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Rezension - Chinesisches Roulette von Desmond Shum

  Ich war etwas überrascht, nach dem Klappentext eine Autobiografie vorzufinden, die von Desmond Shum. Aber nichtsdestotrotz ist gerade dieses ein gutes Beispiel, um in die wirtschaftliche Entwicklung Chinas der letzten Jahre einen Einblick zu bekommen. Desmond Shum heiratete die erfolgreiche Geschäftsfrau Whitney Duan, die mit dem «politischen Adel» in bester Verbindung stand, «guangxi» mit Tante Zhang betrieb. Desmond Shum deckt dieses System der Korruption einer breiten Öffentlichkeit auf, damit wir es verstehen, und um uns zu warnen. Ein sehr interessantes erzählendes Sachbuch – eine aufschlussreiche Autobiografie. Empfehlung! Shum ist mit seinem Sohn nach Großbritannien gezogen. Seine Frau blieb in China – war eines Tages verschwunden. Weiter zur Rezension:    Chinesisches Roulette von Desmond Shum

Rezension - Winter Counts von David Heska Wanbli Weiden

  David Heska Wanbli Weidens düsterer Reservat-Krimi legt das Setting südöstlich des Mount Rushmore von South Dakota ins Rosebud-Reservat der First Nations People. Virgil Wounded Horse ist so etwas wie ein Auftragsschläger im Namen der Gerechtigkeit innerhalb des Reservats, da die Bundespolizei ihren Pflichten nicht nachkommt, maximal bei Mord tätig wird – wenn überhaupt. So engagiert man im Reservat Virgel, der dem Täter auf seine Weise klarmacht, was Gerechtigkeit ist. Doch als eine Drogengang das Reservat unsicher macht und Virgils Neffe mit hineingezogen wird, ist die Sache nun persönlich. Ein spannender Krimi, ein Gesellschaftsroman mit einem Schuss Myst der Lakota. Empfehlung! Gern mehr davon! Weiter zur Rezension:    Winter Counts von David Heska Wanbli Weiden

Rezension - Papyrus von Irene Vallejo

  Die Geschichte der Welt in Büchern Gesprochen von: Anna-Lena Zühlke Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 19 Std. und 21 Min. Das Buch ist eine der schönsten Erfindungen der Menschheit, denn die Weiterentwicklung des geschriebenen Worts prägt die Kulturgeschichte. Von Tontafeln zu Papyrus zum Papier der Schriftrollen, zum gebundenen Buch, zum E-Book; die Entwicklung der Bibliotheken, die wegweisende Erfindung des Alphabets, von den Anfängen der gewaltigen Bibliothek von Alexandria bis zum Untergang des Römischen Reiches. Mit dem geschriebenen Wort reisen wir mit Irene Vallejo durch die Zeitgeschichte, verknüpft mit Zeitgeschehen. Die Welt der Bücher ist ebenso die Geschichte der Menschheit, und so erhalten wir gleichzeitig einen kulturgeschichtlichen Rückblick, der bei Alexander dem Großen beginnt, über die Antike zum Mittelalter, der bis in die heutige Zeit reicht. Dieses erzählende Sachbuch ist humorvoll, spannend, plaudernd -unbedingt lesen! Weiter zur Rezension:    Papyr...

Rezension - Der kleine Holzroboter und die Baumstumpfprinzessin von Tom Gauld

  Die größte Sehnsucht des Königspaars war ein Kind! Und weil es nicht klappt, spricht der König mit einer Erfinderin, die Königin gleichzeitig wendet sich an eine alte Hexe. So geht der Wunsch doppelt in Erfüllung. Der König erhält einen Holzroboter-Prinzen und die Königin eine Prinzessin. Allerdings gibt es einen Haken an der Sache: Nachts verwandelt sich die Baumstumpfprinzessin zurück in das Stück Holz, aus dem sie geboren wurde, muss morgens von ihrem Bruder mit einem Zauberspruch zurückverwandelt werden. Aber eines Morgens kommt er nicht pünktlich ... Ein wundervolles Märchen ab 4 Jahren, eins der besten Bilderbücher des Jahres. Weiter zur Rezension:    Der kleine Holzroboter und die Baumstumpfprinzessin von Tom Gauld

Rezension - Knackwurst und Rakete von Mathias Jeschke und Maja Bohn

  Gedichte für Kinder und alle, die es werden wollen Sprachspielereien für Kinder, Poesie, Reime, Lustiges, mal still und nachdenklich, auch mal verrückt und rätselhaft – so die Beschreibung. Die meisten Gedichte fand ich langweilig und antiquiert mit abgestandenem Humor. Tut mir leid, wenn ich das so sagen muss. Einige Poems waren sogar verstörend – so etwas gehört nicht in ein Kinderbuch. Auch handwerklich gäbe es einiges zu bemängeln. Die Altersempfehlung ab 4 Jahren passt nicht. Schade. Weiter zur Rezension:    Knackwurst und Rakete von Mathias Jeschke und Maja Bohn

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Ich, Ellyn von Nell Leyshon

  Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten, in die Sprache einzutauchen, erst Mitte des Romans war ich richtig drin und das Buch konnte mich am Ende begeistern. 1573, England: Ellyn wächst auf einem Bauernhof auf. Das Mädchen ist für die Kuh zuständig und muss auch sonst fest zupacken. Die Familie lebt in Armut und Schmutz, niemand kann lesen und schreiben. Doch Ellyn lebt für das Singen, das sie befreit, und jeder der sie hört, ist fasziniert. Diese Stimme verhilft ihr, als Junge verkleidet, zu einen Platz in einer Eliteschule ... Weiter zur Rezension:    Ich, Ellyn von Nell Leyshon 

Rezension - Every Night of the Week von Lucy Tweed

  Großartige Rezepte für wirklich jeden Tag der Woche Wer jeden Tag kochen will, bzw. muss, dem macht es oft Kopfzerbrechen, was man servieren könnte – eine Eintönigkeit zu durchbrechen. Alltäglich und abwechslungsreich, schnell zubereitet; diesem Thema hat sich Lucy Tweed in diesem Buch gewidmet:  Viel frisches Gemüse, auch vegetarische Gerichte, üppige Mahlzeiten, Salate, Bowls, Pasta, Suppen, Currys, eine Menge Ideen sind hier zu finden. Die Gerichte sind trendig, modern Lifestyle, Weltküche, und bietenden denen, die im Arbeitsleben stehen, Rezepte, die schnell und einfach variierbar zu gestalten sind. Weiter zur Rezension:   Every Night of the Week von Lucy Tweed

Rezension - Leeres Spanien von Sergio Del Molino

  Reise in ein Land, das es nie gab 75 Prozent der spanischen Gesamtbevölkerung lebt in Großstädten und an der Küste. Das Landesinnere hinterlässt den Eindruck gähnender Leere. Wenige verstreute Dörfer. Geister-Dörfer – über 3000 Dörfer sind heute in Spanien komplett verlassen. Wie kam es zu dieser ungeheuren Landflucht? Was sind die Auswirkungen? Wann hat das begonnen? Oder war das schon immer so? Sergio Del Molino erzählt von einer urbanen Revolution, die unter der Industrialisierung im faschistischen Franco begann. Doch er blickt viel weiter zurück, beschreibt, wie verächtlich die Landbevölkerung von den Bürgern der Stadtbevölkerung schon immer gesehen wurde. Es geht in diesem erzählerischen Sachbuch nicht um Anklagen, auch nicht um Klagegesang, sondern um Offenlegung der Tatsachen und Ursachenforschung. Genau das macht es sympathisch. Wer Spanien verstehen möchte, kommt um dieses Buch nicht herum. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Leeres Spanien von Sergio Del Molino

Rezension - Fischers Frau von Karin Kalisa

  Mia Sund hatte früher einen anderen Namen, ein anderes Leben, in der Fälscherwerkstatt ihres Vaters. Sie hatte ihren Namen geändert, war ein wenig herumgezogen und hat dann das Fach Textilien und archäologische Fasern studiert, arbeitet nun als Kuratorin für Fasernarchäologie in einem Museum in Greifswald. Eines Tages bringt ihr Chef einen Fischerteppich zu ihr, der per Post angekommen war; sie soll ihn untersuchen. Man nennt sie Pommersche Fischerteppiche, Ostseeperser – ein ungewöhnliches Stück. Mia will nachforschen, wie dieser Teppich nach Zagreb gelangte, wer ihn erstellte. Es gibt schöne Momente in diesem Roman, sehr feine Passagen, doch insgesamt konnte mich der Stil der Autorin nicht begeistern, auch nicht die Teppiche. Ein Roman der literarisch gut geschrieben ist, der den einen begeistert, andere weniger – Geschmack. Weiter zur Rezension:   Fischers Frau von Karin Kalisa