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Rezension - Tradition Mord von Sarah Kessler

  Staatsanwältin Frida ermittelt in diesem Kriminalroman zu einer Messerattacke auf eine junge Frau, Aliye Yıldız, die im Krankenhaus liegt, den Angriff vielleicht nicht überleben wird, der hinterrücks erfolgte, ein Femizid, ein Mordversuch. Täter unbekannt. Dann geht es weiter in eine Familiengeschichte über drei Generationen. Am Ende hat wieder die Staatsanwältin das Wort. Es entwickelt sich aus der Geschichte aber ein anderer Fall, der lange zurückliegt. Die erste Geschichte taucht in den Untergrund ab, wird nicht aufgeklärt. Der Lesende wird ratlos zurückgelassen. Letztendlich, wenn man alles zusammenzählt, ist dies ein schwacher Justizroman: Ein nicht überzeugendes Konstrukt, Ausdruck und Stilistik schwächeln.  Weiter zur Rezension:   Tradition Mord von Sarah Kessler

Rezension - Drachenreiter - Der Fluch der Aurelia von Cornelia Funke

  Guinever macht mit ihrem Vater auf dem Weg ins Himalayagebirge einen Abstecher nach Neuseeland. Viel lieber wäre es Guinever allerdings jetzt bei ihrem Bruder Ben, dem Drachenreiter am Saum des Himmels zu sein – gerade waren dreizehn neue Drachen geboren. Irgendwas geht vor auf der Welt, denn Vater Barnabas ist beunruhigt. Es geht um eine alte Geschichte der Māori, aber er will erst weitere Informationen sammeln, bevor er den Kindern von seinem Verdacht etwas erzählt. «Vier, um sie anzukündigen, vier, um sie zu empfangen.» Ben und Fliegenbein forschen nach den alten Mythen: Schwärme von Seevögeln kündigen ein riesiges Fabelwesen an, das aus den Tiefen des Ozeans an der Küste Kaliforniens emporsteigt: die Aurelia. Fantasy und Abenteuer vom Feinsten ab 10 Jahren – Allage. Meine Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Drachenreiter - Der Fluch der Aurelia von Cornelia Funke

Rezension - Wohin ich immer gehe von Nadine Schneider

  Sie sind beste Freunde und wollten weg aus Rumänien, aber dann war David verschwunden und Johannes musste alleine fliehen. Über die Donau schwimmen am sogenannten Eisernen Tor; sie hatten dafür trainiert und er hatte es geschafft, er hat die Ceauşescu-Diktatur hinter sich gelassen. Als ihn eines Tages die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht, kehrt er zur Beerdigung zurück nach Banat in die Heimat. Wie hatte die Mutter ihn gefunden? Er hatte nie Kontakt mit der Familie aufgenommen, auch nicht nach dem Regimezusammenbruch. Ein geschickt konstruierter Roman mit Tiefgang, handwerklich fein ausgearbeitet. Ein Genuss, diesen Roman zu lesen, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Wohin ich immer gehe von Nadine Schneider

Rezension - Blizzard von Robert Brack

  Der Gangsterroman fing einigermaßen interessant an. Manch einer braucht ein wenig Anschub, um Spannung aufzubauen, doch dieser hier hat es bis zum Schluss nicht geschafft. Ich frage mich nun am Ende, ob der Autor eine Persiflage schreiben wollte oder schlicht eine skurrile Story im Sinn hatte. Alles beginnt recht normal und stolpert sich Seite für Seite in nicht glaubwürdige Situationen, die für mich im Nonsens endeten, leider humorlos. Ein Einbruch bei einem Juwelier, ein berühmtes Collier, eine Truppe unterwegs in Eis und Schnee – auf der Reise begegnen sie durchgeknallten Typen ... Weiter zur Rezension:    Blizzard von Robert Brack

Rezension - Die Stille des Todes von Eva Garcís Sáenz

  Gesprochen von Uve Teschner Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 15 Std. und 28 Min. Serie: Inspector Ayala ermittelt, Titel 1 In der Kathedrale von Vitoria-Gasteiz, im Herzen des Baskenlandes, liegt während der Feierlichkeiten zum Dia del Blusa ein nacktes totes Paar in einem offenen Grab, die Hände an die Wange des anderen gelegt. Der Fall erinnert an eine Serie von Morden, die zwanzig Jahre zuvor die baskische Stadt in Atem hielt. Unai López de Ayala, genannt Kraken, Profilingexperte und Fallanalytiker und Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna, genannt Esti, stehen vor einem Rätsel, denn der Täter von damals sitzt in Haft. Ein Pageturner, ein komplexer atmosphärischer Krimi aus Spanien, ein Thriller, der bereits verfilmt wurde. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Stille des Todes von Eva Garcís Sáenz

Rezension - Das Versprechen von Damon Galgut

  «Das Versprechen» nimmt Rachel gleich zu Beginn im Beisein von Tochter Amor auf dem Todesbett ihrem Mann ab: Die Hausangestellte Salome soll das kleine Haus erhalten, in dem sie mit ihrem Sohn lebt und das bisschen Land drumherum. Ein Familienroman, der vom Zerfall einer weißen südafrikanischen Burenfamilie erzählt, die auf einer Farm außerhalb von Pretorias lebt. Galgut beherrscht sein Handwerk par excellence, ohne Frage, und dafür erhielt er im letzten Jahr den Booker Prize. Trotz aller Erzählkunst konnte er mich nicht abholen, weder inhaltlich, schon gar nicht emotional.  Weiter zur Rezension:    Das Versprechen von Damon Galgut

Rezension - Die Brücke von Carola Wegerle

Zwei Häuser, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind, können nicht verschiedener sein: Im rechten Haus wohnte Sirrus Familie; hier herrscht ein buntes, lustiges Treiben, Chaos regiert den Alltag. Links wohnt Hannos Familie. Regeln strukturieren das Leben, Ordnung und Disziplin, keine Zeit zum Trödeln. Ein Blitzschlag zerstört die Brücke. Diese beiden Familien stellen die rechte und linke Gehirnhälfte dar. Wie arbeitet unser Gehirn? Einerseits ein gutes Kindersachbuch mit tollen Übungen, andererseits war es mir zu wenig für die Überschrift, zu abstrakt. Kinderbuch ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Brücke von Carola Wegerle

Rezension - Ende in Sicht von Ronja von Rönne

  Die 69-jährige Hella Licht ist nachts auf der Autobahn in NRW unterwegs, als sie sieht, dass kurz vor ihr sich eine junge Frau von einer Grünbrücke auf den Rand der Fahrbahn stürzt. Die 15-jährige Juli hat den Suizidversuch überlebt. Hella verspricht ihr, sie in Ulm bei der Mutter abzuliefern. Aber auch der abgewrackte Schlagerstar ist auf dem Weg, das Leben zu beenden – in der Schweiz. Gut geschriebener Slapstick, ein Drama, ein Unterhaltungsroman, ein Roadmovie, allerdings recht flache Figuren. Nette Unterhaltung, mehr war es für mich nicht. Weiter zur Rezension:    Ende in Sicht von Ronja von Rönne

Rezension - Cordie von Felicity McLean

  Tikka Molloy arbeitet als Laborassistentin in Baltimore, Australien. Auf dem Heimweg im strömenden Regen entdeckt sie sie: Cordie! Sie folgt ihr durch den dichten Verkehr, Treppen rauf und runter, durch Straßen und endlich am Bahnsteig hat sie sie eingeholt. Aber es ist nicht Cordie! Immer wieder sieht sie ihre damals beste Freundin. Es ist fast eine Manie, sie aufzuspüren – sie wird sie nie aus dem Kopf bekommen. Zwanzig Jahre später kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück. Ihre Erinnerungen an damals tauchen auf: Tikka Molloy war in diesem heißen Sommer von 1992 elf Jahre alt, als die Van Apfel-Schwestern verschwanden ... Weiter zur Rezension:    Cordie von Felicity McLean

Rezension - Heimkehren von Yaa Gyasi

  Gesprochen von Bibiana Beglau, Wanja Mues, Britta Steffenhagen, Götz Schubert, Johann von Bülow, Stefan Kaminski, Felix Goeser, Bjarne Mädel, Max Mauff, Rike Schmid, Jodie Ahlborn, Jule Böwe, Judith Engel, Lisa Wagner Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 58 Min. Dieser berührende Roman ist episodenhaft geschrieben, fügt das Schicksal einer schwarzen Familie über Generationen zusammen. Die Geschichte zieht den Leser sofort hinein, bildgewaltig. Effia und Esi sind Halbschwestern, lernen sie sich jedoch nie kennen, da ihre Lebenswege von Anfang an getrennt verlaufen. Im Ghana des 18. Jahrhunderts wird Effia mit einem Engländer verheiratet, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird gefangen genommen, als Sklavin nach Amerika verkauft. Während Effias Nachkommen über Jahrhunderte sowohl als Opfer als auch Profiteure des Sklavenhandels werden, fristen Esis Kinder und Kindeskinder ihr Leben zunächst auf den Baumwoll-Plantagen der Südstaaten. Drei Jahrhu...