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Rezension - Am Montag werden sie uns lieben von Najat El Hachmi

  Naíma, ein junges Mädchen marokkanischer Herkunft wächst an der Peripherie von Barcelona auf. Inmitten der religiösen und kulturellen Zwänge ihres muslimisch geprägten Umfelds sehnt sie sich nach Freiheit. Ihre Freundin Sam gibt ihr Halt, denn deren Familie ist völlig anders: Es sind moderne Muslime, und ihnen ist es egal, was die anderen im Viertel reden. Der Roman ist ein Brief an Sam, in der die Geschichte der beiden Frauen erzählt wird und die Bedeutung, die diese Freundin für Naímas Leben hat. Ein Leben voller Montagslisten, Liste, Listen, Listen - alles, was zu tun ist, um ein wenig Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten. Spanische Literatur, ein Coming-of-Age-Roman, den man unbedingt lesen sollte! Weiter zur Rezension:    Am Montag werden sie uns lieben von Najat El Hachmi

ezension - RDer kleine Major Tom – SOS im Venusnebel von Bernd Flessner, Peter Schilling und Stefan Loh

  Band 15: Für mich war es die erste Major Tom–Geschichte. Und so war es hilfreich, eine kurze Einführung zu erhalten. Tom wohnt zusammen mit seinem Vater auf einer Raumstation. Astronautenfreundin Stella ist auch an Bord. Die Roboterkatze Plutinchen ist eine große Hilfe bei der Analyse und Reparatur von Dingen. Der neue Auftrag lautet: Durch ein Wurmloch zur Venus zu reisen, um dort zwei unbemannte Forschungsluftschiffe zu inspizieren, die in sicherer Höhe über der Oberfläche des Planeten schweben. Doch auch der Kontrollflug durch ein Wurmloch und durch den Venusnebel gestaltet sich gefährlich – irgendetwas stimmt nicht mit dem einen unbemannten Raumschiff ... Ab 7 Jahren Weiter zur Rezension:  Der kleine Major Tom – SOS im Venusnebel von Bernd Flessner, Peter Schilling und Stefan Loh

Rezension - Die Welt schmecken und entdecken – eine kulinarische Weltreise für Kinder von Paola Frattola Gebhardt, Leyla Köksal-Mergner und Stephanie Marian

  Die Welt schmeckend entdecken! Lerne 13 Kinder aus verschiedenen Ländern kennen: Wie leben Niika in Japan oder Feven in Äthiopien und was essen sie am liebsten? Welche Lieblingsrezepte haben Heitor aus Brasilien oder Gurmeet aus Indien? Ein wenig Erdkunde, wichtige Traditionen, Sehenswürdigkeiten und dann hinein in die Familie! Einfache landestypische Rezepte laden am Ende des Kapitels Step-by-Step-Fotos zum Nachkochen ein. Kulinarisches Kindersachbuch mit Länderkunde von 6-12 Jahren. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:    Die Welt schmecken und entdecken – eine kulinarische Weltreise für Kinder von Paola Frattola Gebhardt Leyla Köksal-Mergner und Stephanie Marian

Rezension - Das Museum des Körpers von Katy Wiedemann und Jennifer Z Paxton

  Fein detaillierte, künstlerische Illustrationen, gestalten das Sachbilderbuch mit einem gut verständlichen Text geben einen Einblick in das Innere des menschlichen Körpers. Vom Skelett über die Muskeln, die unseren Körper aufrecht halten, den inneren Organen, bis hin zum Gehirn mit seinen präzisen Funktionen, dem Herz-Kreislauf-System, dem Atemapparat sowie dem Verdauungssystem. Das zentrale Nervensystem offenbart sich grafisch mit all seinen Feinheiten. Immunsystem, Hormone und Fortpflanzungsorgane sind trotz ihrer Komplexität ganz klar und verständlich erklärt. Kindersachbuch ab 8 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Das Museum des Körpers von Katy Wiedemann und Jennifer Z Paxton

Rezension - Der Horror der frühen Chirurgie von Lindsey Fitzharris

  Im Original heißt das Buch «The Facemaker» – was wesentlich passender ist. Der Horror passt weniger auf die enormen medizinischen Fortschritte, sondern auf den Ersten Weltkrieg. Wer die neue Verfilmung von «Im Westen nichts Neues» gesehen hat und den Film zu brutal empfand, der sollte von diesem erzählenden Sachbuch die Finger lassen. Plastische Chirurgie, die meisten verstehen heute darunter die Schönheitschirurgie, entstand im Ersten Weltkrieg. Harold Gillies war der Vorreiter, der zerschossene und verbrannte Gesichter wieder herstellte, Nasen ersetzte, zerfetzte Kiefer erneute. Aber dieses Sachbuch ist mehr. Es ist parallel ein Geschichtsbuch zum Ersten Weltkrieg. Drastisch werden originale Situationen aus der Schlacht dargestellt, Soldatenschicksale von den Männern, die bei Gillies  landeten. Lindsey Fitzharris zeigt auf, welche verheerenden Folgen neue Kriegswaffen nach sich zogen. Großartig!  Weiter zur Rezension:    Der Horror der frühen Chirurgie von L...

Rezension - Die Rotte von Marcus Fischer

  Ein moderner Heimatroman aus Österreich – das Psychogramm eines kleinen Dorfs. Elfi Reisinger, eine junge Bäuerin, lebt Anfang der 1970er Jahre mit ihren Eltern auf einem kleinen Hof in der Rotte Ferchkogel, einer abgelegenen Siedlung im Voralpenland, eine Ansammlung von fünf Bauernhöfen. Ihr Vater, ein Trinker, der an der Schwermut leidet, verschwindet eines Nachts. Die Dörfler trauen den beiden Frauen nicht zu, den ärmlichen Hof alleine weiterzuführen, bedrängen sie zu Pacht und Verkauf. Elfi heiratet Franz, den Auswärtigen, nicht zur Zufriedenheit von Mutter und Dörflern ... Frauenschicksale, Geschlechterrollen, ländliches Sittenbild  – eine Lisbeth und eine Elfi, die mehr auf dem Kasten haben, als man ihnen zutraut. Brutal in der Sprache und im Geschehen und zugleich ein berührendes Buch, mit eigenem passendem Sound der Sprache. Empfehlung. Weiter zur Rezension:   Die Rotte von Marcus Fischer

Rezension - Die Gesetzlose von Anna North

Gesprochen von: Giuliana Jakobeit Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 8 Std. und 47 Min. 1894, im Wilden Westen: Nach einer Grippewelle herrscht Unfruchtbarkeit – die Zusammenhänge sind den Menschen aber nicht klar – doch klar ist: Die Frauen sind schuld und die Hexen. Frauen hatten die Pflicht, zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen. Als die siebzehnjährige Ada nach der Hochzeit nicht schwanger wird, gerät sie in Verdacht, eine Hexe zu sein. Die Mutter schickt sie fort, in ein Kloster, wo sie sicher ist. Sie wird nun per Steckbrief gesucht, angeklagt wegen Hexerei. Auf der Suche nach den Ursachen von Unfruchtbarkeit trifft sie auf die «Hole in the Wall-Gang», eine Gruppe von Gesetzlosen. Spannend, nette Unterhaltung, Western aus der Sicht der Frauen. Weiter zur Rezension:    Die Gesetzlose von Anna North

Rezension - Wind – Wo kommt er her? Wo weht er hin? von Olga Fadejewa

  Wind – es gibt ihn nahezu überall auf der Welt und doch hütet er viele Geheimnisse. Dieses atmosphärisch illustrierte Sachbilderbuch vermittelt die Entstehung von Wind und erklärt die vielen Charaktere. So erfahren wir zum Beispiel, wie viele unterschiedliche Arten von Winden es gibt, wie Mensch und Tier die Kraft des Windes für sich nutzen, und wir werden dafür sensibilisiert, dass das Leben auf unserer Erde ohne den Wind gar nicht möglich wäre. Naturwissenschaft und Mythologie, ein allumfassendes Kindersachbuch ab 5 Jahren – klasse!  Weiter zur Rezension:    Wind – Wo kommt er her? Wo weht er hin? von Olga Fadejewa

Rezension - Der kleine Medicus: Achtung: Super-Säure! von Dietrich Grönemeyer

  Nano und seine Freunde werden vom berühmten Arzt Dr. X und seine Assistentin Micro Minitec nanoklein geschrumpft und können so in einem Mini-U-Boot durch den Körper von Micro Minitec reisen. In diesem Buch fährt Mirco durch den Verdauungstrakt, wo er zunächst am Mageneingang festhängt. Doch plötzlich öffnet sich der Boden unter der silbernen Kapsel und sie landet sanft mitten in den wogenden Wellen der Magensäure. Alles spannend und kindgerecht erklärt. Allerdings gibt es sehr viel Infos zum Verdauungstrakt – im Fließtext. Ich hätte mir zum Verständnis Infoboxen, Illustrationen und Fotos gewünscht. Ab 8 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der kleine Medicus: Achtung: Super-Säure! von Dietrich Grönemeyer

Rezension - Sonnenseiten von Ana Penyas

  Ana Penyas zeichnet in diesem Comic «Sonnenseiten» die Tourismusgeschichte Spaniens an Hand einer Familiengeschichte. Die Story beginnt 1969, in der Franco-Zeit, es ist ein geschichtliches Dokument der Veränderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse in der Region der Levante-Küste. Massentourismus, Immobilienspekulation, Enteignung, Vertreibung, Gentrifizierung und menschliche Dramen: Beginnender Tourismus, der sich ausweitet, sich zum wichtigsten Motor der wirtschaftlichen Entwicklung unter Francos Diktatur entwickelt, der bis heute kein Ende nimmt. Die Landschaft der Küste wird zugepflastert, Bauern und Fischer wechseln zu Jobs als Kellner und Servicepersonal für Hotels. Das Familienleben wandelt sich. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Sonnenseiten von Ana Penyas