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Rezension - Eingeäschert von Doug Johnstone

  Als der Bestattungsunternehmer und Besitzer einer Detektei, Jim Skelf, plötzlich verstirbt, muss sich seine Witwe Dorothy um die Familienunternehmen kümmern. Tochter Jenny, angereist nach Edinburgh, hat gerade ihren Job und die Wohnung verloren, wird ihr zur Seite stehen. Enkelin Hannah studiert zwar noch, wird aber interessehalber eingebunden, weil ihre beste Freundin und Mitbewohnerin spurlos verschwunden ist. Beim Durchgang der Konten fällt Dorothy auf, dass Jim regelmäßige Geldzahlungen an eine unbekannte Frau getätigt hat. Und Jenny übernimmt eine Ehemannüberwachung und den Fall vom alten Herrn Glasmann, der meint, von seiner Pflegerin bestohlen zu werden. Ein literarischer Kriminalroman, ein prima Tartan Noir, nicht nur für Krimifreunde. Weiter zur Rezension:   Eingeäschert von Doug Johnstone

Rezension - Hast du uns endlich gefunden von Edgar Selge

  Gesprochen von: Edgar Selge Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 5 Min. Dieser melancholische Roman hat Tiefe und gleichzeitig eine Menge Humor. Ein paar Mal habe ich laut und herzlich gelacht, denn es ist auch eine Lausbubengeschichte. Letztendlich geht es hier nicht um die Autobiografie von Edgar Selge an sich, sondern um die Auseinandersetzung mit der Nachkriegszeit und seiner eignen Familie, den Lücken, und dem, was das aus einem macht. Edgar Selge sagt, er habe keine Autobiografie geschrieben, einiges sei fiktiv verdichtet oder montiert. Und genau deswegen ist es so gut gelungen. Chapeau für dieses literarisch exzellente Werk! Eine Geschichte mit «einem Widerspruch, der gezeigt werden möchte». Der Krieg ist gerade beendet, und die Braunen sind offiziell verschwunden – doch sie sind immer noch da, agieren leise. Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Die älteren Brüder führen mit den Eltern Streitgespräche und Edgar versteht, dass an Papas Socken eine...

Rezension - Dazwischen: Wir von Julya Rabinowich

  Nach «Dazwischen: Ich» erzählt Julya Rabinowich in «Dazwischen: Wir», wie die Jugendliche Madina ihren Weg in ihrer neuen Heimat findet. Madina hat den Krieg und die Fluchtsituation der Familie hinter sich gelassen und ist nun angekommen. Sie sind aus dem Flüchtlingsheim ausgezogen, haben eine eigene Wohnung in dem Haus, indem auch ihre Freundin Laura wohnt. Ein ganz normaler Alltag auf der einen Seite, mit allen Problemen, die man in diesem Alter haben kann – aber auch ein belastender Alltag mit Familienproblemen, die andere in dieser Form nicht haben. Alltagsrassismus, ein weiteres Thema. Ein spannender, bewegender Jugendroman ab 13 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Dazwischen: Wir von  Julya Rabinowich

Rezension - Panda-Pand von Saša Stanišić und Günther Jakobs

  Wie die Pandas mal Musik zum Frühstück hatten Pandabär Nicht-Peter (Warum er so heißt? Das müsst ihr selbst herausfinden) lebt allein, denn Pandabären sind Einzelgänger. Ein langweiliges Leben! Auch die besten Turnübungen machen es nicht besser. So knabbert er beim Frühstück genüsslich an einem Bambusrohr, pustet gelangweilt kräftig in sein Lieblingsessen – und heraus kommt die beste Panda-Idee aller Zeiten! Erst ein Ton, dann zwei und schließlich die schönste Melodie der Welt. Musizieren macht mehr Spaß in Gesellschaft ... Weiter zur Rezension:   Panda-Pand von Saša Stanišić und Günther Jakobs

Rezension - Storytelling von Otto Kruse

  Kunst und Technik des Erzählens Prof. Dr. Otto Kruse hat an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften gelehrt und leitete das Centre for Academic Writing. Sein Buch über die Kunst und Technik des Storytelling vermittelt auf der Basis seiner Lehrtätigkeit. Für mich ist dies Buch ein wenig oberflächlich geraten, für Anfänger eher ungeeignet. Fortgeschrittene finden ein paar gute Übungen, aber inhaltlich nichts Neues zum Thema Creativ Writing. Weiter zur Rezension:    Storytelling von Otto Kruse

Rezension - Sturmvögel von Einar Kárason

  Im Februar 1959 kreuzt der isländische Trawler Mávur vor Neufundland auf Rotbarbenfang. Zweiunddreißig Männer holen den letzten Fang ein, der Schiffsbauch ist gefüllt mit 400 Tonnen Fisch und es herrscht gute Stimmung. Doch plötzlich zieht ein gewaltiger Sturm auf. Das schwere Schiff ist innerhalb von Stunden mit einer dicken Eisschicht überzogen, daumendicke Seile haben nun die Größe von Abflussrohren. Haushohe Wellen krachen gegen den Bug, das Schiff droht zu versinken. Notrufe anderer Schiffe laufen ins Nichts, auch andere Schiffe ringen im Sturm ums Kentern. Es ist ein erbitterter Kampf um Leben und Tod. Seefahrt und Fischfang, ein harter Job, Teamarbeit. Ein spannender Roman, eine Novelle, für Meeresfreunde und Fans vom Nature Writing. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sturmvögel von Einar Kárason

Rezension - Köstliches und Kostbares von Maryse Condé

  Kulinarische Reisen Maryse Condé, geboren1937 in Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe, ist eine der wichtigsten Autorinnen der Frankophonie. 2018 erhielt sie den alternativen Nobelpreis, Ihr Buch « Mein Lachen und Weinen » hatte ich kürzlich vorgestellt. In ähnlicher Tonalität ist auch dieser Band verfasst. Schon früh interessierte sich Maryse Condé für das Kochen. Für ihre Mutter befremdlich – eine Sache, die Angestellte zu erledigen haben. «Nur Dummköpfe begeistern sich fürs Kochen.» Doch sie steckt weiterhin den Kopf in die Töpfe, riecht, schmeckt und aus ihr wird später eine leidenschaftliche Köchin werden. Neben den kulinarischen Reiseerinnerungen beschreibt sie ihre Eindrücke zu den vielen Ländern der Welt, die sie besuchte, einschließlich ihrer Wahrnehmung zu Land und Menschen. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:    Köstliches und Kostbares von Maryse Condé

Rezension - Süße Versuchung von Gesuino Némus

  War es ein Autounfall, ein Selbstmord oder gar Mord? Ohne ersichtliches Motiv, ohne ein ersichtliches Anzeichen von Manipulation stürzt eine unbekannte Frau mit dem Auto in die Schlucht – keine gefährliche Stelle. Wer ist diese Frau? Ein Busfahrer, der diese Strecke zweimal am Tag fährt, will den Wagen noch nie gesehen haben; es gibt keine andere Zufahrt in das abgelegene sardische Bergdorf Telévras. Irgendetwas verschweigt er, meint Inspektor Marzio Boccinu. Sein Geheimnis wird der Mann mit ins Grab nehmen, denn er erschießt sich kurz darauf. Zwei Todesfälle, die nach Mord riechen. Boccinu muss für ein Plappermaul aus seinen Reihen büßen und wird zunächst vom Dienst freigestellt. Er hat die Nase voll und kündigt seinen Job. Weiter zur Rezension:    Süße Versuchung von Gesuino Némus

Rezension - Zusammen von Milja Praagman

  Was verbindet uns und was trennt uns? Gedichte, die Momente beschreiben. Gemeinsamkeiten, Verbundenheit, Liebe, Geburt, Streit ... Momente, in denen wir uns nahe sind. Die niederländische Kinderbuchautorin Milja Praagman hat in ihrem tierischen Gedichtband solche Momente festgehalten. Momente voller Atmosphäre der Ruhe und Ausgeglichenheit oder voll Elan oder auch voll Qual. Farbenfrohe Grafiken begleiten die Gedichte; ab 8 Jahren, bzw. Allage. Weiter zur Rezension:    Zusammen von Milja Praagman

Rezension - Die weiße Wölfin von Vanessa Walder und Simona M. Ceccarelli

  Das geheime Leben der Tiere (Wald, 1) Ein heftiger Sturm tost durch das Flusstal, als fünf Wolfswelpen geboren werden. Die Jüngste ist eine winzige Wölfin. Ausgerechnet sie hat enormen Mut und nimmt sich vor, die allergrößte Jägerin zu werden. Eine Leitwölfin obendrein! Sie erhält vom Rudel den Naman «Fünf». Ein Rabenschwarm begleitet stetig das Rudel, denn sie weisen den Weg zur Beute, eine Teamarbeit. Der Rabe Raak ist der beste Freund von Fünf. Eine spannende, realitätsbezogene Tiergeschichte zum Leben der Wölfe! Empfehlung für Leseanfänger ab 8 Jahren! Weiter zur Rezension:    Die weiße Wölfin von Vanessa Walder und Simona M. Ceccarelli