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Rezension - In 20 Sprachen um die Welt von Gaston Dorren

  Die größten Sprachen und was sie so besonders macht Die weltweit größten Sprachen, nur 20 Muttersprachen, die unsere halbe Welt ausmachen, unter Lupe: Drei Viertel aller Menschen sprechen mindestens eine von ihnen, obwohl es über 6000 Sprachen gibt. Die Herkunft und ihr Aufstieg, bzw. der Abstieg von anderen wird hier interessant erklärt – Kulturgeschichte inbegriffen. Zu Beginn gibt es jeweils einen kleinen Steckbrief zur Sprache. Die Verabschiedung von unserer strukturellen europäischen Grammatik fällt uns schwer, wenn diese mit sozialen Bezügen, Befindlichkeiten oder Betonungen der einzelnen Silben in Asien gebildet wird. Sachlich, mit einer Prise Humor erklärt, verständlich – ein Füllhorn von Information und Erkenntnis für alle, die Sprachen und Kulturgeschichte lieben. Ein Sachbuch der Linguistik im Lauf der Geschichte. Weiter zur Rezension:   In 20 Sprachen um die Welt von Gaston Dorren

Rezension - Diese Frauen von Ivy Pochoda

  Immer wieder werden Frauen mit aufgeschlitzter Kehle und einer Plastiktüte über dem Kopf entlang der Western Avenue von Los Angeles aufgefunden. Doch das LAPD interessiert sich nicht besonders für die Morde, denn es handelt sich lediglich um diese Frauen. Diese Frauen an den Straßenecken … diese Frauen in den Bars ... Berufsrisiko. 15 Jahre hat er stillgehalten ... Wer sieht Zusammenhänge zu einer Serie? Exzellente Milieubeschreibungen und fein skizzierte Charaktere machen den Kriminalroman zum Lesevergnügen. Diese Frauen stehen im Focus des feinen Noir-Krimis, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Diese Frauen von Ivy Pochoda

Rezension - Holgers Haus von Jule Wellerdiek

  Der Fuchs Holger ist wütend auf seinen Freund Stein, der wirklich ein Stein ist, ein etwas ungeschickter Kerl. Holger freut sich nach dem Wäscheaufhängen auf ein Buch. Während er entspannt auf seinem Sessel durch die Seiten fliegt, gibt es einen Knall, hat Stein ein riesiges Chaos angerichtet. Jetzt reicht es!, denkt sich Fuchs. Und als Stein verärgert nach draußen rennt, packt Holger die Gelegenheit beim Schopf, hievt das Haus auf seinen Fahrradanhänger und schleicht sich von dannen ... Eine Geschichte über Streit und Freundschaft, über das schreckliche Alleinsein. Bilderbuch ab 3 Jahren. Weiter zur Rezension:    Holgers Haus von Jule Wellerdiek

Rezension - Der längste Sturm von Dan Yaccarino

  Niemand wusste, woher der seltsame Sturm kam oder wie lange er dauern würde. Eine Metapher für das eingesperrt sein in diesem Bilderbuch: Der Sturm. Niemand darf das Haus verlassen – über lange Zeit ... Ein alleinerziehender Vater und seine drei Kinder stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte: Lockdown. Die ganze Familie zu Hause. Langeweile kommt auf, die Stimmung wird aggressiv. Wie steigt man aus der Gefühlsspirale wieder heraus? Kinderbuchbuch ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der längste Sturm von Dan Yaccarino

Rezension - Im kleinen wilden Schnergenland von Veronica Cossanteli und Paddy Donnelly

  Pip und Flora wohnen im Sunny Bay Home, ein Heim für elternlose Kinder, das von der strengen Miss Watkyns geführt wird. Es gibt hier eine Menge Regel, die den beiden Kindern so gar nicht passen. Und weil sie wieder dagegen verstoßen haben, müssen sie zur Strafe Obst und Gemüse ausliefern. Aber klar, die zwei haben sogleich einen Streich auf Lager. Das geht gewaltig schief. Was nun? Weglaufen? Aber wohin? Und da steht direkt an der Straße eine Luxuslimousine und verspricht ihnen das Blaue vom Himmel herunter. Ein spannendes Fantasy-Abenteuer mit etwas Gruselcharakter – ziemlich lustig, mit Sprachwitz für Kinder ab 8 Jahren. Natürlich Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Im kleinen wilden Schnergenland von Veronica Cossanteli und Paddy Donnelly Im kleinen wilden Schnergenland von Veronica Cossanteli und Paddy Donnelly

Rezension - Über Machtmissbrauch und Widerstand von Petra Morsbach

  Petra Morsbach erkundet in drei spannenden Reportagen das Thema Machtmissbrauch auf rhetorischer Ebene. Die Sprache erkennen, um sich zu wehren. Als sie selbst betroffen war, hat sie sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. In diesem Essay nimmt sie sich drei Fälle vor, der letzte ist ihr eigener, um das Konstrukt chronologisch zu durchleuchten und sie gibt Tipps, Machtmissbrauch zu erkennen und zu entlarven, sich dagegen zu wehren. Drei Fälle: Kardinal Hans Hermann Groër, der Fall Harderthauer und die Akademie der Kunste in Bayern. Weiter zur Rezension:    Über Machtmissbrauch und Widerstand von Petra Morsbach

Rezension - Jetzt-ergebe-ich-mich-und-das-ist-alles von Álvaro Enrigue

  Dieser historische Roman widmet sich sehr intensiv den Apachen, dem Völkermord. Wo soll man bei diesem hochkomplexen Werk anfangen? Álvaro Enrigue beschreibt in seinen Roman eine eigene Reise durch die Zeit. Er begab sich 2017 mit seiner Familie auf eine Fahrt zu den historischen Schauplätzen im Grenzgebiet zwischen der USA und Mexiko. Sie besuchten die Gräber von Naiche und Gerónimo. Recherchen und Gedanken fließen ein und so ganz nebenbei blättert sich neben der Geschichte der Apachen auch die der USA und Mexiko auf, die mit der der Apachen eng verflochten ist. In zwei fiktiven Strängen wird eine junge Mexikanerin von Apachen entführt, muss sich nun in diesem Leben zurechtfinden. – Ein skurriler Suchtrupp soll sie und die gestohlenen Rinder zurückbringen, eine Jagd durch die Apachería. Gerónimo, Gokhlayeh oder Goyathlay, Schamane der Chiricahua. Weiter zur Rezension:  Jetzt-ergebe-ich-mich-und-das-ist-alles von Álvaro Enrigue  

Rezension - Walter Ulbricht – mein Urgroßvater von Florian Heyden

  Walter Ulbricht gilt als einer der bedeutendsten Politiker des geteilten Deutschland. Als hochrangiger Funktionär und Vorsitzender des Staatsrats der DDR baute er den Arbeiter- und Bauernstaat auf. Leider fehlt in der Biografie genau der Teil. Dem Buch fehlt jede erzählerische Kraft, es ist lediglich eine Aneinanderreihung sachlicher Fakten, Einschübe mit zitierten Originaltexten, endet kurz nach 1945. Der mächtigste Mann der DDR, Stalins Mann! Ulbricht führte von 1950 bis 1971 das Zentralkomitee der SED, besaß die höchste politische Entscheidungsgewalt und befehligte den Bau der Mauer. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Urgroßvater fehlt völlig. Das Buch gleicht einem verlängerten Wikipediaeintrag. Weiter zur Rezension:     Walter Ulbricht – mein Urgroßvater von Florian Heyden

Rezension - Die unsichtbare Welt von Hilma af Klint von Ylva Hillström und Karin Eklund

  Die schwedische Künstlerin Hilma af Klint (1862–1944) ist die erste Malerin, die abstrakte Bilder malte. Unsichtbar – zunächst. Sie war ihrer Zeit voraus, nicht sehr bekannt. Und sie legte testamentarisch fest, dass ihr hinterlassenes Werk erst 20 Jahre nach ihrem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Hilma war vielbelesen, kannte die neuesten wissenschaftlichen Entdeckungen ihrer Zeit und versuchte, sie künstlerisch und spirituell zu verstehen. Ihre abstrakten Formen entwickelte sie bereits 1906, viel früher als Wassily Kandinsky, der sich aber als Erfinder der abstrakten Kunst rühmte. Hier ihre Biografie, kindgerecht aufgearbeitet. Sachkinderbuch ab 8 Jahren.  Weiter zur Rezension:    Die unsichtbare Welt von Hilma af Klint von Ylva Hillström und Karin Eklund

Rezension - Gaudí von Susan B. Katz und Linda Schwalbe

  Architekt der Fantasie Dieses Kinderbuch erzählt die Lebensgeschichte des berühmten spanischen Künstlers Antoni Gaudí, geboren 1852. Mit Absicht sage ich nicht Architekt, denn er war so viel mehr. Er wurde in Reus als Kind eine Kesselschmiedefamilie geboren. Ein blonder Spanier mit einer Gehbehinderung, schon als Kind war er eher mit sich selbst und der Natur beschäftigt, sonderte sich ab. Dabei entdeckte er, dass die Natur nicht gerade ist, sondern voller Rundungen und Asymmetrie. Als Antoni in Barcelona Kunst studierte, merkte er, dass ihn viel eher Fliesen und Steine interessieren; er wollte Häuser entwerfen. Sein Lebenswerk: die berühmte «La Sagrada Familia». Ein Bilderbuch ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:   Gaudí von Susan B. Katz und Linda Schwalbe