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Rezension - Oh, William! von Elizabeth Strout

  Lucy Barton erzählt wieder aus ihrem Leben. Sie ist Witwe, ihr zweiter Mann David ist verstorben und sie kommt gut alleine klar. Schon lange führt sie mit ihrem ersten Ehemann William, nun Anfang siebzig, ein fast freundschaftliches Verhältnis. Sie telefonieren häufig miteinander, rufen sich gegenseitig an, wenn sie einen Rat benötigen. William braucht eines Tages Hilfe, Lucy soll ihn begleiten! Der Roman liest sich wie ein gemütliches Gespräch auf dem Sofa. Lucy resümiert über ihr Leben und das derer, die ihr nahe stehen. Ein tiefsinniger Roman, ausgefeilte Charaktere, das alles beschwingt-melancholisch erzählt. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:    Oh, William! von Elizabeth Strout

Rezension - Die Gourmet-Bibel Italien von François-Régis Gaudry

  Absolut alles über die italienische Küche Kürzlich hatte ich die «Die Gourmet-Bibel Frankreich» vorgestellt. Dieses Nachschlagewerk ist im Prinzip auf die gleiche Art gestaltet: ein Buch zum Schmökern – dies für Italienfans. Bibel sagt ja bereits alles über den Umfang aus. Wissenswertes über die italienische Küche und deren Kultur, Historisches, Literatur, berühmte Persönlichkeiten, die kulinarischen unterschiedlichen Produkte Italiens, Rezepte von Affogato bis Zuppa inglese finden sich hier: kulinarisches Wissen in geballter Kraft. Grandios – ein Lexikon und Nachschlagewerk zum Blättern und Verweilen. Weiter zur Rezension:    Die Gourmet-Bibel Italien von François-Régis Gaudry

Rezension - Rückkehr nach Eden von Paco Roca

  Der Guerra de Civil (1936–39), der Bürgerkrieg, ist gerade beendet. General Franco hat Macht übernommen. Paco Roca blättert im Familienalbum, nimmt alte Fotos, die er in die Graphic Novel einschiebt, blättert seine Familiengeschichte auf. Er geht zurück bis zu den Eltern, den Großeltern, auch die Urgroßeltern werden kurz erwähnt. Eine ganz normale spanische Familie im Franquismus in Valencia. Es herrscht bittere Armut – so wie bei den meisten Leuten zu dieser Zeit. Obwohl Antonias Mann eine Arbeit hat, kommt man eher schlecht als recht über die Runden. Eine historische Novelle, die berührt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Rückkehr nach Eden von Paco Roca

Rezension - Reichtum verpflichtet von Hannelore Cayre

  Das Buch beginnt mit einer Beerdigung und der Leser erfährt, dass Blanche de Rigny ein großes Vermögen geerbt hat. Sie will Gutes tun, das Kapital dafür einsetzen, die Ausbeutung durch Konzerne in der Welt zu bekämpfen, Vernichtung von Ressourcen, Umweltverschmutzung und Sklavenarbeit anprangern. Eine Story auf zwei Erzählsträngen. Die zweite Ebene ist die Geschichte von Blanches Vorfahren Auguste de Rigny. Ein verwöhnter, reicher Student, der familiär aus der Art schlägt, 1870 den Gedanken von Karl Marx und der der Pariser Kommune folgt. Im 19. Jahrhundert entstanden riesige Familienvermögen durch Ausbeutung, Imperien, die noch bestehen, heute global weiter an Ausbeutung beteiligt sind und wesentlich mehr Macht haben, als gut für den Planeten ist. Die Autorin verbindet die Zusammenhänge mit Raffinesse. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Reichtum verpflichtet von Hannelore Cayre

Rezension - Die Vulkaninsel von John Hare

  Das dritte Bilderbuch seiner Art: Klassenausflug (zuvor zum Mond, dann in die Tiefsee), wobei ein Träumerle nicht auf die Gruppe achtet, vertieft in seine Entdeckung die Abfahrt verpasst. Zunächst ein wenig ängstlich, offenbaren sich plötzlich erstaunliche Lebewesen der Region und spielen mit dem Kind. Der Ausflug wird zum Abenteuer. Am Ende ist alles ist gut, der Lehrer kommt zurück. John Hare kommt bei seinen Bilderbüchern ganz ohne Worte aus. Dieses Mal steht eine Vulkaninsel auf dem Exkursionsprogramm!  Weiter zur Rezension:    Die Vulkaninsel von John Hare

Rezension - Fiese Viecher? von Véro Mischitz und Claudia Gotthardt

Von wegen! Viel mehr nützliche und tolle Tierchen Fiese Ratten, Tauben als Ratten der Lüfte ... Sind diese Tiere fies und dreckig, oder übertragen sie Krankheiten? Jetzt wird aufgeräumt mit Vorurteilen gegen Tiere! In diesem Sachbilderbuch kann man alles nachlesen, was Ratten, Kröten oder Wölfen nachgesagt wird. Wer die Wahrheit wissen will, dreht einfach das Buch um 180 Grad: Fake News aufdecken – der Faktencheck befindet sich auf der anderen Seite. Die Illustrationen im Comic-Stil sind farbenprächtig, witzig-spritzig! Allein dafür lohnt es sich bereits, dieses Kinderbuch anzuschauen. Sachbilderbuch ab 5 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Fiese Viecher? von Véro Mischitz und Claudia Gotthardt

Rezension - Das große Deutsch-Quiz – Spiel von Dirk Blechschmidt

Dies Spiel ist ein Füllhorn aus spannenden Fragen rund um die deutsche Sprache, Literatur, Märchen, Theater, Anekdoten, Grammatik, Rechtschreibung; Kreatives, Witziges, ein spannendes Spiel für sich allein im Kämmerlein oder in der Runde. Und es liegt ein kreativer Gedanke dahinter. Denn bei einigen Aufgaben muss man selbst tätig werden. Ein Quiz für Sprach- und Literaturliebhaber*innen, bei dem man ein bisschen Sprachgefühl mitbringen muss. Empfehlung!  Spiel ab ca. 16 Jahren Weiter zur Rezension:    Das große Deutsch-Quiz – Spiel von Dirk Blechschmidt

Rezension - Wenn das Gehirn seinen Verstand verliert von Dr. med. Michael Spitzbart

  Wie es gelingen kann, Demenz vorzubeugen Der Verlust unserer Hirnfunktion, nicht vorstellbar für die meisten Menschen. Lieber einen schnellen Tod als ein geistiger Verfall im Alter; so denken viele. Wie können wir dem entgegensteuern, damit es dazu nicht kommt? Geht das überhaupt? Dr. Spitzbart gibt Antwort und erklärt hier die Entstehung von Demenz, Alzheimer, und wie man sich fit halten kann. Wer sich noch nie mit diesem Thema beschäftigt hat, findet hier verständliche Information. Wer sich bereits ein wenig in das Thema eingelesen hat, der wird nichts Neues finden. Weiter zur Rezension:    Wenn das Gehirn seinen Verstand verliert von Dr. med. Michael Spitzbart

Rezension - Wenn ich wiederkomme von Marco Balzano

  Ein Roman, der mich sehr berührt hat, eine reale Geschichte, die fast täglich passiert. Frauen kommen aus Osteuropa zu uns, um unsere Senioren zu pflegen, in Schwarzarbeit oder völlig legal. Im schlimmsten Fall sollen sie 24 Stunden bereit sein, an 7 Tagen. Sie wohnen bei den Alten, schlafen auf Notbetten und Sofas, haben keine Privatsphäre, keine Freizeit, sprechen oft kaum die Sprache der Menschen, die sie pflegen – sie arbeiten für einen Hungerlohn! Diese Seite ist uns bewusst. Aber wie sieht es bei diesen Frauen zu Hause aus? Denn sie lassen die eigene Familie zurück, um sich um Fremde zu kümmern. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Wenn ich wiederkomme von Marco Balzano

Rezension - Die Stadt, das Geld und der Tod von Frank Göhre

  Clankriminalität in Hamburg. Eine Gangsterstory, Korruption, Verbandelung mit der feinen Hamburger Gesellschaft. Ein Sprachstil im Konzentrat, fast im journalistischen Stil, Puzzleteile setzen sich zum großen Ganzen zusammen. Ende der Achtziger muss Ivo aus den Karpaten fliehen. Sein Cousin, der im Rotlichtmilieu agiert, hilft ihm, nach Hamburg zu entkommen, wo Cousin Nicolai Radu sich gerade versucht, sich im Kiez zu etablieren – die Vorgeschichte. Heute: Ivo kommt aus dem Knast, hatte ein paar Jahre eingesessen; Nicolai ist nun Immobilienunternehmer, gut eingeheiratet, Freundeskreis: Hamburger Pfeffersäcke. Eine Gangsterstory, Clankriminalität, der etwas andere Noir-Thriller. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Stadt, das Geld und der Tod von Frank Göhre