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Rezension - Die Brücke von Carola Wegerle

Zwei Häuser, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind, können nicht verschiedener sein: Im rechten Haus wohnte Sirrus Familie; hier herrscht ein buntes, lustiges Treiben, Chaos regiert den Alltag. Links wohnt Hannos Familie. Regeln strukturieren das Leben, Ordnung und Disziplin, keine Zeit zum Trödeln. Ein Blitzschlag zerstört die Brücke. Diese beiden Familien stellen die rechte und linke Gehirnhälfte dar. Wie arbeitet unser Gehirn? Einerseits ein gutes Kindersachbuch mit tollen Übungen, andererseits war es mir zu wenig für die Überschrift, zu abstrakt. Kinderbuch ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Brücke von Carola Wegerle

Rezension - Ende in Sicht von Ronja von Rönne

  Die 69-jährige Hella Licht ist nachts auf der Autobahn in NRW unterwegs, als sie sieht, dass kurz vor ihr sich eine junge Frau von einer Grünbrücke auf den Rand der Fahrbahn stürzt. Die 15-jährige Juli hat den Suizidversuch überlebt. Hella verspricht ihr, sie in Ulm bei der Mutter abzuliefern. Aber auch der abgewrackte Schlagerstar ist auf dem Weg, das Leben zu beenden – in der Schweiz. Gut geschriebener Slapstick, ein Drama, ein Unterhaltungsroman, ein Roadmovie, allerdings recht flache Figuren. Nette Unterhaltung, mehr war es für mich nicht. Weiter zur Rezension:    Ende in Sicht von Ronja von Rönne

Rezension - Cordie von Felicity McLean

  Tikka Molloy arbeitet als Laborassistentin in Baltimore, Australien. Auf dem Heimweg im strömenden Regen entdeckt sie sie: Cordie! Sie folgt ihr durch den dichten Verkehr, Treppen rauf und runter, durch Straßen und endlich am Bahnsteig hat sie sie eingeholt. Aber es ist nicht Cordie! Immer wieder sieht sie ihre damals beste Freundin. Es ist fast eine Manie, sie aufzuspüren – sie wird sie nie aus dem Kopf bekommen. Zwanzig Jahre später kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück. Ihre Erinnerungen an damals tauchen auf: Tikka Molloy war in diesem heißen Sommer von 1992 elf Jahre alt, als die Van Apfel-Schwestern verschwanden ... Weiter zur Rezension:    Cordie von Felicity McLean

Rezension - Heimkehren von Yaa Gyasi

  Gesprochen von Bibiana Beglau, Wanja Mues, Britta Steffenhagen, Götz Schubert, Johann von Bülow, Stefan Kaminski, Felix Goeser, Bjarne Mädel, Max Mauff, Rike Schmid, Jodie Ahlborn, Jule Böwe, Judith Engel, Lisa Wagner Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 58 Min. Dieser berührende Roman ist episodenhaft geschrieben, fügt das Schicksal einer schwarzen Familie über Generationen zusammen. Die Geschichte zieht den Leser sofort hinein, bildgewaltig. Effia und Esi sind Halbschwestern, lernen sie sich jedoch nie kennen, da ihre Lebenswege von Anfang an getrennt verlaufen. Im Ghana des 18. Jahrhunderts wird Effia mit einem Engländer verheiratet, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird gefangen genommen, als Sklavin nach Amerika verkauft. Während Effias Nachkommen über Jahrhunderte sowohl als Opfer als auch Profiteure des Sklavenhandels werden, fristen Esis Kinder und Kindeskinder ihr Leben zunächst auf den Baumwoll-Plantagen der Südstaaten. Drei Jahrhu...

Rezension - Freunde von Deborah Marcero

  Zunächst hat mich die Illustration gepackt. Atmosphärisch sammelt die Autorin Momente ein. Leander, ein kleines Kaninchen, sammelt Blumen, Federn, herzförmige Steine usw. in Gläsern. Eines Tages trifft er auf Lenu, die gerade das kirschsiruprote Licht des Sonnenuntergangs einsammelt, und er schließt Freundschaft mit ihr. Ihre gemeinsame Sammlerliebe spornt sie an, und sie beginnen, Augenblicke festzuhalten. Die Massage: Das Leben leben, sich die glücklichen Momente aufbewahren, um sich an sie zu erinnern, sie mit Freunden zu teilen, um in bedrückenden Momenten, sich an den Liebreiz zu erinnern. Bilderbuch ab 3 Jahren.  Weiter zur Rezension:   Freunde von Deborah Marcero

Rezension - In all deinen Farben von Bolu Babalola

  Bolu Babalola hat die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie witzig, spritzig, teils modern in unsere Zeit transportiert, neu erzählt. Sie konzentriert sich auf die fantastischen Volksmärchen Westafrikas. Bolu Babalola gibt ihren Protagonistinnen Selbstbewusstsein, sie nehmen ihr Schicksal in die Hand, verlassen manchmal den vorgezeichneten Weg. Die Geschichten wechseln in Perspektive, in Kontinenten und Schreibstil, durchschreiten Grenzen von Zeit und Raum. Herrlich erfrischend zu lesen – Liebesgeschichten mit Köpfchen und ganz viel Herz – fern von Kitsch. Sommerlektüre – meine Empfehlung! Weiter zur Rezension:    In all deinen Farben von Bolu Babalola

Rezension - Das Vorkommnis von Julia Schoch

  Eine Schriftstellerin wird am Ende einer Lesung von einer Fremden angesprochen, die behauptet, sie hätten beide denselben Vater. Kommunikation zu Ende. Es gibt keinen Austausch zwischen den beiden, aber die Begegnung löst in der Autorin eine Welle von Emotionen aus. Fragen drängen sich auf, über Ehe und Mutterschaft, über Adoption und andere Familiengeheimnisse, über das Thema Wahrheit an sich. Schriftstellerisch erstklassig geschrieben und mit klugen, präzisen Gedankengängen einer schonungslosen Selbstreflexion hat mir der Roman gut gefallen. Weiter zur Rezension:    Das Vorkommnis von Julia Schoch 

Rezension - Der verborgene Gast von Michael Böhm

  Kriminalhauptkommissar Roth vom LKA ermittelt in einem Mordfall in Oberbayern: eine Wasserleiche. Eine weitere tote Frau im Schnee unter einem Kreuz an einer einsamen Stelle weist vom Tathergang Parallelen auf. Abwechselnd blickt der Leser in die Ermittlung und in die Abgründe der Seele eines Mörders. Der dichte Noir-Krimi ist ein Lesevergnügen in Sprache  ist Lesevergnügen in Sprache und Konstrukt, meine Empfehlung! Ein Kriminalroman der anderen Art. Weiter zur Rezension:    Der verborgene Gast von Michael Böhm

Rezension - Die Verschwörung der Krähen von Markus Gasser

  Eine Biografie über Daniel de Foe als historischer Krimi und Abenteuerroman beworben. Leider Zäh und verkopft, mit einer sehr distanzierten Erzählhaltung, verschachtelten Sätzen, hin und her springend in den Zeitebenen, war dieser historische Roman für mich kein Lesevergnügen. Ich bin nur drangeblieben, weil Daniel de Foe eine bemerkenswerte Persönlichkeit war und das Leben dieser Epoche rein wissenschaftlich gesehen gut dargestellt wird – eben eher informativ als spannend. Interessant ja – mehr war es für mich persönlich leider nicht. Weiter zur Rezension:    Die Verschwörung der Krähen von Markus Gasser

Rezension - Radio Silent - Melde dich, wenn du das hörst von Tom Ryan

  Die Sucherin – sie betreibt einen erfolgreichen Podcast – niemand weiß, wer sich hinter Radio Silent verbirgt. Dee hilft Menschen, vermisste Personen aufzuspüren. Die 17-Jährige hat ein Trauma. Vor 10 Jahren wurde ihre Freundin Sibby entführt. Dort im Wald, am Baumhaus. Dee musste alles mit ansehen und konnte nicht helfen, fühlt sich mitschuldig – so will sie heute andere unterstützen, um plötzlich Verschwundene wieder aufzufinden. Und nun wiederholt sich alles in ihrem kleinen Ort ... spannender Jugend-Thriller ab 13 Jahren. Meine Empfehlung für das Jundbuch! Weiter zur Rezension:    Radio Silent - Melde dich, wenn du das hörst von Tom Ryan