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Rezension - Das Archiv der Träume von Carmen Maria Machado

  Das Archiv der Träume ist Carmen Maria Machados persönliche Geschichte und literarische Auseinandersetzung mit einer toxischen, queeren Beziehung, ein autofiktionalen Roman. Das Traumhaus in der Traumbeziehung – so scheint es zunächst. Wenn man liebt, verzeiht man. Doch auch eine Liebe kennt Grenzen. Wann ist der Punkt erreicht, an dem man seinen Koffer packen muss? Die Autorin nimmt ihre Aufzeichnungen zur Hand – das Archiv – und analysiert rückblickend. Interessant an diesem Roman ist das geschickte Konstrukt, keine fortlaufende Erzählung. Die kurzen Kapitel aus dem Traumhaus setzen sich in unterschiedlichen Sprachformen zusammen. Literarisch ein Genuss! Weiter zur Rezension:   Das Archiv der Träume von Carmen Maria Machado

Rezension - Minik - Aufbruch ins weite Meer von Antonia Michaelis

  Im Spätsommer macht sich der kleine Seehund Minik sich auf den Weg in die Ostsee, einem geheimnisvollen inneren Klang folgend. Gleich lauert die erste Gefahr auf ihn. Er landet in einem Fischernetz. Ein Buckelwal namens Lottazwei hilft ihm heraus, und er wird dem Freund mehr als einmal das Leben retten. Die Ostsee ein gruseliges Gebiet für die Tiere, sie steckt voller Gefahren, die zumeist von Menschen ausgehen. Hier wird versucht, eine Geschichte zwischen Sachinformationen zum Umweltschutz zu quetschen und die Erzählung geht verloren – ein Kinderbuch, das runterzieht – das geht gar nicht für mich. Ein gut gestaltetes Sachbuch wäre besser gewesen. In diesem Kinderbuch mangelt es an allen Ecken ... leider. Ab 8 Jahren Weiter zur Rezension:    Minik - Aufbruch ins weite Meer von Antonia Michaelis

Rezension - Das kleine gelbe Haus von Leo Hoffmann von Claudia Burmeister

  Das kleine gelbe Haus ärgert sich. Seine menschlichen Bewohner lassen plötzlich den Garten verwildern, weil die Arbeit so anstrengend ist, wollen lieber in der Stadt wohnen. Schimmel bildet sich auf der Rückseite, die Bauern schütten vor der Tür stinkende Gülle auf den Acker, und die Sonne geht immer an der gleichen Stelle unter. Das kleine Haus ist genervt. Und als niemand zu Hause ist, macht das Haus sich auf zu neuen Ufern. Irgendwohin, wo es schön denkt sich das Haus. Im Wald kommt es zur Ruhe. Nette Bewohner! Endlich erfährt das Haus Respekt! Wirklich? Anpassen und Grenzen ziehen – Andere Orte, andere Sitten ...  Weiter zur Rezension:    Das kleine gelbe Haus von Leo Hoffmann von Claudia Burmeister

Rezension - Ein großes Herz von Jan Kaiser und Kai Würbs

  Mulle bekommt von den Eltern einen Rat mit auf seinem Weg in die weite Welt: Eine Frau mit einem großen Herz soll er sich suchen. Aber wie groß muss so ein Herz wohl sein? Das einer Ziege, einer Katze? Lange ist Mulle auf der Suche, bis er zuletzt herausfindet, dass manche Sätze mehrere Bedeutungen haben können. Bilderbuch ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Ein großes Herz von Jan Kaiser und Kai Würbs

Rezension - Curry von Vivek Singh

  Vivek Singh zählt als der führende indische Koch in der Welt. Und das Curry wiederum hat sich weltweit einen Namen durch die indische Küche gemacht. Doch Halt! Indien? Zunächst gibt es ein paar andere Länder aus der Region, in denen das Curry ein fester Bestandteil der Küche ist, und die weitgereisten Inder nahmen ihre Curry-Küche mit in die Welt hinaus. Curry ist beliebt überall in der Welt! Vivek Singh machte sich auf den Weg, Curry-Rezepte auf unserem Globus zu sammeln: Einblicke in die Töpfe der Curry-Regionen, unterschiedliche Gewürzmischungen und Geschmacksprofile – von der Karibik über Afrika bis nach Asien. Die Rezepte dazu natürlich inbegriffen. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Curry von Vivek Singh

Rezension - Eingeäschert von Doug Johnstone

  Als der Bestattungsunternehmer und Besitzer einer Detektei, Jim Skelf, plötzlich verstirbt, muss sich seine Witwe Dorothy um die Familienunternehmen kümmern. Tochter Jenny, angereist nach Edinburgh, hat gerade ihren Job und die Wohnung verloren, wird ihr zur Seite stehen. Enkelin Hannah studiert zwar noch, wird aber interessehalber eingebunden, weil ihre beste Freundin und Mitbewohnerin spurlos verschwunden ist. Beim Durchgang der Konten fällt Dorothy auf, dass Jim regelmäßige Geldzahlungen an eine unbekannte Frau getätigt hat. Und Jenny übernimmt eine Ehemannüberwachung und den Fall vom alten Herrn Glasmann, der meint, von seiner Pflegerin bestohlen zu werden. Ein literarischer Kriminalroman, ein prima Tartan Noir, nicht nur für Krimifreunde. Weiter zur Rezension:   Eingeäschert von Doug Johnstone

Rezension - Hast du uns endlich gefunden von Edgar Selge

  Gesprochen von: Edgar Selge Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 5 Min. Dieser melancholische Roman hat Tiefe und gleichzeitig eine Menge Humor. Ein paar Mal habe ich laut und herzlich gelacht, denn es ist auch eine Lausbubengeschichte. Letztendlich geht es hier nicht um die Autobiografie von Edgar Selge an sich, sondern um die Auseinandersetzung mit der Nachkriegszeit und seiner eignen Familie, den Lücken, und dem, was das aus einem macht. Edgar Selge sagt, er habe keine Autobiografie geschrieben, einiges sei fiktiv verdichtet oder montiert. Und genau deswegen ist es so gut gelungen. Chapeau für dieses literarisch exzellente Werk! Eine Geschichte mit «einem Widerspruch, der gezeigt werden möchte». Der Krieg ist gerade beendet, und die Braunen sind offiziell verschwunden – doch sie sind immer noch da, agieren leise. Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Die älteren Brüder führen mit den Eltern Streitgespräche und Edgar versteht, dass an Papas Socken eine...

Rezension - Dazwischen: Wir von Julya Rabinowich

  Nach «Dazwischen: Ich» erzählt Julya Rabinowich in «Dazwischen: Wir», wie die Jugendliche Madina ihren Weg in ihrer neuen Heimat findet. Madina hat den Krieg und die Fluchtsituation der Familie hinter sich gelassen und ist nun angekommen. Sie sind aus dem Flüchtlingsheim ausgezogen, haben eine eigene Wohnung in dem Haus, indem auch ihre Freundin Laura wohnt. Ein ganz normaler Alltag auf der einen Seite, mit allen Problemen, die man in diesem Alter haben kann – aber auch ein belastender Alltag mit Familienproblemen, die andere in dieser Form nicht haben. Alltagsrassismus, ein weiteres Thema. Ein spannender, bewegender Jugendroman ab 13 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Dazwischen: Wir von  Julya Rabinowich

Rezension - Panda-Pand von Saša Stanišić und Günther Jakobs

  Wie die Pandas mal Musik zum Frühstück hatten Pandabär Nicht-Peter (Warum er so heißt? Das müsst ihr selbst herausfinden) lebt allein, denn Pandabären sind Einzelgänger. Ein langweiliges Leben! Auch die besten Turnübungen machen es nicht besser. So knabbert er beim Frühstück genüsslich an einem Bambusrohr, pustet gelangweilt kräftig in sein Lieblingsessen – und heraus kommt die beste Panda-Idee aller Zeiten! Erst ein Ton, dann zwei und schließlich die schönste Melodie der Welt. Musizieren macht mehr Spaß in Gesellschaft ... Weiter zur Rezension:   Panda-Pand von Saša Stanišić und Günther Jakobs

Rezension - Storytelling von Otto Kruse

  Kunst und Technik des Erzählens Prof. Dr. Otto Kruse hat an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gelehrt und leitete das Centre for Academic Writing. Sein Buch über die Kunst und Technik des Storytelling vermittelt auf der Basis seiner Lehrtätigkeit. Für mich ist dies Buch ein wenig oberflächlich geraten, für Anfänger eher ungeeignet. Fortgeschrittene finden ein paar gute Übungen, aber inhaltlich nichts Neues zum Thema Creativ Writing. Weiter zur Rezension:    Storytelling von Otto Kruse