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Rezension - Die Kirsche auf der Torte aller Katastrophen von Marie Pavlenko

  Ein Jugendbuch, das mir so richtig Spaß gemacht hat! Shit happens – alles läuft schief in diesem Jahr! Deborah wohnt in Paris und ihr letztes Schuljahr steht an. Wird sie das Abitur schaffen? Ihre Mutter hat einen ausgesetzten Hund mit nach Hause gebracht – aber Deborah muss ihn füttern und auszuführen. Die beste Freundin steckt in einer anderen Abschlussklasse und ist verliebt, hat kaum Zeit für sie, und das ist längst nicht alles! Der Sound dieses Jugendromans ist trotz aller Desaster voll Zuversicht und mit viel Humor geschrieben. Als Lesender lacht man sich weg und an manchen Stellen streicht man ein Tränchen von der Wange. Atmosphärisch dicht, sprachlich und inhaltlich auf hohem Niveau, trotzdem leicht zu lesen, ein Coming-of-Age-Roman mit Lesespaß ab 13 Jahren.  Weiter zur Rezension:    Die Kirsche auf der Torte aller Katastrophen von Marie Pavlenko

Rezension - Stürzen Liegen Stehen von Jon McGregor

  Nach den ersten Seiten hole ich das erste Mal Luft. Jon MacGregor hat mich sofort abgeholt. Kopfkino, Nature Writing vom Feinsten – Die Kraft der Natur, mittendrin drei hilflose Menschen. Ein Roman, der, wenn man es genau nimmt, zwei Geschichten enthält. Das erste Drittel, eine Abenteuergeschichte: Drei Männer in der Antarktis, als sie von einem plötzlich einsetzenden Schneesturm überrascht werden. Drei Perspektiven. Einer erleidet einen Schlaganfall, das Leben gerät aus den Fugen, leidet unter Aphasie – das ist der andere Teil des Romans. Sprache, Sprachbilder. Ein großartiges Buch, denn der Autor beherrscht die punktgenaue Sprache wie kaum ein anderer.  Weiter zur Rezension:     Stürzen Liegen Stehen von Jon McGregor

Rezension - Das Linienmalbuch

  Lass dich von den Farben inspirieren! Dies Malbuch für Erwachsene und Jugendliche ist völlig in Ordnung – auch wenn ich ein wenig mehr erwartet habe, mehr Inhalt, mehr Kreativität. 47 Seiten bedruckt mit Aquarell-Motiven, die mit einem Zeichenstift ihren letzten Schliff bekommen sollen, perforierte Seiten zum Heraustrennen. Entspannung beim Zeichnen. Ab 12 Jahren – für alle Altersstufen, Menschen, die gern ein wenig kritzeln. Weiter zur Rezension:   Das Linienmalbuch 

Rezension - Wenn ich euch verraten könnte von Lea Draeger

  Triggerwarnung: Dies ist ein sehr düsterer Roman, der die Essstörung einer 13-Jährigen beschreibt, die zunächst in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie künstlich ernährt wird, sich später stabilisiert. Sie weigert sich, zu essen, zu sprechen – in der Klinik Familienmitglieder zu empfangen. Mir persönlich war die Geschichte zu dunkel und die Perspektive im Ich einer Jugendlichen im Tonfall einer ausgereiften Erwachsenen gestaltet, nicht passend. Weiter zur Rezension:     Wenn ich euch verraten könnte von Lea Draeger

Rezension - Die Jagd von Sasha Filipenko

  Der Journalist Anton Quint, bekommt Informationen zu einem Oligarchen zugesteckt und veröffentlicht diese auf seinem Blog. Unmengen Geld und Immobilien in seinem Besitz. Woher weiß dieser Mann das?, fragt sich der verärgerte Oligarch. Er muss sein schönes Leben im Ausland verlassen. Man soll dem Mann das Maul stopfen. Und man wird sehen, wie ihm das schmeckt! Letztendlich kann man diesen Roman unter dem Genre Thriller, Noir einordnen, eine Realsatire. Alles in allem ein guter Roman über das heutige Russland.  Weiter zur Rezension:    Die Jagd von Sasha Filipenko

Rezension - Der Billabongkönig von Matthias Kröner und Mina Braun

Als Billabong bezeichnen die australischen Ureinwohner ein Wasserloch oder einen Seitenarm eines Flusses. Hier lauern die Krokodile, die Billabongkönige. Einer von ihnen ist Ben; er bestimmt als Herrscher über seinen Sumpf. Basta. Der Ärger beginnt mit den Zahnschmerzen ... ein Vertrag, den er unbedarft unterschreibt. Die spannende Fabel ist sehr humorvoll – besonders durch den Dialog. Machtverhältnisse, Machtübernahme, Diktatur und Demokratie, Gesetz conta Moral, zu seinen Werten stehen – das alles ist Thema und passt gerade jetzt in die Zeit! Das Buch ist anspruchsvoll, spricht philosophische Denkmodelle an, es ist politisch, moralisch, sicher auch für Jugendliche interessant. Der Geheimtipp, unbedingt lesen! Als Unterrichtsmaterial gut geeignet. Von mir ab 10/11 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der Billabongkönig von Matthias Kröner und Mina Braun

Rezension - Schattenbruder von Iris Hannema

  Der Jugendroman konnt mich nicht überzeugen. Hebe, eine junge Niederländerin, Studentin, ist in Trauer. Ihr großer Bruder, mit dem sie so viel verband, ist ertrunken. Er war ein Freediver – ein Meister – und er ist von einem Tauchgang aus Japan nicht zurückgekehrt. Der Klappentext fragt, wie er wirklich gestorben ist. Hebe will das herausfinden und fährt nach Japan. Der Leser vermutet ein Geheimnis, ein Komplott ... so waren meine Erwartungen. Was ich erhalten habe, ist zu dreiviertel Reiseliteratur, ein Streifzug durch Tokio und die japanische Küche. Dazu ein Mädchen, das sich as erste Mal allein zurechtfinden muss, das Smartphone crashed bereits auf dem Flughafen, Inneneinsichten, sich den Ängsten stellen. Ein unglaubwürdiger Plot für mich. Weiter zur Rezension:    Schattenbruder von Iris Hannema

Rezension - Bevor es zu spät ist von Karl Lauterbach

  Was uns droht, wenn die Politik nicht mit der Wissenschaft Schritt hält Karl Lauterbach, dieses Mal nicht als Gesundheitsexperte, sondern in einem Plädoyer für eine konsequente Klimapolitik – die unverzichtbare Klimawende. Wer sich für die Welt interessiert, der findet hier keine neuen Erkenntnisse zu der Katastrophe, die auf uns zurollt, wenn wir nicht unverzüglich etwas zur Rettung der Welt beitragen – und zwar drastisch. Doch interessant ist der Diskurs zur Koppelung zwischen Wissenschaft und Politik. Warum ist die Politik so zögerlich? Ein Sachbuch zum Klimawandel und um die Wichtigkeit von Zusammenarbeit von Politik und Wissenschaft – eine offene und ehrliche Meinung. Ein Buch das verdeutlicht, an welcher Zeitenwende wir stehen und was zu tun ist – unter Verzicht von jedem von uns. Weiter zur Rezension:    Bevor es zu spät ist von Karl Lauterbach

Rezension - Ein Ring aus hellem Wasser von Gavin Maxwell

  Meine Jahre an Schottlands wilder Westküste Ein Klassiker des Nature Writing – was für ein Kultbuch! Was für ein «crazy» Typ! Das Buch erschien erstmals 1960 im Original, 1964 in der Übersetzung, wurde 1969 unter dem Titel «Mein Freund, der Otter» verfilmt. Maxwell, der ein altes Cottage zu bezieht, das ehemalige Heim eines Leutturmwärters, abgelegen in wilder Natur. Der, der mit den Ottern lebt: Mijbil und Edal. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Ein Ring aus hellem Wasser von Gavin Maxwell

Rezension - Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte

  Gesprochen von Robert Stadlober Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 4 Std. und 18 Min. Ein modernes Märchen, ein etwas schräger Roman. Das Buch macht Spaß, wenn man sich auf seine Tonalität einlässt. Zu einer Zeit, lang ist’s her, lebt der elfjährige Martin in einem Dorf, von den Bewohnern fast ausgestoßen. Das Waisenkind besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Schwarze Reiter preschen durch das Land, entführen Kleinstkinder. Eines Tages taucht ein Maler auf, der Aufträge annimmt, Martins Klugheit erkennt und ihn mit sich nimmt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte