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Rezension - Hope Hill Drive von Garry Disher

  Die Dezemberhitze brennt auf die trockenen Felder im australischen Tiverton. Constable Paul Hirschhausen fährt durchs staubige Outback von Australien Streife, kümmert sich um Bagatelldiebstähle, Kupferdiebstahl, Gewalt, Trunkenheit am Steuer und soziale Schwierigkeiten. Er muss an Weihnachten Dienst schieben – auch noch den Kleinstadtweihnachtsmann geben – Vorsicht ist geboten, an solchen Tagen steigt der Alkoholkonsum und somit eskalieren Gewaltausbrüche. Der Leser begleitet Hirschausen, der auf seinen weiten Touren über abgelegene Farmen, jeden Tag eine andere Tour fährt. Doch dann gibt es ein Pony-Massaker und später einen Doppelmord. Disher serviert wie immer einen Noir-Krimi der Extraklasse, Empfehlung für alle, die literarische Krimis lieben. Weiter zur Rezension:    Hope Hill Drive von Garry Disher

Rezension - Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo von Drew Weing

  Charles und seine Eltern sind nach Echo City umgezogen und wohnen in einem ehemaligen Hotel, das sein Vater renoviert. Ganz schön gruselig das alte Haus. Hier spukt es!, meint Charles. Und natürlich! Gleich in er ersten Nacht wird Charles in seinem Kinderzimmer geweckt: das Monster aus dem Kleiderschrank. Kevin hat die Telefonnummer von Margo Maloo, die fast mit allen Monstern gut bekannt ist: Sie ist Monster-Mediatorin. Gute Unterhaltung und Spannung, der Gruselfaktor ist fein temperiert in diesem Kinderbuch. Ein cooler Comic zum Liebhaben, ebenso die Trolle, Oger, Kobolde und Geister.  Weiter zur Rezension:    Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo von Drew Weing

Rezension - Winstons geheimste Fälle - Der Fluch der Wächterkatze von Frauke Scheunemann und Nikolai Renger

  Kater Winston folgt dem Duft eines verführerischen Mettbrötchens, das sich im Rucksack von Kira befindet, des Katers liebster Dosenöffner. Und im Rucksack chillend, landet er darum aus Versehen beim Schulausflug in einer Ausstellung von ägyptischen Mumien. Dort steht auch Miu, die Lieblingskatze von Pharao Aton Hetep – natürlich einbalsamiert. Miu bittet ihn, die goldene Maske des Pharao wiederzubeschaffen. Ein spannender und amüsanter Katzenkrimi, eine Detektivgeschichte für Lesefaule und Lesebegeisterte. Kinder-Comic ab 10 Jahren. Weiter zur Rezension:    Winstons geheimste Fälle - Der Fluch der Wächterkatze von Frauke Scheunemann und Nikolai Renger

Rezension - Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante

Sprecher: Eva Mattes Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 37 Min. Der Roman ist gut, doch letztendlich erreicht er für mich nicht Stärke der Neapolitanischen Saga. Auch diese Geschichte spielt in Neapel, dieses Mal in den 90-Ern. Die Stärke der Saga hatte für mich das politisch-gesellschaftliche Panorama, das hier völlig ausgeklammert ist. In dieser Geschichte berichtet eine pubertierende Ich-Erzählerin aus ihrer Sicht von ihrem verstörenden Weg ins Erwachsenenleben, glaubhaft in den Charakteren, ohne Frage, ein Coming-of-Age. Doch irgendwie ließ mich das Gefühl nicht los, das alles hatte ich bei Ferrante schon einmal gelesen. Ohne die Saga hätte ich diesen Roman mit Sicherheit besser bewertet – indessen mir fehlte der Sog, weil alles so bekannt war, ich wartete auf die feinen Wendungen und das Allumfassende. Aber trotzdem: Eine gute Familiengeschichte, ein prima Entwicklungsroman. Weiter zur Rezension:    Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante

Rezension - Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane

  Der historische Roman ist eine Neuübersetzung, erschienen 1895, ein damaliger Bestseller, der auch verfilmt wurde. Neu an diesem Stoff war die Sichtweise auf den Krieg, der erstmals aus der einzelnen Perspektive eines einfachen Soldaten geschrieben wurde: seine Beobachtungen, Empfindungen, seine Ängste, die Veränderung, die mit ihm stattfindet. Der amerikanische Bürgerkrieg, der Sezessionskrieg von 1861 bis 1865, aber selbst das ist letztendlich egal, wie auch die genauen Eckdaten zu Ort und Zeit. Es geht um ein Einzelschicksal, ein Mensch als Teil des Getriebes, dem der Überblick über das große Ganze im Getümmel fehlt. Viele Autoren kopierten die Betrachtungsweise, bis hin zu Erich Maria Remarque in seinem Roman «Im Westen nichts Neues». Ernest Hemingway sagte über diesen Roman: «Eines der besten Bücher unserer Literatur». Weiter zur Rezension:    Die rote Tapferkeitsmedaille von Stephen Crane

Rezension - Im Fallen lernt die Feder fliegen von Usama Al Shahmani

  Die Bibliothekarin Aida hat seit neun Jahren eine feste Beziehung mit Daniel, sie wohnen zusammen. Doch Daniel weiß nichts über sie – klar, sie stammt aus dem Irak. Kein Wort über ihre Vergangenheit kommt über die Lippen. So sehr Daniel auch stichelt und fordert. Aida will darüber nicht reden – eine Sache, die diese Beziehung belastet. Als Daniel auf einer Alm den Rest seines Zivildienstes ableisten muss, setzt sich Aida hin und schreibt ihre Geschichte auf. Heimat, Identität, was ist das? Der Ort, an dem man geboren wird? Oder der, den man adaptiert hat, oder die Herkunft oder auch beides? Kann man nicht zwei, drei, vier oder mehr Heimaten haben? Aida konfrontiert sich mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer, dem Verlust – schreiben hat ihr schon einmal geholfen … Ein empathischer Roman über Migration, Exil, Sprache und Sprachlosigkeit. Weiter zur Rezension:    Fallen lernt die Feder fliegen von Usama Al Shahmani

Rezension - Schatten der Welt von Andreas Izquierdo

  Thorn in Westpreußen, 1910, alles beginnt wie eine Lausbubengeschichte: Drei Jugendliche, die hoffen, dass der Ernst des Lebens noch auf sich warten lässt. Eine kleine Gaunerei lässt sie mit den Ängsten der Menschen spielen und mit dem Kometen «Halley» eine stattliche Summe verdienen. Carl, intelligent, klein und zart, zaudernd, immer die Ordnung betrachtend und sein Freund Artur, ein großer, muskulöser Klotz, draufgängerisch, der nicht über die Konsequenzen nachdenkt, wenn er etwas anpackt, treffen auf die unverschämte Isi, die mit allen Wassern gewaschen ist. Eine intensive Freundschaft entsteht. Und mit dem Geld aus dem Geschäft ihres Lebens bauen sie sich eine Zukunft auf, die durch den Ersten Weltkrieg zerstört wird. Weiter zur Rezension:    Schatten der Welt von Andreas Izquierdo 

Rezension - Tru und Nelle von G. Neri

  Hintergrundfoto aus den Buch "Tru & Nelle von G. Neri" Eine Geschichte über die Freundschaft von Truman Capote und Nelle Harper Lee Ich war zunächst skeptisch, ein Kinderbuch, das die Geschichte der Kinderfreundschaft um Truman Capote und Nelle Harper Lee beschreibt … Doch schnell konnte mich das Buch überzeugen. Erzählerisch stark ist dies schlicht eine wundervolle Geschichte um eine Freundschaft zwischen zwei Außenseitern. Sie konnten ja damals noch nicht wissen, dass sie später berühmte Schriftsteller werden. Kindgerecht, witzig und atmosphärisch wird die Zeit spannend dargestellt, es geht im Grunde um die politisch-gesellschaftliche Stimmung, die durch Rassismus geprägt ist – das Thema von «Wer die Nachtigall stört». Kinder- und Jugendliteratur ab 9 Jahren. Weiter zur Rezension:    Tru & Nelle von G. Neri

Rezension - Planet Omar - Nichts als Ärger von Zanib Mian

  Dies ist ein Scribble-Buch, ein Kind berichtet in Tagebuchform aus seinem Leben, Sketches, Zeichnungen, Großbuchstaben zwischen dem Text inbegriffen. Bei Omar geht es um die Familie, sie ziehen in ein neues Haus; und gleich werden sie von einer grantigen Nachbarin schräg beäugt. Was wird die neue Schule bringen? Wird Omar Freunde finden? Der starke Daniel hat es sofort auf ihn abgesehen. Es läuft nicht alles so, wie Omar sich es erhofft hat. Doch H2O beschützt ihn – ein kraftstrotzender Drache aus seiner Gedankenwelt. Gut für Erstleser und Nichtleser geeignet, ab 8 Jahren.  Weiter zur Rezension:    Planet Omar - Nichts als Ärger von Zanib Mian 

Rezension - Ihr Kampf von Eva Kienholz

  Wie Höcke & Co. die AfD radikalisieren Sie sind völkisch, nationalistisch, unberechenbar: Der «Flügel» um Björn Höcke und Andreas Kalbitz, die äußersten Rechten in der AfD, und sie sind trotz der offiziell verkündeten Auflösung nach wie vor ein wichtiger Machtfaktor und Radikalisierungsmotor – sie sind noch da, immer noch vernetzt, ihr Gedankengut ist unverändert. Förmlich distanziert sich ein Teil der Parteiführung von dieser Gruppe – doch waren sie es nicht, die diese Gruppierung in die AfD integrierten, die lange hinter ihnen standen, sie salonfähig machten? Die Journalistin Eva Kienholz hat undercover Veranstaltungen des Flügels und der Neuen Rechten besucht. Ihre Analysen belegen: Höcke & Co. unterwandern die AfD – und könnten schon bald die gesamte Partei übernehmen. In diesem Buch hat sie ihre Recherchen zusammengefasst. Weiter zur Rezension:    Ihr Kampf von Eva Kienholz