Direkt zum Hauptbereich

Posts

Rezension - Morgen bin ich Sternenlicht von Sandra Dieckmann

  Wenn ein Bilderbuch mir ein Tränchen fließen lässt, dann muss es gut sein! Sehr emotional und atmosphärisch setzt sich dieses Kinderbuch mit dem Tod auseinander. Jedes Lebewesen auf der Welt wird geboren, um später zu sterben. Ob ein Mensch oder ein Tier, Erwachsenen fällt es schwer, Kindern das Thema zu vermitteln. Das Bilderbuch schafft es mit besonderem Einfühlungsvermögen, sich diesem Thema zu nähern. Ab 4 Jahren, Empfehlung!  Weiter zur Rezension:   Morgen bin ich Sternenlicht von Sandra Dieckmann

Rezension - Die Burger Formel von Martin Kintrup

  70 Burger + 60 Extras = genialer Geschmack Wie baut man den perfekten Burger? Welche Zutaten harmonieren besonders gut? Food-Experte Martin Kintrup hat dafür Formeln entwickelt, die es jedem Burger-Fan ermöglichen, seinen Lieblings-Burger selbst zu kreieren. Zu erwähnen ist, dass es hier wirklich eine Menge Anregung zu veganen und vegetarischen Burgern gibt. Soßen, Mayo, Beilagen und natürlich das perfekte Patty. Leckere kreative Ideen! Die Fotos zu den Hamburgern sind brillant, fordern auf, gleich loszulegen! Food-Fotografie von Wolfgang Schardt macht dieses Standardwerk optisch zum Hochgenuss. Beim Durchblättern des Buchs läuft das Wasser im Mund zusammen. Genial! Weiter zur Rezension:    Die Burger Formel von Martin Kintrup 

Rezension - Die Kronzeugin von Alexandra Cavelius und Sayragul Sauytbay

  Eine Staatsbeamtin über ihre Flucht aus der Hölle der Lager und Chinas Griff nach der Weltherrschaft Diese Biografie ist spannender als jeder Thriller – erschütternd, brutal und dieses Buch macht wütend. Das Buch entstand auf der Basis der vielen Interviews, die Sayragul Sauytbay gab. Es ist eins zu wissen, dass es diese Lager gibt, aber etwas anderes, zu lesen, was dort geschieht! Genozid an den Kasachen und Uiguren – Folter, Gehirnwäsche, Faschismus, ein umfassendes Überwachungssystem in Ostturkestan, sogenannte «Bildungszentren» in Xinjiang, in denen unzählige Menschen gefangen gehalten werden. Menschenrechte gelten einen Dreck. Doch das ist noch längst nicht alles. Was plant die chinesische Regierung wirklich? Weiter zur Rezension:    Die Kronzeugin von Alexandra Cavelius und Sayragul Sauytbay

Rezension - Kommissar Traudich und das Schweigen des Stoppelfelds von Gudrun Wiebke

  Kriminalerzählungen Diese Kriminalerzählungen sind völlig anders als das, was üblicherweise zu finden ist. Und genau das gefällt mir. Abseits vom Mainstream. Ernst August Traudich, Kommissar auf Eiderstedt, Nordfriesland, ist ein gemütlicher Typ, mag es nicht, wenn man ihn treibt, etwas das seinem Alter nicht entgegenkommt und schon gar nicht seiner nordischen Dorfmentalität. Gudrun Wiebke schreibt in leisen Tönen, die aber lange nachhallen, Geschichten, die das Leben schreibt, ein ewig leidender Traudich, ein nachdenklicher, ruhiger Typ, der stets mit sich hadert. Atmosphärisch fängt die Autorin Menschenschlag und Landschaft ein.  Weiter zur Rezension:    Kommissar Traudich und das Schweigen des Stoppelfelds  von Gudrun Wiebke

Rezension - Die langen Abende von Elizabeth Strout

  Ein  Roman, der von Liebe und Verlust erzählt, vom Altern und der Einsamkeit, Schicksalsschlägen, Hoffnungslosigkeit und auf der anderen Seite Lebensfreude und Hoffnung. Vielleicht nicht unbedingt ein Buch für junge Leser. Wer gern Romane liest, die das Leben schreiben, der wird sich wie ich amüsieren. Olive Kitteridge, eine pensionierte Lehrerin Anfang siebzig, Witwe, die sich gern in die Angelegenheiten von anderen einmischt. Zurückhaltung und Feingefühl sind nicht ihre Tugend. Jack Kennison, einst Harvardprofessor, Witwer, hat ein Auge auf sie geworfen. Olive, spröde und zynisch, aber doch das Herz auf dem richtigen Fleck, nervtötend in ihrer ständigen Hilfsbereitschaft. Genau das gibt dank des schwarzen Humors und der Situationskomik der Traurigkeit vieler Szenen etwas Komisches. Empfehlung! Weiter zur Rezension:  Die langen Abende von Elizabeth Strout 

Rezension - Untu und das Geheimnis des Lichts von Nora Surojegin und Pirkko-Liisa Surojegin

  Untu ist ein Wald-Männchen, so etwas wie ein Zwerg, der in seinem Leben schon viele Abenteuer auf See erlebt hat. Eines Tages findet er eine Postkarte, auf der von einem ganz besonderen, geheimnisvollen Licht die Rede ist. So bricht Untu auf, um das Licht zu finden und den Alten der Weihnacht. Unterwegs trifft er Tiere und Fabelwesen, gewinnt ihre Freundschaft und er erhält Hilfe und so manchen Rat. Wird er das große Geheimnis lüften können? Ein Herbst-Wintermärchen (kein Weihnachtsmärchen), literarisch wunderschön im Nature-Writing-Stil; ein nordisches Märchen über Freundschaft und Natur und Brauchtum des Nordens, nordische Fabelwesen. Weiter zur Rezension:    Untu und das Geheimnis des Lichts von Nora Surojegin und Pirkko-Liisa Surojegin

Rezension - Die Mondblume von Einar Turkowski

  Eine Insel, ein Steinhaus, ein riesiger Garten: Hier lebt Herr Ribblestone, der mit viel Liebe jede einzelne Pflanze pflegt. Durch verschlungene Pfade geht er gemächlich durch sein Reich, grüßt die Bäume und Büsche, überquert Bäche und Wiesen. Er bekommt nicht viel Besuch, denn den Leuten ist es hier nicht ganz geheuer in der Dunkelheit des Dickichts. Eines Tages entdeckt der Mann an seinem Lieblingsplatz, – der magisch anmutet, sogar das Licht ist hier anders – eine Pflanze keimen. Er kennt sich aus, aber die hier hat er noch nie gesehen. Ein poetisches Märchen und Nature Writing – Stil, sinnlich, ein anspruchsvolles Kinderbuch in Text und Grafik! Ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Mondblume von Einar Turkowski

Rezension - Eckart Witzigmann – Was bleibt von Christoph Schulte

  Zwei Bände im hochwertigen Leinenschuber In dieser zweibändigen Buchausgabe präsentiert der Eckart Witzigmann seine Lebenserinnerungen und seine berühmtesten Klassiker. Er ist ein Pionier und Visionär, der die Welt der Kulinarik wie kaum ein anderer Koch geprägt hat. Er etablierte die Nouvelle Cuisine im deutschsprachigen Raum und begründete damit eine neue Schule des Kochens. Im ersten Band lässt der Sternekoch Revue passieren: Was ihm wichtig war. Wichtig ist. Und wichtig bleibt. Im zweiten Band, dem dickeren, präsentieren seine Schüler die Witzigmann-Rezepte neu und ergänzen eine eigene Neukreation als Hommage an das Werk des Meisters. Empfehlung für Genießer! Weiter zur Rezension:    Eckart Witzigmann – Was bleibt von Christoph Schulte

Rezension - mare Kulturkalender 2022 von Nikolaus Gelpke

  Weshalb Kulturkalender und nicht Kunstkalender? Ganz einfach, weil dieser Kalender verschiedene maritime Kultur vermengt. 52 dekorative Meer-Motive, Fotos, Gemälde, Grafiken, angereichert mit literarischen Kurztexten oder Gedichten bekannter Schriftsteller*innen, kulturelle Ereignisse. Jedes Blatt ist etwas anders gestaltet, zusammengestellt. Der Kalender überrascht jede Woche mit einer Fotografie, einem Gemälde, einer Illustration, begleitet von Lyrik, Prosa, weisen Worten. Salz auf der Haut, Wind um die Nase – ein Kalender, der ein maritimes Gefühl gibt. Landschaften, Typen, Eindrücke. Ein Geschenk für sich selbst oder für jemanden, dem man eine Freude machen möchte. Weiter zur Rezension:  mare Kulturkalender 2022 von Nikolaus Gelpke

Rezension - Der Name seiner Mutter von Roberto Camurri

  Fabbrico, ein Provinznest in der Emilia-Romagna der norditalienischen Po-Ebene.  Zwischen Feldern und Hügeln ist die Zeit stehengeblieben. Die Geschichte zweier Männer, die mit einer ständigen, schmerzlichen Erinnerung an eine Frau leben. Der eine ein Ehemann, der andere sein Sohn, der mit einer Leerstelle fertig werden muss – mit der seiner Mutter, deren Namen er nicht einmal kennt. Eine Vater-Sohn-Geschichte aus Italien, ein literarisches Meisterwerk. In dieser Familie hat die Namenlose nie existiert. Ettore zieht seinen Sohn allein groß. Seine Eltern sind verstorben, aber er hat ein gutes Verhältnis zu den Schwiegereltern. Aber auch hier wird Pietro kein Wort über seine Mutter hören – nirgendwo gibt es ein Foto von ihr. Ein erzählerisches Glanzstück! Weiter zur Rezension:    Der Name seiner Mutter von Roberto Camurri