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Rezension - Im kleinen wilden Schnergenland von Veronica Cossanteli und Paddy Donnelly

  Pip und Flora wohnen im Sunny Bay Home, ein Heim für elternlose Kinder, das von der strengen Miss Watkyns geführt wird. Es gibt hier eine Menge Regel, die den beiden Kindern so gar nicht passen. Und weil sie wieder dagegen verstoßen haben, müssen sie zur Strafe Obst und Gemüse ausliefern. Aber klar, die zwei haben sogleich einen Streich auf Lager. Das geht gewaltig schief. Was nun? Weglaufen? Aber wohin? Und da steht direkt an der Straße eine Luxuslimousine und verspricht ihnen das Blaue vom Himmel herunter. Ein spannendes Fantasy-Abenteuer mit etwas Gruselcharakter – ziemlich lustig, mit Sprachwitz für Kinder ab 8 Jahren. Natürlich Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Im kleinen wilden Schnergenland von Veronica Cossanteli und Paddy Donnelly Im kleinen wilden Schnergenland von Veronica Cossanteli und Paddy Donnelly

Rezension - Über Machtmissbrauch und Widerstand von Petra Morsbach

  Petra Morsbach erkundet in drei spannenden Reportagen das Thema Machtmissbrauch auf rhetorischer Ebene. Die Sprache erkennen, um sich zu wehren. Als sie selbst betroffen war, hat sie sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. In diesem Essay nimmt sie sich drei Fälle vor, der letzte ist ihr eigener, um das Konstrukt chronologisch zu durchleuchten und sie gibt Tipps, Machtmissbrauch zu erkennen und zu entlarven, sich dagegen zu wehren. Drei Fälle: Kardinal Hans Hermann Groër, der Fall Harderthauer und die Akademie der Kunste in Bayern. Weiter zur Rezension:    Über Machtmissbrauch und Widerstand von Petra Morsbach

Rezension - Jetzt-ergebe-ich-mich-und-das-ist-alles von Álvaro Enrigue

  Dieser historische Roman widmet sich sehr intensiv den Apachen, dem Völkermord. Wo soll man bei diesem hochkomplexen Werk anfangen? Álvaro Enrigue beschreibt in seinen Roman eine eigene Reise durch die Zeit. Er begab sich 2017 mit seiner Familie auf eine Fahrt zu den historischen Schauplätzen im Grenzgebiet zwischen der USA und Mexiko. Sie besuchten die Gräber von Naiche und Gerónimo. Recherchen und Gedanken fließen ein und so ganz nebenbei blättert sich neben der Geschichte der Apachen auch die der USA und Mexiko auf, die mit der der Apachen eng verflochten ist. In zwei fiktiven Strängen wird eine junge Mexikanerin von Apachen entführt, muss sich nun in diesem Leben zurechtfinden. – Ein skurriler Suchtrupp soll sie und die gestohlenen Rinder zurückbringen, eine Jagd durch die Apachería. Gerónimo, Gokhlayeh oder Goyathlay, Schamane der Chiricahua. Weiter zur Rezension:  Jetzt-ergebe-ich-mich-und-das-ist-alles von Álvaro Enrigue  

Rezension - Walter Ulbricht – mein Urgroßvater von Florian Heyden

  Walter Ulbricht gilt als einer der bedeutendsten Politiker des geteilten Deutschland. Als hochrangiger Funktionär und Vorsitzender des Staatsrats der DDR baute er den Arbeiter- und Bauernstaat auf. Leider fehlt in der Biografie genau der Teil. Dem Buch fehlt jede erzählerische Kraft, es ist lediglich eine Aneinanderreihung sachlicher Fakten, Einschübe mit zitierten Originaltexten, endet kurz nach 1945. Der mächtigste Mann der DDR, Stalins Mann! Ulbricht führte von 1950 bis 1971 das Zentralkomitee der SED, besaß die höchste politische Entscheidungsgewalt und befehligte den Bau der Mauer. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Urgroßvater fehlt völlig. Das Buch gleicht einem verlängerten Wikipediaeintrag. Weiter zur Rezension:     Walter Ulbricht – mein Urgroßvater von Florian Heyden

Rezension - Die unsichtbare Welt von Hilma af Klint von Ylva Hillström und Karin Eklund

  Die schwedische Künstlerin Hilma af Klint (1862–1944) ist die erste Malerin, die abstrakte Bilder malte. Unsichtbar – zunächst. Sie war ihrer Zeit voraus, nicht sehr bekannt. Und sie legte testamentarisch fest, dass ihr hinterlassenes Werk erst 20 Jahre nach ihrem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Hilma war vielbelesen, kannte die neuesten wissenschaftlichen Entdeckungen ihrer Zeit und versuchte, sie künstlerisch und spirituell zu verstehen. Ihre abstrakten Formen entwickelte sie bereits 1906, viel früher als Wassily Kandinsky, der sich aber als Erfinder der abstrakten Kunst rühmte. Hier ihre Biografie, kindgerecht aufgearbeitet. Sachkinderbuch ab 8 Jahren.  Weiter zur Rezension:    Die unsichtbare Welt von Hilma af Klint von Ylva Hillström und Karin Eklund

Rezension - Gaudí von Susan B. Katz und Linda Schwalbe

  Architekt der Fantasie Dieses Kinderbuch erzählt die Lebensgeschichte des berühmten spanischen Künstlers Antoni Gaudí, geboren 1852. Mit Absicht sage ich nicht Architekt, denn er war so viel mehr. Er wurde in Reus als Kind eine Kesselschmiedefamilie geboren. Ein blonder Spanier mit einer Gehbehinderung, schon als Kind war er eher mit sich selbst und der Natur beschäftigt, sonderte sich ab. Dabei entdeckte er, dass die Natur nicht gerade ist, sondern voller Rundungen und Asymmetrie. Als Antoni in Barcelona Kunst studierte, merkte er, dass ihn viel eher Fliesen und Steine interessieren; er wollte Häuser entwerfen. Sein Lebenswerk: die berühmte «La Sagrada Familia». Ein Bilderbuch ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:   Gaudí von Susan B. Katz und Linda Schwalbe

Rezension - Der Code des Kapitals von Katharina Pistor

  Wie Recht Reichtum und Ungleichheit schafft Katharina Pistor zeigt in diesem Buch die Rechtsgeschichte des Kapitals auf. Römer, die bereits Firmenkonstrukte installierten, die eine Haftung von Eigentümern beschränkte, ähnlich den heutigen Kapitalgesellschaften. Die Fugger waren Meister darin. In England des 16. Jahrhunderts bekamen die Landlords dank trickreicher Anwälte Land, das ihnen nicht gehörte. Das Recht auf Grund und Boden. Aber letztendlich begann alles mit den Menschen, die sich sesshaft machten ... Ein Füllhorn von Wissen – Zusammenhänge verstehen. Ein großartiges Sachbuch! Weiter zur Rezension:    Der Code des Kapitals von Katharina Pistor

Rezension - Verwandlung von Lara Swiontek

  Nach der Novelle von Mary Shelley Was fällt einem zu Mary Shelley ein? Wahrscheinlich «Frankenstein» oder vielleicht noch «Der moderne Prometheus». Die Verwandlung – Kafka, na klar. Aber auch Mary Shelley hat sich mit diesem Thema befasst: Verwandlung. Lara Swionteks hat diese Geschichte als Graphic Novel umgesetzt, eine Literaturadaption. Sie ist schnell erzählt: Reicher, gewissenloser Sohn verschleudert sein Erbe, stößt alle Menschen an den Kopf, die noch zu ihm halten und landet bildlich in der Gosse – hier ist es das Meer. Ein Schiff zerschellt vor seinen Augen – nur ein Zwerg mit einem Schatz überlebt und macht ihm ein Angebot ... Weiter zur Rezension:    Verwandlung von Lara Swiontek

Rezension - Das Wasserhaus von Reinhard Schultze

  Wem gehört das Wasser? Gehört es Konzernen, die Besitz anmelden oder ist Wasser ein Allgemeingut, das allen Menschen gehört, zu dem jeder Zugang haben muss? Wird es einen Wasserkrieg geben? Mit diesem Thema beschäftigt sich der Roman. Ich habe mich schwergetan beim Lesen, hin und wieder quergelesen, besonders am Anfang. Konstrukt und Stil haben mir den Zugang zu dem gut gemeinten Buch versperrt. Weiter zur Rezension:    Wasserhaus von Reinhard Schultze

Rezension - Stay Away from Gretchen von Susanne Abel

  Eine unmögliche Liebe Gesprochen von Vera Teltz Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 14 Std. und 4 Min. Dieser historische Roman, der sich auf zwei Zeitebenen bewegt – vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis in die Nachkriegszeit handelt der große Stang – passt perfekt in die heutige Zeit, zum Ukrainekrieg. Verblendung, Desinformation, Indoktrinierung eines Volkes durch Staatspropaganda; Krieg, Flüchtlingsdrama und ein Neuanfang in der Fremde sind die Themen. Eine dramatische Liebesbeziehung kommt dazu. Ein bewegendes Buch, fern von jedem Kitsch, ein Nachkriegs-Drama, eine Familiengeschichte. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Stay Away from Gretchen von Susanne Abel