mittendrin zieht ein altmodischer menschlicher Streifenpolizist durch New York, der seine moderne Technik nur schwerlich bedienen kann. Unter Begleitung einer KI aus dem iPhone, in deren Stimme er sich ein bisschen verliebt hat, und einer seltsamen Untoten, macht er sich auf die Suche nach der Leiche eines Mordopfers, die verschwunden ist. Eine Novelle, die von dem berühmten Comic-Zeichner Art Spiegelman illustriert wurde. Eine durchgeknallte Groteske, abstruse und beunruhigende Erzählung in naher Zukunft. Man benötigt einen ziemlich schrägen Humor, um die Geschichte zu mögen. Mensch und Technik, wie passt das zusammen, diese Frage stellt sich der Autor, wobei er gleich dystopisch die Demokratie verschwinden lässt. Weiter zur Rezension:    Street Cop von Art Spiegelman und Robert Coover

Rezension - Crossing the Lines - Uns gehört die Nacht von Manfred Theisen

  Köln, Lockdown ab 21 Uhr, Kontaktbeschränkungen, abendliche Ausgangssperre. Einige Jugendliche verlassen heimlich nachts das Zuhause. So treffen sich Lilu und Leon mit anderen Jugendlichen aus Köln auf der Straße. Sie durchstreifen auf E-Scootern die menschenleere Stadt, immer auf der Flucht vor Polizisten und den Ordnungsamtsleuten. Mit denen geben sie sich Rennen, denn die E-Scootern passen in Gassen, in die Polizeiautos nicht hineinkommen. Doch die Jugendlichen lassen sich auf immer schlimmere Abenteuer ein. Für mich ein mittelmäßiger Jugendroman ab 14 Jahren, da mir die gesamte Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln fehlt. Spannend ja, darauf steht der Focus. Die Charaktere leider flach und die Handlung recht unglaubwürdig. Weiter zur Rezension:    Crossing the Lines - Uns gehört die Nacht von Manfred Theisen

Rezension - Schecks kulinarischer Kompass von Dennis Scheck

  Köstliches und Kurioses aus meiner Küche und aller Welt Denis Scheck ist ein echter Dandy – das ist mir mit diesem Buch klar. Als Jugendlicher «lehnte mich auf, indem ich die dreiteiligen Anzüge meines Großvaters anzog, mir einen Gehstock mit Silberknauf zulegte wie Dagobert Duck». Scheck ist ein Genießer – er lässt sich gern bekochen und er kocht selbst sehr gern. Und darum geht es in diesem Buch. Immer auf Achse durch die Welt lernt er viele Lokale kennen, Sternerestaurants – und darüber berichtet er anekdotenhaft, und er plaudert aus der eigenen Küche. Er schimpft über Industriefutter, schlechte Bäcker, gefälschte Trüffel, lässt sich aus über das Woke-Kochen, über Quälfleisch, Kochutensilien, die Aneignung von Pflanzen in der heimischen Küche aus den Kolonien herübergetragen. Literatur zum jeweiligen Thema fließt ein. Jede Menge Restauranttipps ... Erzählerisch empfand ich die Geschichten kraftlos, inhaltlich belanglos. Wo ist die Tonne, Herr Scheck? Weiter zur Rezension:...

Rezension - Schlichte Wut von Davide Longo

  Ein literarischer Krimi aus dem Piemont. Ein Jugendlicher in Verkleidung soll einer Frau auf dem Bahnsteig der U-Bahn in Turin grundlos an den Kopf getreten haben – mit der anfahrenden U-Bahn verschwunden. Commissario Arcadipane ist noch nicht von der Schuld des Jungen überzeugt, denn der behauptet steif und fest, er sei es nicht gewesen. Die beiden Commissari kommen einem Online-Spiel auf die Spur, bei dem Menschen dazu gebracht werden, Leute zu töten, um die Taten Unschuldigen in die Schuhe zu schieben. Wer steckt dahinter, wer ist der Organisator? Ein literarischer Kriminalroman mit poetischem Sound, Gesellschaftskritik, schwarzem Humor, skurrilen Typen und einem sehr ungewöhnlichen Fall. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Schlichte Wut von Davide Longo

Rezension - Die Liebe an miesen Tagen von Ewald Arenz

  Gesprochen von Torben Kessler Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 10 Std. und 17 Min. Claras und Elias treffen sich durch Zufall bei einer Hausbesichtigung. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, können das nicht einordnen, haben bisher DIE große Liebe nicht erlebt. Clara, neugierig auf Elias geworden, besucht eine Theateraufführung – Elias erkennt sie unter den Zuschauern und geht auf sie zu. So beginnen sie eine Beziehung. Ganz vorsichtig, immer wachsam, schleichen sie umeinander herum. Ewald Arenz beschreibt in wechselnder Perspektive diese Annäherung, die wachsende Intimität, die Zweifel der beiden; das alles mit viel Feingefühl. Doch der Autor tritt trotz aller feiner Sprache und Empathie für seine Charaktere oft auf der Stelle und das Ende war für mich an die Wand gefahren. Leider. Aber empfehlenswert für Leser von niveauvollen Romanzen.  Weiter zur Rezension:    Die Liebe an miesen Tagen von Ewald Arenz

Rezension - Schau durchs Fenster! von Katerina Gorelik

  Es ist aufregend, durchs Fenster in andere Häuser zu schauen. Wir sehen einen Ausschnitt und denken uns etwas dabei. Wir stellen Vermutungen an. Und die sind manchmal trügerisch! Hier kocht eine nette ältere Dame, rührt in einem Topf. Das wird bestimmt ein leckeres Essen für die Enkel, hmmmm ... Blättern wir um und schauen ins Haus hinein: Oh Schreck! Hier wohnet eine Hexe, die gerade einen fiesen Zaubertrank braut, und oben im Regal sitzt ein Monster. Schnell zu die Tür! Das Bilderbuch ab 3/4 Jahren ist es die Umkehr von Szenen, fordert auf, Dinge von der anderen Seite zu betrachten, Vorurteile fallen zu lassen. Denke nicht in eingefahrenen Schienen. Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Schau durchs Fenster! von Katerina Gorelik

Rezension - Nur ein bisschen Wasser von Mariajo Ilustrajo

  Eines Morgens kommt das Wasser in die Stadt. Der Boden ist überall ein bisschen nass. Das stört zunächst niemand. Die Tiere finden es aufregend, Schule war noch nie so spritzig. Doch das Wasser steigt und steigt. Die kleinen Tiere finden das nun gar nicht mehr witzig. Doch als den Giraffen das Wasser bis zum Hals steht, wird es plötzlich zum Problem von allen. Ein Bilderbuch ab 4 Jahren, eine Parabel, globale Themen gehen alle an! Das alles ist als Fabel angelegt – hier passiert etwas, das einer Lösung bedarf. Übertragend geht es um unser Klima, also schlicht eine Geschichte ohne den pädagogischen Zeigefinger. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Nur ein bisschen Wasser von Mariajo Ilustrajo

Rezension - Inspektor Dilemma von Kristina Andres

  Es fliegt was durch die Luft Im beschaulichen Inselstädchen Sandig ist es meistens ruhig. Doch eines Tages erschüttert ein gewaltiger Wumms den Ort, und Inspektor Ole Dilemma wird an den Tatort gerufen. Im frisch gebauten Parkhaus hat jemand die Parkscheinautomaten gesprengt! Die Anwohner haben angeblich nichts bemerkt. Sind denn hier alle taub? Und je weiter die Ermittlung fortschreitet, um so verdächtiger erscheint hier jeder Anwohner zu sein. Denn alle Nachbarn hätten einen Grund, dieses Parkhaus zu beseitigen ... Ein ziemlich witziger und spannender Kinderkrimi, wendungsreich, mit einem intelligenten Plot! Ein echter Whodunnit für Kinder. Die Charaktere sind allesamt schrullig und liebenswert in diesem Mysterykrimi. Ab 7 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Inspektor Dilemma von Kristina Andres

Rezension - Frei und gleich geboren von Jean-Marc Fiess

  Schauen wir die Umsetzung der Grundrechte des Menschen in der Realität an, so sollte es und einem eiskalt den Rücken hinunterlaufen. Täglich werden überall auf der Welt die Menschenrechte verletzt. Überall! Auch bei uns! Diktaturen unterdrücken freie Meinungsbildung, Religion usw., immer mehr Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Armut. Dieses Buch greift sich 7 Artikel heraus und stellt sie in Wort und einer eleganten künstlerischen Art vor. Es ist aufwendig gestaltetes Kinderbuch, das in 3D-Szenen die wichtigsten Artikel der Deklaration der Menschenrechte von 1948 in Szene setzt und thematisiert. Alle 30 Artikel der Menschenrechtserklärung sind im Wortlaut am Ende des Buches aufgeführt. Ein klasse Pop-up Buch für mich an 8 – 10 Jahren – Allage. Empfehlung, auch als Unterrichtsmaterial. Weiter zur Rezension:    Frei und gleich geboren von Jean-Marc Fiess