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Rezension - Sanctuary Paola Mendoza und Abby Sher

  Ein atemberaubendes Jugendbuch, ein Pageturner, eine Dystopie, die zu Herzen geht. USA, 2032: Alle Bürger:innen werden durch einen ID-Chip überwacht, und den erhält man eben nur als legaler Mitbürger mit dem US-Pass. Auf die illegalen Einwanderer wird Jagd gemacht. Man muss überall seinen Arm vorzeigen, sich scannen lassen, es ist beinahe unmöglich, undokumentiert zu leben. Mit dem großen Update funktionieren die gekauften Fake-Chips nur noch sporadisch oder gar nicht mehr. Die Familie der 16-jährigen Valentina González Ramirez, genannt Vali, lebt in Vermont. Ihnen bleibt nur noch die Flucht nach Kalifornien, das sich von den USA abgespalten hat und Flüchtige aufnimmt. Diesen Jugendroman ab 14 Jahren kann ich auch Erwachsenen ans Herz legen; Allage! Abteilung Lieblingsbuch, nominiert für den Deutschen Jugend-Literaurpreis ! Weiter zur Rezension:  Sanctuary Paola Mendoza und Abby Sher

Rezension - Pesto e Basta! von Susann Kreihe

  Die 150 besten Rezepte – von klassisch bis extravagant. Zu Pasta, Pizza, Fleisch, Gemüse & Brot Pesto ist nicht nur praktisch, wenn es in der Küche schnell gehen muss, Pesto ist auch unglaublich wandelbar: klassisch zur Pasta, als Brotaufstrich, für die Salatsoße, als Sauce zu Fleisch, Fisch & Gemüse, als würziges Topping in Suppen ... Und dieses Kochbuch ist eine wahre Fundgrube für Rezepte und Ideen! Wer Pestos liebt, wird sich in dieses Buch verlieben. Aber nicht nur Pestorezepte sind hier zu finden, auch solche zu den «Beilagen». Weiter zur Rezension:    Pesto e Basta! von Susann Kreihe

Rezension - Brachland von William Boyle

  Analytisch blickt William Boyle hinein in einen Mikrokosmus – in den NY-er Stadtteil Brooklyn, in die italienische Community der 1990-er. Zunächst stellt uns der Autor einige Protagonisten vor, deren Lebensgeschichte in Kurzfassung. Einige von ihnen kennen sich, oder sind verwandt, oder werden sich im Verlauf der Geschichte kennenlernen. Ganz langsam zieht der Autor den Sack zu, in dem am Ende die Handelnden zappeln werden, einen Ausweg suchen. Einen Ausweg aus ihrem verfluchten Leben. Ein bisschen Glück. Nicht jeder wird dieses Szenario überleben ... Noir, ein feiner literarischer Thriller. Weiter zur Rezension:    Brachland von William Boyle

Rezension - Meine Île de Ré von Bernd Eilert

  Der Inselurlaub der Kindheit ist nicht in guter Erinnerung. Und doch hat Bernd Eilert ziemlich viele Inseln bereist, von denen er uns berichtet. Auf die Île de Ré hat ihn seine Frau geführt. Ihr Charme äußert sich für den Autor durch den Mangel an offensichtlichen Sehenswürdigkeiten und zur Show getragenem Schischi. Die einzigen Sixpacks, die auf der Insel zur Schau getragen würden, findet man hier auf gerunzelten Stirnen. Ein idealer Ort für Müßiggänger und Entdecker! Ein Plauderbuch über Gott und die Welt, voller Literaturzitate. Die Île de Ré ist eher ein kleines Nebenprodukt. Ein Buch fürs Dolcefarniente und Leser, die den Plauderer mit seinem subtilen Humor genießen. Weiter zur Rezension:    Meine Île de Ré von Bernd Eilert

Rezension - Piepmatz macht Wald aus euch von Michael Stavarič und Stella Dreis

  Weltrettdings für Vorangeschrittene «Aus mit Plapperblabla!», in dieser Wutrede - verfasst in «Eichelhäherisch» - richtet sich dieser Piepmatz an die Menschheit. Höchste Zeit, ihm zuzuhören! Er will die Welt retten! Die Menschen roden Wälder, bauen immer neue Häuser und Straßen, für die Natur, die Tiere, bleibt kein Platz mehr. Einem Eichelhäher platzt der Kragen, die Menschen müssen gestoppt werden! Er ist wütend, weil die Menschen zu dumm sind, um zu sehen, was sie anrichten. So pflanzt er Bäume, wo es ihm gerade passt, mit dem Ziel, die ganze Welt zu bewalden. Ein Bilderbuch ab 6 Jahren, das mir ein wenig zu chaotisch ist, zu undifferenziert, obwohl eine gute Absicht zum Umweltschutz dahintersteht. Weiter zur Rezension:    Piepmatz macht Wald aus euch von Michael Stavarič und Stella Dreis

Rezension - Der Himmel am Tag und in der Nacht von Anna Claybourne und Kerry Hyndman

  Ein Kindersachbuch zum Wenden lässt uns den Himmel bei Tag und bei Nacht ins Visier nehmen. Zunächst erklärt das Bilderbuch die Erdatmosphäre und weshalb uns der Himmel blau erscheint. Die Sonne und die Wolken – wie entstehen sie überhaupt? Das Wetter, Tiere, Phänomene, und technische Flugobjekte, Hi-Tech am Himmel. Viel wird angerissen. Kleine Experimente sind eingefügt. Nur logisch ist das Buch nicht, denn viele der hier beschriebenen Dinge sind 24 Stunden lang am Himmel zu sehen, Satelliten z.B., und das Wetter interessiert weder Nacht noch Tag. Ein nettes Buch ab 8 Jahren, das allerdings ein wenig am Thema vorbeigeht und sehr technisch orientiert ist. Weiter zur Rezension:    Der Himmel am Tag und in der Nacht von Anna Claybourne und Kerry Hyndman

Rezension - Erebus von Michael Palin

  Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See Gesprochen von Gert Heidenreich Ungekürztes Hörbuch Spieldauer: 12 Std. und 18 Min. Die HMS Erebus war eines der wichtigsten Forschungsschiffe ihrer Zeit, ihre Expeditionen galten als bahnbrechend. Im Jahr 1848 verschwand sie spurlos in der Arktis - erst 2014 wurde sie vor der Nordküste Kanadas gefunden. Mit präziser Genauigkeit wird in diesem erzählenden Sachbuch die Geschichte dieses Schiffs erzählt, beginnend mit dem Bau bis hin zu dem Zeitpunkt, als das verschollene Schiff fast 200 Jahre später aufgefunden wird. Das Ziel John Franklins war es, die Nordwestpassage zu finden - ein Seeweg von Europa nach Asien, in den Handel und Marine große Hoffnungen setzten. Dies ist ein ausführliches erzählendes Sachbuch, das uns die viktorianische Zeit nahebringt, die Seefahrt und damalige Forschungsreisen. Es fängt Stimmungen an Bord ein, Begegnungen und es ist ein sehr gut recherchiertes Dokument. Aber genau das muss man möge...

Rezension - Das Gutachten von Jennifer Daniel

  Im Juli 1977 ist Karl Martin als Assistent am rechtsmedizinischen Institut in Bonn beschäftigt. Er ist für die fotografische Ablichtung zur Dokumentation für die Kriminalpolizei zuständig. Nachkriegszeit – Martin ist ein aufrechter Bürger, konservativ, im Schlaf quälen ihn seine Kriegserlebnisse. An einem Sommertag wird für Karl die Welt zusammenbrechen ... Die missglückte Plakataktion einer linken Gruppierung beim Kanzlersommerfest, drei Autos auf einer Landstraße, wobei die Insassen von zwei Autos stark alkoholisiert sind, endet in einer Katastrophe. Die spießige Atmosphäre der Bonner Gesellschaft und ihre Bigotterie ist prima im Comic herausgearbeitet. Ein Dickicht von Kumpanei, Seilschaften, Amtsmissbrauch, Machtmissbrauch legt die Graphic Novel offen; Kriminalliteratur,  Deutsche Geschichte, ein Drama. Allage, ab 14/15 Jahren; Empfehlung! Weiter zur Rezension:     Das Gutachten von Jennifer Daniel

Rezension - Leichte türkische Küche von Ayse Tuncöz

  Ayşenputtels 70 kalorienarme Rezepte Die türkische Küche ist köstlich, aber teils recht deftig. Ayşe Tunçöz, überlegte, wie sie abnehmen könne, ohne auf die kulinarischen Schätze ihrer türkischen Heimat verzichten zu müssen. Und so entwickelte sie eigene Rezepte, traditionell, aber kalorienreduziert. Leckere Rezepte, einfach um sie nachzukochen – so weit, so gut. Aber leicht sind sie garantiert nicht, eben sehr Deftiges etwas kalorienreduziert. Freunde der türkischen Küche finden hier gute Anregung.  Weiter zur Rezension:    Leichte türkische Küche von Ayse Tuncöz

Rezension - Meine verlorene Freundin von Milena Busquet

  Eine Protagonistin mit Bindungsängsten, Angst etwas geben zu müssen, wenn man nimmt. Angst vor zu viel Nähe, einem Verlust, der zu tief treffen könnte. Eine Frau, die sich selbst im Weg steht, die mit der Suche nach der früh verstorbenen Freundin sich auf die Suche macht, die eigene Identität zu finden. Der Roman geht in Rückblicken ins Leben der Ich-Erzählerin – Krankheit, Tod, Trauer, Verarbeitung und Vergessen von Personen ist das Thema, Verblassen und Verzerrung von Erinnerungen, die Bedeutungslosigkeit des Daseins. Weiter zur Rezension:    Meine verlorene Freundin von Milena Busquet