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Rezension - Revanche von Claire Beyer

  Alles beginnt mitten im Ersten Weltkrieg – eine kleine Liebesgeschichte zwischen einer Französin und einem jungen deutschen Soldaten, der als Meldereiter eingesetzt ist. Eine Familiengeschichte über drei Generationen, in 191 Seiten in knappen Puzzleteilen zusammengesetzt, nur das Elixier zusammengetragen: Der Soldat, seine zwei Söhne, die drei Söhne des einen; drei Männer herausgenommen, drei Generationen. Sprachlich hat mich das Buch beeindruckt. Jeder Satz ist auf den Punkt gebracht, sprachlich ausgefeilt. Die Seiten fliegen nur so dahin, ein warmes Gefühl breitet sich beim Leser aus. Spannend und unterhaltsam ist die Geschichte allemal. Weiter zur Rezension:    Revanche von Claire Beyer

Rezension - Wo drei Flüsse sich kreuzen von Hannah Kent

  Gesprochen von: Vera Teltz Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 13 Std. und 25 Min. Die australische Autorin Hannah Kent hat sich wieder einen europäischen, historischen Kriminalfall vorgenommen. In ihren Dramen ist der Mittelpunkt eine Frau, die am Ende vor Gericht steht, ein Drama, denn diese Frauen sind nicht wirklich schuldig an den Tötungsdelikten, sie sind ein Opfer der Umstände. In diesem Fall geht es um Aberglaube und die Macht zwischen Kirche und dem alten irischen Glauben. Diese Geschichte basiert auf einen Gerichtsprozess aus Irland im Jahr 1825, bei dem eine Kindstötung verhandelt wird. Ein guter Mix aus Kriminalliteratur, historischer Roman, Gesellschaftsroman, irische Mythologie. Weiter zur Rezension:    Wo drei Flüsse sich kreuzen von Hannah Kent

Rezension - Piraten im Garten von ATAK

  Ganz friedlich spielen Emil und Ente im Haus: DRINNEN. Wer aus dem Fenster schaut, ahnt es schon. Da schleichen Piraten durch den Garten: DRAUẞEN. Emil und Ente sind in der ersten Etage DRINNEN durchs Fenster zu sehen. Manche sind NAH, andere FERN. Plötzlich ein Knall. HIER ist etwas geschehen und DORT hat das ganze Haus gewackelt. Alles ist DRUNTER und DRÜBER. Da müssen wir Ordnung hineinbringen, sortieren und zählen. Und dann haben auch noch die Kuscheltiere die Köpfe vertauscht! Etwas zum Lachen, machen, raten, suchen, kichern im Rausch der Sinne – eins das garantiert Spaß macht! Der Kunstmann Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 3 Jahren – passt! Weiter zur Rezension:    Piraten im Garten von ATAK

Rezension - Die Fleckenfeder von Johanna Ries

  In den Weiten der Savanne von Afrika genießen die drei Kuhreiher Ade, Emem und Nuru ein sicheres, bequemes Leben auf dem Rücken eines Elefanten, und sie sind die besten Freunde. Atmosphärisch in der Illustration tauchen wir ein in das Miteinander der Arten. Eines Tages allerdings wird die Ruhe gestört, weil der Wind eine bunt gefleckte Feder in ihre Mitte weht. Ade schnappt sie sich und steckt sie sich zwischen sein weißes Gefieder. Die beiden Freunde sind natürlich eifersüchtig und ruck, zuck bekommen sie sich in die Haare. Von mir eine dicke Empfehlung, weil das Bilderbuch hier auf hohem grafisch atmosphärischen Niveau Spannung und Sachgeschichte vereint, die soziale Komponente ebenfalls einbezieht! Ab 4 (3) Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Fleckenfeder von Johanna Ries

Rezension - Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt) von Leslie Connor

  Mason Buttle hat es nicht leicht, denn er kann kaum lesen und schreiben. Deshalb lachen andere Kinder in der Schule über ihn und hänseln ihn. Obendrauf hat er eine seltene Krankheit, er leidet unter extremen Schwitzen, hat ständig nasse Hände und ein nasses Gesicht, wechselt sein T-Shirt, wäscht sich den Schweiß mit einem Tuch ab. Sein einziger Freund ist tot. Eines Tages lag er unter dem Baumhaus, von der Leiter gefallen. Ein Polizist taucht immer wieder bei Mason zu Hause auf, denn er glaubt, der Junge weiß etwas, hat etwas beobachtet, das noch tief in ihm steckt, an das er sich vielleicht nicht erinnern kann. In der Schule gibt es ein neues Kind, das gleich bei Masons Farm um die Ecke wohnt – und auch Calvin wird gehänselt, gleich Pygmäe getauft. Kinderroman ab 10 Jahren Weiter zur Rezension:    Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt) von Leslie Connor

Carola Christiansen - Interview

  von Sabine Ibing Zum 25-jährigen Jubiläum der Mörderische Schwestern habe ich mit der derzeitigen Präsidentin des Vereins , Carola Christiansen, ein Interview gemacht. Die Mörderischen Schwestern sind ein Netzwerk von Frauen, deren gemeinsames Ziel die Förderung der von Frauen geschriebenen, deutschsprachigen Kriminalliteratur ist.  Weiter zum Interview:    Interview mit Carola Christiansen 

Rezension - Irre Zeiten von Erich Rauschenbach

  Erich Rauschenbach hat in den letzten vier Jahrzehnten über 50 Bände mit Karikaturen veröffentlicht, sein Name ist eine Institution für Gesellschaftssatire. In diesem Band zieht er die Technik durch den Kakao. Muttis Schnittmuster im Navi geladen, Online-Voodoo, ein Toaster mit Fernbedienung und 80 Programmen, ein Diät-Kühlschrank, und andere vernetzte Haushaltsgegenstände und -geräte, die eine Menge sinniger und sinnloser Zusatzprogramme bieten. Hier trickst Jung Alt aus oder das Gerät den Menschen, und wir erleben Männerprobleme, Kommunikationsprobleme zwischen Paaren usw. Scharfstiftige Cartoons zum Ablachen. Weiter zur Rezension:   Irre Zeiten von Erich Rauschenbach

Rezension - Meine dunkle Vanessa von Kate Elizabeth Russell

  Vanessa, heute über 30 Jahre alt, erinnert sich: Mit 15 kehrt sie im zweiten Jahr ins Internat zurück, sie ist eine Einzelgängerin, hat keine Freunde, und sie liebt Literatur. Ihr neuer Englischlehrer, Jacob Strane, schenkt ihr Aufmerksamkeit. Er lobt ihren Fleiß, ihre Arbeiten und sogar ihr hübsches Kleid. Ein kurzer Griff auf ihr nacktes Knie, Blicke, schöne Worte, er gibt ihr erotische Bücher zu lesen, wie Lolita. Der Lehrer, 27 Jahre älter, hat sie am Haken. Er lässt sie glauben, dass sie ihn verführt. Die Schülerin Taylor hat ihren Missbrauch veröffentlicht, bittet es Vanessa, es ihr gleich zu tun, damit Strane keine neuen Opfer mehr finden kann. Ein wichtiger Roman, dies zu thematisieren, mit all dem Leid des Opfers. Weiter zur Rezension:  Meine dunkle Vanessa von Kate Elizabeth Russell

Rezension - Gestapelte Frauen von Patrícia Melo

  Eine junge Anwältin aus São Paulo nimmt eine Stelle im entlegenen Cruzeiro do Sul an, einer Urwaldprovinz, wo sie als Beobachterin an Gerichtsverhandlungen teilnimmt – Prozessen zu brutalen Frauenmorden. Sie arbeitet für eine Organisation, die den juristischen Umgang mit Femziden dokumentiert und anprangert, ein Buch herausbringen will – denn alle Täter kommen frei, werden nie verurteilt – die Frauen sind selbst schuld. Der Roman ist harte Kost! Das auf zwei Ebenen: Die Fälle an sich gehen tief unter die Haut – aber was viel schlimmer ist: Hier ist nichts fiktiv, der Femizid ist tagtägliche Realität! Misogynie ist existent - Frauenrechte fehlen. Weiter zur Rezension:   Gestapelte Frauen von Patrícia Melo

Rezension - Pierre, der Irrgarten-Detektiv, und die geheimnisvolle Stadt der Masken von Hiro Kamigaki & Ic4design

  Ein Wimmelbuch mit Pfiff – für Schulkinder. Hier wimmelt es ganz gewaltig und man muss sehr genau hinschauen, um die Aufgaben zu erfüllen! «Die Stadt am Meer ist voller Kanäle». Auf der ersten Seite wird dieses Spielbuch erklärt: Start – Ziel, Rätsel und Herausforderungen, versteckte Gegenstände, wie geht man mit Hindernissen um? Suche den kürzesten Weg. Pierre, der Irrgarten-Detektiv, und seine Assistentin Carmen reisen zum Karneval nach Canal City, um das magische Maze Egg zu sehen. Auf jeder Doppelseite findet sich ein fantasievolles Labyrinth mit einer Menge Aufgaben, die zu lösen sind. Ein Fall für Detektiv-Comic-Fans ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:  Pierre, der Irrgarten-Detektiv, und die geheimnisvolle Stadt der Masken von Hiro Kamigaki & Ic4design