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Rezension - Das Buch des Meeres von Huw Lewis-Jones

  Tage- und Skizzenbücher großer Seefahrer Ein Maritime-Klassiker, zusammengestellt vom Londoner Historiker und Kurator Huw Lewis-Jones, denn hier hat er reproduzierte Blätter aus Tage- und Skizzenbüchern der letzten 700 Jahre von Seefahrern gesammelt, illustriert diversen maritimen Künstlern und Karten. Eine absolute Augenweide, mehr als 70 Texte, einige auch von Frauen, u.a. einer von Jeanne Baret, die 1766 bis 1775 als Mann verkleidet an der Bougainvilles Südsee-Expedition teilnahm. Seebären, Entdecker, Globetrotter, Seesüchtige – Tagebücher, Logbücher, Sketchbooks, Briefe, Berichte – Südsee, Polarkreis, Inseln, Sturm glatte See, verschiedene Kulturen, alles unterfüttert von interessanten Dokumenten, Illustrationen – Seegeschichte. Für Meeresfreunde ein Muss!  Weiter zur Rezension:    Das Buch des Meeres von Huw Lewis-Jones

Rezension - Die Nacht der Acht von Philipp Le Roy

  Acht Jugendliche treffen sich in einer Villa in Südfrankreich, das der Familie eines der Jungen gehört. Vier Mädchen und vier Jungen, die ein Gymnasium besuchen, das auf künstlerisches Gestalten ausgerichtet ist. Man nennt die Clique «Die Acht». Für dieses Wochenende wollen sie sich gegenseitig das Fürchten lernen: Wer Angst hat, muss trinken. Jeder von ihnen soll etwas vorbereiten, dass den anderen in Angst und Schrecken bereitet. Und das schaffen sie ziemlich gut. Aber irgendetwas stimmt nicht in diesem Haus ... Die Geschichte ist «zumutbarer» Horror, intelligent konstruiert, unblutig, sehr spannend, was mir gut gefallen hat. Jugendroman ab 13/14 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Nacht der Acht von Philipp Le Roy

Rezension - Von Fuchs, Wolf und Bär von Pirkko-Liisa Surojegin

  Tiermärchen aus dem hohen Norden In diesem Märchenbuch finden wir wundervolle Fabeln aus Finnland, ein Kinderbuch, das stimmungsvoll im Zusammenspiel von Sprache und Illustration besticht. Einige sind weltbekannt, wie die vom «Fuchs und der Krähe», «Der Rabe und der Käse», «Der Bär und die Ameise», oder «Besuch und Gegegenbesuch», die Geschichte vom Fuchs und dem Kranich, die sich gegenseitig zur Suppe einladen. Stimmungen und Gefühle tragen die Geschichten, die modern und kindgerecht erzählt werden – atmosphärisch verdichtet. Auf die gleiche Weise sind die sehr detailgetreuen Grafiken gestaltet. Kinderbuch ab 4 Jahren, Fabeln für jedes Alter passend sind. Für alle Märchen- und Fabelfreunde ist dieses Buch ein Muss! Weiter zur Rezension:    Von Fuchs, Wolf und Bär von Pirkko-Liisa Surojegin

Rezension - Kreuzberg Blues – Denglers zehnter Fall von Wolfgang Schorlau

  Gesprochen von: Frank Arnold Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 54 Min. Ein sehr feiner Krimi, der ein aktuelles politisches, gesellschaftliches Thema besetzt, ein kompakter Krimi-Plot um Gentrifizierung, temporeich erzählt. Der Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler lässt sich von seiner Freundin Olga überreden, in Berlin zu ermitteln. Ihre Freundin Silke bat um Hilfe – denn ihre kleine Tochter Lena wurde von einer Ratte gebissen. Mieter, die sich zur Wehr setzen. Kreuzberg, Plattenbauten, schicke Townhouses, die türkische Community und der Schwarze Block Tür an Tür. Genau hier will Bauunternehmer Kröger seine zwei Häuser «entmieten», den Kindergarten abreißen und ein neues Townhouse bauen. Klasse geschrieben, gute Dialoge, Konstruktion nach Drehbuchschnitt, fein recherchiert bis ins Detail. Ein gut aufgebauter Plot, stimmig, Charaktere auf den Punkt gebracht, ein politischer Krimi der Extraklasse. Weiter zur Rezension:    Kreuzberg Blues von Wolfgang Schor...

Rezension - Nahrungsergänzung im Selbstversuch von Lorenz Borsche

  Eine gesunde Ernährung, reicht die aus, um sich mit allen Nährstoffen ausreichend auszustatten? Vitamin D3 produziert der Körper durch Sonnenlicht, bereits im Sommer ist die Tagesdosis kaum erreichbar, und im Winter rein biophysikalisch unmöglich. Wie viel ist also im Sommer und wie viel im Winter zu ergänzen, um ein stabiles Immunsystem zu erhalten? Lebertran würde den Spiegel stabilisieren, aber den verträgt nicht jeder auf nüchternen Magen. Welche Nahrungsergänzungsmittel braucht der Mensch? Lorenz Borsche hat – ärztlich kontrolliert – den Selbstversuch gemacht und berichtet von seinen Erfahrungen mit Eupat, Lithium, Q10, Jod, Vitamin D, Magnesium, Arsen und vieles mehr. Weiter zur Rezension:    Nahrungsergänzung im Selbstversuch von Lorenz Borsche

Rezension - Klara vergessen von Isabelle Autissier

  Gleich vorweg, ich bin begeistert, einer der besten Romane, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Eine Familiensaga, aber es ist viel mehr: Es ist russische Geschichte, die dunkle Zeit der Stalindiktatur, der Gulags, und gleichzeitig findet man beeindruckende Naturbeschreibungen im Nature Writing, die harte Arbeit der Fischer, das raue Leben auf See – und die Autorin geht tief hinein in ihre Charaktere – warum einer so ist, wie er ist. Eine überzeugende Kombination, ein Roman, der schnell einen Sog entwickelt, spannend, berührend – ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Weiter zur Rezension:    Klara vergessen von Isabelle Autissier 

Rezension - Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski

  Die Schweizer Buchhändlerin Tereza lebt in dem kleinen Touristenort Camaret-sur-Mer in der Bretagne und betreibt dort eine deutsch-englische Buchhandlung. Am Strand findet sie einen Toten, einen betagten Mann, der die nächsten Tage als bretonischer Nationalheld eine Ehrenauszeichnung erhalten sollte. Als Tereza in einem Kloster hilft, eine Fischsuppe zu portionieren, scheint diese vergiftet zu sein und jeder meint, Tereza hätte sie gekocht, die Nonnen und das TV-Team vergiftet. Die Oberin ist ganz plötzlich verschwunden, nicht erreichbar und Tereza gerät auch noch in Verdacht, etwas mit dem Tod des alten Herren zu tun zu haben. Der Krimi konnte mich aus vielen Gründen nicht überzeugen. Weiter zur Rezension:    Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski

Rezension - Rätselhafte Ereignisse in Perfect – Hüter der Fantasie von Helena Duggan

  Violet muss mit ihrer Familie in den Ort Perfect ziehen, da ihr Vater dort einen guten Job angeboten bekommen hat. Doch als sie gleich beim Einzug erfährt, dass in Perfect alle Leute blind sind, bekommt sie einen Schreck. Kein Problem, sagt man der Familie, jeder im Ort trägt eine Brille, mit der man fantastisch gut sehen kann. Am nächsten Morgen ist die Familie blind, nimmt sich die Brillen. Violet wundert sich: Alles in Perfect ist eklig perfect. Irgendetwas stimmt hier nicht! Und dann lernt sie Boy kennen – der in einem unsichtbaren Stadtteil lebt – verborgen hinter einer Mauer, bei den Ausgesetzten im bewachten Niemandsland. Eine Dystopie, Fantasy und Mystery für Kinder ab 10 Jahren; ziemlich spannend rätselhaft, humorvoll. Weiter zur Rezension:    Rätselhafte Ereignisse in Perfect –  Hüter der Fantasie von Helena Duggan

Rezension Tippo und Fleck von Barbora Klárova, Tomás Končinský, Daniel Špaček

  Tippo besucht die dritte Klasse der «Grundschule für das Altern der Dinge». Seine Familie übt über Generationen den Beruf der Buchzersetzer aus. Der Papa ist Abteilungsleiter der «Esseisten», die Essensreste, in Bücher schmiert, Löcher hineinbohrt und das Papier vergilbt. Die Mama gibt den Büchern den typischen Duft von altem Papier mit einem Hauch von Moder. Typo und Fleck sind «Kobold-Entropiker». Fleck ist ein total verschmierter, mit Kakao bekleckster Kobold, in der Schule erlernen sie ihren Beruf: Dinge bis zum völligen Verfall abzunutzen. Ein herrlich witziges Kinderbuch, das aber tiefgründig über den Zerfall aller Dinge philosophiert. «Nichts darf jemals geordnet an seinem Platz bleiben, alles muss unaufhörlich ins unendliche Durcheinander streben – die Entropie. Nur so bleiben unser Weltraum und die Welt für immer superduper.» Meine Kinderbuch-Empfehlung ab 8 Jahren! Weiter zur Rezension:    Tippo und Fleck von Barbora Klárova, Tomás Končinský, Daniel Špaček

Rezension - Dinosaurier auf anderen Planeten von Danielle McLaughlin

  Kurzgeschichten, die von menschlichen Schicksalen handeln, unerfüllte Wünsche, Kommunikation, die aneinander vorbeiläuft, eingestellte Kommunikation, kommunikative Barbareien, Resignation und Feigheit, Sehnsucht, dem Vorbeischauen an der Wahrheit. Irische Landbevölkerung – fein beobachtet Danielle McLaughlin Menschen, beginnt ihre Erzählungen an einem Punkt im Leben eines Menschen und beendet die Geschichte mittendrin. Ein kurzer Ausschnitt – ein vielsagende Situationen.  Weiter zur Rezension:    Dinosaurier auf anderen Planeten von Danielle McLaughlin