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Rezension - Antonia von Gabriella Zalapì

  Tagebuch 1965–1966 Gabriella Zalapì ist mit dieser Novelle in Tagebuchform ein kleines Meisterwerk gelungen. Ein keines Buch mit gewaltiger Kraft. Kurze Einträge, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, reduziert auf den Punkt gebracht. Antonia hat früh geheiratet, dachte damals, sie wäre verliebt gewesen – doch sie landet in einem goldenen Käfig. Tagebucheinträge von Februar 1965 bis November 1966, kurze Einträge, die sprachlich brillant alles auf den Punkt bringen, kurz, prägnant, geschliffen. Ein Frauenbild der besseren Gesellschaft aus dieser Zeit, erschütternd – ein Aufbruch. Absolute Leseempfehlung! Weiter zur Rezension:    Antonia von Gabriella Zalapì

Rezension - Stadtbär im Wald von Katja Gehrmann

  Nach ihren Abenteuern in der Stadt kehren der Stadtbär und seine Freunde Dachs, Fuchs und Biber zurück in den Wald. Herrlich, diese Stille im Wald! Sie freuen sich auf ihre Höhlen. Biber hat natürlich andere Pläne. Die Stadt hat ihn inspiriert und er plant seinen Bau mit spitzen Dächern, großen Fenstern, Südbalkonen und Gartenzäunen umzugestalten. Dass er dabei den halben Wald rodet und die Höhlen seiner Freunde unter Wasser setzt, kümmert ihn herzlich wenig. Im Gegenteil, denn im Wald laufen eine Menge Menschen herum, die den Biber bei seinem Projekt mit dem Handy filmen. Ein lustiges Bilderbuch mit Tiefgang ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:    Stadtbär im Wald von Katja Gehrmann

Rezension - Der PUPU von Helga Bansch

  Ziegen und Schafe wohnen in Eintracht in einem versteckten Tal. Sie haben viele Gemeinsamkeiten, wie die Liebe zum Gras und Vogelgesang und ihre Angst vorm Wolf. Doch eines Tages liegt ein Ding auf der Wiese. Niemand weiß, was es ist und wozu es gut ist, und so nennen sie es PUPU. Mit dem Pupu kann man nichts machen, also ehren sie das Ding mit Blumen, die Schafe mit Veilchen, die die Ziegen wegfressen und Gänseblümchen hinlegen – die wiederum von den Schafen aufgefressen werden usw. Natürlich gibt es bald Ärger ... Ein Bilderbuch ab 3 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der PUPU von Helga Bansch   

Rezension - Pierre, der Irrgarten-Detektiv, und die geheimnisvolle Stadt der Masken von Hiro Kamigaki & Ic4design

  Ein Wimmelbuch mit Pfiff – für Schulkinder. Hier wimmelt es ganz gewaltig und man muss sehr genau hinschauen, um die Aufgaben zu erfüllen! «Die Stadt am Meer ist voller Kanäle». Auf der ersten Seite wird dieses Spielbuch erklärt: Start – Ziel, Rätsel und Herausforderungen, versteckte Gegenstände, wie geht man mit Hindernissen um? Suche den kürzesten Weg. Pierre, der Irrgarten-Detektiv, und seine Assistentin Carmen reisen zum Karneval nach Canal City, um das magische Maze Egg zu sehen. Auf jeder Doppelseite findet sich ein fantasievolles Labyrinth mit einer Menge Aufgaben, die zu lösen sind. Ein Fall für Detektiv-Comic-Fans ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:  Pierre, der Irrgarten-Detektiv, und die geheimnisvolle Stadt der Masken von Hiro Kamigaki & Ic4design

Rezension - Fauststarker Herzschlag von Thomas Hartl und Mirjam Zels

  Luke hat Wut im Bauch, er musste deshalb die Schule wechseln, denn er hatte sich geprügelt. Und darum muss er nun seine Termine bei der Schulpsychologin wahrnehmen. Zu Hause geht gerade alles drunter und drüber. Lukes Mutter liegt nach einem Gehirnschlag im Wachkoma, seinem Vater entgleiten die täglichen Dinge, seine Schwester ist mitten in der Pubertät und auch nicht zu gebrauchen. Das Ende von diesem Jugendroman konnte nicht bei mir punkten. Leider. Alterseinschätzung von mir: Ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:    Fauststarker Herzschlag von Thomas Hartl und Mirjam Zels

Rezension - Eine wahre Freundin von William Boyle

  Die Mafiaboss-Witwe Rena wird von Nachbar Enzio angegrabscht, haut ihm den Kopf mit einem Glasaschenbecher ein, und weil sie meint, er sei tot, flüchtet sie in Enzios Impalazu zu ihrer Tochter Adrienne. Die haut ihr die Nase vor der Tür zu, aber Lacey Wolfstein von gegenüber, sieht die verstörte Rena, bittet sie, erstmal bei ihr zu verschnaufen. Wolfstein hat gerade selbst ein Problem – das gleich darauf vor der Tür steht, ebenso Enzio, der seinen Wagen wieder haben will. Hinein platzt die Enkelin von Rena, die nicht mit ihrer Mutter und deren Lover Richie abhauen will, der gerade einem Mafiaboss eine Menge Geld gestohlen hat. Im Haus wird es immer voller, und als der Mafiaboss dann auch noch auftaucht, kommt es zur Katastrophe, die in ein wildes Roadmovie übergeht. Spannender Thriller, Slapstick, Noir!  Weiter zur Rezension:    Eine wahre Freundin von William Boyle

Rezension - River Café – Alle Rezepte von Rose Gray und Ruth Rogers

  Begonnen hatte alles 1987 mit einer Kantine. Doch die Frauen Ruth Rogers und Rose Gray hatten weit mehr geplant. Aus der Kantine wuchs ein kleines Restaurant, das im Laufe der Jahre ein paarmal vergrößert wurde und weltweiten Ruf erlangte. Italienisch, frisch, einfach und authentisch, das ist die Devise, die zum Erfolg führte. Drum kann es «Pappa al pomodoro» auch nur im Sommer geben. In dieser Gesamtausgabe sind über 900 Rezepte zusammengefasst. Vor allem wird ein Augenmerk auf die norditalienische Küche mit Salsa, Pesto, Pasta, Gnocchi, Risotto, Polenta, Frittata gelegt. Aber auch eine Menge Rezepte zu Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse, Brot und Minipizza, Desserts, Torten, Granitas, Sorbets, Eiscreme und Semifreddo, sowie Drinks sind enthalten. Weiter zur Rezension:   River Café – Alle Rezepte von Rose Gray und Ruth Rogers

Rezension - Der Berg von Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger

  Kann mir jemand erklären, wie ein Berg aussieht? Der Bär kann das genau veranschaulichen: «Der Berg ist waldig, voller Bäume und Grün!» Das Schaf widerspricht: Der Berg ist eine Wiese. Diese Ansicht wird wiederum widerlegt vom Oktopus, der Ameise, der Gams und dem Schneehasen. Jedes Tier der Geschichte hat eine eigene feste Vorstellung vom Berg, beschreibt uns seinen Mikrokosmos. Und dann bekommen sich die Tiere so richtig in die Wolle, denn jeder will Recht haben. Ein feines Bilderbuch zu Natur und Klimazonen – und zum Thema Perspektivwechsel, raus aus der Bubble ... ab 4 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der Berg von Rebecca Gugger und Simon Röthlisberger

Rezension - Seesucht von Marlis van der Wel

  Wir haben erst Februar, aber ich glaube, dieses Bilderbuch ist für mich in dieser Sparte das Highlight des Jahres! Was soll da noch drübergehen? Poesie in Bildern und die Story ist hinreißend. Die Liebe zum Meer kann man nicht besser bildnerisch gestalten. Das Thema ist: Never give up. Von dem Moment an, als der zweijährige Jonas das Meer sieht, weiß er, dass er dort zu Hause ist. Das Problem, unter Wasser kann er nicht atmen. So überlegt er sich Jahr um Jahr, wie er es bewerkstelligen kann, lange unter Wasser zu bleiben. Es wird bis ins hohe Alter dauern, bis er die passende Lösung findet. Ein herrliches Experimentieren,  scheitern inklusive. Ab 3 Jahren, ein Kunstwerk, Allage. Weiter zur Rezension:    Seesucht von Marlis van der Wel

Rezension - black stories von Ursula Poznanski

  Think out of the box! Ohne diese Devise zu beherzigen, wird man die Rätsel nicht lösen können. 50 knifflige Aussagen, die hin und wieder mit dem Tod eines oder mehrerer Beteiligten endet. Wie kam das zustande? Was ist hier passiert? «Eriks Geburtstagsgeschenk verdarb 3.867 Menschen den Tag.» Hatte Eric so viele Leute eingeladen und eine verdorbene Geburtstagstorte serviert? Think out of the box ... Am meisten Spaß macht das Spiel, wenn viele Leute mitmachen, diverse Ideen einbringen. Der Spielleiter, der reihum von Karte zu Karte wechselt, liest die Aussage vor. Und nun wird gerätselt, was das Zeug hält. Was könnte passiert sein?  Weiter zur Rezension:   black stories von Ursula Poznanski