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Rezension - Der Ursula-Effekt von Mercedes Rosende

  Die Montevideo-Romane (3) Ursula López hat mit einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter eine gewaltige Menge Geld erbeutet. Sie hat nach einem Raub die Räuber überfallen. Ricardo hat sie mit der Pistole niedergestreckt, der nämlich seinen Komplizen Germán erschießen wollte, ist mit Letzterem und dem Geld getürmt. Der angeblich feine Anwalt Antinucci ist der Kopf der Gangster, weiß nicht, wer diese Frau ist. Ursula und Germán kennen sich nicht, aber sie müssen sich nun vertrauen. Das Geld landet im Wagen von Ursula, sie schickt Germán damit fort, er soll sich verstecken, sich später bei ihr melden. Anwalt Antinucci, der mit dem Polizeichef gemeinsame Sache macht, wird hinter den beiden her sein, ebenso die ganze Polizei von Montevideo. Doch niemand weiß, wer diese Frau ist. Ein literarischer Krimi mit ungewöhnlicher Erzähltechnik, ein Gangsterkrimi, der einfach Spaß macht! Weiter zur Rezension:    Der Ursula-Effekt von Mercedes Rosende

Rezension - Glorias Finale von Giuseppe Gracia

  Dies hätte ein guter Roman werden können, wenn er sich auf den Stoff hinter den Kulissen mit einer Castingshow eingelassen hätte. Leider wird auch der gesamte Inhalt im Klappentext verraten. Gloria ist die jüngste Finalistin der europaweiten Castingshow «Eurostar». Sie ist am Ziel. Und wir erfahren gleich am Anfang, dass dieses Finale anders enden wird, es wird keinen Sieger geben, sondern Tote. Gloria hat eine Pistole versteckt, die sie mit auf die Bühne nehmen wird. Und so plätschert der Roman dahin – ab der Mitte habe ich nur noch quergelesen. Wir wissen, was passieren wird. Ende. Gute Idee, aber für mich  zu flach ausgearbeitet, einschließlich der Charaktere. Weiter zur Rezension:   Glorias Finale von Giuseppe Gracia

Rezension - Die Seeschwalbe und der Buckelwal von Catherine Barr und Gerry Turley

  Wenn sich der arktische Sommer dem Ende neigt, beginnen eine Seeschwalbe – eines der kleinsten Lebewesen - und ein Buckelwal – eines der größten - ihre lange Reise in wärmere Gebiete auf der Welt. Sie haben fast den gleichen Weg. Der 35 Tonnen schwere Buckelwal zieht stoisch eine gerade Linie durch das Meer, während die Seeschwalbe ein paar Umwege nehmen muss und einen Aufenthalt zur Futteraufnahme nimmt. Der Wal hat am Ende 10.000 km zurückgelegt, die Schwalbe wesentlich mehr und ist damit der Rekordhalter unter den Tieren. Begleiten wir ihren Weg. Kindersachbuch, Bilderbuch ab 6 Jahren Weiter zur Rezension:    Die Seeschwalbe und der Buckelwal von Catherine Barr und Gerry Turley

Rezension - Escape School - Das Zauberbuch von Anne Scheller, Stefanie, Timo Müller-Wegner

  Tom, Anni und Katta, Toms Haustier, gehen in die Bibliothek, um Bücher für ihre Hausaufgaben zu suchen. Oh Schreck! Die Bücher sind aus den Regalen gerissen worden, sogar einige Seiten aus den Büchern, alles liegt verstreut am Boden. Katta findet eine interessante Buchseite. Jemand hat aus dem «Dunklen Buch» die Kobolde gerufen, die nun im Internat Espenstein Chaos und Unordnung anrichten. Wie wird man die Kobolde wieder los? Interaktiv, spannend und abwechslungsreich und auf Grund der farbigen Illustrationen macht es Spaß, den Spuren zu folgen. Texte erfassen, kombinieren ab 7 Jahren. Weiter zur Rezension:    Escape School - Das Zauberbuch von Anne Scheller, Stefanie, Timo Müller-Wegner

Rezension - Was Nina wusste von David Grossman

  Gesprochen von Julia Nachtmann und Maria Hartmann Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 29 Min. Vera, ihre Tochter Nina und ihre Enkelin Gili, beschließen an Veras 90. Geburtstag eine Reise zu machen, um Veras Spuren zu folgen, ihren Heimatort in Kroatien, wo sie ihren ersten Mann kennenlernte, seinen Heimatort, eben auch Ninas Kindheit – bis hin zur Gefängnisinsel Goli Otok, auf der Vera als Staatsverräterin unter Tito einige Jahre gefangen war. Ein Familienroman, ein Drama um eine dysfunktionale Familie. Ein historischer Stoff ist Hintergrund, die Gulags unter der Tito, die Geschichte der Eva Panic-Nahir. Nur leider weicht der Autor häufig von der realen Geschichte ab, pumpt die Figur mit viel Theatralik auf. Literarisch ist dieser Roman für mich pathetischer Kitsch, der mich einige Nerven gekostet hat. Für mich eher eine Enttäuschung. Jugoslawien, Shoa, Stalin, politische Verfolgung unter Tito – es hätte interessant werden können. Weiter zur Rezension:    Was ...

Rezension - Leise Wut von Cornelia Härtl

  Ein Lena Borowski-Krimi Lena Borowski, eine Sozialarbeiterin aus dem Landkreis Offenbach kommt  aus dem Urlaub zurück. Der erste Arbeitstag beginnt mit einem Schock: Ein totes Kind – übel zugerichtet, Kindesmissbrauch. Die Mitarbeiter des Jugendamts stehen am Pranger. Ein Schuldiger muss der Presse zum Fraß vorgeworfen werden: Lena. Sie wird suspendiert. In ihrer Verzweiflung beginnt Lena zu recherchieren und stößt auf einen möglichen Pädophielenring. Die Spur führt nach Menorca. Ich habe den Krimi in einem Rutsch gelesen. Er ist spannend geschrieben, ein Pageturner. Beste Noir-Kriminalliteratur. Weiter zur Rezension:    Leise Wut von Cornelia Härtl

Rezension - Von hier bis zum Anfang von Chris Whitaker

  Laut der Werbung des Verlags ebenso bewegend wie «Gesang der Flusskrebse», eine amerikanische Geschichte in gleicher Tonalität. Aber mal ehrlich, dieses Buch kann dem genannten Roman nicht das Wasser reichen! Ab der ersten Seite wurde man hineingezogen, mit Atmosphäre, Poesie, Spannung, Charaktere, Sprache; das Gesamtpaket. Aber genau das alles fehlte mir an diesem Roman. Er ist nicht schlecht. Aber die Story plätscherte dahin, die Charaktere so lala, Atmosphäre und Sprache im Mittelmaß. Eins haben beide Romane gemeinsam: Es geht um vernachlässigte Kinder, die sich und ihre Geschwister selbst erziehen müssen, um überforderte Eltern. Eine dysfunktionale Familie, die durch ein Unglück aus dem Lot gebracht wurde.  Weiter zur Rezension:   Von hier bis zum Anfang von Chris Whitaker

Rezension - Ciros Versteck von Roberto Andò

  Der Klavierlehrer und Musikdozent Gabriele Santoro lebt zurückgezogen im neapolitanischen Viertel Forcella. Durch das Fenster beobachtet er eine gewisse Unruhe auf der Straße. Während er kurz seine Haustür offenstehen lässt, um dem Briefträger entgegenzugehen, schleicht sich der zehnjähriger Ciro in seine Wohnung. Es ist der Sohn eines Nachbarn, eines Camorramitglieds. Der Junge bittet Gabriele, ihn zu verstecken. Etwas bewegt den Mann an dem verlotterten Jungen und er willigt ein, fragt nicht warum, obwohl er ahnt, in welche Schwierigkeiten ihn das bringen könnte. Eine moderne griechische Tragödie, ein Drama, aber auch Sozialkritik – ein Prosastück, eine Kriminalgeschichte, die sich am Ende zuspitzt, poetisch geschrieben, literarische Kriminalliteratur die berührt.  Weiter zur Rezension:    Ciros Versteck von Roberto Andò 

Rezension - Der Abstinent von Ian McGuire

  Gesprochen von: Tobias Kluckert Hörbuch, Spieldauer: 8 Std. und 58 Min. Manchester, 1867. Im Morgengrauen hängen die Männer. Die englische Justiz verurteilte sie als Rebellen, Mitglieder einer staatsfeindlichen Organisation, den ‹Fenians› – die irischen Unabhängigkeitskämpfer. Constable James O’Connor, ist gerade aus Dublin nach Manchester versetzt worden, strafversetzt; nach dem Tod seiner Frau hatte er das Saufen angefangen. Diese terroristische Untergrundgruppe sinnt auf Rache, plaudert man in den Gassen. Sie werden den Tod der Kameraden rächen wollen, ein Amerikaner sei angereist, plane einen Anschlag. Der Ire O’Connor soll Vertrauen zu Landsleuten gewinnen, Kontaktleute anwerben, die für ihre Spitzeltätigkeit bezahlt werden. Stimmungsvoll arbeitet Ian McGuire mit bildlichem Ausdruck, ein literarischer Krimi auf hohem Niveau, ein Copkrimi, ein Noirkrimi mit historischem Hintergrund. Absolute Empfehlung für Noir-Fans. Weiter zur Rezension:    Der Abstinent von Ian Mc...

Rezension - Bestimmer sein von Katja Reider, Cornelia Haas

  Wer bringt hier endlich Ruhe in die Tierwelt rein? Immer nur Gemecker und Streit! «Wer rückt dem andern auf die Pelle? Wer darf wann an die Wasserstelle?» Wer soll im Land Bestimmer sein? Der Löwe brüllt, er sei der Stärkste, der Elefant meint, er sei der Größte, so einige Tiere glauben, sie hätten Kompetenz und das Sagen. Nee, nee, sagen die anderen, so geht das nicht! So streiten sie weiter, bis Erdmännchen Elvis die rettende Idee hat! Wer hat die Demokratie erfunden? Von wegen die alten Griechen! Pfff! Elvis war es! Ein wundervolles Bilderbuch, um Kindern die Grundlagen der Demokratie zu erklären. Warum wird gewählt, wer wird gewählt? Prächtige Illustrationen, witzige Reime – Bilderbuch ab 3-4 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Bestimmer sein von Katja Reider, Cornelia Haas