Direkt zum Hauptbereich

Posts

Rezension - Unter Raubtieren von Colin Niel

  Martin arbeitet als Ranger im Pyrenäen-Nationalpark, setzt sich massiv für die Erhaltung der Arten ein. Der engagierte Tierschützer stößt er eines Tages bei Facebook auf das Foto einer jungen Frau, die sich mit einem Hightec-Jagdbogen vor einem erlegten Wüstenlöwen mit schwarzer Mähne in der afrikanischen Savannenlandschaft präsentiert. Er will sie zur Rechenschaft ziehen. Komuti ist ein Himba, der im Nordwesten Namibias lebt. Weitere Protagonisten: Löwe Charles und Bär Cannellito. Ein außergewöhnlicher Noir-Thriller superspannend: Realismus, komplexe Figuren und eine vielschichtige Handlung, ein Roman mit schwarzer Seele. Heranpirschen an diesen Autoren, der mich auch mit diesem Ökothriller überzeugte. Die Jagdsaison ist eröffnet! Unbedingt lesen! Weiter zur Rezension:    Unter Raubtieren von Colin Niel 

Rezension - Kramp von María José Ferradas

  Mit Entschlusskraft und dem richtigen Anzug ist alles möglich - selbst als Vertreter für Eisenwaren der Marke Kramp in Chile Anfang der 80er Jahre. Der Papa, D., ist Handelsvertreter für Eisenwaren und weil Kinderaugen auch Eisenwarenhändlerherzen schmelzen lassen, nimmt der Vater kurzerhand seine siebenjährige Tochter M. mit auf Verkaufstour, ernennt sie zur Reisevertretergehilfin. M., die Erzählerin, genießt ihren Job. Der Vater schraubt seiner Tochter eine schöne Illusion der Welt in den Kopf. Doch dann nimmt die Reise ein jähes Ende. Wir befinden uns in Chiles schlimmsten Zeiten der Militärdiktatur von Diktatur Augusto Pinochet. Eine feine subtile Novelle. Weiter zur Rezension:    Kramp von  María José Ferradas

Rezension - Licht zwischen den Bäumen von Una Mannion

  Die Ferien beginnen so gar nicht nach dem Geschmack der Kinder: Fünf Geschwister streiten sich im Auto auf der Heimfahrt des letzten Schultags. Die zwölfjährige Ellen bringt die Mutter zur Weißglut, die dann am Straßenrand anhält und ihre Tochter auffordert, auszusteigen. Sie legt den Gang ein und tritt aufs Gaspedal. Es dunkelt bereits und Ellen steht ein stundenlanger Fußmarsch bevor. Die Entscheidung eines Augenblicks, die alles verändert. Für mich eher ein Allage / Jugendroman, ein Coming-of-Age-Roman. Im weitesten Sinn ein Thriller, eine Familiengeschichte, süffig und spannend geschrieben. Als Jugendbuch ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:   Licht zwischen den Bäumen von Una Mannion 

Rezension - Der wundersame Weg von Reif Larsen und Marine Schneider

  Der Wald verändert sich im Lauf des Jahres. Sattes grün im Frühjahr, buntes Laub im Herbst. Luka geht durch den Wald, um zur Schule zu kommen und nach dem Unterricht sammelt er hier gern «Außerirdische». Clara, Skizzenbüchern unter dem Arm und einer Lupe in der Hand, ist eine kleine Forscherin. Sie beobachtet Pflanzen und Tiere. Moo geht mit seinem Hund im Wald spazieren. Die Kinder kennen sich nicht. Nachts durchstreifen Tiere den Wald. Eines Tages macht Lara eine Beobachtung und der neugierige Luka spricht sie an. Sie gehen auf Spurensuche ... Die Grafiken von Marine Schneider haben es mir sofort angetan; ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der wundersame Weg von Reif Larsen und Marine Schneider

Rezension - Trolle, Wichtel, Pixies und Waldwesen aus aller Welt von Malin Neumann

  Durchstreifen wir die Märchen, Mythen, Sagen dieser Welt, so finden wir in allen Kulturen Waldwesen. Manche sind niedlich, andere zottelig, unheimlich – groß oder klein – aber nimm dich in Acht! Einige sind zwar nett, andere doch recht biestig! Trolle, Wichtel, Pixies, Riesen; Bekanntes und Unbekanntes, Malin Neumann reist mit uns durch die Welt. Bezaubernde Grafiken, die leider von staubtrockenen Texten begleitet werden. Lexikonartiges Abarbeiten – die Geschichten zu den Wesen fehlen. Ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:    Trolle, Wichtel, Pixies und Waldwesen aus aller Welt von Malin Neumann

Rezension - Kunst aus der Box

  Kreativspiel Thema + Technik = Kunst! Ein kreatives Spiel, das auch ohne künstlerisches Können machbar ist, aus dir Ideen herauszaubert, auf die du nie kommen würdest! 80 Aktionskarten für einen oder mehr Spieler – am meisten macht es natürlich in der Gruppe Spaß! Es gibt zwei Boxen: Ein Stapel mit Themenkarten und einen Stapel mit Technikkarten. Lege Farbstifte oder div. Farben und Papier dazu. Karten mischen, Arm und jedes Bein achtmal ausschütteln und los geht es! Weiter zur Rezension:    Kunst aus der Box

Ein guten Rutsch

  und ein  glückliches Neues Jahr wünsche ich euch allen. Bleibt gesund und munter! Ich freue mich  im nächsten Jahr auf euch und präsentiere garantiert spannendes Lesefutter. Sabine Ibing

Rezension - Schwarzrock von Brian Moore

  Dies ist ein Klassiker aus dem Jahr 1985. Was mich besonders gereizt hat, ist die Tatsache, dass Moore sehr akribisch das Leben der Ureinwohner und das der ersten Missionare studiert hat und dieser Roman realistisch ein Leben in der Zeit wiedergibt. 1635 kommt ein junger französischer Jesuitenpater, Paul Laforgue, in die Neue Welt, Nova Scotia, mit dem Ziel «les sauvages (die Wilden)» zu missionieren. Ein Stamm der Algonkin soll ihn zu den Huronen führen. Auf der gefährlichen Fahrt begleitet ihn als Übersetzer der junge Jesuit Daniel den Sankt-Lorenz-Strom hinauf gen Norden dem Winterlager entgegen; eine Fahrt durch das Feindesland der Irokesen. Kulturen begegnen sich. Ein spannender Abenteuerroman, ein historischer Thriller. Weiter zur Rezension:    Schwarzrock von Brian Moore

Rezension - Das Jahr das Dugong von John Ironmonger

  Toby Markham, erwacht in einem unbekannten Raum, kann sich kaum bewegen. Ein Krankenhaus? Er erinnert sich an einen Unfall. Die Pfleger haben merkwürdige Namen und sie sagen, man wolle ihn vor Gericht stellen. Alles scheint so irreal. Was ist geschehen? Eine Anwältin wird ihm zur Seite gestellt. Aber was soll er verbrochen haben? Terracid lautet die Anklage. Diese Novelle widmet sich der Frage, wie viel Mitverantwortung jedes einzelne Individuum an der Vernichtung der Arten trägt, an der Umweltkatastrophe. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Das Jahr das Dugong von John Ironmonger 

Rezension - Wir sind dieser Staub von Elizabeth Wetmore

  1976, in der kleinen westtexanischen Stadt Odessa stinkt die Luft nach Öl, hier dreht sich alles um die Ölförderung: Hitze, Wüstensand, unbändiger Staub, Klapperschlangen und Skorpione, ein verdorrtes Land. Das schwarze Gold sorgt für Wohlstand in der Gemeinde. Mary Rose Whitehead öffnet auf einer Farm aufs Klopfen, registriert sofort, was dem schwer verletzten vierzehnjährigen Mädchen vor ihr passiert ist. Nun erfolgt ein Martyrium für Mary Rose – ihr Telefon steht nicht still. Der arme junge Mann! Will sie ihm mit ihrer Aussage vor Gericht das Leben verbauen? Es war doch nur eine Schlampe – eine Mexikanerin – die hat es doch gewollt. Selbst ihr eigener Mann maßregelt sie, weil sie die Tür geöffnet hat. Ein stimmungsvolles Setting und fein beschriebene Charaktere runden den Roman ab, eine Mischung aus Western, Gesellschaftsroman, Justizroman. Klare Leseempfehlung! Weiter zur Rezension:   Wir sind dieser Staub von Elizabeth Wetmore