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Rezension - Die Annonce von Marie-Hélène Lafon

  Bauer sucht Frau. Paul, 46 Jahre alt, Bauer in der Auvergne, auf tausend Metern Höhe betreibt er den familieneigenen Hof und hat die Einsamkeit satt, gibt eine Annonce auf. Vom anderen Ende Frankreichs antwortet aus einer tristen Industriestadt Annette, 37 Jahre alt, ist nur im Paket mit dem elfjährigen Sohn Éric zu haben. Die beiden treffen sich auf halber Strecke und Anette zieht bald mit Eric bei Paul ein. Die große Liebe ist es nicht, Zuneigung, eine Zweckgemeinschaft, bei der jeder sein Ziel verfolgt. Der Empfang auf dem Hof ist frostig, die Verwandten dort lassen die beiden Neuankömmlinge sofort spüren, dass auf dem Hof kein Platz für sie ist. Eine sprachliche Perle!  Weiter zur Rezension:    Die Annonce von Marie-Hélène Lafon

Frohe Weihnachten!

Euch allen ein frohes Weihnachtsfest! Ich wünsche euch geruhsame Festtage und viele Bücher auf dem Gabentisch. Gutes Schmökern!

Rezension - In der Hitze eines Sommers von Emma Flint

  Sprecher: Hans Jürgen Stockerl, Shandra Schadt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 13 Std. und 14 Min. Der Thriller zeichnet das Gesellschaftsbild der 60-er Jahre der USA, ist an einem authentischen Fall orientiert. In Multiperspektive wechseln wir von Ruth zu Reporter Pete und Sergeant Devlin, der in dem Fall ermittelt. Die beiden Kinder von Ruth wurden brutal ermordet. Wer ist der Täter? Die getrenntlebenden Eltern geraten sofort unter Verdacht – besonders die exzentrische Ruth: sexy, immer perfekt frisiert und geschminkt, in enganliegender Kleidung; mit diesem Augenaufschlag, der alle Männer verrückt macht. Sie arbeitet abends in Bars, sie säuft und schleppt gern Männer ab. Kann das eine gute Mutter sein? Wollte sie ihre Kinder loswerden? Weiter zur Rezension:    In der Hitze eines Sommers von Emma Flint

Rezension - Der Ickabog von J.K. Rowling

  «Es war einmal ein kleines Land, das hieß Schlaraffien ...», beginnt das Märchen. Die Legende vom Ickabog, erzählt man Kindern, damit sie keinen Blödsinn machen. Schlaraffien ist ein wundervolles Land, in dem es allen Einwohnern sehr gut geht. Das Land wird regiert von einem selbstverliebten Tölpel, einem sehr naiven König, Fred, der sich der Furchtlose nennt. Natürlich gibt es keinen Ickabog, alles Fantasy, Mythen! Doch halt, warum nicht, sagen sich die zwei Berater des Königs, zwei raffinierte Schleimer. Zunächst einmal müssen sie eine eigene Tat vertuschen und dabei geht ihnen auf, wie sie mit der Angst vor dem Ickabog ein riesiges Geschäft machen können, den König völlig unter Kontrolle bekommen. Klasse erzähltes Märchen mit Wortspielerei und Humor. Weiter zur Rezension:  Der Ickabog von J.K. Rowling

Rezension - Nichts los im Wald von Mireille Messier und France Cormier

  Eine Familie beim Campingausflug im Wald: Zelt aufgebaut, alles eingeräumt und schon ist es Abend. Gemütlich sitzt man am Lagerfeuer, grillt, geht später schlafen. Ein Junge stellt die Frage danach, was wohl die Tiere im Wald machen, während die Menschen schlafen. Der Vater ist der Meinung: Nichts Besonderes. Wie falsch seine Ausführungen waren, wird ihm am nächsten Morgen klar. Der Clou an diesem Bilderbuch ist der Widerspruch. Alles, was der Vater sagt, wird von der Zeichnerin widerlegt. Und das ist ziemlich spaßig! Nachtaktive Tiere sind sehr kreativ! Ab 4 Jahre Weiter zur Rezension:  Nichts los im Wald von Mireille Messier und France Cormier

Rezension - Lutz Geißlers Almbackbuch von Lutz Geißler

  Dieses Sachbuch ist ein Schwergewicht, nicht nur durch mehr als 450 Seiten, für Anfänger halten wir es nicht geeignet, dafür wird zu wenig erklärt. Wer mit dem Brotbacken Erfahrung hat, wird hier ein Füllhorn von Brot und Brötchenrezepten finden. Und neben dem Brotbacken gibt es eine Menge interessante Informationen. Lutz Geißler ist Geologe und er beschreibt uns zunächst die Entstehung der Alpen, die eindrucksvolle Landschaft der Hohe Tauern, und die jahrhundertealte Geschichte der Kalchkendlalm im Raurisertal. Brotrezepte durch die Weltgeschichte, hier wird jeder fündig. Weiter zur Rezension:    Lutz Geißlers Almbackbuch von Lutz Geißler

Rezension - Gruß aus der Küche von Rita Jost, Heidi Kronenberg und Nora Ryser

  Texte zum Frauenstimmrecht Gruß aus der Küche: Texte zu 50 Jahre Frauenstimmrecht der Frauen in der Schweiz. Ist es nötig, noch heute darüber zu sprechen? In der «Urdemokratie» der Schweiz hat es gedauert, bis die Frauen ihr Wahlrecht bekamen. Eben weil es urdemokratisch ist; nicht eine Regierung hat dies gesetzmäßig bestimmt, sondern die Wähler mussten entscheiden: die Männer! Feine Texte zum Thema Gleichberechtigung von 30 Autorinnen, Kolumnistinnen und Historikerinnen. Weiter zur Rezension:  Gruß aus der Küche von Rita Jost, Heidi Kronenberg und Nora Ryser

Rezension - Pollo d'Oro von Bernie Rieder-Grandits

  Ob gebraten, geschmort, gebacken oder frittiert, in Stücke geschnitten, Brust, Keule, Flügel, Innereien, oder auch mal im Ganzen, ob als Suppe, zum Risotto oder mit Wein, ob mit aufregenden Gewürzen oder ungewöhnlichen Marinaden zubereitet – Huhn schmeckt immer und lässt viel Spielraum für Experimentierfreudige. Das Huhn ist auf der gesamten Welt im Kochtopf beliebt: Europäisch, asiatisch und orientalisch, kein Fleisch bietet mehr Zubereitungsmöglichkeiten. Und genau darum ist dieses Buch ein dicker Wälzer geworden. Abwechslungsreiche Eier- und Hähnchengerichte aus aller Länder Küchen werden von Bernie Rieder hier präsentiert. Ein Standardwerk zum Thema Huhn für jeden Geschmack. Weiter zur Rezension:    Pollo d'Oro von Bernie Rieder-Grandits 

Rezension - Neue Irre - Wir behandeln die Falschen von Manfred Lütz

  Eine heitere Seelenkunde. Auf dem neuesten Stand der Forschung Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz, ist nicht nur Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, er hat auch Philosophie und katholische Theologie studiert, was diesem «Sachbuch» deutlich zu erkennen ist. Ich werde meine Rezension in der Bewertung hauptsächlich darauf ausrichten, mit welcher Intension Manfred Lütz das Buch meiner Meinung nach geschrieben hat – für absolute Laien. Fachleute werden an vielen Stellen aufschreien, widersprechen, vieles so gar nicht humorig empfinden, das Ganze als pauschal und übertrieben und oberflächlich abhaken: Im Plauderton Psychiatrie im Schnelldurchgang. Die Stärke dieses Buchs ist eben der amüsante Plauderton, für jedermann verständlich, denn in der Hauptsache geht es um Akzeptanz. - Aber genau das ist auch das Problem mit diesem Buch. Weiter zur Rezension:    Neue Irre - Wir behandeln die Falschen von Manfred Lütz

Rezension - Der Schwur von Sunil Mann

  Marisa Greco, ehemalige Flugbegleiterin und Bashir Berisha, Türsteher und Privatdetektiv, gründen in Zürich eine Agentur: Aufträge erledigen, die Menschen ungern abwickeln. Kaum gestartet, sollen sie für die Nigerianerin Joy einen Koffer aus einer Wohnung holen, in dem sich ihr Pass befindet, den ihre Zuhälterin einkassiert hatten. Joys vierzehnjährige Schwester Faith ist an die gleichen Menschenhändler geraten wie sie damals, und sie muss Faith abfangen, bevor sie in Zürich weggesperrt wird. Dort gibt es zwei rosa Koffer. Bashir greift sich beide und damit nimmt der Ärger seinen Lauf. Hochspannung, komplexe Story durch Mehrperspektivität – die Thematik ist sauber recherchiert, gnadenlos auf den Punkt gebracht! Prostitution, Menschenhandel, Drogenhandel, Organhandel, Aberglauben und Schweizer Politik gehen Hand in Hand beim Flüchtlingsthema. Klasse. Weiter zur Rezension: Der Schwur von Sunil Mann