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Rezension - Ozeane – Die Meere erforschen und schützen von Dr. Florian Huber und Uli Kunz

  Anfangs geben die Meeresbiologen einen kompakten Einstieg in die Ozeanografie und erklären die Entstehung der Ozeane und verschiedene Meeresbereiche sowie die einzelnen Ozeane. Mit Forschungstauchern geht es hinab an den Haien vorbei bis zu den Unterwasservulkanen. Meereslebewesen, Eisberge, Sturmfluten und Tiefseegräben - die Weltmeere stecken voller interessanter Dinge. Der Mensch und das Meer – nicht immer ein harmonisches Miteinander. Rundum birgt dies Kindersachbuch kompaktes Wissen zum Thema Meer, ab 8 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Ozeane – Die Meere erforschen und schützen von Dr. Florian Huber und Uli Kunz

Rezension - Ein Sommer in Niendorf von Heinz Strunk

  Gesprochen von: Heinz Strunk Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 4 Std. und 43 Min. Ein bürgerlicher Antiheld, ein Jurist namens Roth, begibt sich für eine längere Auszeit nach Niendorf an die Ostsee, um ein Buch zu schreiben. In der Lübecker Bucht will er in der Abgeschiedenheit einen wichtigen Roman auf Papier bringen: eine Abrechnung mit seiner Familie. Eine bitterböse Gesellschaftssatire, eine Spezialität von Heinz Strunk, der es immer wieder schafft, die ekligsten Typen und Situationen in Szene zu setzen: gescheiterte Existenzen, Lebenslügen, Abstürze und peinliche Männer. Ein alternder Intellektueller in der Midlifecrisis, geschieden, missratene Tochter, beruflich abgearbeitet, eine bourgeoise Type – noch hoch auf seinem Ross. Der Absturz ist vorprogrammiert. Empfehlung – aber nichts für schwache Nerven. Weiter zur Rezension:    Ein Sommer in Niendorf von Heinz Strunk

Rezension - Terra di Sicilia – Die Rückkehr des Patriarchen von Mario Giordano

  Gesprochen von: Thomas M. Meinhardt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 16 Std. und 49 Min. Barnaba Carbonaro, Nino gerufen, wird 1880 in Taormina geboren, wächst in Armut im archaischen Sizilien auf. Sein Vater ist früh verstorben und Barnaba muss bereits als Kind arbeiten, Lesen und Schreiben hat er nie gelernt – doch er ist ein talentierter Kopfrechner. Zahlen sind sein Element, seine Leidenschaft sind Mandarinen. Sein Traum ist es reich zu werden. Seine Mutter ist eine Schneiderin, und schnell lernt der Junge: Kleider machen Leute. Mit Mut und großer Willensstärke schafft er es schließlich, ein geachteter Großhändler für Zitrusfrüchte auf dem Münchner Großmarkt zu werden. Wie gewonnen, so zerronnen, Erfolg und Niederlagen liegen bei Barnaba immer ganz dicht beieinander … Wahre Familiengeschichte verknüpft mit Historischem; gute Unterhaltung, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Terra di Sicilia – Die Rückkehr des Patriarchen von Mario Giordano

Rezension - Azzurro von Eric Pfeil

  Mit 100 Songs durch Italien Wer nun glaubt, eine Ansammlung von Liedertexten zu finden, der liegt völlig falsch. In «Azzurro» befasst sich Eric Pfeil mit bekannten italienischen Songs: ihren Songschreiber:innen und Sänger:innen, Anekdoten, Hintergrundwissen, mit dem dolce vita an sich – und er versucht, über die Musik Italien für sich zu verstehen. Es ist eine persönliche Auswahl von italienischer Musik, u.a. Gianna Nannini, Lucio Dalla, Mina, Ricchi e Poveri, Adriano Celentano, Lucio Battisti, Francesco di Gregori; aber auch sehr alte Songs – leider fehlen die wichtigen Songs der letzten Jahre. Interessantes Hintergrundwissen, die Auswahl eher was für die «Schlagerfraktion». Weiter zur Rezension:   Azzurro von Eric Pfeil 

Rezension - Meine japanische Küche von Paul Stevan

  Rezepte für jeden Tag Endlich einmal ein alltagstaugliches Kochbuch zur japanschen Küche! Ramen, Miso, Sushi und Sashimi, die grüne Küche Japans und der japanische Grill. Nach einer kurzen Einführung in die Warenkunde, japanischen Grundzutaten, haben mich sogleich die Brühen begeistert. Ein Huhn, Gewürze, Gemüse, mit Wasser bedecken, zwei Stunden leise köcheln lassen. Keine 12 Liter, die 18 Stunden mit der Einlage auf Volldampf kochen müssen ... Hier finden wir Rezepte mit Zutaten, die leicht erhältlich sind, Menüs, die unkompliziert herzustellen sind. Etwas für Einsteiger in die japanische Küche: Ramen, Udon Nudelsuppen, Tataki, Sushi, Donburi und Bowls, Pfanne und Grill, Desserts usw. Weiter zur Rezension:    Meine japanische Küche von Paul Stevan

Rezension - Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan

  Irland, 1985, Kohlen- und Holzhändler Billy Furlong hat es geschafft. Er gehört zur Mittelschicht, ist glücklich verheiratet und er hat fünf wundervolle Töchter. Die Ältesten besuchen die katholische Schule des örtlichen Klosters. Vor Weihnachten hat Furlong viel zu tun, jeder möchte an den Feiertagen eine warme Stube haben. Das Kloster vor Ort ist ein guter Kunde, begleicht sofort die Rechnungen, darum fährt er sogar früh am Sonntagmorgen hinaus. Niemand ist zu sehen. Durch Zufall findet er in einem Kohleschuppen eine eingesperrte junge Frau: barfuß, spärlich gekleidet, durchfroren und verängstigt. Könnte an den Gerüchten etwas dran sein? Atmosphärisch dicht, das Konzentrat einer Geschichte. Diese Novelle ist eine literarische Kostbarkeit! Weiter zur Rezension:   Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan

Rezension - Eine Liebe von Sara Mesa

  Dies ist keine Liebesgeschichte – oder etwa doch? Wenn ja, zu wem oder was? Eine junge Übersetzerin, in den Dreißigern, mietet ein klappriges Haus in einem Dorf im Landesinneren, wo sie die nötige Ruhe finden will, um ihren ersten literarischen Übersetzungsauftrag zu schreiben. Die Sprache von Sara Mesa ist schnörkellos, reduziert. Drei Kapitel – ein Dreiakter, eine griechische Tragödie. Nat gerät in eine Abhängigkeitsschleife zu einem Mann, der sie behandelt wie eine Plastikpuppe. Übergriffige Männer, Kommunikationsfehler – nicht Nein sagen können; ein Roman mit Leerstellen, der einige gesellschaftlich-moralische Fragen stellt; eine Frau auf der Suche nach sich selbst, nach dem Seil, die Glocke über sich selbst abzuzielen. Sara Mesa schafft eine dichte, klebrige, verstörende Atmosphäre. Eine feine spanische Novelle. Weiter zur Rezension:    Eine Liebe von Sara Mesa

Rezension - Als das Meer bebte von Rosanne Parry

  Tauch mit mir ab in die Salische See, hinunter in die Lebenswelt einer Schwertfisch-Familie. Dies ist auf der einen Seite ein spannender Kinderroman, andererseits ein erzählendes Sachbuch. Denn in die Geschichte ist eine Menge Wissenswertes über Wale eingeflochten. Das Orca-Mädchen Wega soll einmal die Wegfinderin ihrer Familie werden, soll die Familie leiten, sie zu den Futterstätten führen. Haiattacken, Begegnungen mit anderen Walen, ein Seebeben, usw. ... ein packendes Tierabenteuer! Erzählung und Sachinformation sind hervorragend verknüpft. Eine Geschichte, bei der man sich in die Tiere hineinversetzt und so etwas über ihre Probleme zu erfahren: Hunger durch Überfischung, verschmutzte Meere, Klimawandel, der Lärm der Schiffe schadet ihrem Orientierungssinn usw. Ein klasse Kinderbuch ab 9 Jahren, das ich unbedingt empfehle! Weiter zur Rezension:    Als das Meer bebte von Rosanne Parry 

Rezension - Nami und das Meer von Catherine Meurisse

  Eine junge französische Zeichnerin fährt nach Japan, um sich von neuen Landschaften und der Kultur inspirieren zu lassen. Sie hat in einer Künstlerresidenz ein Zimmer gebucht, ist beim Empfang sogleich begeistert vom Meeresblick. Die Enttäuschung folgt postwendend: Die Verwaltungszimmer haben Meeresblick, die Künstler schauen auf eine Felswand: «Der Architekt wollte das so. Damit Sie während ihres Aufenthalts nicht abgelenkt werden.» Eine Menge kultureller Fettnäpfchen warten darauf von der jungen Frau betreten zu werden. Und sie tritt breit hinein. Französische Kultur trifft auf japanische in einer wundervollen Graphic Novel. Das ist sehr amüsant. Künstlerisch stilvolle Grafiken runden den Comic ab. Ein Lesevergnügen. Der Carlsen Verlag empfiehlt ein Lesealter ab 12 Jahren, ich würde es eher ab 13/14 empfehlen – Allage, na klar! Weiter zur Rezension:    Nami und das Meer von Catherine Meurisse

Rezension - Die Diplomatin von Lucy Fricke

  Gesprochen von: Bettina Hoppe Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 5 Std. und 1 Min. Friederike Andermann, genannt Fred, ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Diplomatin. Eine Frau, die nichts aus der Ruhe bringt; ihr Zuhause ist Deutschland, das jeweilige Konsulat, egal wohin man sie schickt. In Montevideo, Uruguay, wird die Fünfzigjährige erstmalig als Konsulin eingesetzt. Kaum angekommen, wird sie vor ein Problem gestellt. Das endet in einem Desaster – und Fred muss weiterziehen nach Istanbul. Überwacht vom türkischen Geheimdienst ist es nun ihre Aufgabe, deutsch-türkischen Künstler:innen zu helfen, die inhaftiert wurden. Kritiker werden in diesem Land in Scheinprozessen verurteilt. Die Diplomatie stößt an ihre Grenzen. Fred geht andere Wege, die allerdings gefährlich werden können ... Ein leiser Thriller mit trockenem Humor im Feld der Diplomatie, Empfehlung. Weiter zur Rezension:   Die Diplomatin von Lucy Fricke