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Rezension - Japanisch kochen ganz einfach von Saori Laurent

  Die YouTuberin Saori Laurent ist Japanerin, lebt in Frankreich und zeigt in diesem kleinen Kochbuch Rezepte der japanischen Alltagsküche, die mit leicht erhältlichen Zutaten hergerichtet werden können. Einfache Menüs, für Anfänger mühelos nachzukochen. Mit 18 Grundzutaten, wie Dashi, Mirin, Miso, Koji, Matcha, Nori, die beschrieben werden, kommt man gut zurecht. Hier werden keine lange Brühen vorgekocht, sondern mit den typischen Zusammenstellungen schnell ein Menü bereitet, wie z. B. Ramen, Tempuras, Makis, Gyozas, Katsudon, Mochis, Dorayakis. Weiter zur Rezension:    Japanisch kochen ganz einfach von Saori Laurent

Rezension - In blaukalter Tiefe von Kristina Hauff

  Zwei Paare und ein Skipper 10 Tage auf einer Segeljacht in beengtem Raum – wegzulaufen nicht möglich ... ein feines Kammerspiel, ein Drama. Andreas spürt, dass seine Ehe nicht mehr funktioniert, seit die Tochter aus dem Haus ist. Und er wünscht, dass es mit Caroline so ist wie früher – er liebt sie, will seine Ehe retten. Er bemüht sich, alles richtig zu machen, sie zu überraschen. Da sie die schwedischen Schären liebt, hat er einen Segeltörn gebucht. Doch er hat auch Daniel und seine Lebensgefährtin Tanja eingeladen, herauszufinden, ob er Daniel als Partner in seine Wirtschaftskanzlei aufnimmt. Großes Kino mit atmosphärischen Naturschilderungen und mit allen Mängeln empfehlenswert – spannende Unterhaltung. Weiter zur Rezension:   In blaukalter Tiefe von Kristina Hauff

Rezension - Was auf das Ende folgt von Chris Whitaker

  Tall Oaks, eine kalifornische Kleinstadt. Jeder kennt jeden und das Böse ist hier fremd. Doch eines Nachts wird der dreijährige Harry Monroe aus dem Haus entführt. Die alleinerziehende Mutter, Jess, ist völlig aufgelöst – sie war aufgewacht, hatte über das Babyfon mit Kamera einen Mann mit Clownsmaske im Kinderzimmer wahrgenommen. Der Junge bleibt spurlos verschwunden, es gibt keine Erpresserforderung. Der ortsansässige Polizist Jim ermittelt weiter. Jeder in Tall Oaks wird plötzlich zum Verdächtigen, und ungeheuerliche Dinge kommen nun ans Licht, die die Stadt für immer verändern  … Der Roman ist ein Genremix aus Kriminalroman, Drama und Screwball-Comedy – lauter skurrile Typen – gute Unterhaltung. Weiter zur Rezension:    Was auf das Ende folgt von Chris Whitaker

Rezension - Aus der Vogelperspektive von Tim Birkhead und Catherine Rayner

  Die Welt der Vögel steckt voll ungeahnter Talente! Manche Vögel legen außergewöhnliche Verhaltensweisen an den Tag! Dieses Sachkinderbuch nimmt mit auf eine Reise rund um den Globus, zu gefiederten Meistertänzern, lauten Plappermäulern und begnadeten Schauspielern. Man erfährt, wie die Rothuhnmutter hungrige Füchse austrickst und die Schnepfe tagelang ohne Pause fliegen kann, dass der Honiganzeiger mit Menschen zusammenarbeitet, um an seine Leibspeise zu kommen, und vieles mehr. Ein Vogel ist eben nicht einfach ein Vogel. Ornithologie, Vogelkunde, Tierkunde für Kinder als Sachbilderbuch ab 6-8 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:      Aus der Vogelperspektive von Tim Birkhead und Catherine Rayner

Rezension - Wo kommen unsere Sachen her? von Julia Dürr

  Auf Lieferwegen um die Welt Alle Dinge, die wir zu Hause haben, kommen von irgendwo her, setzen sich aus vielen einzelnen Komponenten zusammen. Mein Kuscheltier, das Bett, der Schrank, der Kühlschrank, das Essen auf meinem Teller, die Hose die ich trage ... Schon mal Gedanken darüber gemacht, wie sich ein Produkt zusammensetzt und wo es herkommt, wie es zu uns kommt? Julia Dürr hat sich drei Beispiele gewählt: Der Schokoaufstrich, das Kuscheltier und der Stuhl. Gut, beim Stuhl ist es einfach: Schrauben (Stahl, Eisenerz), Holz. Aber trotzdem ist es ein weiter Weg von der Produktion, zum Produkt zu mir nach Hause. Ein feines Sachbilderbuch ab 5 Jahren, welches das Thema Produktion und Lieferketten anschaulich darstellt. Auch als Unterrichtsmaterial für die Grundschule empfehlenswert. Weiter zur Rezension:    Wo kommen unsere Sachen her? von Julia Dürr

Rezension - Als der Winter verschwand von Aleš Šteger und Tina Dobrajc

  Laut einer alten Legende aus Slowenien ist der Kurent ein Dämon, der den Winter verjagt und den Frühling ins Land lockt. In Schafsfell, mit Hörnern, schauriger Maske verkleidet und Kuhglockengeläut ziehen sie durchs Dorf. Und auch in der Karnevalszeit sieht man die Kostümierung. Aleš Šteger erweckt den Kurent in diesem Kinderbuch zum Leben und konfrontiert ihn mit den Problemen unserer Zeit. Denn plötzlich bleibt der Winter aus, und eine Dürre legt sich über das Land. Die Jugendlichen können sich gar nicht mehr an den Winter erinnern, schon gar nicht an den Kurent. Doch der kehrt zurück, um den Winter zu befreien. Was das alles mit einer Speiseeisfabrik zu tun hat, kann man in diesem spannenden Märchen nachlesen ... ab 10 Jahren – Allage für Märchenfans. Weiter zur Rezension:    Als der Winter verschwand von Aleš Šteger und Tina Dobrajc

Rezension - Silberregen glitzert nicht von Christine Werner

  Emely liebt Quizshows und ganz besonders liebt sie es, sich diese gemeinsam mit ihrer Mutter anzuschauen. Doch die kommt in letzter Zeit nicht mehr aus dem Bett heraus. Emely kann sie nicht mal wecken, so tief schläft sie. Darum muss sie ihren kleinen Geschwistern das Frühstück machen, sie anziehen und Lukas in den Kindergarten und Hannah in die Krippe bringen – dann muss sie auch noch selbst pünktlich in der Schule sein. Kommt sie nachmittags heim, schläft die Mutter noch immer. Das bedeutet, Emely muss die Kleinen abholen, sich um sie kümmern. Hier wird das Thema Tablettensucht empathisch aufgegriffen – Überforderung  – aber Emely ist nicht allein ... Empfehlung für Kinder ab 11 Jahren. Auch als Schullektüre geeignet, Unterrichtsmaterial beim Verlag. Weiter zur Rezension:    Silberregen glitzert nicht von Christine Werner

Rezension - Pommfritz aus der Hölle von Lioba Happel

  Ein Briefroman – eine Anklage. Schau her, das ist aus mir geworden, weil du mich im Stich gelassen hast! Der Ich-Erzähler, den seine Mutter Pommfritz nannte, schreibt an seinen «Vatter in den Emmentälern», den er in Kindestagen lediglich einmal zu Gesicht bekommen hat. Er berichtet von seiner Kindheit, die er, angebunden an ein Tischbein, fliegentötend, bei einer gewalttätigen, schweigsamen, Mutter verbringt, die nur auf dem Sofa liegt und Unmengen von Pommfritz und Grillhähnchen verschlingt. Nun sitzt er in Einzelhaft, weil er seine Mutter erstochen und danach verspeist hat – «naja, Stückchen von ihr, ne Kuppe vom Finger». Dieser Briefroman war für den Schweizer Buchpreis im letzten Jahr nominiert – und das ist der einzige Grund, warum ich bis zum Ende gelesen habe.  Weiter zur Rezension:    Pommfritz aus der Hölle von Lioba Happel

Rezension - Auf den Spuren des Hummus von Ariel Rosenthal, Orly Peli-Bronshtein und Dan Alexander

  Die kulinarische Kulturgeschichte der Kichererbse Man könnte dieses Buch als die Hummus-Bibel bezeichnen oder als Hommage an die Kichererbse. Und wenn nun einer meint, dieses Buch beinhaltet zig Hummusrezepte, so ist es nur die halbe Wahrheit. Mehr als 30 Persönlichkeiten haben an dem Band mitgewirkt, darunter Spitzenköche, Wissenschaftler, Fotografen, Illustratoren und Philosophen. Auf der «Hummus-Route» durch Kairo über Gaza, Jaffa, Tel Aviv, Nazareth, Jerusalem, Akko und Beirut bis nach Damaskus. Die vielen Abenteuer der Reise wurden in diesem Kunst- und Kochbuch gesammelt, das 70 Rezepte enthält und mit Geschichten, Historischem, Essays und Anekdoten gespickt ist. Die Geschichte des Hummus, ursprünglich mit der Fava-Bohne hergestellt; Hummus, Falafel, Kichererbsengerichte – Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Auf den Spuren des Hummus von Ariel Rosenthal, Orly Peli-Bronshtein und Dan Alexander 

Rezension - Die ungeduldigen Frauen von Djaïli Amadou Amal

  Eine Geschichte aus dem heutigen Kamerun, eine muslimisch geprägte Gesellschaft der Fulben – ein Patriarchat schlechthin. Drei Frauen, drei Geschichten, drei miteinander verbundene Schicksale. Ramla und Hindou sind Schwestern, werden am gleichen Tag verheiratet. Safira, die 20 Jahre lang die alleinige Ehefrau war, bekommt Ramla vor die Nase gesetzt. Hindou wird gezwungen, ihren Cousin zu heiraten, einen nichtsnutzigen Säufer. Pflichtlektüre für Schulen – so meine Meinung. Dieser autobiografisch geprägte Jugendroman, ein  Coming-of-Age, ist beileibe nicht nur Lesestoff für Jugendliche. Ja, man liest das alles mit Schnappatmung. Denn der Stoff handelt nicht von längst vergangenen Zeiten – und nicht nur im Kamerun leben Frauen unter diesen Verhältnissen; es ist schlicht zeitgenössische Literatur. Ein Text, der unter die Haut geht und in die Magenkuhle haut. Unbedingt Lesen! Weiter zur Rezension:    Die ungeduldigen Frauen von Djaïli Amadou Amal